Im Zoo Dortmund sind zwölf Löwenbabys geboren worden. Die beiden fünfjährigen Schwestern Zuri und Saba brachten innerhalb von drei Tagen ihren ersten Nachwuchs zur Welt: Zuri bekam am 28. Juli fünf Jungtiere, Saba folgte am 31. Juli mit sieben weiteren. Nach Angaben des Zoos entwickeln sich die Jungtiere und ihre Mütter gut.
Zwei Würfe, eine gemeinsame Aufzucht
Besonders an dem Dortmunder Nachwuchs ist die gemeinsame Aufzucht durch die beiden Löwinnen. Zuri und Saba säugen nicht nur ihre jeweils eigenen Jungtiere, sondern auch den Nachwuchs der Schwester. Ein solches Verhalten ist auch aus freilebenden Löwenrudeln bekannt, in denen Weibchen bei der Versorgung der Jungtiere zusammenwirken. Für den Zoo ist es zugleich der erste Nachwuchs, seit die beiden Löwinnen und der sechsjährige Vater Boeti dort leben.
Die Jungtiere verbringen den größten Teil des Tages mit ihren Müttern in geschützten Wurfboxen hinter den Kulissen des Löwenhauses. Die Rückzugsbereiche können von den Löwinnen jederzeit aufgesucht werden und sollen den Familien Ruhe und Sicherheit bieten. Erste kurze Ausflüge aus den Boxen haben die Jungtiere nach Angaben des Dortmunder Zoos bereits unternommen. Gelegentlich bleiben sie auch allein zurück, während eine der Löwinnen den Eingang bewacht. Das Zooteam hält sich dabei möglichst im Hintergrund, um unnötige Störungen zu vermeiden.
Löwenhaus bleibt vorerst geschlossen
Für Besucher bleibt das Löwenhaus weiterhin geschlossen. Damit sollen unnötige Unruhe und Lärm in der sensiblen ersten Aufzuchtphase vermieden werden. Auch das Zooteam hält sich möglichst im Hintergrund, weshalb die Geschlechter der Jungtiere bislang noch nicht bestimmt wurden. Eine tierärztliche Untersuchung soll erfolgen, sobald sich bei den beiden Erstlingsmüttern mehr Routine eingestellt hat.
Der Vater Boeti ist dagegen meist auf den Außenanlagen des Löwenhauses zu sehen. Nach Angaben des Zoos wurde er von den beiden Löwinnen getrennt, als sich abzeichnete, dass sie sich mit ihren Jungtieren zunehmend zurückzogen. Einen Termin für die erste öffentliche Präsentation der Jungtiere gibt es derzeit nicht. Die Besucher müssen daher weiterhin abwarten, wann die jungen Löwen erstmals zu sehen sein werden.
Nicht alle Jungtiere können in Dortmund bleiben
Die zwölf Geburten sorgen in Dortmund für große Freude, stellen den Zoo aber auch vor eine konkrete Planungsfrage. Das Löwengehege bietet nach Angaben der Stadt nicht genügend Platz, um den gesamten Nachwuchs dauerhaft aufzunehmen. Deshalb steht bereits fest, dass einige der Tiere später an andere Zoos abgegeben werden müssen. Die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere bleibt dennoch zunächst im Mittelpunkt.
Der WDR berichtete zudem, dass im Vorfeld über den möglichen Umgang mit kranken oder nicht angenommenen Jungtieren gesprochen worden war. Die Stadt Dortmund wies Befürchtungen zurück, wonach die Babys vorsorglich eingeschläfert werden könnten. Im Fall notwendiger Entscheidungen sollen die geltenden gesetzlichen Grundlagen maßgeblich sein; bei schwerwiegenden tiermedizinischen Fragen wurde außerdem ein Ethikrat als mögliche Instanz genannt. Aktuell steht jedoch die erfolgreiche Versorgung der zwölf Jungtiere und die notwendige Ruhe für Zuri und Saba im Mittelpunkt.
Quellen
- dortmund.de – Zwölf neue Löwenbabys im Zoo Dortmund | dortmund.de – https://www.dortmund.de/newsroom/nachrichten-dortmund.de/zwoelf-neue-loewenbabys-bereichern-den-zoo-dortmund.html
- www1.wdr.de – Zwölf Löwenbabys im Dortmunder Zoo: Darf der Nachwuchs bleiben? – https://www1.wdr.de/nrw/dortmund/loewenbabies-dortmund-zoo-100.html
- wirindortmund.de – Zwölf Löwen-Jungtiere entwickeln sich gut im Zoo Dortmund | Wir in Dortmund – https://www.wirindortmund.de/dortmund/zwoelf-loewen-jungtiere-entwickeln-sich-gut-im-zoo-dortmund-314452
- nordstadtblogger.de – Zwölf Löwen-Jungtiere im Zoo Dortmund – Nordstadtblogger – https://www.nordstadtblogger.de/zwoelf-loewen-jungtiere-im-zoo-dortmund
