Viele Fans haben lange auf einen neuen Löwenkater gewartet: Am 21. August ist der knapp zwölfjährige Max aus dem niederländischen Zooparc Overloon in die Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen eingezogen. Der Zoo stellte den Neuzugang auf seiner Startseite als neuen männlichen Bewohner der Löwenanlage vor. Der Transfer erfolgt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) und soll dazu beitragen, eine genetisch gesunde Population zu fördern.
Für die Löwenanlage bedeutet der Einzug die Rückkehr eines männlichen Tieres. Im April war der 14-jährige Löwe Bantu nach gesundheitlichen Problemen eingeschläfert worden. Bantu galt als beliebter Bewohner der Zoom Erlebniswelt, sein Tod hatte bei vielen Besuchern und in der Online-Community für Anteilnahme gesorgt. Max soll perspektivisch mit den Löwinnen Lizzy und Fiona zusammengeführt werden; bis dahin bleibt abzuwarten, wie sich die Tiere aneinander gewöhnen.
Max kommt aus einer Männergruppe in Overloon
Max lebte im Zooparc Overloon zuletzt mit seinen drei Brüdern in einer reinen Männergruppe. Nach Angaben der Zoom Erlebniswelt plant der niederländische Zoo künftig den Aufbau einer Zuchtgruppe. Im Rahmen des EEP soll deshalb nur einer der Brüder in Overloon für die geplante Zuchtgruppe bleiben, während die anderen Tiere in andere Zoos wechseln. Max ist für den Standort Gelsenkirchen vorgesehen, wo er später mit Lizzy und Fiona zusammengeführt werden soll.
Das EEP koordiniert innerhalb der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) Erhaltungszuchtprogramme für bestimmte Tierarten oder Populationen. Dabei geht es um die langfristige Zusammensetzung genetisch möglichst vielfältiger Bestände. Für die einzelnen Programme gibt es Empfehlungen zu Paarungen und Tiertransfers zwischen Zoos. Eine konkrete Paarungsentscheidung für Max und die beiden Löwinnen ist damit noch nicht belegt.
Kennenlernen beginnt nach der Quarantäne
Max durchläuft zunächst die für Neuzugänge vorgesehene Quarantäne. In dieser Zeit wird er tierärztlich untersucht und beobachtet, bevor ein direkter Kontakt mit den bereits im Zoo lebenden Tieren möglich ist. Die Quarantäne dient der gesundheitlichen Absicherung des Neuzugangs und des bestehenden Bestands. Für Besucher dürfte der Kater deshalb zunächst voraussichtlich nicht zu sehen sein.
Nach der Untersuchung ist eine schrittweise Annäherung vorgesehen. Max und die beiden Löwinnen sollen sich zunächst geschützt über Gitterschieber kennenlernen. Dabei können die Tiere Geruch und Verhalten des jeweils anderen wahrnehmen, ohne sofort gemeinsam im Gehege zu sein. Erst wenn diese Phase erfolgreich verläuft, kommt ein direkter Zusammenschluss infrage.
Der Einzug bringt damit zunächst vor allem eine Veränderung für die Löwenanlage: Wieder lebt dort ein männlicher Löwe, während die weiteren Schritte von der gesundheitlichen Untersuchung und dem Verhalten der Tiere abhängen. Ob Max später tatsächlich mit Lizzy und Fiona vergesellschaftet wird und ob daraus eine Zuchtperspektive entsteht, bleibt offen. Besucher sollten daher nicht mit einer sofortigen gemeinsamen Sichtung rechnen.
Quellen
- derwesten.de – "Männliche Verstärkung" im Zoo in Gelsenkirchen: Fans mussten lange auf ihn warten – https://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/zoo-gelsenkirchen-loewe-max-id302142167.html
- zoom-erlebniswelt.de – Startseite – ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen – https://www.zoom-erlebniswelt.de
