Uli Beyer im Interview, wir erfahren etwas über die Empathiefähigkeit von Tierrechtlern und was man mit Spendengeldern besser nicht macht …

Interview mit Diplom-Ingenieur Uli Beyer. Er ist leidenschaftlicher Angler, Raubfischspezialist und hat mit 29 Jahren sein Hobby zum Beruf gemacht. Uli Beyer betreibt einen Angelladen direkt am Möhnesee in Körbecke (Nordrhein-Westfalen), veranstaltet Angel-Guidings und ist nicht zuletzt als YouTuber erfolgreich.

Uli hat sich entschlossen, seine Argumente für das Angeln den Anfeindungen von radikalen Tierrechtlern entgegenzustellen. Seit dem Gewaltaufruf gegen Angler im August 2019 seitens PETA widmet er einen Teil seiner Zeit mit Aufklärungsarbeit über PETA.

Ich freue mich sehr, dass Uli sich bereit erklärt hat, für GeRaTi Fragen zu beantworten.

GeRaTi Redaktion: Uli, Du hast uns die Steilvorlage für den Artikel „Öffentlich rechtlicher Sender WDR lässt sich von bekennendem Anglerhasser Stefan Bröckling (1. Vorsitzender von tiernotruf.de) instrumentalisieren!“ Der Artikel ging für GeRaTi Verhältnisse durch die Decke. Hat sich der WDR danach noch mal bei Dir gemeldet?

Uli Beyer: Der WDR hat sich leider überhaupt nicht bei mir gemeldet. Auf meine ersten Reaktionen und Klarstellungen auf deren FB-Seite gab es noch Antworten, diese blieben jedoch später auch aus. Meine Vermutung: Man hat den journalistischen Fehltritt und die Falschinformationen des Herrn Bröckling zumindest für möglich gehalten und möchte die Aufregungen von der einen oder anderen Seite möglichst gering halten.

GeRaTi Redaktion: Wird es einen angel freundlichen Film beim WDR oder anderswo mit Dir als Hauptdarsteller geben?

Uli Beyer: Konkret in Planung ist nichts. Allerdings betone ich sehr gern, dass es in der fernen Vergangenheit (2010/2011, genau habe ich das nicht mehr parat) schon einmal eine sehr schöne, sehr angel freundliche Sendung des WDR mit mir gegeben hat. Diese Sendung damals war sogar der Anlass für weitere Fernsehsender, bei mir als Angler vorstellig zu werden. Insgesamt resultierten daraus 2 weitere Sendungen bei VOX-TV („Mieten, Kaufen, Wohnen“ und „Automobil“).

Jeder Lehrer, jeder Angler, Angelverein und Anglerverband sollte diese Möglichkeiten nutzen, das Positive beim Angeln zu erklären und möglichst weit in die Gesellschaft zu tragen.

GeRaTi Redaktion: Du wurdest im Chat der „Aktuellen Stunde“ sogar von einer Lehrerin angegangen. Wundert es dich, wenn ich dir erzähle, dass meine 11-jährige Tochter eines Tages aus der Schule kam und mich als Mörder und Tierquäler betitelte, weil ich Angler bin und bei Entnahme den Fisch, den ich fange, töte?

Uli Beyer: Es wundert mich nicht und die Hintergründe sind klar: Es gibt leider auch radikalisierte bzw. ideologische Lehrer, die in dieser Form ihre „Gesinnung“ auf die Schüler übertragen möchten. Umgekehrt ist es aber wunderbar, dass auch viele Lehrer begeisterte Angler sind und diese Begeisterung häufig mit den Schülern teilen. Ich weiß von sehr vielen „Angel-AGs“, in denen durch angelnde Lehrer die Begeisterung FÜR das Angeln, das Verständnis für Natur und Umwelt und die Motivation zum Erlernen von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen nachhaltig geweckt wird. In der Regel sind diese frei wählbaren AGs in Schulen, sofern angeboten, fast immer die erfolgreichsten Angebote in vielen Schulen. Jeder Lehrer, jeder Angler, Angelverein und Anglerverband sollte diese Möglichkeiten nutzen, das Positive beim Angeln zu erklären und möglichst weit in die Gesellschaft zu tragen. So werden Lehrer, die uns als Mörder oder gar Tierquäler bezeichnen, sehr schnell lächerlich dastehen.

GeRaTi Redaktion: Jemand anders hat dich im Chat als Lobbyisten bezeichnet. Woraufhin du dich artig bedankt und erklärt hast, dass du ein solcher Lobbyist gerne sein würdest, wenn dich „Verbände dafür bezahlen würden“. Meintest du das ernst?

Uli Beyer: Es stimmt, ich bin als Lobbyist bezeichnet worden und habe das als großes Lob angesehen. Ich bin allerdings nicht dazu berufen und werde auch nicht von irgendwem bezahlt. Das Angeln ist seit meinem 4. Lebensjahr eine tiefe, mein ganzes Leben beeinflussende Leidenschaft, die ich mit 29 Jahren auch zu meinem Beruf gemacht habe. Es versteht sich von selbst, dass man auf die Barrikaden geht, wenn man unfair und polemisch angegriffen wird. Die Angelgegner gehen systematisch und gezielt gegen uns vor, um letztlich das Angeln verboten zu bekommen. Für mich sind das kranke Ideologen, die „Randale und Bambule“ machen wollen. Es geht ihnen extrem viel weniger um Tierschutz und Tier- oder gar Naturwohl, als vielmehr um den stets groß und wirksam präsentierten „Donate-Button“. Sehr wenige, aus Amerika gelenkte Aktivisten möchten zum eigenen, finanziellen Vorteil uns das Angeln verbieten lassen. Das regt mich extrem auf und ich habe für mich beschlossen, mir das nicht mehr gefallen zu lassen. Ganz ehrlich: Von einer Bezahlung für diese Arbeit war nie die Rede. Es geht um meine Leidenschaft, die hier angegriffen wird. Natürlich geht es auch um meine berufliche Existenz, weil mein Hobby gleichzeitig seit vielen Jahren auch mein Beruf ist. Ich mache mir seit vielen Jahren schon intensive Gedanken darüber, wie man sich möglichst gut und effektiv gegen die dummen Anfeindungen radikalisierter und ideologischer Angelgegner wehren kann. Der kriminelle Aufruf zum Steinewerfen gegen Angler war der Auslöser dafür, AKTIV gegen solche Spinner vorzugehen. Ebenso mit Recherche und System würde und werde ich das gern tun. Da ich sehr gut in der Branche vernetzt bin, habe ich auch schon viele Betroffene gesprochen, bin von Verbändlern, Juristen, Vereinen und Einzelanglern bestätigt und ermutigt worden, an dieser „Sache“ dranzubleiben. Momentan ist das aber nicht mehr als eine leidenschaftliche Verteidigung meines Hobbys und meines Jobs und das auch völlig unentgeltlich.

Diese PETA-Aktivisten schreiben sich auf die Fahne, „empathisch“ zu sein, haben aber NULL Verständnis für die Freude und die Leidenschaft ihrer Mitmenschen.

GeRaTi Redaktion: Anfang August hat sich Tanja Breining (PETA) mit einem provokanten Pamphlet mit der gesamten Anglerschaft in Deutschland angelegt. („Angler in Sicht“). Seitdem opferst du einen Teil deiner Zeit, betreibst intensive Recherche, um über PETA und über deren Machenschaften aufzuklären. Dein Video „Krasser Gewaltaufruf gegen Angler: Steine werfen empfiehlt Peta!“ ging viral. Warum hängst du dich da so rein?

Uli Beyer: Ich fühlte mich persönlich angegriffen und der Aufruf war in meinen Augen mehr als eine sonst übliche und gezielte Provokation. Dieser Aufruf war in meinen Augen kriminell und spiegelt ein Problem unserer Gesellschaft wider. Diese PETA-Aktivisten schreiben sich auf die Fahne, „empathisch“ zu sein, haben aber NULL Verständnis für die Freude und die Leidenschaft ihrer Mitmenschen. Ich habe sogar versucht, eine auf den ersten Blick vernünftige PETA-Anhängerin zum Angeln einzuladen (ohne Haken, garantiert ohne Verletzung von Fischen o. ä.!), um dieser einen Einblick in unsere Empfindungen beim Angeln zu geben, um ihr zu zeigen, wie vielfältig das Angeln und wie nebensächlich das manchmal notwendige Töten ist. Für mich entlarvend: Die eingeladene PETA-Aktivistin ist sofort nach dieser Einladung im NICHTS, in der Anonymität des Internets wieder abgetaucht. Wie peinlich ist das denn? Für mich ein Beweis, dass es diesen Leuten nicht um Empathie oder gegenseitiges Verständnis geht, sondern vielmehr um plumpes Einimpfen eigener Ideologien und Spendensammlung bei ahnungslosen Mitbürgern geht. DESHALB hänge ich mich sehr gern rein, in diese Sache.

JEDER sollte aufgerufen werden, sehr intensiv darüber nachzudenken, wo er und seine Familie/Freunde demnächst Spendengelder hinschicken. 

Wir Angler sollten jedenfalls raus aus der Stillhalte Position, denn wir brauchen uns und unsere Verdienste für die Gesellschaft nicht zu verstecken – im Gegenteil.

GeRaTi Redaktion: Ist es zielführend, wenn sich Angler mit PETA einem medialen Kleinkrieg über die Legitimität der Angelei liefern?

Uli Beyer: Diese Frage stellte ich mir lange Zeit selbst. Auch aus den Reihen der Angler wurde mir wiederholt gesagt, man solle diesen „Verein“ totschweigen und ihm nicht noch mehr Öffentlichkeit zukommen lassen. Die vielfältigen Anzeigen von Anglern mit entsprechender Öffentlichkeitssuche parallel und Schwachsinnsaktionen wie z. B. den Ort „Angeln“ umzubenennen sind Strategie für mehr Öffentlichkeit und gezielte Spendensammlung. Nach dem Aufruf zum Steinewerfen gegen Angler bin ich vielfach von Anglern angesprochen worden und mir wurde berichtet, dass tatsächlich Steine geworfen wurden. Dies wissen die wenigsten von uns und in der Öffentlichkeit. Ich meine, JEDER sollte das wissen und JEDER sollte aufgerufen werden, sehr intensiv darüber nachzudenken, wo er und seine Familie/Freunde demnächst Spendengelder hinschicken. Dieser PETA-Verein säht großen gesellschaftlichen Ärger, kostet unser aller Geld durch schwachsinnige Strafanzeigen und möchte uns allen das Angeln verbieten, demnächst womöglich dann zu Veganern machen. Dies erfolgt nicht nur mit dubiosen Mitteln, sondern letztens auch in meinen Augen eindeutig kriminell mit dem Aufruf zum Steinwurf. Ich bin zu der Überzeugung gekommen: Wenn möglichst viele Spender und Tierfreunde (von denen ich übrigens auch einer bin!) erfahren, welches die Antriebe und Ziele der PETA sind, so ist das wünschenswert. Wir Angler sollten jedenfalls raus aus der Stillhalte Position, denn wir brauchen uns und unsere Verdienste für die Gesellschaft nicht zu verstecken – im Gegenteil. Ganz offensichtlich wissen noch viel zu wenige Nicht-Angler, wie sehr die Allgemeinheit von den Leistungen der Verbände, Vereine und Einzelangler profitieren.

GeRaTi Redaktion: Haben Angler/ Fischereiverbände mit ihrer Taktik PETA Anfeindungen zu ignorieren einen Fehler gemacht?

Uli Beyer:Ich erlaube mir da kein Urteil, habe für mich aber entschieden, diese nicht mehr zu ignorieren, sondern aktiv dagegen vorzugehen. Die Erfahrung der letzten Monate in direkter Auseinandersetzung hat mir wiederholt gezeigt, dass einer guten Argumentation sehr schnell ein großes Schweigen der Radikalen folgt …

Peu à peu sollten wir die Öffentlichkeit aufklären, was Peta zerstören möchte, dass hier eine winzige Gruppe versucht, Millionen von leidenschaftlichen Naturfreunden und Naturschützern zu diskreditieren.

GeRaTi Redaktion: Was geht dir durch den Kopf, wenn du folgende Aussage liest? Dr. Edmund Haferbeck (Nichtjurist der sich bei PETA als Anwalt für Tiere ausgibt): „PETA will natürlich die Abschaffung der Angelei und das geht peu à peu, indem man zunächst einmal die Stigmatisierung der Angelei voranbringt.“

Uli Beyer: Das ist der Leitsatz von Peta und viele Angler wie Nicht-Angler haben diese Zielsetzung noch gar nicht in vollem Umfang erfasst. Es ist entlarvend und disqualifiziert PETA. Peu à peu sollten wir die Öffentlichkeit aufklären, was Peta zerstören möchte, dass hier eine winzige Gruppe versucht, Millionen von leidenschaftlichen Naturfreunden und Naturschützern zu diskreditieren. Dies soll auf Kosten aller erfolgen, um eigene, verbohrte Ideologien durchzusetzen.

GeRaTi Redaktion: Wie sieht aus deiner Sicht gute Öffentlichkeitsarbeit aus? Reicht es aus, zu kommentieren, zu teilen und zu liken?

Uli Beyer: Für mein Empfinden sind die meisten Betroffenen nicht engagiert genug. Mehr wäre viel besser. Jeder kann mehr tun, wenn er es ernster nimmt. Diese Angriffe gehen uns auch alle an. Allerdings ist es schon super, ETWAS zu tun und dazu gehört auch kommentieren, teilen und liken. Wir Angler sind Millionen, die Entscheidungsträger von PETA sind keine 10! Wenn wir alle etwas Engagement zeigen und uns nicht auf andere verlassen, dann kommt die gewaltige Bedeutung der Angler für Natur- und Umweltschutz auch besser zur Geltung. In der heutigen Zeit geht es auch um die Vorherrschaft in Social Media, Presse usw. Diese Felder sollten wir keinesfalls mehr allein den Angelgegnern überlassen und wehrhaft gegen Anfeindungen vorgehen.

Firmen und Promis, die sich zu PETA bekennen bzw. von PETA vor den Karren spannen lassen, sind bei mir jedenfalls völlig unten durch und ich werde im Rahmen meiner Möglichkeiten diese meiden.

GeRaTi Redaktion: PETA lebt nicht zuletzt auch von Prominenten, die sich für bestimmte Themen vor den PETA Karren spannen lassen. Sollte man sich die nicht auch mal zur Brust nehmen?

Uli Beyer: Eindeutig ja, aber richtig! Ich bin überzeugt, dass viele derer, die sich von PETA vor den Karren spannen lassen, gar nicht verstanden haben, worum es eigentlich geht. „Zur Brust nehmen“ hört sich für mich fast nach „Angriff“ an. Das würde ich nicht tun. Sachlich hinterfragen, ob man diese und jene Peta-Machenschaft wirklich gut findet und unterstützt, halte ich aber für wichtig und sinnvoll. ÜBRIGENS wurde mir von jemandem, der selbst Betroffener von Peta-Angriffen und in engem Kontakt mit Industriebetrieben steht, eine sehr interessante Information zugetragen: Diesem Gesprächspartner zufolge soll Peta auch mindestens einen sehr großen Spender in der Industrie besitzen. Leider gibt es keine Spenderlisten von Peta für die Öffentlichkeit und ich rufe jeden Wissenden auf, mir solche Informationen mitzuteilen. Solche Spender sind natürlich auch bewusst anonym gehalten und der Verdacht liegt nahe, dass andere Spendengründe als „Tierrecht/Tierschutz“ vorliegen. Sollte das stimmen, könnten hier ‚Schweigegelder‘ gezahlt worden sein, um nicht weiter von Peta angegriffen zu werden. Unbewiesen ist hier ein sehr interessanter Hinweis eines Kunden, der mir hier interessante Details verraten hat. Da ich diese aber nicht beweisen kann, kann ich hier leider weder Namen noch Details nennen. Für mich war diese Information aber ein wichtiger Motivator, noch genauer hinzusehen und Finger in Peta-Wunden zu legen. Firmen und Promis, die sich zu PETA bekennen bzw. von PETA vor den Karren spannen lassen, sind bei mir jedenfalls völlig unten durch und ich werde im Rahmen meiner Möglichkeiten diese meiden.

GeRaTi Redaktion: Du hast mal aufgerufen: „Ideen sammeln und versuchen die Gemeinschaft der Angler weiter zu vereinen und auf Maßnahmen zur Gegenwehr einzustimmen“. Gibt es denn inzwischen einen Ideenpool, wenn ja wo?

Uli Beyer: Ich habe lediglich einen eigenen Ideenpool, der in meinem Kopf und auf einigen Konzeptpapieren besteht. Ali Seggelke vom Deutschen Anglerverband möchte die Ideensammlung intensivieren und lädt vielleicht zu einem Gespräch demnächst ein. Konkret ist da aber nichts bisher.

GeRaTi Redaktion: Angler sollten auch über den Tellerrand hinausschauen und den Schulterschluss zu Institutionen suchen, die auf ähnliche Weise von PETA angriffen werden. Gibt es schon Bemühungen sich diesbezüglich zu vernetzen?

Uli Beyer: Ich bin momentan Einzelkämpfer und habe in dieser Sache leider nichts mitbekommen. Allerdings wäre es in meinen Augen sehr wichtig, als große Gemeinschaft gegen die Angriffe dieser winzigen Spendensammelvereinigung Peta anzugehen.

GeRaTi Redaktion: EINIGE RADIKALE TIERRECHTLER AGIEREN AUCH ILLEGAL. Zu ihrem Repertoire gehören: übelste Beschimpfungen im Netz, Mailbombing, Sachbeschädigung bis hin zu körperlichen Angriffen. Hast du so etwas schon einmal persönlich erleben müssen?

Uli Beyer: Nein, persönlich ist mir das noch nicht passiert. Allerdings habe ich wiederholt von solchen Geschehnissen gehört und ich vermute, dass man sich für solche Angriffe lieber diejenigen raussucht, die weniger wehrhaft sind (scheinen). Sollte mir das passieren, so wäre das jedenfalls eine große, zusätzliche Motivation für mich? Ich vermute, so geht es auch Matze Koch, der ja von PETA bereits angezeigt worden ist.

Ich möchte auch einmal ganz ohne töten zu müssen und zu wollen, frei und unbeschwert angeln gehen. In Deutschland ist das gesetzlich verboten, in vielen Nachbarländern ist genau das ausdrücklich erwünscht oder gar gefordert. 

GeRaTi Redaktion: Du warst kürzlich in Holland angeln. Dabei hat Deutschland doch reichlich schöne Flüsse und Seen. Warum gehst du manchmal „fremd“?

Uli Beyer: Das ist kein Geheimnis: Ich gehe auch dann gerne angeln, wenn ich keinen Fisch töten möchte. In Deutschland würde ich mit dieser Einstellung gegen das Gesetzt verstoßen und so der PETA einen Elfmeter liefern. Ich möchte auch einmal ganz ohne töten zu müssen und zu wollen, frei und unbeschwert angeln gehen. In Deutschland ist das gesetzlich verboten, in vielen Nachbarländern ist genau das ausdrücklich erwünscht oder gar gefordert. Ich bin aufgrund unserer Gesetzgebung gezwungen, mit diesem „Nicht-Tötungswillen“ im Ausland zu fischen. Es ist schon witzig und peinlich, dass ausgerechnet ein kleiner Verein wie PETA Angler insbesondere dann anzeigt, wenn sie geangelt, aber NICHT getötet haben.

GeRaTi Redaktion: Was sollte aus deiner Sicht an der Gesetzgebung in Deutschland geändert werden?

Eigentlich ist das recht einfach: Der Gesetzgeber muss die umfassende Bedeutung des Angelns besser erkennen und sich von dem Standpunkt wegbewegen, dass der einzige vernünftige Grund für das Angeln der Nahrungserwerb ist. Ich bin überzeugt, dass die Reduzierung des gesamten Angelns auf diesen einen Faktor falsch ist. Jeder Angler weiß das, aber die Erklärung und das Verständnis dafür bei Nicht-Anglern ist ausgesprochen schwierig.

GeRaTi Redaktion: Uli, ich bedanke mich für deine ausführlichen Antworten. Und wünsche dir eine unbeschwerte Weihnachtszeit. Vielleicht besuche ich dich mal an deinem Hausgewässer dem Möhnesee.

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Comments 1

  1. Uwe S. says:

    Bitte melden wenn Du am Möhnesee bist.
    Dann komme ich auch vorbei.
    Wir Angler müssten der Peta gegenüber viel kämpferischer sein (mit legalen Mitteln)
    Auch die Pilitik sollte von uns Anglern besser ins „Gebet“ genommen werden. Jeder hat in seinem Wahlkreis einen oder mehrere Abgeornete (Bundes-, Land- oder auch Kreistag) und wir Angler sind doch auch potenzielle Wählerstimmen besonders jetzt wo auch die Kommunalwahlen am 15. März anstehen.

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