Nilkrokodil Elinor zieht von Genf nach Füssen – neue Anlage für bis zu vier Meter Körperlänge geplant

Das 1,20 Meter lange Nilkrokodil-Weibchen Elinor hat den Bioparc Genève verlassen und ist in den Reptilienzoo Füssen umgezogen. Der Grund: Das bisherige Gehege in der Schweiz wurde für das wachsende Tier zu klein. In Füssen beginnt für Elinor zunächst eine dreiwöchige Quarantäne, bevor geprüft werden soll, mit welchen der bereits vorhandenen Krokodile sie sich verträgt.

Transport im geschlossenen Behälter

Der Umzug erforderte eine sorgfältige Vorbereitung. Nach Angaben aus den Berichten zum Transport wurde zunächst das Wasser aus dem Genfer Gehege abgelassen. Der Direktor des Bioparc Genève und ein Mitarbeiter fingen Elinor anschließend von Hand ein und brachten sie in eine abgedunkelte Transportbox. Dabei sicherte ein Mitarbeiter Maul und Vorderbeine, während der andere Hinterbeine und Schwanz kontrollierte.

Drei Tage vor der Fahrt erhielt das Krokodil kein Futter. Bioparc-Direktor Tobias Blaha brachte Elinor anschließend persönlich mit dem Auto nach Füssen. Der Transport endete am Donnerstag im Reptilienzoo, der von Dieter Graf geführt wird. Dabei kam es zu Hürden bei der Zollabfertigung.

Quarantäne vor dem ersten Kontakt

In Füssen bleibt Elinor zunächst getrennt von den anderen Tieren. Die dreiwöchige Quarantäne soll ihr die Eingewöhnung ermöglichen. Erst danach soll das Nilkrokodil auch für Besucher zu sehen sein. Die Quarantäne markiert damit die erste Phase ihres Aufenthalts im neuen Zoo.

Der Kontakt zu den im Zoo lebenden Reptilien wird schrittweise aufgebaut. Über sogenannte Schmusegitter können sich die Tiere zunächst sehen und wahrnehmen, ohne direkt aufeinandertreffen zu müssen. Im Reptilienzoo leben bereits Alligatoren, afrikanische Stumpfkrokodile und Kaimane. Elinor bleibt dort vorerst das einzige Nilkrokodil.

Für Besucher bedeutet der Neuzugang daher nicht nur ein weiteres Tier im Bestand, sondern auch eine mehrwöchige Übergangsphase. Ob und mit welchen Artgenossen Elinor verträglich ist, soll erst nach den ersten kontrollierten Kontakten geprüft werden.

Neue Anlage für ausgewachsene Größe geplant

Die langfristige Herausforderung liegt in der Größe des Tieres. Ausgewachsene Nilkrokodile können bis zu vier Meter lang werden. Der Reptilienzoo plant deshalb eine neue Anlage, die nicht nur für Elinors aktuelle Körperlänge von rund 1,20 Metern, sondern auch für ihre spätere Größe ausgelegt sein soll. Das bisherige Gehege in Genf war für Elinor zu klein geworden; die bauliche Aufgabe liegt nun in Füssen.

Elinor war zuvor Teil eines wissenschaftlichen Projekts in Genf. Nach den Berichten stammten die 2022 importierten Eier aus Südafrika; Elinor schlüpfte ebenfalls 2022.

Quellen

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