Krefelder Affenhausbrand kommt vor Gericht
Krefelder Affenhausbrand kommt vor Gericht

In der Silvesternacht brannte es im Krefelder Affenhaus. Dutzende Tiere darunter auch Menschenaffen wurden Opfer der Flammen!

Es war ein Schock für viele die das Krefelder Affenhaus liebten. Wären die Menschen in das neue Jahr hineinfeierten, kämpften dutzende Tiere um ihr überleben. Eine illegal benutzte Himmelslaterne entfachte im Krefelder Affenhaus einen verheerenden Brand, bei dem mehrere dort untergebrachte Tiere, qualvoll starben.

Die Verursacher, eine Mutter mit ihren beiden erwachsenden Töchtern, meldeten sich nach bekannt werden des Unglücks, selbst bei der Polizei. Sie räumten ein drei Himmelslaternen in der Neujahrsnacht gestartet zu haben. Diese werden insbesondere in Asien als Glücksbringer verwendet. Man schickt mit diesen Laternen, eigene Wünsche auf die Reise und hofft auf Erfüllung.

Himmelslaternen in Deutschland verboten

Diese Himmelslaternen, die größtenteils aus China stammen, sind in Deutschland verboten. Das liegt in erster Linie daran, dass unkontrolliert eine offen brennende Kerze, in die Luft gelassen wird. Wie bei einem Heißluftballon lässt die warme Luft die Laterne steigen. Ohne Kontrolle fliegt dann diese Laterne, nur vom Wind getragen, durch die Luft. Bei der Landung brennt die Kerze in der Regel immer noch, sodass dadurch eine Brandgefahr ausgeht. Darum sind diese Himmelslaternen in Deutschland verboten.

Erstaunt ist man, wenn man sich die Rechtslage anschaut. Verkaufen darf man diese Himmelslaternen in Deutschland. Nur das anzuzünden ist verboten, wie die Verbraucherzentrale nach dem Brand, in einem Artikel mitteilte. Dasselbe Prinzip gibt es zum Beispiel, bei Blitzer-Warn-Geräten. Verkauft werden dürfen sie in Deutschland, nur betreiben darf man diese nicht. Im eigentlichen Sinne ist der Verkäufer verpflichtet, den Käufer auf die Rechtslage aufmerksam zu machen. Im Onlinehandel wird dieses in der Regel, im kleingedruckten Zusatztext, in der Artikelbeschreibung gemacht. Und welcher Kunde liest sich tatsächlich den kleinsten Text durch.

Zu guter Letzt denkt hier der Gesetzgeber auch nur wirtschaftlich. Durch den Verkauf erhält der Staat die Mehrwertsteuer. Bei der Einfuhr nach Deutschland ist die Einfuhrsteuer fällig. Also verdient der Staat bereits zwei Mal an diesen Himmelslaternen. Erwischt man einen unwissenden Käufer, ist ein Ordnungsgeld fällig, was letztendlich ja auch dem Staat zu kommt. Und kommt es wie in diesem Fall, zu einer Katastrophe, erhält der Staat die Strafzahlungen!

Die drei Frauen lehnen Strafbefehl ab

Man sollte nicht vergessen, dass diese drei Frauen, sich nach der Brandkatastrophe, freiwillig gestellt haben. In der Regel laufen Ermittlungen ins Leere. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft stellte im Juli einen Strafbefehl, mit einer hohen Geldstrafe. Die Summe wurde gegenüber den Medien nicht genannt. Gegen diesen Strafbefehl sind die drei Frauen fristgerecht in Widerspruch gegangen. Dadurch wird das Verfahren jetzt vor einem Gericht geklärt werden müssen.

Die drei Frauen, haben hier die Möglichkeit sich zu verteidigen, was im Fall des Strafantrages, durch die Staatsanwaltschaft, bisher nicht möglich war. Eine angesetzte Pressekonferenz wurde nach bekannt werden des Widerspruchs, durch die Staatsanwaltschaft abgesagt.

Baurechtlich alles in Ordnung

Insbesondere aus der Tierrechtsszene kamen wüste Unterstelllungen. So behauptete EndZoo Betreiber Frank Albrecht, dass ein Fenster offen gewesen sei, wo diese Laterne hineingeflogen war. Kurze Zeit später löste sich der Verein EndZoo wahrscheinlich aufgrund der Unfähigkeit, des einzigen Mitglieds Frank Albrecht, auf.

Von Peta wurde wilde Fantasien zusammen gesponnen, das die gesetzlichen Brandschutzmaßnahmen nicht eingehalten wurden. Dies alles dementierte die Staatsanwaltschaft nun, in einer herausgegebenen Pressemitteilung!

Staatsanwaltschaft am Freitag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur aber Stellung: Laut den Ermittlungen sei am Affenhaus baurechtlich alles in Ordnung gewesen. Konkret ging es dabei um Kunststoffscheiben, die nach einem Unwetter vor einigen Jahren eingebaut worden waren. Es stand die Frage im Raum, ob diese Scheiben vielleicht unerlaubterweise verwendet wurden – und das Feuer beschleunigt haben könnten.

NTV.de

Krefelder Zoo plant „Artenschutzzentrum Affenpark“

Großes ist im Krefelder Zoo geplant. So will man im Krefelder Zoo ein „Artenschutzzentrum Affenpark“ bauen, um die Haltung der Tiere noch besser an ihre natürlichen Lebensformen anzupassen. Die ersten Eindrücke und Spendenunterstützung findet man auf der Webseite des Krefelder Zoos.

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