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Schlagwort: zoos.media

  • Robert Marc Lehmann gegen Zoos: Philipp J. Kroiß zerlegt die große Cancel-Erzählung

    Robert Marc Lehmann gegen Zoos: Philipp J. Kroiß zerlegt die große Cancel-Erzählung

    Robert Marc Lehmann spricht von Konsequenzen für die Zoowelt, von fehlender Gesprächsbereitschaft seiner Kritiker und vermittelt den Eindruck, gegen ihn werde mit fragwürdigen Methoden vorgegangen. Philipp J. Kroiß hat diese Darstellung für zoos.media ausführlich analysiert und kommt zu einem deutlich anderen Ergebnis. In seinem Beitrag „Robert Marc Lehmann: Wenn eine Anti-Zoo-Ansage zur Selbstoffenbarung wird“ zeichnet Kroiß das Bild eines Influencers, bei dem Anspruch und tatsächliches Verhalten zunehmend auseinanderfallen.

    Besonders interessant aus Sicht von GERATI: Kroiß greift dabei ausdrücklich eine Recherche von GERATI auf. Dabei ging es um zahlreiche Videos und Millionen Aufrufe, die vom YouTube-Kanal „Robert Marc Lehmann – Mission Erde“ verschwunden waren. Gerade dieser Punkt zeigt, warum es sich lohnt, die verschiedenen Vorgänge sauber voneinander zu trennen, statt sie zu einer großen Erzählung über angebliche Zensur oder Cancel-Versuche zusammenzufügen.

    Ein YouTube-Strike wird zur großen Erzählung

    Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war laut Kroiß ein Video von Robert Marc Lehmann, in dem Material von zoos.media verwendet wurde. zoos.media meldete die Verwendung bei YouTube. Die Plattform prüfte den Vorgang und entschied schließlich über die Entfernung des Videos beziehungsweise den entsprechenden Copyright-Vorgang. Entscheidend ist dabei ein Punkt, den Kroiß ausdrücklich hervorhebt: Über einen Strike entscheidet YouTube und nicht derjenige, der eine Urheberrechtsverletzung meldet.

    Das klingt zunächst banal, ist aber für die gesamte Erzählung entscheidend. Wer fremdes Material verwendet und daraufhin mit einer urheberrechtlichen Beschwerde konfrontiert wird, kann daraus nicht automatisch einen organisierten Versuch ableiten, einen kompletten Kanal zum Schweigen zu bringen. Genau an dieser Stelle sieht Kroiß einen grundlegenden Widerspruch zwischen dem tatsächlichen Vorgang und der späteren Darstellung gegenüber der eigenen Community.

    Ein einzelner Copyright-Strike bedeutet schließlich nicht automatisch die Löschung eines gesamten YouTube-Kanals. Gleichzeitig gehört es zum normalen Verfahren der Plattform, dass Rechteinhaber gegen eine aus ihrer Sicht unzulässige Nutzung ihres Materials vorgehen können. Aus einem solchen Standardmechanismus eine Art Angriff der Zoowelt auf Robert Marc Lehmann abzuleiten, benötigt deshalb wesentlich mehr Belege als lediglich die Existenz einer Beschwerde.

    GERATI fand die verschwundenen Videos

    An dieser Stelle kommt GERATI ins Spiel. Nach dem Vorgang mit zoos.media hatte ich mir den Kanal von Robert Marc Lehmann genauer angesehen und festgestellt, dass dort eine beträchtliche Zahl früherer Videos nicht mehr öffentlich vorhanden war. Mit diesen Videos verschwanden zugleich Millionen zuvor ausgewiesener Aufrufe aus der öffentlich sichtbaren Kanalstatistik beziehungsweise dem vorhandenen Videobestand.

    Kroiß verweist in seinem Artikel ausdrücklich auf diese GERATI-Recherche. Gleichzeitig hält er fest, dass die Gründe für das Verschwinden dieser Videos nicht bekannt sind. Genau diese Trennung ist wichtig. Die Beobachtung, dass Videos verschwunden sind, ist etwas anderes als die Behauptung, zu wissen, weshalb sie verschwunden sind.

    Gerade deshalb wäre es unseriös, sämtliche Veränderungen auf Lehmanns Kanal mit dem Copyright-Vorgang von zoos.media in Verbindung zu bringen. Dafür gibt es bislang keinen belastbaren Nachweis. Interessant bleibt die Entwicklung dennoch, weil sie zeitlich in eine Phase fällt, in der Robert Marc Lehmann selbst das Narrativ eines gegen ihn gerichteten Vorgehens öffentlich stark auflädt.

    Kroiß stellt Lehmanns Gesprächsbereitschaft infrage

    Noch deutlicher wird die Kritik von Philipp J. Kroiß bei einem weiteren Punkt. Robert Marc Lehmann erklärte nach Darstellung von zoos.media sinngemäß, er scheue keine Diskussion, treffe jeden und halte sich nicht zurück. Gleichzeitig beklagte er, andere wollten nicht mit ihm diskutieren.

    Kroiß hält diesem Bild mehrere konkrete Beispiele entgegen. So verweist er unter anderem auf ein öffentliches Dialogangebot aus Wuppertal vom Mai 2025. Außerdem nennt er Einladungen des Direktors des Alpenzoos Innsbruck, André Stadler, aus dem Juni und August 2026. Nach Darstellung von zoos.media blieb eine entsprechende öffentliche Reaktion beziehungsweise Annahme dieser Angebote aus.

    Genau hier liegt ein Punkt, der über persönliche Sympathien für Lehmann oder einzelne Zoos hinausgeht. Wer öffentlich den Eindruck vermittelt, die Gegenseite verweigere konsequent den Dialog, muss sich daran messen lassen, wie er selbst mit konkreten Gesprächsangeboten umgeht. Existieren solche Einladungen tatsächlich, kann man gleichzeitig schwer behaupten, niemand wolle mit einem reden.

    Kroiß führt darüber hinaus den Zoo Augsburg sowie ein Orca-Symposium als weitere Beispiele an. Auch hier lautet seine zentrale Kritik nicht, dass Lehmann jede Einladung zwingend annehmen müsse. Natürlich steht es jedem frei, ein Gespräch abzulehnen. Problematisch wird es erst dann, wenn auf der einen Seite Angebote ausgeschlagen oder nicht genutzt werden und auf der anderen Seite gegenüber dem eigenen Publikum der Eindruck einer grundsätzlich dialogunwilligen Zoowelt entsteht.

    Das Marcant-Format ändert das Problem nicht

    Lehmann verwies offenbar auch auf ein geplantes beziehungsweise produziertes Format von Marcant, für das Vertreter aus der Zoowelt angefragt wurden. Kroiß sieht darin keinen Beleg dafür, dass Zoos generell nicht diskutieren wollten. zoos.media selbst hatte nach eigenen Angaben ebenfalls eine Anfrage erhalten, wobei bereits die Adressierung Fragen aufwarf.

    Trotzdem bot zoos.media nach Darstellung von Kroiß Unterstützung für einen geplanten Faktencheck an. Eine weitere Reaktion sei darauf nicht erfolgt. Auch hier ergibt sich damit ein komplizierteres Bild als das einfache Narrativ „Lehmann möchte diskutieren, Zoos verweigern sich“.

    Hinzu kommt ein praktischer Aspekt, der häufig übersehen wird. Nicht jeder Zoo, Verband oder Fachmann muss bereit sein, auf eigene Kosten an einem kommerziell verwerteten YouTube-Format mitzuwirken. Eine Absage an ein bestimmtes Produktionsformat ist nicht automatisch eine Absage an jede inhaltliche Diskussion. Wer beides gleichsetzt, verkürzt die tatsächliche Situation erheblich.

    Wenn aus Kritik eine Verschwörungserzählung wird

    Kroiß wird in seinem Artikel besonders deutlich, wenn es um Reaktionen aus Teilen der Mission-Erde-Community geht. Seiner Einschätzung nach wird dort zunehmend eine Erzählung gepflegt, wonach unterschiedliche Akteure versuchten, Robert Marc Lehmann zum Schweigen zu bringen oder seine Arbeit zu behindern.

    Das Problem einer solchen Erzählung liegt in ihrer Konstruktion. Einzelne Ereignisse können schnell miteinander verbunden werden, obwohl ein tatsächlicher Zusammenhang gar nicht nachgewiesen ist. Ein Copyright-Strike, verschwundene Videos, kritische Artikel, Auseinandersetzungen mit Zoos und abgelehnte Gesprächsformate ergeben dann scheinbar ein großes Gesamtbild. Belegt wird dadurch jedoch noch kein koordiniertes Vorgehen.

    Gerade an diesem Punkt lohnt eine nüchterne Betrachtung. Kritik an einem reichweitenstarken Influencer ist keine Zensur. Eine Urheberrechtsbeschwerde ist nicht automatisch ein Cancel-Versuch. Eine Einladung, die nicht angenommen wird, ist kein Beleg dafür, dass niemand diskutieren möchte. Und mehrere kritische Stimmen bilden nicht automatisch ein Netzwerk, nur weil sie zu ähnlichen Schlussfolgerungen gelangen.

    Anti-Zoo-Kommunikation und das Geschäft mit der Empörung

    Kroiß geht noch einen Schritt weiter und verbindet Lehmanns Anti-Zoo-Kommunikation mit dessen Merchandising. Er verweist dabei insbesondere auf Produkte mit vulgärer Anti-Zoo-Botschaft. Daraus ergibt sich zumindest eine legitime Frage nach den wirtschaftlichen Anreizen einer möglichst scharf geführten Auseinandersetzung.

    Natürlich beweist der Verkauf entsprechender Produkte nicht, dass Kritik an Zoos ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt. Eine solche Behauptung wäre ebenfalls zu einfach. Allerdings lässt sich kaum bestreiten, dass emotionalisierte Konflikte Aufmerksamkeit erzeugen und Aufmerksamkeit im Influencer-Geschäft wirtschaftlich verwertbar ist.

    Wenn sich eine Marke gleichzeitig über klare Feindbilder definiert und passende Produkte verkauft, darf dieser Zusammenhang deshalb thematisiert werden. Genau das macht Kroiß. Er stellt die Frage, ob eine immer aggressivere Anti-Zoo-Rhetorik tatsächlich einer sachlichen Diskussion über Tierhaltung, Artenschutz und wissenschaftliche Arbeit dient oder zunehmend Teil einer erfolgreich vermarktbaren Identität geworden ist.

    Der eigentliche Streit sollte um Fakten gehen

    Besonders relevant ist deshalb ein weiterer Bestandteil des zoos.media-Artikels. Kroiß erinnert daran, dass Lehmann in der Vergangenheit die Bedeutung zoologischer Einrichtungen für verschiedene Arten infrage gestellt hatte. zoos.media beschäftigte sich daraufhin unter anderem mit Balistaren, Sumatra-Nashörnern und Galapagos-Riesenschildkröten und stellte den Anti-Zoo-Aussagen konkrete Informationen zum Artenschutz gegenüber.

    Genau dort sollte die eigentliche Diskussion stattfinden. Nicht bei der Frage, wer wen angeblich canceln möchte, sondern bei überprüfbaren Aussagen. Welche Rolle spielen Zoos bei Erhaltungszuchtprogrammen? Welche Populationen konnten mit Unterstützung zoologischer Einrichtungen erhalten werden? Welche Forschung findet dort statt? Welche Projekte werden finanziert? Und wo gibt es berechtigte Kritik an einzelnen Einrichtungen oder Haltungsformen?

    Wer Zoos grundsätzlich ablehnt, darf diese Fragen selbstverständlich kritisch beantworten. Er muss sich dann allerdings auch mit Fakten auseinandersetzen, die nicht in die eigene Argumentation passen. Dasselbe gilt selbstverständlich für Zoo-Befürworter. Artenschutz wird nicht dadurch besser verstanden, dass beide Seiten immer größere Feindbilder produzieren.

    Philipp J. Kroiß trifft einen entscheidenden Punkt

    Der Artikel von Philipp J. Kroiß ist klar positioniert und an einigen Stellen bewusst scharf formuliert. Das macht er auch nicht zum Geheimnis. Seine entscheidende Stärke liegt jedoch darin, dass er zahlreiche konkrete Vorgänge nebeneinanderstellt und damit eine Frage aufwirft, die Robert Marc Lehmann und seine Community selbst beantworten müssen: Passt die öffentlich erzählte Geschichte tatsächlich zu den dokumentierten Ereignissen?

    Gerade die Behauptung mangelnder Dialogbereitschaft wirkt problematisch, wenn gleichzeitig konkrete Einladungen existieren. Ebenso lässt sich aus einer Copyright-Meldung nicht ohne Weiteres der Versuch konstruieren, einen gesamten YouTube-Kanal aus dem Netz zu drängen. Dass darüber hinaus zahlreiche Videos verschwunden sind, bleibt interessant – über die Ursache sagt diese Beobachtung allein jedoch nichts aus.

    Für GERATI ist noch etwas anderes bemerkenswert. Unsere Recherche zu den verschwundenen Videos wurde von zoos.media nicht einfach benutzt, um eine Ursache zu behaupten, die niemand belegen kann. Kroiß nennt die Recherche und trennt sie ausdrücklich von der offenen Frage nach dem Grund für die Löschungen. Genau so sollte eine sachliche Auseinandersetzung funktionieren.

    Robert Marc Lehmann kann Zoos kritisieren. Zoos können Robert Marc Lehmann kritisieren. zoos.media kann seine Aussagen überprüfen, und GERATI kann wiederum beide Seiten beobachten und einordnen. Das ist keine Zensur, sondern öffentliche Debatte. Entscheidend ist am Ende nicht, wer die größte Community mobilisieren kann, sondern wessen Behauptungen einer Überprüfung standhalten.

    Quellen

  • Great Ape Project unterstützt Tierquälerei bei Schimpansen im Wales Ape and Monkey Sanctuary

    Great Ape Project unterstützt Tierquälerei bei Schimpansen im Wales Ape and Monkey Sanctuary

    Der Artikel beleuchtet die Tierquälerei im Wales Ape and Monkey Sanctuary (WAMS) und präsentiert Beweise für diese Missstände. Besucher des WAMS haben sich über zu kleine Käfige beschwert, was von negativen Google-Bewertungen und Fotos bestätigt wird. Experten kritisieren zudem, dass das WAMS kein ausgebildetes Fachpersonal beschäftigt. Trotz der Vorwürfe befürwortet das Great Ape Project das WAMS, während es den Zoo Krefeld verurteilt, der in eine artenschutzgerechte Affenanlage investiert hat. Die Verbindungen zwischen dem Great Ape Project und dem WAMS werfen Fragen zur Glaubwürdigkeit auf. Es ist wichtig, die Bedingungen im WAMS zu verbessern und die Tiere angemessen zu versorgen.

    Philipp J. Kroiß von Zoos.media deckt massive Tierquälerei im Wales Ape and Monkey Sanctuary auf

    Der Artikel von Philipp J. Kroiß (zoos.media) informiert über die Tierquälerei im Wales Ape and Monkey Sanctuary (WAMS) und liefert dazu Beweise. Viele Besucher haben sich in Bewertungen über zu kleine Käfige beschwert. Das WAMS reagiert dünnhäutig auf die Kritik und versucht, die Rezensenten herabzuwürdigen, anstatt die Vorwürfe zu widerlegen. Negative Google-Bewertungen werden von wohlmeinenden Fotografen bestätigt, die keine modernen Tierhaltungsbedingungen zeigen. Das WAMS wird von Experten ebenfalls kritisiert, da es kein ausgebildetes Fachpersonal beschäftigt.

    Die Kritik an den Zuständen im WAMS wird von Besuchern und Experten bestätigt. Es gibt Beschwerden über zu kleine Käfige und die Haltung der Tiere in einem „Feld voller Schrott“. Das WAMS reagiert auf diese Kritik dünnhäutig und versucht, die Rezensenten persönlich anzugreifen, anstatt die Vorwürfe zu widerlegen.

    Negative Google-Bewertungen werden von wohlmeinenden Fotografen bestätigt, die keine modernen Tierhaltungsbedingungen zeigen. Die Fotos zeigen Tiere in Käfigen, die nicht den Standards einer modernen Tierhaltung entsprechen. Diese Bilder bestätigen die Aussagen der negativen Bewertungen und zeigen, dass die Kritik am WAMS authentisch ist.

    Experten wie Tom de Jongh vom Europäischen Erhaltungszucht-Programm (EEP) für Westafrikanische Schimpansen und Alison Cronin vom Monkey World kritisieren das WAMS ebenfalls. Sie bemängeln, dass das WAMS kein ausgebildetes Fachpersonal beschäftigt und dass es Zweifel daran gibt, ob tatsächlich genügend Platz vorhanden ist, um Tiere aufzunehmen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Wales Ape and Monkey Sanctuary massive Tierschutzverstöße begeht, wie von Besuchern und Experten berichtet wird. Die Kritik an den Zuständen im WAMS wird durch Fotos und Zeugenaussagen bestätigt. Das WAMS reagiert dünnhäutig auf die Kritik und versucht, die Vorwürfe zu entkräften, anstatt die Missstände zu beheben. Es stellt sich die Frage, warum Organisationen wie das Great Ape Project das WAMS als gute Alternative zu Zoos sehen, obwohl die Zustände dort alles andere als tiergerecht sind. Im Vergleich zu modernen Zoos bietet das WAMS keine adäquate Tierhaltung und es fehlt an ausgebildetem Fachpersonal.

    Great Ape Project befürwortet Tierquälerei im Wales Ape and Monkey Sanctuary

    Das Great Ape Project, eine internationale Organisation, die sich für den Schutz und die Rechte von Menschenaffen einsetzt, unterstützt öffentlich das Wales Ape and Monkey Sanctuary (WAMS). Insbesondere der deutsche Ableger, der von der Giordano Bruno-Stiftung als Projekt geleitet wird, fordert immer wieder öffentlich Zoos in Deutschland auf, ihre Affen dem WAMS zu übergeben. Dies geschieht, obwohl Fotos belegen, dass die Haltungsbedingungen im WAMS tierschutzwidrig sind.

    Gleichzeitig überrascht es jedoch, dass das Great Ape Project den Zoo Krefeld verurteilt, der kürzlich über 30 Millionen Euro in einen artenschutzgerechten Neubau für die Affen investiert hat. Der Zoo hat damit ein deutliches Zeichen für den Schutz bedrohter Arten gesetzt und sich bemüht, den Tieren ein möglichst artgerechtes Zuhause zu bieten.

    Trotz der geplanten Verbesserungen und des bevorstehenden Neubaus der Anlage im Zoo Krefeld, fordert das Great Ape Project den Zoo auf, die Affen an das Wales Ape and Monkey Sanctuary zu übergeben. Diese Forderung ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die dortigen Haltungsbedingungen als tierschutzwidrig angesehen werden. Es scheint, als ob das Great Ape Project für eine fragwürdige Tierhaltung eintritt, anstatt die Verbesserungen in Krefeld anzuerkennen und zu unterstützen.

    Besonders bedenklich ist die Tatsache, dass die beiden Affen Bally und Limbo, die die verheerende Brandkatastrophe in der Sylvesternacht 2019/20 überlebt haben, im Wales Ape and Monkey Sanctuary weniger Platz, Zuneigung und professionelle Pflege erhalten als im Zoo Krefeld. Es scheint, als ob das Great Ape Project die Bedürfnisse und das Wohl der Tiere in Krefeld nicht ausreichend berücksichtigt und stattdessen eine fragwürdige Prioritätensetzung vornimmt. Es ist wichtig, dass der Schutz und das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen und nicht politische oder ideologische Interessen.

    Kontaktperson des Great Ape Project sitzt im Beirat des WAMS

    Ein interessanter Zusammenhang ergibt sich, wenn man einen Blick auf die Webseite des WAMS wirft. Dort wird Colin Goldner, der als Kontaktperson der Giordano Bruno-Stiftung aufgeführt wird, als Mitglied des Beirats genannt. Diese Verbindung erklärt, warum der deutsche Ableger des Great Ape Project eine so hohe Priorität im WAMS genießt. Obwohl die Unterbringung der Affen im WAMS tierschutzwidrig erscheint, wird sie von Colin Goldner befürwortet.

    Darüber hinaus wird Colin Goldner als CEO des Great Ape Project bezeichnet und sei ein promovierter Verhaltenspsychologe sowie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Primatologie. Interessanterweise kann jeder, der sich für Primaten interessiert, Mitglied dieser Gesellschaft werden, ohne über grundlegende Kenntnisse oder Fachverstand in Bezug auf Primatenhaltung und -forschung zu verfügen. Goldner selbst hat nie Verhaltenspsychologie im Zusammenhang mit Primaten erforscht und war in diesem Bereich auch nie wissenschaftlich tätig. Sein Doktorgrad bezieht sich auf Psychologie in Verbindung mit asiatischer Kampfkunst. Es bleibt unklar, welche Expertise sich daraus ableiten lässt, um als Primatenexperte zu fungieren.

    Diese Informationen werfen Fragen auf und lassen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Great Ape Project aufkommen. Es stellt sich die Frage, ob Colin Goldner als Kontaktperson des Projekts tatsächlich die erforderlichen Fachkenntnisse besitzt, um über die Unterbringung und den Schutz von Primaten zu urteilen. Es scheint, dass hier persönliche Verbindungen und Interessen eine Rolle spielen, anstatt sich auf wissenschaftliche Expertise und Tierwohl zu konzentrieren.

    Umgang mit Kritiken und Kontroversen durch das WAMS

    Das Wales Ape and Monkey Sanctuary (WAMS) steht derzeit im Mittelpunkt erheblicher Kritik und Kontroversen. Insbesondere die Tierpflegepraktiken und der Umgang mit Primaten werden stark in Frage gestellt. Experten wie Tom de Jongh und Alison Cronin äußerten ihre Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes und bezweifelten sowohl die Praktiken als auch die Kompetenz des Personals im Sanctuary. Es fielen auch Vergleiche zu Zoos, die im Allgemeinen als bessere Tierpflegeanbieter angesehen werden, bei denen die Bedingungen im WAMS als unzureichend für die Tiere eingestuft wurden. Fotos von engen Käfigen und begrenzten Erweiterungen verstärkten diese negativen Bewertungen.

    Besonders problematisch ist jedoch die Art und Weise, wie das Sanctuary auf die Kritik reagiert hat. Statt auf die geäußerten Bedenken einzugehen, griffen sie die Kritiker persönlich an. Diese defensiven Reaktionen haben die Glaubwürdigkeit des WAMS weiter untergraben. Es ist klar, dass eine konstruktive Auseinandersetzung mit den Vorwürfen und eine offene Diskussion darüber, wie die Bedingungen verbessert werden können, dringend erforderlich sind.

    Darüber hinaus hat die Unterstützung von WAMS durch Organisationen, die moderne Zoo-Tierpflege kritisieren, zu weiteren Fragen geführt. Die Inkonsistenz und Unglaubwürdigkeit dieser Unterstützung wird kritisch betrachtet. Es scheint widersprüchlich, dass Organisationen, die sich für verbesserte Tierpflege einsetzen, ein Sanctuary unterstützen, das selbst von Experten stark kritisiert wird.

    Insgesamt zeigen die Kritik und die Kontroversen um das Wales Ape and Monkey Sanctuary die dringende Notwendigkeit einer verbesserten Tierpflege und einer größeren Rechenschaftspflicht im Sanctuary auf. Es ist wichtig, dass das WAMS die Bedenken ernst nimmt, eine offene Diskussion ermöglicht und konkrete Schritte unternimmt, um die Bedingungen für die Tiere zu verbessern. Nur so kann das Sanctuary seine Glaubwürdigkeit wiederherstellen und sicherstellen, dass die Tiere in angemessener Weise versorgt werden.

    wie Glaubwürdig ist das Great Ape Project und Colin Goldner

    Das Great Ape Project ist eine international agierende Organisation, die sich für die Rechte der Menschenaffen einsetzt. Gegründet wurde sie im Jahr 1993 von den Philosophen Peter Singer und Paola Cavalieri. Das Ziel des Projekts ist es, Menschenaffen den Status von „nicht-menschlichen Personen“ zuzuerkennen und ihnen somit grundlegende Rechte wie Freiheit und Schutz vor Folter zu gewähren. Doch wie glaubwürdig ist das Great Ape Project in Deutschland und die Kontaktperson Colin Goldner?

    Das Great Ape Project hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und konnte einige Erfolge verzeichnen. So wurden beispielsweise in einigen Ländern Gesetze erlassen, die den Schutz der Menschenaffen stärken. Zudem hat die Organisation zahlreiche renommierte Wissenschaftler und Prominente als Unterstützer gewonnen. Dies deutet darauf hin, dass das Great Ape Project eine gewisse Glaubwürdigkeit genießt und in der Lage ist, Menschen von seiner Sache zu überzeugen.

    Allerdings gibt es auch Kritiker, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Great Ape Project insbesondere in Deutschland und an Colin Goldner äußern. Sie werfen ihm vor, seine persönliche Agenda zu verfolgen und wissenschaftliche Fakten zu ignorieren. Zudem wird kritisiert, dass das Great Ape Project unrealistische Forderungen stellt und sich nicht ausreichend mit den praktischen Herausforderungen des Tierschutzes auseinandersetzt.

    Besonders bedenklich ist die jüngst aufgedeckte Verbindung zwischen dem Great Ape Project und Colin Goldner in Deutschland, der offenbar tierschutzwidrige Unterbringungen und Haltungen von Affen im Wales Ape and Monkey Sanctuary befürwortet. Gleichzeitig übt er Kritik an geplanten Neubauten, die eine artgerechte Unterbringung von Affen im Zoo Krefeld ermöglichen sollen. Diese Erkenntnisse werfen ernsthafte Fragen bezüglich des tierethischen Engagements und der Konsistenz der beteiligten Akteure auf. Es gilt, die Haltung und Pflege von Affen in menschlicher Obhut mit dem höchsten Maß an Tierschutz und moralischer Verantwortung zu gewährleisten.

    Schlussfolgerung

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Wales Ape and Monkey Sanctuary (WAMS) massive Tierschutzverstöße begeht, wie von Besuchern und Experten berichtet wird. Die Kritik an den Zuständen im WAMS wird durch Fotos und Zeugenaussagen bestätigt. Das WAMS reagiert dünnhäutig auf die Kritik und versucht, die Vorwürfe zu entkräften, anstatt die Missstände zu beheben. Es stellt sich die Frage, warum Organisationen wie das Great Ape Project das WAMS als gute Alternative zu Zoos sehen, obwohl die Zustände dort alles andere als tiergerecht sind. Im Vergleich zu modernen Zoos bietet das WAMS keine adäquate Tierhaltung und es fehlt an ausgebildetem Fachpersonal. Es ist wichtig, dass der Schutz und das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen und nicht politische oder ideologische Interessen.