Zum Inhalt springen

Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

Autor: GERATI Redaktion

  • Burgers’ Light: Burgers’ Zoo bringt seine Lichtshow nach sieben Jahren zurück

    Burgers’ Light: Burgers’ Zoo bringt seine Lichtshow nach sieben Jahren zurück

    Ein Glühwürmchen führt durch den Abend

    Nach sieben Jahren Pause kehrt „Burgers’ Light“ in den Burgers’ Zoo im niederländischen Arnheim zurück. Die Lichtshow startet am 27. November 2026 und läuft bis zum 28. Februar 2027. Das Konzept wurde vollständig neu entwickelt und verbindet Projektionen, Lichtobjekte, Shows und Toninstallationen mit einer durchgehenden Geschichte.

    Im Mittelpunkt steht ein männliches Glühwürmchen, das auf der Suche nach dem Licht ist, das speziell für ihn leuchtet. Besucher begleiten ihn auf dieser Reise durch den Tierpark. Dabei soll die Inszenierung nicht nur eine abendliche Atmosphäre schaffen, sondern auch vermitteln, welche Bedeutung Licht für verschiedene Tierarten hat und wie Tiere auf künstliche oder natürliche Lichtquellen reagieren.

    Storytelling statt reiner Illumination

    Burgers’ Zoo setzt damit auf einen erzählerischen Ansatz. Die einzelnen Stationen des Rundgangs werden durch die Geschichte des Glühwürmchens miteinander verbunden. Nach Angaben des Zoos soll der Besuch dadurch über eine Aneinanderreihung beleuchteter Objekte hinausgehen und Naturthemen verständlich in das Erlebnis integrieren.

    Entwickelt wurde die neue Ausgabe gemeinsam mit MK Lichttechniek. Kim Huijing, Marketingmanagerin des Burgers’ Zoo, beschreibt die Verbindung von Licht, Ton und Storytelling als zentrales Element des Konzepts. Die Produktion soll thematisch an die Ausrichtung des Tierparks anknüpfen, Besucher für Natur begeistern und zugleich Wissen über tierische Reaktionen auf Licht vermitteln.

    Der pädagogische Anspruch bleibt dabei in eine Freizeitveranstaltung eingebettet. „Burgers’ Light“ ist kein wissenschaftlicher Rundgang mit ausführlichen Fachvorträgen, sondern eine inszenierte Abendroute, die Informationen über Tiere mit Unterhaltung und visuellen Effekten verbindet. Gerade diese Kombination kann Familien und andere Besucher erreichen, die klassische Informationstafeln oder reine Vorträge weniger ansprechend finden.

    Termine und Ticketpreise

    Die Veranstaltung findet an Wochenenden sowie während der niederländischen Weihnachtsferien vom 19. Dezember 2026 bis zum 3. Januar 2027 statt. Ausgenommen sind einzelne Feiertage. Geplant ist der Besuch jeweils zwischen 17.30 und 21 Uhr, wobei die Tickets nach Zeitfenstern verkauft werden sollen. Damit will der Zoo den Besucherstrom über den Abend verteilen.

    Der Onlinepreis für Erwachsene und Kinder beträgt nach den angekündigten Angaben 16,50 Euro pro Person. Ein Kombiticket für einen Tagesbesuch und den anschließenden Besuch von „Burgers’ Light“ soll 37,50 Euro kosten. Für Inhaber einer Jahreskarte ist online ein Sonderpreis von 6,50 Euro vorgesehen; beim Einlass muss die gültige Jahreskarte vorgelegt werden.

    Die Zeitfenster sind für die praktische Planung des Besuchs besonders relevant. Wer bereits tagsüber im Zoo ist, kann den Abendbesuch über das Kombiticket verbinden. Für Familien und Jahreskarteninhaber entstehen dagegen unterschiedliche Preisvorteile, abhängig davon, ob sie nur die Lichtshow oder zusätzlich den regulären Zoobesuch planen.

    Licht als Naturthema

    Das Glühwürmchen ist für die Geschichte nicht zufällig gewählt. Seine Partnersuche ist eng mit Lichtsignalen verbunden und macht anschaulich, dass Licht im Tierreich nicht nur der Beleuchtung dient. Der Zoo will diesen Zusammenhang nutzen, um den Blick auf die unterschiedlichen Reaktionen von Tieren auf Licht zu lenken.

    Damit erhält die Veranstaltung neben dem Unterhaltungswert einen konkreten Bildungsbezug. Entscheidend wird sein, ob die Informationen während des Rundgangs tatsächlich verständlich in die Inszenierung eingebunden werden und nicht hinter Projektionen und Soundeffekten zurücktreten. Der angekündigte Neustart verbindet jedenfalls die Rückkehr eines bekannten Veranstaltungsformats mit einem deutlich stärker erzählten Naturthema.

    Für Besucher aus Deutschland sind die Details auf der deutschsprachigen Veranstaltungsseite des Burgers’ Zoo abrufbar. Der Arnheimer Tierpark kündigt dort die weiteren Informationen zur Buchung und zum Ablauf an. „Burgers’ Light“ soll so aus einem saisonalen Lichtevent einen abendlichen Zoo-Besuch machen, bei dem Unterhaltung und Wissen über Tiere zusammengehören.

    Quellen

  • Familienzirkus Piccolo in Schwaikheim: Weniger Gastspiele, gleiche Fixkosten

    Familienzirkus Piccolo in Schwaikheim: Weniger Gastspiele, gleiche Fixkosten

    Der Familienzirkus Piccolo reduziert seine Vorstellungen in Schwaikheim auf zwei Wochenenden. Während die Einnahmemöglichkeiten sinken, bleiben die laufenden Kosten bestehen. Für den traditionsreichen Familienbetrieb stellt sich damit eine wirtschaftliche Frage: Wie lässt sich ein reisender Zirkus finanzieren, wenn sich zusätzliche Vorstellungen unter der Woche kaum noch lohnen?

    Nur vier Vorstellungen in Schwaikheim

    Der Familienzirkus Piccolo gastiert vom 26. September bis zum 4. Oktober 2026 in Schwaikheim. Anders als bei längeren Gastspielen sind lediglich vier Vorstellungen vorgesehen. Gespielt wird am 26. und 27. September sowie am 3. und 4. Oktober, jeweils um 16 Uhr. Die Tageskasse öffnet an den Vorstellungstagen bereits um 13 Uhr.

    Auf zusätzliche Aufführungen unter der Woche verzichtet der Familienbetrieb, weil dann zu wenige Zuschauer erwartet werden. Damit entfallen zwar die unmittelbaren Kosten weiterer Vorstellungen, gleichzeitig verringern sich aber auch die möglichen Einnahmen. Die grundlegenden Betriebskosten lassen sich durch weniger Auftritte nicht im gleichen Umfang reduzieren. Der Zirkus muss deshalb seine Spielzeiten an die erwartete Nachfrage anpassen, anstatt möglichst viele Vorstellungen anzubieten.

    Mehrere Generationen arbeiten im Familienzirkus

    Die Geschichte der Zirkusfamilie reicht bis in die frühen 1990er-Jahre zurück. Alexander und Monika Riedesel stehen hinter dem Familienunternehmen, das neben klassischen Gastspielen auch Mitmachprojekte anbietet. Ihre fünf Kinder unterstützen die verschiedenen Aktivitäten der Familie und haben sich nach eigenen Angaben zu ausgebildeten Artistenlehrmeistern entwickelt. Inzwischen gehören auch Schwiegersöhne, Enkel und weitere Mitarbeiter zum Team.

    Die Familie verbindet traditionelle Zirkuskunst mit Angeboten für Kinder und Jugendliche. Dabei beschränkt sich ihre Arbeit längst nicht mehr auf öffentliche Vorstellungen in der Manege. Schulen, Kindergärten und Ferienprogramme gehören ebenfalls zu den Einsatzbereichen des Mitmachzirkus Piccolo. Diese zusätzlichen Tätigkeiten ermöglichen es der Familie, ihre artistischen und pädagogischen Fähigkeiten auch außerhalb des regulären Gastspielbetriebs einzusetzen.

    Weniger Vorstellungen bedeuten nicht automatisch weniger Kosten

    Für einen reisenden Familienzirkus ist die Zahl der Vorstellungen nur eine Seite der wirtschaftlichen Rechnung. Zelt, Fahrzeuge, technische Ausstattung und die übrige Infrastruktur müssen unabhängig davon unterhalten werden, wie oft die Manege tatsächlich bespielt wird. Hinzu kommen die Kosten des laufenden Betriebs und der Lebensunterhalt der mitreisenden Familie. Wie hoch die einzelnen Ausgaben bei Piccolo ausfallen, ist öffentlich nicht beziffert.

    Zusätzliche Vorstellungen können die Einnahmen erhöhen, verursachen aber ebenfalls Kosten. Wenn unter der Woche nur wenige Zuschauer erscheinen, ist keineswegs sichergestellt, dass sich der zusätzliche Aufwand lohnt. Die Konzentration auf Wochenenden ist deshalb eine betriebliche Entscheidung, mit der sich unnötige Ausgaben vermeiden lassen. Ob die vier Vorstellungen in Schwaikheim wirtschaftlich ausreichen, lässt sich ohne konkrete Besucherzahlen und Einnahmen allerdings nicht beurteilen.

    Auch andere kleinere Zirkusunternehmen stehen vor ähnlichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Wie eng der Erfolg eines reisenden Familienbetriebs mit den Besucherzahlen und den laufenden Ausgaben verbunden ist, zeigt der GERATI-Bericht über den Circus Hoppla Hopp in Niederlehme, dessen Direktor Sven Rogall ebenfalls über steigende Betriebskosten und schwankende Besucherzahlen berichtete.

    Mitmachzirkus als zusätzliches Standbein

    Neben den klassischen Gastspielen setzt die Familie auf Zirkusprojekte, bei denen Kinder und Jugendliche selbst aktiv werden. Der Mitmachzirkus bietet Schulprojekte und Ferienprogramme an, bei denen die Teilnehmer unter Anleitung artistische Fähigkeiten kennenlernen und eigene Aufführungen vorbereiten können. Die Familie verfügt nach eigener Darstellung über mehrere ausgebildete Artistenlehrmeister. Auch die jüngere Generation wirkt inzwischen bei den verschiedenen Projekten mit.

    Dieses zusätzliche Angebot eröffnet dem Familienunternehmen Einnahmemöglichkeiten außerhalb des regulären Spielbetriebs. Während öffentliche Vorstellungen davon abhängen, wie viele Zuschauer tatsächlich Eintrittskarten kaufen, können Schul- und Ferienprojekte bereits im Voraus vereinbart werden. Das erleichtert die Planung und ermöglicht eine bessere Auslastung der vorhandenen Ausstattung. Ob und in welchem Umfang die Einnahmen aus diesen Projekten mögliche Ausfälle bei Gastspielen ausgleichen, ist allerdings nicht bekannt.

    Tradition und wirtschaftliche Realität

    Familienzirkusse sind weit mehr als Unternehmen, die gelegentlich ihre Zelte aufschlagen und Vorstellungen geben. Hinter jeder Aufführung stehen organisatorische Arbeiten, der Transport der Ausrüstung und die Unterhaltung einer Infrastruktur, die auch außerhalb der Spielzeiten benötigt wird. Bei Piccolo kommt hinzu, dass mehrere Generationen gemeinsam im Betrieb arbeiten und ihre berufliche Zukunft mit dem Familienunternehmen verbunden ist. Die Entscheidung, in Schwaikheim nur an zwei Wochenenden aufzutreten, zeigt, wie stark sich ein solcher Betrieb an die tatsächliche Nachfrage anpassen muss.

    Die Familie ist nach eigener Darstellung nahezu das gesamte Jahr unterwegs und verbringt die Wintermonate in Plüderhausen. Mit den zusätzlichen Mitmachangeboten hat sie sich ein weiteres Standbein aufgebaut, das über den traditionellen Gastspielbetrieb hinausgeht. Ob diese Kombination langfristig ausreicht, hängt unter anderem von der Nachfrage nach Vorstellungen und Projekten sowie von den laufenden Kosten ab. Konkrete Hinweise auf eine unmittelbar drohende Schließung liegen nicht vor.

    Die Situation in Schwaikheim verdeutlicht vielmehr die wirtschaftlichen Herausforderungen kleiner reisender Zirkusse. Weniger Vorstellungen können helfen, zusätzliche Veranstaltungskosten zu vermeiden, lösen aber nicht das Problem der dauerhaft anfallenden Fixkosten. Gleichzeitig bieten Familienbetriebe wie Piccolo durch ihre langjährige Erfahrung und die Zusammenarbeit mehrerer Generationen Voraussetzungen, um unterschiedliche Angebote miteinander zu verbinden. Entscheidend bleibt letztlich, ob genügend Besucher und Projektpartner die Arbeit des Familienunternehmens unterstützen.

    Quellen

  • Igel fällt nachts in Schacht – Polizei befreit stacheligen Spaziergänger in Frauenfeld

    Igel fällt nachts in Schacht – Polizei befreit stacheligen Spaziergänger in Frauenfeld

    Aufmerksame Passanten entdecken den Igel

    Ein nächtlicher Spaziergang endete für einen Igel in Frauenfeld in einer gefährlichen Falle. Aufmerksame Passanten bemerkten das Tier in einem Schacht und alarmierten die Kantonspolizei Thurgau. Der Igel konnte sich aus der Vertiefung offenbar nicht selbst befreien.

    Die Besatzung des Einsatzfahrzeugs „Bodan 720“ traf nach Angaben der Polizei wenige Minuten später ein. Die Einsatzkräfte entfernten den Schachtdeckel und holten das Tier aus seiner misslichen Lage. Anschließend konnte der Igel unverletzt weiterlaufen.

    Schächte werden im Siedlungsraum zur Falle

    Der Vorfall zeigt ein alltägliches, aber oft unterschätztes Risiko für Wildtiere in Städten und Wohngebieten. Igel sind überwiegend nachts unterwegs und durchqueren auf der Suche nach Nahrung und geeigneten Verstecken auch Gärten, Wege und andere bebaute Flächen. Offene Schächte, steile Gruben und glatte Vertiefungen können dabei zu Fallen werden, aus denen die Tiere nicht mehr aus eigener Kraft herauskommen. Weitere Hintergruende bietet der GERATI-Beitrag Was macht ein Dresdner Igel, in Caracas Venezuela?.

    Für Grundstückseigentümer bedeutet das: Schächte und ähnliche Gefahrenstellen sollten abgedeckt oder so gesichert werden, dass kein Tier hineinfallen kann. Wo eine vollständige Abdeckung nicht möglich ist, können geeignete Rampen oder andere Ausstiegshilfen den Tieren den Weg zurück an die Oberfläche ermöglichen. Entscheidend ist, dass die Konstruktion stabil, rutschfest und verletzungssicher ist.

    Auch Zäune beeinflussen, ob sich Igel in einem Siedlungsgebiet bewegen können. Kleine Durchschlüpfe zwischen benachbarten Gärten erleichtern den Tieren den Zugang zu Nahrung und Rückzugsorten. Als praktikabel gelten Öffnungen von ungefähr 13 mal 13 Zentimetern mit glatten Kanten, an denen sich die Tiere nicht verletzen können.

    Nicht jeder Igel braucht menschliche Hilfe

    Die Kantonspolizei Thurgau weist zugleich darauf hin, dass ein gesunder Igel, der nachts aktiv unterwegs ist, normalerweise nicht eingefangen werden muss. Anders sieht es bei offensichtlich verletzten, apathischen oder stark geschwächten Tieren aus. In solchen Fällen sollte eine Igelstation oder eine andere Fachstelle kontaktiert werden, statt das Tier eigenständig zu behandeln. Weitere Hintergruende bietet der GERATI-Beitrag Tierschutzpartei: Wir fordern einen Rettungsschirm für den Tierschutz!.

    Wer Igel im Garten unterstützen möchte, kann bei trockener Witterung eine flache Schale mit frischem Wasser bereitstellen. Milch ist dagegen nicht geeignet. Naturnahe Bereiche mit Hecken, Sträuchern, Laub und ruhigen Verstecken bieten den Tieren mehr als vollständig aufgeräumte Rasenflächen. Weitere Hintergruende bietet der GERATI-Beitrag Auswertung Dezember 2014 für Gerati.de und die Facebook-Seite PeTA – Nein Danke.

    Besondere Vorsicht ist bei Fadenmähern und Motorsensen erforderlich. Vor dem Einsatz sollten dichtes Gras, Heckenränder und Gebüsch kontrolliert werden, weil sich Igel dort tagsüber verstecken können. Ein kurzer Blick vor dem Mähen kann schwere Verletzungen verhindern.

    Kleine Sicherungen verhindern den nächsten Rettungseinsatz

    In Frauenfeld war letztlich die Aufmerksamkeit der Passanten entscheidend. Ohne ihren Hinweis wäre der Igel im Schacht möglicherweise unbemerkt geblieben. Die schnelle Hilfe der Polizei brachte das Tier zwar unverletzt zurück in seine Umgebung, doch dauerhafte Sicherungen an Schächten und Gruben sind der wirksamere Schutz.

    Der Fall macht damit deutlich, dass Wildtierhilfe nicht immer aufwendige Maßnahmen erfordert. Ein gesicherter Schacht, ein Durchgang im Zaun und ein naturnaher Garten können im Siedlungsraum den Unterschied zwischen einer sicheren Nacht und einem gefährlichen Notfall ausmachen.

    Quellen

  • Riesenpandas Ping Ping und Fu Shuang starten zehnjährigen Aufenthalt im Zoo Atlanta

    Riesenpandas Ping Ping und Fu Shuang starten zehnjährigen Aufenthalt im Zoo Atlanta

    Charterflug von Chengdu nach Atlanta

    Die Riesenpandas Ping Ping und Fu Shuang haben China am Sonntagmorgen, dem 27. September 2026, in Richtung USA verlassen. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua startete ihr Charterflug um 2:55 Uhr vom internationalen Flughafen Chengdu Shuangliu in der Provinz Sichuan. Ziel der Reise war der Zoo Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, in dem die beiden Tiere für einen Zeitraum von zehn Jahren untergebracht werden sollen. Mit dem Transport beginnt eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen chinesischen Panda-Fachleuten und dem amerikanischen Zoo.

    Vor dem Abflug veranstaltete die Chengdu-Forschungsstation für die Riesenpanda-Zucht eine offizielle Abschiedsfeier. Fachkräfte begleiteten die beiden Tiere während ihrer Reise in die Vereinigten Staaten und übernahmen die Betreuung während des Transports. Die Reise wurde im Rahmen der neuen Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Einrichtungen vorbereitet und organisiert. Für den Zoo Atlanta bedeutet die Rückkehr der Riesenpandas die Fortsetzung einer Zusammenarbeit, die bereits vor mehr als 25 Jahren begonnen hatte.

    Neue Panda-Kooperation für Atlanta

    Ping Ping ist ein männlicher und Fu Shuang ein weiblicher Riesenpanda. Nach Angaben von CNN erfolgte die Auswahl des Paares unter Berücksichtigung von Alter, Gesundheitszustand, genetischen Merkmalen und Verhalten. Dabei spielte auch die Möglichkeit einer natürlichen Fortpflanzung eine Rolle. Die beiden Tiere sollen künftig nicht nur Besucher anziehen, sondern auch Teil der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den chinesischen und amerikanischen Einrichtungen werden.

    Für den Zoo Atlanta ist die neue Vereinbarung von besonderer Bedeutung, da die Einrichtung erst im Oktober 2024 ihre vier verbliebenen Riesenpandas nach China zurückgegeben hatte. Damit endete die ursprüngliche, rund 25 Jahre dauernde Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern. Während dieser Zeit wurden im Zoo insgesamt sieben Pandajunge geboren, darunter zwei Zwillingspaare. Mit Ping Ping und Fu Shuang erhält Atlanta nun erneut die Möglichkeit, Riesenpandas zu halten und seine wissenschaftliche Arbeit mit der Tierart fortzusetzen.

    Eingewöhnung und langfristige Betreuung

    Nach ihrer Ankunft in Atlanta werden Ping Ping und Fu Shuang zunächst in einem geschützten Bereich des neuen Pandakomplexes untergebracht. Während einer etwa einmonatigen Quarantäne können sich die beiden Tiere an ihre neue Umgebung gewöhnen und werden von erfahrenen Fachkräften betreut. Erst nach Abschluss dieser Phase sollen Besucher die Riesenpandas sehen können. Einen konkreten Termin für ihre öffentliche Vorstellung hat der Zoo zunächst nicht bekannt gegeben.

    Die Eingewöhnung ist ein wichtiger Bestandteil des internationalen Tiertransports. Neben der gesundheitlichen Überwachung müssen sich die Pandas an ihre neue Umgebung und die Abläufe im Zoo gewöhnen. Dabei kann die Einrichtung auf ihre jahrzehntelange Erfahrung mit der Haltung und Zucht von Riesenpandas zurückgreifen. Die langfristige Vereinbarung schafft zugleich einen Rahmen für die weitere Betreuung und den wissenschaftlichen Austausch mit chinesischen Spezialisten.

    Internationale Zusammenarbeit und Artenschutz

    Der Aufenthalt von Ping Ping und Fu Shuang ist Teil einer neuen internationalen Forschungsvereinbarung zwischen dem Zoo Atlanta und der China Wildlife Conservation Association. Die Kooperation umfasst neben der Haltung der Tiere auch den wissenschaftlichen Austausch und Maßnahmen zum Schutz der Riesenpandas. Bereits während der vorherigen Zusammenarbeit unterstützte der Zoo unter anderem die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume, das Management chinesischer Schutzgebiete und die Arbeit von Rangern. Die neue Vereinbarung soll diese Zusammenarbeit fortsetzen und weitere Erkenntnisse über die Haltung, Fortpflanzung und den Schutz der Tierart ermöglichen.

    Die Unterbringung von Riesenpandas in ausländischen Zoos ist zugleich Bestandteil der sogenannten Panda-Diplomatie Chinas. Dabei werden die Tiere im Rahmen langfristiger Vereinbarungen an ausgewählte zoologische Einrichtungen übergeben, während sie weiterhin Eigentum Chinas bleiben. Auch die Münchner Panda-Pläne zwischen Bildungsauftrag und Prestigeprojekt verdeutlichen, wie eng internationale Zusammenarbeit, Artenschutz und öffentliche Diskussionen über die Haltung von Riesenpandas miteinander verbunden sind. Während Kritiker insbesondere die Kosten und den möglichen Prestigecharakter solcher Projekte hinterfragen, verweisen zoologische Einrichtungen auf wissenschaftliche Forschung, Artenschutz und ihren Bildungsauftrag.

    Für den Zoo Atlanta eröffnet die neue Vereinbarung außerdem die Möglichkeit, Besucher erneut unmittelbar mit Riesenpandas vertraut zu machen. Die Tiere gehören zu den bekanntesten Symbolen des internationalen Artenschutzes und können das Interesse an den Herausforderungen ihres Schutzes wecken. Gleichzeitig ist ihre Haltung mit hohen fachlichen Anforderungen verbunden, die von der Ernährung über die medizinische Betreuung bis zur möglichen Nachzucht reichen. Ob Ping Ping und Fu Shuang künftig selbst Nachwuchs bekommen werden, bleibt abzuwarten.

    Quellen

  • Wiederansiedlung des Feldhamsters bei Wiedemar: 500 Zoohamster finden zurück in die Agrarlandschaft

    Wiederansiedlung des Feldhamsters bei Wiedemar: 500 Zoohamster finden zurück in die Agrarlandschaft

    Bei Wiedemar nordöstlich von Leipzig wächst eine neue Feldhamster-Population heran. Rund 500 im Zoo Leipzig gezüchtete Tiere wurden dort seit dem Start des Projekts vor vier Jahren ausgewildert. Die ersten Jungtiere wurden bereits sechs Wochen nach Beginn beobachtet – inzwischen gibt es auf den Flächen zahlreiche Baueingänge.

    30 Hektar für eine bedrohte Tierart

    Die Auswilderung findet auf geschützten Ackerflächen statt und wird kontinuierlich beobachtet. Der Feldhamster gilt als vom Aussterben bedroht. Für das Projekt stellt der Wiedemarer Landwirt Andre Kleiber 30 Hektar zur Verfügung. Er unterstützt die Wiederansiedlung, weil der Artenschutz für ihn zur Bewirtschaftung der Flächen dazugehört.

    „Wir wollen der Natur etwas zurückgeben“, sagte Kleiber dem MDR. Zugleich betonte er, dass der Erfolg noch nicht dauerhaft gesichert sei. Die Population müsse weiter wachsen und auf zusätzliche Flächen ausgedehnt werden.

    Thomas Liebenstein vom Zoo Leipzig bezeichnete die frühe Fortpflanzung der ausgewilderten Tiere als großen Erfolg. Feldhamster leben als Einzelgänger und kommen nur zur Paarungszeit zusammen. Auch unter kontrollierten Bedingungen ist die Zucht deshalb anspruchsvoll: Passen die Tiere nicht zusammen, müssen sie unmittelbar wieder getrennt werden.

    Weitere Landwirte sollen einsteigen

    Für die langfristige Sicherung der Population werden weitere landwirtschaftliche Betriebe gesucht. Nach Angaben von Ben Fleischer vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen erhalten teilnehmende Landwirte eine Entschädigung für die Bereitstellung geeigneter Flächen.

    Der Nutzen soll dabei über den Feldhamster hinausgehen. Fleischer zufolge profitieren von den Maßnahmen zahlreiche weitere Arten, weil die Ackerflächen wieder stärker als Lebensraum strukturiert werden. Geplant sind Inseln der Biodiversität in der Agrarlandschaft, die auch langfristig Vorteile für die Landwirtschaft bringen sollen.

    Das Pilotprojekt wird inzwischen von der Europäischen Union finanziell gefördert. Die Unterstützung soll die sichere Wiederansiedlung erleichtern – entscheidend bleibt jedoch, dass ausreichend geeignete Flächen zur Verfügung stehen. Der Erfolg von Wiedemar zeigt damit zweierlei: Zoopopulationen können den Ausgangspunkt für eine Wiederansiedlung bilden, dauerhaft funktioniert sie aber nur gemeinsam mit Landwirten vor Ort.

    Quellen

  • Elefantentag im Wuppertaler Zoo: Tuffis Fußabdrücke unterstützen den Artenschutz

    Elefantentag im Wuppertaler Zoo: Tuffis Fußabdrücke unterstützen den Artenschutz

    Elefantentag mit Führungen und besonderen Einblicken

    Der Grüne Zoo Wuppertal hat für Sonntag, den 27. September 2026, einen Aktionstag rund um seine Afrikanischen Elefanten angekündigt. Zwischen 9 und 16 Uhr sollten Besucher bei speziellen Führungen Einblicke in die Elefantenhaltung erhalten und mit den erfahrenen Tierpflegern ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Lebensweise, Ernährung und Pflege der größten landlebenden Säugetiere. Gleichzeitig wollte der Zoo auf die Gefährdung wild lebender Elefanten aufmerksam machen und zeigen, wie zoologische Einrichtungen internationale Artenschutzprojekte unterstützen können.

    Das angekündigte Programm richtete sich insbesondere an Familien und Besucher, die mehr über Elefanten erfahren möchten. Neben Führungen waren ein Informationsstand des Zoo-Vereins Wuppertal, ein Glücksrad und verschiedene Mitmachaktionen vorgesehen. Kinder konnten sich auf Bastelangebote und Kinderschminken freuen. Eine Verlosung mit einer exklusiven Zooführung einschließlich Eintritt und einer Überraschung sollte das Veranstaltungsangebot ergänzen.

    Elefantenkuh Tuffi unterstützt den Artenschutz

    Eine besondere Rolle spielte die Wuppertaler Elefantenkuh Tuffi, deren Fußabdrücke für eine ungewöhnliche Spendenaktion genutzt wurden. Der Zoo kündigte den Verkauf exklusiver Leinwände an, die mit ihren Fußabdrücken gestaltet worden waren. Der gesamte Erlös aus den Aktionen des Elefantentages und dem Verkauf der Kunstdrucke sollte an die Big Life Foundation gehen. Die Organisation engagiert sich in Ostafrika für den Schutz von Elefanten und anderen Wildtieren und setzt dabei unter anderem spezialisierte Ranger gegen Wilderei ein.

    Die Zusammenarbeit mit der Big Life Foundation ist kein einmaliges Projekt des Wuppertaler Zoos. Der Zoo-Verein unterstützt die Organisation bereits seit längerer Zeit und beteiligt sich damit am Schutz bedrohter Tierarten in deren natürlichen Lebensräumen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, die unmittelbar von Mensch-Wildtier-Konflikten betroffen ist. Der Verkauf der Tuffi-Kunstdrucke sollte diese bestehende Artenschutzarbeit finanziell unterstützen und den Besuchern eine konkrete Möglichkeit bieten, selbst einen Beitrag zu leisten.

    Illegaler Wildtierhandel als Thema der Bildungsarbeit

    Neben den Führungen und der Spendenaktion sollte der Elefantentag auch über die Bedrohungen informieren, denen wild lebende Elefanten ausgesetzt sind. Dazu gehören insbesondere der Verlust natürlicher Lebensräume, Konflikte zwischen Menschen und Elefanten sowie die illegale Jagd auf die Tiere. Die Zooschule kündigte eine Ausstellung mit vom Zoll beschlagnahmten Souvenirs und weiteren illegal gehandelten Wildtierprodukten an. Anhand dieser Gegenstände sollten Besucher erfahren, welche Folgen der internationale Schwarzmarkt für bedrohte Tierarten haben kann.

    Der Wuppertaler Zoo verbindet solche Informationsangebote mit seiner allgemeinen Bildungs- und Artenschutzarbeit. Ein weiteres Beispiel ist die im September eröffnete Tieranlage „Rivers of Sulawesi“, die verschiedene bedrohte Tierarten und ihre Lebensräume vorstellt. Wie GERATI bereits im Artikel über die Eröffnung der Anlage „Rivers of Sulawesi“ im Grünen Zoo Wuppertal berichtete, verbindet das Konzept die Beobachtung der Tiere mit Informationen über ihre natürlichen Lebensräume. Beide Angebote verdeutlichen, wie Zoos Tierbegegnungen nutzen können, um Besucher für den Schutz bedrohter Arten zu interessieren.

    Drilltag am 4. Oktober mit kommentierten Fütterungen

    Bereits am Sonntag, den 4. Oktober 2026, folgt im Grünen Zoo Wuppertal der nächste Aktionstag. Dann stehen zwischen 9 und 16 Uhr die stark gefährdeten Drills im Mittelpunkt, eine afrikanische Primatenart, deren natürliche Lebensräume zunehmend bedroht sind. Das Tierpflege-Team wird die Tiere bei kommentierten Fütterungen vorstellen und über ihre Lebensweise sowie ihr Sozialverhalten informieren. Besucher erhalten dabei die Gelegenheit, eine Tierart kennenzulernen, die außerhalb zoologischer Einrichtungen vergleichsweise wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhält.

    Der Verein Rettet den Drill e. V. wird mit einem Informationsstand vertreten sein und über seine Artenschutzarbeit in Afrika informieren. Zusätzlich sind ein Quiz mit Gewinnspiel, Bastelaktionen und Kinderschminken vorgesehen. Der Wuppertaler Zoo beteiligt sich am Europäischen Ex-situ-Programm für Drills und unterstützt gemeinsam mit seinem Förderverein Schutzprojekte für die bedrohten Primaten. Mit dem Drilltag möchte der Zoo auf die Gefährdung der Tiere durch Lebensraumzerstörung und Bejagung aufmerksam machen und über bestehende Schutzmaßnahmen informieren.

    Artenschutz durch direkte Begegnungen vermitteln

    Die beiden Aktionstage zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, Besucher für den internationalen Artenschutz zu interessieren. Während beim Elefantentag Führungen, Informationen über Wilderei und die Spendenaktion mit Tuffis Fußabdrücken im Mittelpunkt standen, konzentriert sich der bevorstehende Drilltag auf die Vorstellung einer weniger bekannten Primatenart. Beide Veranstaltungen verbinden die Tierbeobachtung mit Informationen über die Gefährdung wild lebender Populationen. Gleichzeitig erhalten Besucher Einblicke in die praktische Arbeit der Tierpfleger und in die internationalen Artenschutzprojekte, an denen sich der Zoo beteiligt.

    Quellen

  • Zirkus Rudolf Renz in Waiblingen: Manege frei bis zum 4. Oktober

    Zirkus Rudolf Renz in Waiblingen: Manege frei bis zum 4. Oktober

    Zirkus Rudolf Renz gastiert in Waiblingen

    Der Zirkus Rudolf Renz gastiert seit Freitag in Waiblingen und bleibt bis zum 4. Oktober 2026 in der Stadt. Zirkusdirektor Rudolf Renz verspricht den Besuchern „viel zu lachen und viel zu staunen“. Das Programm verbindet Artistik, Clownerie und Tiernummern zu einem Familienangebot.

    Für die Gäste beginnt das Erlebnis mit dem Einlass ins Zelt und endet meist nach der Vorstellung. Für die Zirkusfamilie läuft der Arbeitstag dagegen rund um die Uhr weiter. Aufbau, Training, Proben, Organisation und die Versorgung der Tiere gehören ebenso zum Gastspiel wie die Auftritte in der Manege. Gerade diese Abläufe hinter den Kulissen bleiben dem Publikum normalerweise verborgen.

    Zwischen Vorstellung und Alltag auf Reisen

    Rudolf Renz ist nach eigenen Angaben im Zirkus aufgewachsen und übernahm dort früh unterschiedliche Aufgaben. Auf der Internetseite des Unternehmens beschreibt er Erfahrungen in der Tierpflege, bei der Futterbeschaffung sowie beim Auf- und Abbau. Das mobile Leben prägt damit nicht nur die Vorstellungen, sondern den gesamten Betriebsalltag.

    Auch die Tiernummern erfordern regelmäßige Vorbereitung. Der Zirkus nennt unter anderem Pferde, Kamele und Lamas in seinem Programm. Renz beschreibt seine Freiheitsdressur mit Araber-Hengsten als Arbeit ohne Zügel und stellt dabei den Umgang mit den Tieren als Teil seiner Darbietung heraus. Konkrete Angaben zu den in Waiblingen eingesetzten Tieren oder zu den täglichen Versorgungsabläufen enthält die Veranstaltungsmeldung jedoch nicht.

    Vorstellungen noch bis 4. Oktober

    Wer das Gastspiel besuchen möchte, kann den Zirkus noch bis zum 4. Oktober in Waiblingen erleben. Die Ankündigung richtet sich vor allem an Familien und Besucher, die Artistik, Humor und Tierauftritte in einer klassischen Zirkusatmosphäre sehen möchten. Der praktische Reiz des Gastspiels liegt dabei nicht nur in der einzelnen Vorstellung, sondern auch darin, dass der Zirkus seinen Alltag für einige Tage in die Stadt verlagert.

    Für Renz und sein Team bedeutet das Waiblinger Gastspiel zugleich den nächsten Abschnitt einer laufenden Tournee. Nach dem Abbau geht es weiter zum nächsten Ort, während Training, Versorgung und Organisation unverändert fortgeführt werden. Für das Publikum bleibt davon vor allem die fertige Show sichtbar – hinter ihr steht ein reisender Familienbetrieb mit täglich wechselnden Arbeitsorten.

    Quellen

  • Schutz seltener Tierarten im Muong La Naturreservat: Patrouillen und lokale Hilfe gegen Wilderei

    Schutz seltener Tierarten im Muong La Naturreservat: Patrouillen und lokale Hilfe gegen Wilderei

    Im Muong La Naturreservat in der vietnamesischen Provinz Son La verbinden die Verantwortlichen strengere Kontrollen mit Aufklärung und Unterstützung für die umliegenden Dörfer. Ziel ist der Schutz von 51 seltenen Tierarten in einem fast 18.000 Hektar großen Waldgebiet. Nach Angaben des Verwaltungsrats wurden seit Anfang 2026 zahlreiche Patrouillen organisiert, Hunderte Fallen entfernt und mehrere Transporte von Wildtierprodukten verhindert.

    51 seltene Arten in einem schwer kontrollierbaren Gebiet

    Das Reservat beherbergt nach Angaben seiner Verwaltung insgesamt 323 Wirbeltierarten, darunter Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien. Die Größe und das zerklüftete Berggelände erschweren die Überwachung. Zahlreiche Wege führen durch das Gebiet, zugleich besteht nach Einschätzung der Forstschutzbehörde weiterhin ein Risiko durch illegale Jagd und Landnahme.

    Der Schutz konzentriert sich deshalb nicht auf einzelne Kontrollpunkte. Patrouillen werden nach einem aufgeteilten Einsatzplan regelmäßig und unangekündigt durchgeführt. Kontrollteams arbeiten dabei mit Dorfverwaltungen, Gemeindepolizei und lokalen Behörden zusammen. Neben Fallen und Vogelnetzen werden auch verdächtige Personen sowie Fahrzeuge überprüft, die Waren durch das Reservat transportieren.

    In Zeiten erhöhter Gefährdung – etwa während Feiertagen, der Obsternte und der Brutperiode – soll die Präsenz im Gelände verstärkt werden. Diese Kombination aus Vorbeugung und Kontrollen ist für das Reservat praktisch entscheidend: Das Gebiet ist zu groß, um allein auf gelegentliche Einsätze oder nachträgliche Ermittlungen zu setzen.

    Freilassungen zeigen den konkreten Nutzen des Schutzes

    Zu den jüngsten Maßnahmen gehörten zwei Freilassungsaktionen. Dabei wurden insgesamt drei Tiere in ihren natürlichen Lebensraum zurückgebracht: ein Rotgesichtsaffe, eine Goldmeerkatze und ein Plumplori. Die Aktionen erfolgten in Abstimmung mit den örtlichen Forstschutzkräften.

    Die Freilassungen sind ein sichtbares Ergebnis der Arbeit, erlauben für sich allein aber noch keine Aussage über eine dauerhafte Erholung sämtlicher Populationen. Der Verwaltungsrat berichtet von zunehmenden Beständen, größeren Verbreitungsgebieten und mehr Nachwuchs bei mehreren seltenen Arten. Konkrete Bestandszahlen für einzelne Tierarten nennt der Bericht nicht.

    Das Schutzkonzept entspricht zugleich einem Ansatz, der in Muong La bereits länger diskutiert wird. Eine 2012 veröffentlichte Studie im Fachjournal „Oryx“ beschrieb dort gemeinschaftliche Schutzgruppen, Biodiversitätserhebungen und Bildungsarbeit als wichtige Bestandteile des Artenschutzes. Die aktuelle Verwaltung setzt diesen Grundgedanken mit eigenen Patrouillen, Verpflichtungserklärungen und lokalen Informationskampagnen fort.

    Bevölkerung soll vom Problem zum Partner werden

    Im Dorf Luot in der Gemeinde Ngoc Chien werden Haushalte über Lautsprecher, Versammlungen und Schulungen über Schutzvorschriften informiert. Zusätzlich unterzeichneten Bewohner Verpflichtungserklärungen zum Schutz von Wald und Wildtieren. Sie sollen Hinweise auf illegale Jagd melden und sich an lokalen Schutzgruppen beteiligen.

    Lo Van Dung aus dem Dorf Luot erklärte, er habe die Jagd früher als normale Möglichkeit zur Verbesserung der Ernährung betrachtet. Durch die Aufklärung habe sich sein Verständnis verändert. Solche Aussagen verdeutlichen den praktischen Ansatz der Verwaltung: Verbote sollen nicht nur verkündet, sondern im Alltag der angrenzenden Gemeinden verankert werden.

    Auch wirtschaftliche Alternativen gehören dazu. Der Verwaltungsrat unterstützt nach eigenen Angaben Modelle wie den Anbau von Heilpflanzen unter dem Walddach, Aquakultur, gemeinschaftlichen Ökotourismus und geführte Touren. Dahinter steht die Überlegung, dass stabilere Einkommen den Druck auf die Nutzung von Waldressourcen verringern können. Ob diese Programme langfristig tatsächlich zu weniger Jagd führen, wird sich an ihrer Umsetzung und an belastbaren Bestandsdaten messen lassen.

    Moderne Überwachung als nächster Schritt

    Der Verwaltungsrat will seine Managementkapazitäten weiter ausbauen und künftig stärker moderne Technologien sowie internationale Kooperationen einsetzen. Geplant sind außerdem Maßnahmen zur Wiederherstellung von Lebensräumen, die Pflanzung einheimischer Bäume und der Schutz von Wasserressourcen.

    Für den Schutz seltener Arten entscheidet sich der Erfolg damit nicht allein an einzelnen beschlagnahmten Fallen oder freigelassenen Tieren. Ausschlaggebend ist, ob Kontrollen, wissenschaftliche Erfassung und lokale Beteiligung dauerhaft zusammenwirken. Muong La setzt dafür auf ein gemeinschaftsbasiertes Modell – mit ersten sichtbaren Maßnahmen, dessen langfristige Wirkung aber nur durch regelmäßig veröffentlichte Bestands- und Einsatzdaten verlässlich beurteilt werden kann.

    Quellen

  • Nuseirat-Zoo im Gazastreifen: Bemalter Esel wird zur Attraktion

    Nuseirat-Zoo im Gazastreifen: Bemalter Esel wird zur Attraktion

    Ein Esel mit Zebrastreifen begeistert die Kinder

    Im Nuseirat-Zoo im zentralen Gazastreifen sorgt derzeit ein ungewöhnlicher Bewohner für Aufmerksamkeit: ein Esel, dessen Fell mit schwarzen Streifen bemalt wurde, damit er wie ein Zebra aussieht. Aktuelle Berichte und Videoaufnahmen vom 24. und 25. September 2026 zeigen, wie die improvisierte Attraktion bei Familien und Kindern für Begeisterung sorgt. Hinter der ungewöhnlichen Idee steht allerdings eine ernste Geschichte, denn der Krieg hat auch die zoologischen Einrichtungen im Gazastreifen schwer getroffen. Der bemalte Esel steht damit zugleich für die Versuche, Kindern trotz der anhaltenden Not ein Stück Normalität zurückzugeben.

    Nach einem Bericht von Al Jazeera macht der Zoo aus der ungewöhnlichen Verwandlung kein Geheimnis. Am Gehege weist ein Schild mit einem lachenden Gesicht ausdrücklich darauf hin, dass es sich um ein falsches Zebra handelt. Eine Mutter erklärte gegenüber dem Sender, ihre Tochter habe seit beinahe drei Jahren keinen Freizeitpark mehr besucht. Der bemalte Esel soll den Kindern deshalb nicht nur ein unbekanntes Tier näherbringen, sondern ihnen vor allem einen unbeschwerten Moment ermöglichen.

    Wiedereröffnung erfolgte bereits vor mehreren Wochen

    Die aktuellen Aufnahmen bedeuten allerdings nicht, dass der Zoo erst Ende September wiedereröffnet wurde. Bereits Anfang August dokumentierte Reuters Besucher in einem Tierpark bei Nuseirat, während ein ausführlicher Bericht vom 18. August die schwierige Situation der dort untergebrachten Tiere schilderte. Die jüngsten Veröffentlichungen konzentrieren sich dagegen auf den bemalten Esel, der inzwischen zum auffälligsten Bewohner des kleinen Zoos geworden ist. Der aktuelle Nachrichtenanlass ist somit die ungewöhnliche Attraktion und nicht die erstmalige Wiederaufnahme des Zoobetriebs.

    Der in den Septemberberichten genannte Zoobetreiber Fadl Nabhan schildert, wie er während des Krieges versucht habe, seine Tiere trotz Beschuss, Vertreibung und erheblicher Versorgungsprobleme am Leben zu halten. Nach seinen Angaben überstanden zahlreiche Tiere die vergangenen Jahre unter schwierigen Bedingungen, während andere durch die Kriegseinwirkungen verloren gingen. Für die verbliebenen Tiere waren insbesondere die Beschaffung von Nahrung und die Sicherung ihrer Unterbringung eine dauerhafte Herausforderung. Mit der Öffnung für Besucher möchte Nabhan den Kindern nun wieder einen Ort bieten, an dem sie spielen und Tiere aus nächster Nähe erleben können.

    Krieg hinterlässt deutliche Spuren bei den Zootieren

    Die Wiederaufnahme des Besucherverkehrs darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Versorgung der Tiere weiterhin erhebliche Schwierigkeiten bereitet. In den Berichten über den Nuseirat-Zoo werden unter anderem Reptilien, Vögel und Affen genannt, die Hunger, Beschuss und wiederholte Vertreibungen überstanden haben. Einige Tiere werden als abgemagert beschrieben, während die Gehege nur eingeschränkte Möglichkeiten für eine angemessene Unterbringung bieten. Für die Verantwortlichen besteht die Herausforderung deshalb nicht allein darin, den Zoo wieder für Familien zugänglich zu machen, sondern auch darin, die Versorgung seiner Bewohner dauerhaft sicherzustellen.

    Wie wichtig die Vorbereitung auf außergewöhnliche Gefahren für zoologische Einrichtungen ist, zeigte auch eine Evakuierungsübung im Zoo Magdeburg. Dort trainierten Feuerwehr und Zoopersonal den Umgang mit einem simulierten Brand, einschließlich der Sicherung von Tieren und Besuchern. Unter Kriegsbedingungen sind solche Schutzmaßnahmen allerdings nur sehr eingeschränkt möglich, insbesondere wenn sichere Transportwege, Futter und tiermedizinische Betreuung fehlen. Für die überlebenden Tiere in Nuseirat kommt es daher darauf an, dass die Wiedereröffnung auch zu einer langfristigen Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beiträgt.

    Auch andere Zoobetreiber kämpfen um das Überleben ihrer Tiere

    Wie schwierig die Situation im Gazastreifen ist, dokumentierte Reuters bereits am 18. August am Beispiel des Zoobetreibers Mahmoud Gomaa. Dieser hatte ursprünglich einen Tierpark in Rafah betrieben, musste seine Tiere während des Krieges jedoch mehrfach an andere Orte bringen und eröffnete schließlich einen Zoo in Nuseirat. Auf der Flucht konnte er nicht alle Tiere mitnehmen, darunter drei Löwen, mehrere Krokodile und afrikanische Strauße. Bei seiner späteren Rückkehr fand er nach eigenen Angaben nur noch die Überreste der zurückgelassenen Krokodile und Strauße vor, während die drei Löwen verschwunden waren.

    Die Reuters-Recherche verdeutlicht, welche zusätzlichen Schwierigkeiten entstehen, wenn Tierhalter ihre Einrichtungen unter Kriegsbedingungen verlassen müssen. Fehlende Transportmöglichkeiten, unsichere Straßen und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Futter und Medikamenten können die Rettung erheblich erschweren. Während der Zoo Magdeburg seine Evakuierungsabläufe unter kontrollierten Bedingungen erproben konnte, müssen Zoobetreiber in Kriegsgebieten häufig kurzfristig und ohne vergleichbare Unterstützung entscheiden. Ob der von Reuters porträtierte Zoo Gommaas und der in den Septemberberichten gezeigte Tierpark Nabhans organisatorisch zusammenhängen, lässt sich aus den verfügbaren Berichten nicht eindeutig feststellen.

    Zwischen Besucherattraktion und Verantwortung für die Tiere

    Für die Kinder in Nuseirat erfüllt der Zoo eine Funktion, die weit über die Begegnung mit exotischen Tieren hinausgeht. Nach Jahren, in denen viele Familien kaum Zugang zu Freizeitangeboten hatten, bietet er eine Gelegenheit, für kurze Zeit Abstand von ihrem belastenden Alltag zu gewinnen. Dass ausgerechnet ein gewöhnlicher Esel mit aufgemalten Zebrastreifen für Aufmerksamkeit sorgt, verdeutlicht die begrenzten Möglichkeiten der Betreiber. Gleichzeitig darf die Freude über die ungewöhnliche Attraktion nicht von den Bedürfnissen der übrigen Tiere ablenken.

    Auch unter schwierigen Bedingungen benötigen Zootiere eine kontinuierliche Versorgung, geeignete Rückzugsmöglichkeiten und fachkundige Betreuung. Wie aufwendig eine langfristig angelegte Tierhaltung sein kann, zeigt beispielsweise der Neubau des Reptiliums im Erlebnis-Zoo Hannover, bei dem die Bedürfnisse der Tiere bereits in die Planung einbezogen werden. Von solchen infrastrukturellen Möglichkeiten sind die Einrichtungen im Gazastreifen gegenwärtig weit entfernt. Die Wiedereröffnung ist deshalb ein wichtiger Schritt für die örtlichen Familien, ersetzt aber weder eine sichere Unterbringung noch die notwendige tiermedizinische Versorgung.

    Ein Stück Normalität unter außergewöhnlichen Bedingungen

    Der bemalte Esel im Nuseirat-Zoo ist zu einem ungewöhnlichen Symbol für den Versuch geworden, Kindern trotz der Folgen des Krieges wieder Freude zu ermöglichen. Die aktuellen Aufnahmen zeigen, dass dafür nicht unbedingt seltene Wildtiere oder aufwendig gestaltete Anlagen erforderlich sind. Zugleich machen die Berichte über die verbliebenen Tiere deutlich, dass der Weg zu einem dauerhaft gesicherten Zoobetrieb noch weit ist. Ob sich die Situation nachhaltig verbessert, hängt insbesondere davon ab, ob Futter, Wasser, medizinische Versorgung und sichere Gehege langfristig zur Verfügung stehen.

    Für die Verantwortlichen bleibt die tägliche Versorgung der Tiere eine ebenso wichtige Aufgabe wie die Betreuung der Besucher. Der Fall Nuseirat zeigt damit zwei Seiten zoologischer Einrichtungen: Sie können Menschen einen Ort der Begegnung und Erholung bieten, tragen aber gleichzeitig Verantwortung für Lebewesen, die vollständig auf ihre Betreuung angewiesen sind. Gerade unter den außergewöhnlichen Bedingungen im Gazastreifen lässt sich diese Verantwortung nur mit erheblichen Anstrengungen erfüllen. Die aktuelle Aufmerksamkeit für den bemalten Esel könnte dazu beitragen, auch die schwierige Situation der anderen Zootiere stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

    Quellen

    • ANSA – Gaza, allo zoo la nuova attrazione è una „finta zebra“ – Mondo – Ansa.it – https://www.ansa.it/sito/videogallery/mondo/2026/09/25/gaza-allo-zoo-la-nuova-attrazione-e-una-finta-zebra_2f41926d-0d2e-40c0-a82b-2282e8c18bc8.html
    • Al Jazeera – „حمار وحشي مزور“ نجم حديقة حيوانات في غزة | منوعات | الجزيرة نت – https://www.aljazeera.net/misc/2026/9/24/%D8%AD%D9%85%D8%A7%D8%B1-%D9%88%D8%AD%D8%B4%D9%8A-%D9%85%D8%B2%D9%88%D8%B1-%D9%86%D8%AC%D9%85-%D8%AD%D8%AF%D9%8A%D9%82%D8%A9-%D8%AD%D9%8A%D9%88%D8%A7%D9%86%D8%A7%D8%AA-%D9%81%D9%8A
    • Reuters – At a Gaza zoo, war takes its toll on the animals – https://www.reuters.com/world/middle-east/gaza-zoo-war-takes-its-toll-animals-2026-08-18/
    • Reuters Connect – Licensable picture: Palestinians visit and interact with animals at a zoo in Nuseirat – https://www.reutersconnect.com/item/palestinians-visit-and-interact-with-animals-at-a-zoo-in-nuseirat/dGFnOnJldXRlcnMuY29tLDIwMjY6bmV3c21sX1JDMjJUTUFXVkhMVg
    • Gießener Allgemeine – Esel mit Zebrastreifen: Gaza-Zoo öffnet nach Krieg wieder seine Tore – https://www.giessener-allgemeine.de/welt/esel-mit-zebrastreifen-gaza-zoo-oeffnet-nach-krieg-wieder-seine-tore-zr-94511405.html
  • Sieben tote Hunde auf Brennerautobahn A22 entdeckt: Polizei beschlagnahmt Fahrzeug und Waffen

    Sieben tote Hunde auf Brennerautobahn A22 entdeckt: Polizei beschlagnahmt Fahrzeug und Waffen

    Sieben English Setter sterben während des Transports

    Bei einer Fahrzeugkontrolle an der Raststätte Trens-Ost an der Südtiroler Brennerautobahn A22 sind sieben English Setter verendet. Der Vorfall ereignete sich am Abend des 13. September 2026 in Fahrtrichtung Norden. Ein Rastplatzbesucher hatte die Polizei auf die Tiere aufmerksam gemacht. Als die Beamten eintrafen, waren sechs Hunde bereits tot; ein weiterer Hund starb trotz Reanimationsversuchen und tierärztlicher Hilfe.

    Nach Angaben der Insassen sollten die Hunde zu einem Jagdausflug nach Lappland gebracht werden. Sie befanden sich in vier Transportboxen im hinteren Bereich des Fahrzeugs. Zwei Rüden waren jeweils allein untergebracht, während sich fünf Hündinnen auf zwei weitere Boxen verteilten. Alle Tiere verfügten nach den veröffentlichten Angaben über einen Mikrochip und einen europäischen Heimtierausweis und waren demnach geimpft.

    Beengter Laderaum wird zum zentralen Ermittlungsansatz

    Entscheidend für die Ermittlungen sind die Bedingungen im Laderaum. Rund um und über den Boxen lagen persönliche Gegenstände, sodass der hintere Fahrzeugbereich nahezu vollständig gefüllt gewesen sein soll. Dadurch könnten die Lüftungsöffnungen der Boxen blockiert worden sein. Zusätzlich blieb zwischen den Boxentüren und der Heckklappe nur sehr wenig Raum.

    Die Angaben beschreiben zunächst die von Polizei und Medien wiedergegebenen Fundumstände. Ob die konkrete Anordnung der Boxen und Gegenstände ursächlich für den Tod der Hunde war, sollen veterinärmedizinische Untersuchungen klären. Die italienischen Behörden haben entsprechende Untersuchungen angeordnet. Eine abschließende rechtliche Bewertung der Verantwortlichkeiten liegt damit noch nicht vor.

    Für Tierhalter und Transporteure zeigt der Fall zugleich die praktische Bedeutung einer ausreichenden Belüftung und einer freien Luftzufuhr während längerer Fahrten. Eine formal vorhandene Transportbox ersetzt keine sichere Unterbringung, wenn der Laderaum überfüllt ist oder Öffnungen durch Gepäck verdeckt werden. Bei mehreren Tieren müssen außerdem Platzangebot, Temperatur und Zugänglichkeit während des gesamten Transports kontrollierbar bleiben.

    Fahrzeug, Hunde und Waffen beschlagnahmt

    Die Verkehrspolizei Sterzing beschlagnahmte das Fahrzeug nach Abstimmung mit der Justizbehörde. Sichergestellt wurden außerdem die Körper der verendeten Hunde sowie mitgeführte Jagdwaffen und die dazugehörige Munition. Die Beschlagnahme dient der weiteren Untersuchung des Geschehens und ist keine abschließende Feststellung einer strafrechtlichen Schuld.

    Dass neben den Tieren auch Waffen und Munition sichergestellt wurden, macht den Vorgang zusätzlich zu einem Fall für die Ermittlungsbehörden. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Waffen und dem Tod der Hunde ist aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht ersichtlich. Fest steht lediglich, dass die Gegenstände gemeinsam mit dem Fahrzeug im Zuge des Verfahrens beschlagnahmt wurden.

    Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Transportbedingungen, den Ablauf der Fahrt und die Verantwortung der beteiligten Personen. Die veterinärmedizinischen Untersuchungen sollen dabei helfen, die Todesursache und die Auswirkungen der räumlichen Enge zu bestimmen. Erst danach kann die Justiz beurteilen, welche rechtlichen Konsequenzen aus dem Tod der sieben Jagdhunde folgen.

    Quellen