Im Kobelt-Zoo in Frankfurt-Schwanheim haben rund 200 Tiere ein Zuhause gefunden. Viele von ihnen kamen nach schwierigen Vorgeschichten in den kleinen Tierpark und werden dort von einem überwiegend ehrenamtlich arbeitenden Team versorgt. Damit der kostenlos zugängliche Zoo seinen Betrieb auch künftig aufrechterhalten kann, werden nun weitere Helfer für die Tierpflege, handwerkliche Arbeiten und die Betreuung der Besucher gesucht. Unterstützung ist dabei nicht nur für regelmäßige Einsätze gefragt, sondern auch punktuell bei Veranstaltungen und anderen Aufgaben möglich.
Ehrenamt als Grundlage des Zoobetriebs
Geschäftsführerin Sylvia Schwind verbindet mit dem Kobelt-Zoo eine lange persönliche Geschichte. Sie wuchs mit dem Tierpark in Schwanheim auf und engagiert sich heute selbst für dessen Erhalt und Weiterentwicklung. Viele der dort lebenden Tiere wurden aufgenommen, nachdem sie aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren früheren Haltern bleiben konnten. Nach Angaben der Stadt Frankfurt stammen einige Tiere beispielsweise aus Beschlagnahmungen durch das Veterinäramt und haben vor ihrer Aufnahme im Kobelt-Zoo schwierige Haltungsbedingungen erlebt.
Der Tierpark wird weitgehend ehrenamtlich getragen und erhebt keinen festen Eintritt. Dadurch können Familien, Schulklassen und andere Besucher den Zoo unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten besuchen. Dieses Konzept macht den Kobelt-Zoo zu einem niedrigschwelligen Freizeit- und Begegnungsangebot, stellt den Betreiberverein gleichzeitig aber vor besondere organisatorische und finanzielle Herausforderungen. Denn auch ohne Eintrittspreise fallen täglich Kosten für Futter, medizinische Versorgung, Reparaturen, Gehege und die Pflege des gesamten Geländes an.
Helfer mit unterschiedlichen Zeitbudgets gesucht
Die Aufgaben für freiwillige Helfer sind entsprechend vielfältig. Unterstützung wird beim Füttern und Versorgen der Tiere, bei handwerklichen Arbeiten und bei der Instandhaltung des Geländes benötigt. Hinzu kommen Führungen für Schulklassen sowie die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen. Interessierte müssen sich dabei nicht zwangsläufig an mehreren Tagen pro Woche verpflichten, denn nach Angaben des Zoos beziehungsweise der Stadt Frankfurt sind auch monatliche oder punktuelle Einsätze möglich.
Wer nicht regelmäßig vor Ort mitarbeiten kann, hat ebenfalls Möglichkeiten, den Kobelt-Zoo zu unterstützen. Neben Geld- und Futterspenden können Interessierte beispielsweise Tierpatenschaften übernehmen. Gerade bei größeren Veranstaltungen ist der Verein zudem auf zusätzliche Helfer angewiesen, die das bestehende Team entlasten. Damit wird deutlich, dass der Betrieb des Zoos nicht allein von finanziellen Spenden, sondern in erheblichem Maße von der verfügbaren Arbeitskraft ehrenamtlicher Unterstützer abhängt.
Bereits im Frühjahr 2026 zeigte sich, wie umfangreich die Arbeiten hinter den Kulissen sind. Ehrenamtliche bereiteten das Gelände auf die neue Saison vor, erledigten Reparaturen und begleiteten zahlreiche Tiere zu tierärztlichen Untersuchungen. Solche Aufgaben fallen zusätzlich zur täglichen Versorgung der Tiere an und müssen auch außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten organisiert werden. Ohne Menschen, die regelmäßig Verantwortung übernehmen und Zeit investieren, wäre ein vollständig ehrenamtlich getragener Zoobetrieb dieser Art kaum aufrechtzuerhalten.
Kobelt-Zoo bei der Frankfurter Ehrenamtsmesse
Neue Unterstützer möchte der Kobelt-Zoo nun unter anderem über die Frankfurter Ehrenamtsmesse erreichen. Dort können sich Interessierte über verschiedene Vereine, Projekte und Möglichkeiten für freiwilliges Engagement informieren. Für den Kobelt-Zoo bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, direkt mit potenziellen Helfern über konkrete Aufgaben, benötigte Fähigkeiten und den möglichen zeitlichen Umfang eines Engagements zu sprechen. Gleichzeitig kann der Verein dort Menschen erreichen, die sich grundsätzlich ehrenamtlich engagieren möchten, bislang aber noch nicht an eine Mitarbeit in einem Tierpark gedacht haben.
Für den Kobelt-Zoo ist die Teilnahme deshalb mehr als reine Öffentlichkeitsarbeit. Entscheidend ist, tatsächlich zusätzliche Menschen für die praktische Arbeit im Tierpark zu gewinnen und damit das bestehende Team dauerhaft zu entlasten. Auch wer zunächst nur einzelne Aktionen unterstützen möchte, kann auf diesem Weg einen Einblick in den Betrieb und die anfallenden Aufgaben bekommen. Informationen zur Mitarbeit, zu Tierpatenschaften und zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten stellt der Kobelt-Zoo zusätzlich über seine eigene Website zur Verfügung.
Die Ehrenamtsmesse ergänzt damit andere lokale Initiativen und Veranstaltungen in Frankfurt, bei denen unterschiedliche gesellschaftliche Projekte sichtbar gemacht werden. Für den Kobelt-Zoo steht dabei allerdings ein sehr konkreter Bedarf im Vordergrund: Es werden Menschen benötigt, die bereit sind, tatsächlich mit anzupacken. Gerade bei einem Betrieb, der weitgehend auf freiwilliger Mitarbeit basiert, entscheidet die Zahl verfügbarer Helfer unmittelbar darüber, welche Aufgaben zuverlässig erledigt werden können. Das betrifft sowohl die Versorgung der Tiere als auch die Pflege und Instandhaltung der gesamten Anlage.
Kostenfreier Zugang braucht freiwillige Unterstützung
Das Konzept des Kobelt-Zoos verbindet einen kostenfreien Zugang mit einem überwiegend ehrenamtlich organisierten Betrieb. Damit unterscheidet sich der Tierpark in Schwanheim in mehreren Punkten von größeren zoologischen Einrichtungen mit festen Eintrittspreisen und umfangreicher hauptamtlicher Personalstruktur. Gleichzeitig verschwinden die laufenden Kosten und Arbeitsaufgaben nicht dadurch, dass Besucher keinen Eintritt bezahlen müssen. Tierpflege, Futter, tierärztliche Versorgung, Reparaturen und die Unterhaltung des Geländes müssen unabhängig vom Finanzierungsmodell zuverlässig gewährleistet werden.
Ehrenamtliche übernehmen deshalb einen wesentlichen Teil der täglichen Arbeit und tragen dazu bei, dass der Zoo sein Angebot aufrechterhalten kann. Die fachliche Verantwortung für die Tiere bleibt davon unberührt, doch ohne ausreichend Menschen für die vielen praktischen Aufgaben stößt ein ehrenamtlich geführter Betrieb schnell an seine Grenzen. Wer sich engagieren möchte, kann auf der Ehrenamtsmesse Kontakt zum Team aufnehmen oder den Zoo direkt über seine offizielle Website erreichen. Im Impressum wird für die Kontaktaufnahme die E-Mail-Adresse kobelt-zoo@web.de angegeben.
Ob der Kobelt-Zoo auch langfristig kostenfrei zugänglich bleiben kann, hängt damit nicht allein von Spenden oder einzelnen Fördermaßnahmen ab. Ebenso wichtig sind Menschen, die bereit sind, ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und gegebenenfalls auch handwerkliche Fachkenntnisse einzubringen. Das Engagement kann je nach persönlicher Situation unterschiedlich umfangreich ausfallen und reicht von regelmäßiger Tierpflege bis zur punktuellen Unterstützung bei Veranstaltungen. Gerade dieses Zusammenspiel aus freiwilliger Arbeit, Spenden und langfristigem Engagement bildet die Grundlage dafür, dass der Kobelt-Zoo seine Arbeit in Frankfurt-Schwanheim fortsetzen kann.
Quellen
- Stadt Frankfurt am Main – Wo traurige Tiergeschichten ein glückliches Ende nehmen – https://frankfurt.de/aktuelle-meldung/meldungen/wo-traurige-tiergeschichten-ein-glueckliches-ende-nehmen
- Frankfurter Neue Presse – Der Kobelt-Zoo startet in die Saison – und die Ehrenamtlichen schuften – https://www.fnp.de/frankfurt/der-kobelt-zoo-startet-in-die-saison-und-die-ehrenamtlichen-schuften-94285458.html
- Frankfurter Rundschau – Kobelt-Zoo sucht dringend Freiwillige – https://www.fr.de/frankfurt/schwanheim-ort904343/kobelt-zoo-sucht-dringend-freiwillige-92415805.html
- Kobelt-Zoo – Impressum – https://www.kobelt-zoo.de/impressum
