Ana Ayala Pérez schließt Ausbildung in Fricker Tierarztpraxis ab

Ana Ayala Pérez hat ihre dreijährige Ausbildung zur Tiermedizinischen Praxisassistentin in einer Tierarztpraxis in Frick mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen. Die in Stein aufgewachsene Berufseinsteigerin entschied sich bereits früh für die Arbeit mit Tieren. Nach ersten Überlegungen zu einer Tätigkeit in der Tierpflege, im Zoo oder in einer Tierklinik führten Schnuppertage schließlich zur Lehrstelle in Frick.

Von der Schildkröte zur Tiermedizin

Den Anstoß gab ein Erlebnis mit ihren beiden Schildkröten. Als Ayala Pérez elf Jahre alt war, entdeckte die Familie ein Jungtier, das während der geplanten Überwinterung besondere Aufmerksamkeit benötigte. Die Pflege der kleinen Schildkröte Tüpfli bestätigte ihren Wunsch, sich beruflich um Tiere zu kümmern. Während der Bezirksschule in Rheinfelden informierte sie sich deshalb über verschiedene Tätigkeitsfelder und bewarb sich nach den Schnuppertagen gezielt bei der Fricker Praxis.

Die Ausbildung zeigte ihr, dass der Beruf deutlich vielseitiger ist als die reine Versorgung von Tieren. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Unterstützung des Tierarztes in der Sprechstunde, die Assistenz bei Operationen, die Überwachung von Narkosen und Laborarbeiten. Hinzu kommen administrative Tätigkeiten, Telefondienst und der Empfang von Tierbesitzern. Gerade der hohe Anteil an Kommunikation mit Menschen überraschte die junge Fachkraft.

Theorie in Zürich und Praxisalltag in Frick

Parallel zur Arbeit in der Praxis besuchte Ayala Pérez einmal pro Woche die Berufsschule in Zürich. Dort standen biologisches und pharmakologisches Wissen, gesetzliche Grundlagen sowie Abläufe in der Sprechstunde auf dem Lehrplan. In überbetrieblichen Kursen konnte sie außerdem praktische Fertigkeiten trainieren, darunter Bereiche der Anästhesie, die im täglichen Praxisbetrieb nicht immer unmittelbar vermittelt werden können.

Der Übergang von der Schule in den Berufsalltag fiel ihr nach eigener Darstellung zunächst schwer. Am ersten Lehrtag habe sie festgestellt, wie viel neues Wissen gleichzeitig erforderlich sei und wie schnell manche Aufgaben umgesetzt werden müssten. Unterstützung erhielt sie vom Praxisteam. Für ihre Entwicklung waren nach ihrer Einschätzung vor allem Aufmerksamkeit, das Nachfragen bei Unsicherheiten und der Mut wichtig, neue Tätigkeiten unter Anleitung auszuprobieren.

Psychische Belastung gehört zum Berufsbild

Neben den fachlichen Anforderungen musste Ayala Pérez lernen, mit belastenden Situationen umzugehen. Wenn Tiere schwer erkranken oder nicht mehr gerettet werden können, gehört auch die Begleitung von Einschläferungen zum Praxisalltag. Besonders schwierig seien für sie Situationen mit jungen Tieren sowie Gespräche mit Tierbesitzern gewesen. Dabei habe sie lernen müssen, einen rauen Ton nicht persönlich zu nehmen, ruhig zu bleiben und professionell zu antworten.

Die Kombination aus langen Arbeitstagen, emotional schwierigen Fällen und unangenehmen Gesprächen führte während der Lehrzeit zu einzelnen Durchhängern. Als Ausgleich behielt Ayala Pérez ihr Hobby beim Volleyballclub VBC Stein bei. Der Sport gab ihr Bewegung und ermöglichte ihr zugleich, den Kontakt zu Freunden und Mannschaftskollegen aufrechtzuerhalten. Außerdem musste sie ihren Alltag an Schichtbetrieb, weniger Ferien und den zusätzlichen Lernaufwand für die Berufsschule anpassen.

Unbefristete Stelle im Lehrbetrieb

Trotz der Belastungen blickt Ayala Pérez zufrieden auf ihre Ausbildung zurück. Besonders deutlich wurde für sie der persönliche Fortschritt daran, dass sie zu Beginn erst den richtigen Umgang mit einem Tier erlernen musste und heute zahlreiche Aufgaben in der Praxis selbstständig beherrscht. Die Tiermedizinische Praxisassistentin hat deshalb ein unbefristetes Arbeitsangebot ihres Lehrbetriebs angenommen.

Eine Berufsmaturität schließt sie derzeit nicht unmittelbar an. Für die Zukunft kann sie sich jedoch eine Zusatzausbildung, etwa zur Hundecoiffeuse, oder einen längeren Aufenthalt im Ausland vorstellen. Zunächst möchte sie in Frick weitere praktische Erfahrungen sammeln und ihre berufliche Entwicklung im vertrauten Praxisteam fortsetzen.

Quellen

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