Wolf im Bezirk Lienz erlegt – Maßnahmenverordnung in Tirol aufgehoben

Nach einem Schafriss bei Tristach in Osttirol ist am 20. Juni ein als „Risikowolf“ eingestuftes Tier durch die Jägerschaft erlegt worden. Die Entnahme erfolgte auf Grundlage einer Anfang Juni erlassenen Maßnahmenverordnung des Landes Tirol. Mit dem Abschuss wird die entsprechende Verordnung wieder aufgehoben.

Schafriss mit fünf getöteten Tieren

Auslöser für die Maßnahme war ein Rissereignis im Gemeindegebiet von Tristach. Dabei wurden nach Angaben des Landes Tirol fünf Schafe getötet und acht weitere verletzt. Die Tiroler Landesregierung hatte daraufhin Anfang Juni eine Maßnahmenverordnung erlassen, die die Entnahme eines als Risikowolf eingestuften Tieres ermöglichte.

Nach Angaben des Landes erfolgte die Entnahme am Samstag durch die Jägerschaft.

Land Tirol bittet weiterhin um Meldungen

Unabhängig von der erfolgten Entnahme ruft das Land Tirol die Bevölkerung dazu auf, Sichtungen, Spuren oder andere Hinweise auf große Beutegreifer möglichst zeitnah zu melden. Dies kann über das Sichtungsformular des Landes Tirol oder über die zuständige Bezirkshauptmannschaft erfolgen.

Für die fachliche Beurteilung seien insbesondere Fotos oder anderes Bildmaterial hilfreich.

Offen bleibt die Identität des erlegten Tieres

Der veröffentlichte Bericht enthält keine Angaben dazu, ob bereits genetisch überprüft wurde, ob es sich bei dem erlegten Wolf tatsächlich um das Tier handelt, das für den Schafriss bei Tristach verantwortlich war. Auch Informationen zu Alter, Geschlecht oder Herkunft des Wolfes werden nicht genannt.

Ebenso bleibt offen, ob es sich um ein durchziehendes Einzeltier handelte oder ob weitere Wolfsnachweise in der Region vorliegen.

Entnahme auf Grundlage bestehender Rechtslage

Die Entnahme erfolgte auf Basis der von der Tiroler Landesregierung erlassenen Maßnahmenverordnung. Mit dem Abschuss des als Risikowolf eingestuften Tieres wird diese Verordnung nach Angaben des Landes wieder aufgehoben.

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