Zoo Dresden erweitert Giraffen- und Zebraanlage – Mehr Platz für die Tiere

Dresden. Der Zoo Dresden hat seine neu gestaltete Giraffen- und Zebraanlage offiziell eröffnet. Kurz vor dem Weltgiraffentag am 21. Juni erhalten die Tiere damit deutlich mehr Platz und neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Projekt wurde vollständig durch Spenden finanziert.

Größeres Gehege für Giraffen und Zebras

Nach rund vier Monaten Bauzeit steht den Bewohnern der Anlage nun eine Fläche von etwa 2.800 Quadratmetern zur Verfügung. Die Erweiterung bedeutet eine Vergrößerung um rund ein Drittel gegenüber dem bisherigen Bereich.

In der Anlage leben derzeit drei Kordofan-Giraffen sowie vier Chapman-Steppenzebras. Nach Angaben des Zoos soll die größere Fläche den Tieren mehr Bewegungsfreiheit bieten und gleichzeitig für eine abwechslungsreichere Umgebung sorgen.

Finanzierung ausschließlich durch Spenden

Bemerkenswert ist die Finanzierung des Projekts. Die Baukosten von rund 500.000 Euro wurden vollständig durch Spenden gedeckt. Die Hälfte der Summe stammt vom Verein der Zoofreunde Dresden, die übrigen Mittel wurden von privaten Unterstützern bereitgestellt.

Der Zoo sieht darin ein Zeichen für die starke Verbundenheit vieler Besucher und Förderer mit der Einrichtung.

Neue Ausstattung für die Tierhaltung

Im Rahmen der Bauarbeiten wurde das Gelände umfassend umgestaltet. Ein ehemaliges Terrarium musste dafür weichen. Für die Zebras entstand ein neuer Unterstand, der es den Tieren ermöglicht, deutlich länger im Außenbereich zu bleiben.

Zusätzlich wurden mehrere Sandkuhlen geschaffen, die von den Tieren zur Fellpflege genutzt werden können. Eine beheizbare Wassertränke soll auch während der Wintermonate eine zuverlässige Wasserversorgung gewährleisten.

Zoos setzen weiterhin auf größere Anlagen

Die Erweiterung in Dresden folgt einem Trend, der in vielen Zoos zu beobachten ist. Zahlreiche Einrichtungen investieren in den vergangenen Jahren in größere Gehege, moderne Stallungen und naturnähere Anlagen. Ziel ist es, sowohl den Anforderungen der Tierhaltung als auch den Erwartungen der Besucher gerecht zu werden.

Gleichzeitig stehen Zoos regelmäßig in der Kritik von Tierrechtsorganisationen, die die Haltung von Wildtieren grundsätzlich ablehnen. Befürworter verweisen dagegen auf Bildungsarbeit, Artenschutzprogramme und die Finanzierung von Schutzprojekten in den Herkunftsländern vieler Tierarten.

Weltgiraffentag lenkt Blick auf bedrohte Bestände

Die Eröffnung erfolgt wenige Tage vor dem Weltgiraffentag. Der Aktionstag soll auf die Situation der Giraffen in freier Wildbahn aufmerksam machen. Während viele Menschen Giraffen als häufige Tiere wahrnehmen, sind einzelne Populationen in Afrika in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen.

Zoos beteiligen sich regelmäßig an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen und nutzen solche Aktionstage, um Besucher über Bedrohungen wie Lebensraumverlust, Wilderei und Konflikte zwischen Mensch und Wildtier zu informieren.

Fazit

Mit der neuen Anlage verbessert der Zoo Dresden die Haltungsbedingungen für seine Giraffen und Zebras deutlich. Die vollständige Finanzierung durch Spenden zeigt zudem, dass viele Menschen bereit sind, in moderne Zooanlagen zu investieren. Ob solche Maßnahmen ausreichen, um die Debatte über die Haltung von Wildtieren in Zoos zu entschärfen, bleibt jedoch weiterhin umstritten.

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