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Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

Schlagwort: GERATI

  • Robert Marc Lehmann gegen Zoos: Philipp J. Kroiß zerlegt die große Cancel-Erzählung

    Robert Marc Lehmann gegen Zoos: Philipp J. Kroiß zerlegt die große Cancel-Erzählung

    Robert Marc Lehmann spricht von Konsequenzen für die Zoowelt, von fehlender Gesprächsbereitschaft seiner Kritiker und vermittelt den Eindruck, gegen ihn werde mit fragwürdigen Methoden vorgegangen. Philipp J. Kroiß hat diese Darstellung für zoos.media ausführlich analysiert und kommt zu einem deutlich anderen Ergebnis. In seinem Beitrag „Robert Marc Lehmann: Wenn eine Anti-Zoo-Ansage zur Selbstoffenbarung wird“ zeichnet Kroiß das Bild eines Influencers, bei dem Anspruch und tatsächliches Verhalten zunehmend auseinanderfallen.

    Besonders interessant aus Sicht von GERATI: Kroiß greift dabei ausdrücklich eine Recherche von GERATI auf. Dabei ging es um zahlreiche Videos und Millionen Aufrufe, die vom YouTube-Kanal „Robert Marc Lehmann – Mission Erde“ verschwunden waren. Gerade dieser Punkt zeigt, warum es sich lohnt, die verschiedenen Vorgänge sauber voneinander zu trennen, statt sie zu einer großen Erzählung über angebliche Zensur oder Cancel-Versuche zusammenzufügen.

    Ein YouTube-Strike wird zur großen Erzählung

    Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war laut Kroiß ein Video von Robert Marc Lehmann, in dem Material von zoos.media verwendet wurde. zoos.media meldete die Verwendung bei YouTube. Die Plattform prüfte den Vorgang und entschied schließlich über die Entfernung des Videos beziehungsweise den entsprechenden Copyright-Vorgang. Entscheidend ist dabei ein Punkt, den Kroiß ausdrücklich hervorhebt: Über einen Strike entscheidet YouTube und nicht derjenige, der eine Urheberrechtsverletzung meldet.

    Das klingt zunächst banal, ist aber für die gesamte Erzählung entscheidend. Wer fremdes Material verwendet und daraufhin mit einer urheberrechtlichen Beschwerde konfrontiert wird, kann daraus nicht automatisch einen organisierten Versuch ableiten, einen kompletten Kanal zum Schweigen zu bringen. Genau an dieser Stelle sieht Kroiß einen grundlegenden Widerspruch zwischen dem tatsächlichen Vorgang und der späteren Darstellung gegenüber der eigenen Community.

    Ein einzelner Copyright-Strike bedeutet schließlich nicht automatisch die Löschung eines gesamten YouTube-Kanals. Gleichzeitig gehört es zum normalen Verfahren der Plattform, dass Rechteinhaber gegen eine aus ihrer Sicht unzulässige Nutzung ihres Materials vorgehen können. Aus einem solchen Standardmechanismus eine Art Angriff der Zoowelt auf Robert Marc Lehmann abzuleiten, benötigt deshalb wesentlich mehr Belege als lediglich die Existenz einer Beschwerde.

    GERATI fand die verschwundenen Videos

    An dieser Stelle kommt GERATI ins Spiel. Nach dem Vorgang mit zoos.media hatte ich mir den Kanal von Robert Marc Lehmann genauer angesehen und festgestellt, dass dort eine beträchtliche Zahl früherer Videos nicht mehr öffentlich vorhanden war. Mit diesen Videos verschwanden zugleich Millionen zuvor ausgewiesener Aufrufe aus der öffentlich sichtbaren Kanalstatistik beziehungsweise dem vorhandenen Videobestand.

    Kroiß verweist in seinem Artikel ausdrücklich auf diese GERATI-Recherche. Gleichzeitig hält er fest, dass die Gründe für das Verschwinden dieser Videos nicht bekannt sind. Genau diese Trennung ist wichtig. Die Beobachtung, dass Videos verschwunden sind, ist etwas anderes als die Behauptung, zu wissen, weshalb sie verschwunden sind.

    Gerade deshalb wäre es unseriös, sämtliche Veränderungen auf Lehmanns Kanal mit dem Copyright-Vorgang von zoos.media in Verbindung zu bringen. Dafür gibt es bislang keinen belastbaren Nachweis. Interessant bleibt die Entwicklung dennoch, weil sie zeitlich in eine Phase fällt, in der Robert Marc Lehmann selbst das Narrativ eines gegen ihn gerichteten Vorgehens öffentlich stark auflädt.

    Kroiß stellt Lehmanns Gesprächsbereitschaft infrage

    Noch deutlicher wird die Kritik von Philipp J. Kroiß bei einem weiteren Punkt. Robert Marc Lehmann erklärte nach Darstellung von zoos.media sinngemäß, er scheue keine Diskussion, treffe jeden und halte sich nicht zurück. Gleichzeitig beklagte er, andere wollten nicht mit ihm diskutieren.

    Kroiß hält diesem Bild mehrere konkrete Beispiele entgegen. So verweist er unter anderem auf ein öffentliches Dialogangebot aus Wuppertal vom Mai 2025. Außerdem nennt er Einladungen des Direktors des Alpenzoos Innsbruck, André Stadler, aus dem Juni und August 2026. Nach Darstellung von zoos.media blieb eine entsprechende öffentliche Reaktion beziehungsweise Annahme dieser Angebote aus.

    Genau hier liegt ein Punkt, der über persönliche Sympathien für Lehmann oder einzelne Zoos hinausgeht. Wer öffentlich den Eindruck vermittelt, die Gegenseite verweigere konsequent den Dialog, muss sich daran messen lassen, wie er selbst mit konkreten Gesprächsangeboten umgeht. Existieren solche Einladungen tatsächlich, kann man gleichzeitig schwer behaupten, niemand wolle mit einem reden.

    Kroiß führt darüber hinaus den Zoo Augsburg sowie ein Orca-Symposium als weitere Beispiele an. Auch hier lautet seine zentrale Kritik nicht, dass Lehmann jede Einladung zwingend annehmen müsse. Natürlich steht es jedem frei, ein Gespräch abzulehnen. Problematisch wird es erst dann, wenn auf der einen Seite Angebote ausgeschlagen oder nicht genutzt werden und auf der anderen Seite gegenüber dem eigenen Publikum der Eindruck einer grundsätzlich dialogunwilligen Zoowelt entsteht.

    Das Marcant-Format ändert das Problem nicht

    Lehmann verwies offenbar auch auf ein geplantes beziehungsweise produziertes Format von Marcant, für das Vertreter aus der Zoowelt angefragt wurden. Kroiß sieht darin keinen Beleg dafür, dass Zoos generell nicht diskutieren wollten. zoos.media selbst hatte nach eigenen Angaben ebenfalls eine Anfrage erhalten, wobei bereits die Adressierung Fragen aufwarf.

    Trotzdem bot zoos.media nach Darstellung von Kroiß Unterstützung für einen geplanten Faktencheck an. Eine weitere Reaktion sei darauf nicht erfolgt. Auch hier ergibt sich damit ein komplizierteres Bild als das einfache Narrativ „Lehmann möchte diskutieren, Zoos verweigern sich“.

    Hinzu kommt ein praktischer Aspekt, der häufig übersehen wird. Nicht jeder Zoo, Verband oder Fachmann muss bereit sein, auf eigene Kosten an einem kommerziell verwerteten YouTube-Format mitzuwirken. Eine Absage an ein bestimmtes Produktionsformat ist nicht automatisch eine Absage an jede inhaltliche Diskussion. Wer beides gleichsetzt, verkürzt die tatsächliche Situation erheblich.

    Wenn aus Kritik eine Verschwörungserzählung wird

    Kroiß wird in seinem Artikel besonders deutlich, wenn es um Reaktionen aus Teilen der Mission-Erde-Community geht. Seiner Einschätzung nach wird dort zunehmend eine Erzählung gepflegt, wonach unterschiedliche Akteure versuchten, Robert Marc Lehmann zum Schweigen zu bringen oder seine Arbeit zu behindern.

    Das Problem einer solchen Erzählung liegt in ihrer Konstruktion. Einzelne Ereignisse können schnell miteinander verbunden werden, obwohl ein tatsächlicher Zusammenhang gar nicht nachgewiesen ist. Ein Copyright-Strike, verschwundene Videos, kritische Artikel, Auseinandersetzungen mit Zoos und abgelehnte Gesprächsformate ergeben dann scheinbar ein großes Gesamtbild. Belegt wird dadurch jedoch noch kein koordiniertes Vorgehen.

    Gerade an diesem Punkt lohnt eine nüchterne Betrachtung. Kritik an einem reichweitenstarken Influencer ist keine Zensur. Eine Urheberrechtsbeschwerde ist nicht automatisch ein Cancel-Versuch. Eine Einladung, die nicht angenommen wird, ist kein Beleg dafür, dass niemand diskutieren möchte. Und mehrere kritische Stimmen bilden nicht automatisch ein Netzwerk, nur weil sie zu ähnlichen Schlussfolgerungen gelangen.

    Anti-Zoo-Kommunikation und das Geschäft mit der Empörung

    Kroiß geht noch einen Schritt weiter und verbindet Lehmanns Anti-Zoo-Kommunikation mit dessen Merchandising. Er verweist dabei insbesondere auf Produkte mit vulgärer Anti-Zoo-Botschaft. Daraus ergibt sich zumindest eine legitime Frage nach den wirtschaftlichen Anreizen einer möglichst scharf geführten Auseinandersetzung.

    Natürlich beweist der Verkauf entsprechender Produkte nicht, dass Kritik an Zoos ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt. Eine solche Behauptung wäre ebenfalls zu einfach. Allerdings lässt sich kaum bestreiten, dass emotionalisierte Konflikte Aufmerksamkeit erzeugen und Aufmerksamkeit im Influencer-Geschäft wirtschaftlich verwertbar ist.

    Wenn sich eine Marke gleichzeitig über klare Feindbilder definiert und passende Produkte verkauft, darf dieser Zusammenhang deshalb thematisiert werden. Genau das macht Kroiß. Er stellt die Frage, ob eine immer aggressivere Anti-Zoo-Rhetorik tatsächlich einer sachlichen Diskussion über Tierhaltung, Artenschutz und wissenschaftliche Arbeit dient oder zunehmend Teil einer erfolgreich vermarktbaren Identität geworden ist.

    Der eigentliche Streit sollte um Fakten gehen

    Besonders relevant ist deshalb ein weiterer Bestandteil des zoos.media-Artikels. Kroiß erinnert daran, dass Lehmann in der Vergangenheit die Bedeutung zoologischer Einrichtungen für verschiedene Arten infrage gestellt hatte. zoos.media beschäftigte sich daraufhin unter anderem mit Balistaren, Sumatra-Nashörnern und Galapagos-Riesenschildkröten und stellte den Anti-Zoo-Aussagen konkrete Informationen zum Artenschutz gegenüber.

    Genau dort sollte die eigentliche Diskussion stattfinden. Nicht bei der Frage, wer wen angeblich canceln möchte, sondern bei überprüfbaren Aussagen. Welche Rolle spielen Zoos bei Erhaltungszuchtprogrammen? Welche Populationen konnten mit Unterstützung zoologischer Einrichtungen erhalten werden? Welche Forschung findet dort statt? Welche Projekte werden finanziert? Und wo gibt es berechtigte Kritik an einzelnen Einrichtungen oder Haltungsformen?

    Wer Zoos grundsätzlich ablehnt, darf diese Fragen selbstverständlich kritisch beantworten. Er muss sich dann allerdings auch mit Fakten auseinandersetzen, die nicht in die eigene Argumentation passen. Dasselbe gilt selbstverständlich für Zoo-Befürworter. Artenschutz wird nicht dadurch besser verstanden, dass beide Seiten immer größere Feindbilder produzieren.

    Philipp J. Kroiß trifft einen entscheidenden Punkt

    Der Artikel von Philipp J. Kroiß ist klar positioniert und an einigen Stellen bewusst scharf formuliert. Das macht er auch nicht zum Geheimnis. Seine entscheidende Stärke liegt jedoch darin, dass er zahlreiche konkrete Vorgänge nebeneinanderstellt und damit eine Frage aufwirft, die Robert Marc Lehmann und seine Community selbst beantworten müssen: Passt die öffentlich erzählte Geschichte tatsächlich zu den dokumentierten Ereignissen?

    Gerade die Behauptung mangelnder Dialogbereitschaft wirkt problematisch, wenn gleichzeitig konkrete Einladungen existieren. Ebenso lässt sich aus einer Copyright-Meldung nicht ohne Weiteres der Versuch konstruieren, einen gesamten YouTube-Kanal aus dem Netz zu drängen. Dass darüber hinaus zahlreiche Videos verschwunden sind, bleibt interessant – über die Ursache sagt diese Beobachtung allein jedoch nichts aus.

    Für GERATI ist noch etwas anderes bemerkenswert. Unsere Recherche zu den verschwundenen Videos wurde von zoos.media nicht einfach benutzt, um eine Ursache zu behaupten, die niemand belegen kann. Kroiß nennt die Recherche und trennt sie ausdrücklich von der offenen Frage nach dem Grund für die Löschungen. Genau so sollte eine sachliche Auseinandersetzung funktionieren.

    Robert Marc Lehmann kann Zoos kritisieren. Zoos können Robert Marc Lehmann kritisieren. zoos.media kann seine Aussagen überprüfen, und GERATI kann wiederum beide Seiten beobachten und einordnen. Das ist keine Zensur, sondern öffentliche Debatte. Entscheidend ist am Ende nicht, wer die größte Community mobilisieren kann, sondern wessen Behauptungen einer Überprüfung standhalten.

    Quellen

  • Great Ape Project – Vom großen Anspruch zur bedeutungslosen Reststruktur?

    Great Ape Project – Vom großen Anspruch zur bedeutungslosen Reststruktur?

    Es gab eine Zeit, da wollte das Great Ape Project Deutschland nicht weniger als einen gesellschaftlichen Umbruch erreichen. Grundrechte für Menschenaffen, ein radikales Umdenken im Umgang mit Zoos, Tierhaltung und dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier – das waren die großen Schlagworte, mit denen man öffentlich auftrat. Unterstützt wurde das Projekt über Jahre hinweg aus dem Umfeld der Giordano Bruno Stiftung, während Colin Goldner als zentrale Figur der deutschen GAP-Struktur immer stärker in Erscheinung trat.

    Doch blickt man heute auf das Great Ape Project in Deutschland, drängt sich eine ganz andere Frage auf: Existiert diese Bewegung überhaupt noch als relevante Kraft – oder ist sie längst nur noch eine leere Hülle vergangener Internetkämpfe?

    Die öffentliche Aktivität spricht jedenfalls eine deutliche Sprache. Auf der offiziellen Facebook-Präsenz des GAP herrscht weitgehend Funkstille. Seit Monaten fehlt jede sichtbare Dynamik. Keine neuen Kampagnen. Keine großen politischen Forderungen. Keine öffentlichen Aktionen mit relevanter Reichweite. Selbst die aggressiven und polemischen Beiträge, für die das Umfeld des GAP über Jahre bekannt war, scheinen nahezu verschwunden zu sein. Während man früher beinahe täglich gegen Zoos, Tierhalter oder Kritiker schoss, wirkt die heutige Außendarstellung wie ein verlassener digitaler Ort, an dem nur noch vereinzelte Erinnerungen an frühere Konflikte übrig geblieben sind.

    Besonders bemerkenswert ist dabei die völlige Stille rund um die groß angekündigten Klagen gegen Kritiker wie GERATI. Noch vor einiger Zeit wurde öffentlich mit juristischen Maßnahmen geprahlt. Auf Facebook wurden Zustellungen, Verfahren und angeblich sichere Erfolgsaussichten demonstrativ präsentiert. Teilweise entstand der Eindruck, als wolle man Kritiker finanziell und psychologisch zermürben. Das große Narrativ lautete sinngemäß: Wer das GAP kritisiert, werde vor Gericht scheitern.

    Heute hört man davon praktisch nichts mehr.

    Dabei ist die Realität wesentlich nüchterner, als die damaligen Ankündigungen suggerierten. Sämtliche bekannten Verfahren wurden vor dem Landgericht Landshut geführt. Zwei dieser Verfahren endeten letztlich durch Vergleiche, wobei lediglich einzelne Aussagen zurückgenommen werden mussten. Von einem umfassenden juristischen Triumph kann also keine Rede sein. Vielmehr zeigt gerade ein Vergleich regelmäßig, dass beide Seiten Risiken vermeiden wollten und eben keine klare gerichtliche Vollbestätigung der Vorwürfe erfolgte.

    Noch deutlicher wurde die Situation bei dem dritten Verfahren vor dem Landgericht Landshut. Dort wurde die Klage abgewiesen. Erst nach dieser Niederlage ging der Kläger anschließend in Berufung zum Oberlandesgericht München. Doch gerade diese Entwicklung wirft Fragen auf. Denn wenn die angeblich „sicheren“ Verfahren tatsächlich so eindeutig gewesen wären, warum blieb dann am Ende lediglich eine Mischung aus Vergleichen und einer abgewiesenen Klage übrig?

    Auffällig ist außerdem, wie still es um die Verfahren selbst geworden ist. Früher wurden Zustellungen und Zwischenstände öffentlich zelebriert. Heute fehlt plötzlich jede offensive Kommunikation über tatsächliche Ergebnisse. Genau diese Diskrepanz zwischen öffentlicher Ankündigung und späterem Schweigen ist einer der interessantesten Punkte in der gesamten Entwicklung des GAP.

    Hinzu kommt ein weiterer bemerkenswerter Wandel: die organisatorische Veränderung innerhalb der Struktur des Great Ape Project. Lange Zeit war im Impressum die Giordano Bruno Stiftung als verantwortliche Struktur sichtbar eingebunden. Inzwischen wurde dies verändert. Heute steht dort im Wesentlichen Colin Goldner alleine als verantwortliche Person.

    Dieser Wechsel ist weit mehr als eine Formalie. Er zeigt, wie stark sich das Projekt mittlerweile personalisiert hat. Während früher zumindest noch der Eindruck einer größeren organisatorischen Bewegung entstand, wirkt das GAP heute eher wie eine private Reststruktur einzelner Aktivisten, die ihre frühere Reichweite längst verloren haben.

    Dabei war das Great Ape Project ohnehin nie ein klassischer Verein mit breiter demokratischer Basis oder transparenter Mitgliederstruktur. Vielmehr handelte es sich immer eher um einen losen Zusammenschluss ideologisch ähnlich denkender Personen, die unter einem gemeinsamen Label auftraten. Selbst auf der eigenen Unterstützungsseite war eher von einem „Förderkreis“ als von einer klassischen Vereinsstruktur die Rede.

    Und genau darin lag vermutlich auch eines der grundlegenden Probleme dieser Bewegung.

    Denn ursprünglich ging es tatsächlich um große gesellschaftliche Fragen. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Die ethische Behandlung von Menschenaffen. Kritik an Zoos. Philosophische Debatten über Bewusstsein und Rechte nichtmenschlicher Lebewesen. Darüber hätte man sachlich und wissenschaftlich diskutieren können.

    Doch stattdessen verlor sich ein Teil der Szene zunehmend in persönlichen Feindbildern, Beleidigungen, öffentlichen Diffamierungen und aggressiven Internetkonflikten. Kritiker wurden nicht selten moralisch entwertet, anstatt sich sachlich mit Argumenten auseinanderzusetzen. Wer anderer Meinung war, galt schnell als unmoralisch, ignorant oder „tierfeindlich“. Genau diese Entwicklung schadete der Glaubwürdigkeit des gesamten Projekts massiv.

    Besonders deutlich zeigt sich dieser Niedergang auch an einzelnen Personen aus dem früheren Umfeld des GAP. Ein Beispiel dafür ist Adrienne Kneis. Gerade nach der tragischen Brandkatastrophe im Zoo Krefeld in der Silvesternacht 2019 gehörte sie zu den lautstärksten öffentlichen Stimmen gegen Zoos. Damals wurde nahezu jede Gelegenheit genutzt, um den Zoo öffentlich anzugreifen und die Ereignisse politisch auszuschlachten.

    Heute dagegen wirkt ihre öffentliche Präsenz deutlich reduziert. Während früher regelmäßig Beiträge auf Facebook erschienen, scheint sie inzwischen überwiegend nur noch in kleineren Gruppen oder geschlossenen Diskussionsräumen aktiv zu sein. Genau das kann man durchaus als Symbol für die gesamte Entwicklung des GAP verstehen: Weg von öffentlicher gesellschaftlicher Relevanz – hinein in kleine ideologische Echokammern.

    Bemerkenswert ist dabei auch die persönliche Entwicklung auf der Gegenseite dieses Konfliktes. Viele der damaligen Auseinandersetzungen liegen inzwischen über fünf Jahre zurück. In dieser Zeit wurden auf allen Seiten Fehler gemacht. Sarkasmus, Provokationen und verbale Eskalationen bestimmten teilweise den Ton der Debatte. Gerade in den frühen Jahren bewegten sich viele Beteiligte zunehmend in einer Spirale gegenseitiger Angriffe, bei der irgendwann kaum noch sachliche Diskussionen möglich waren.

    Doch Entwicklungen bleiben nicht stehen.

    Wer sich GERATI heute anschaut, erkennt durchaus eine andere Ausrichtung als noch vor einigen Jahren. Statt polemischer Gegenangriffe steht inzwischen deutlich stärker der Anspruch im Mittelpunkt, mit Fakten und nachvollziehbarer Recherche auf radikale Strukturen im Tierrechtsmilieu einzugehen. Der heutige Leitsatz „Fakten statt Polemik – Aufklärung über radikalen Tierschutz“ beschreibt diesen Wandel wesentlich besser als die früheren, emotionaleren Auseinandersetzungen.

    Natürlich bedeutet das nicht, dass Kritik eingestellt wird. Irrwitzige Behauptungen, ideologische Verzerrungen oder unwissenschaftliche Narrative werden weiterhin thematisiert werden. Der Unterschied liegt aber zunehmend in der Art der Auseinandersetzung. Statt sich auf dasselbe aggressive Niveau herabziehen zu lassen, erfolgt die Reaktion heute stärker faktenbasiert und sachlich argumentierend.

    Und genau hier scheint ein weiterer interessanter Effekt sichtbar zu werden: Viele frühere Stammleser oder Unterstützer aus dem GAP-Umfeld tauchen mittlerweile in den Kommentarspalten von GERATI auf. Teilweise treten dort weiterhin dieselben Muster auf wie früher – emotionale Behauptungen, persönliche Angriffe oder ideologische Wiederholungen ohne belastbare Belege. Doch anstatt daraus erneut endlose Eskalationen entstehen zu lassen, wird inzwischen deutlich konsequenter moderiert.

    Denn Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass jede Form sinnlosen Spam-Verhaltens dauerhaft toleriert werden muss. Wer sachlich diskutieren möchte, kann dies tun. Wer jedoch lediglich hundertfach dieselben unbelegten Parolen kopiert, offenbart damit häufig eher die eigene argumentative Hilflosigkeit als irgendeine inhaltliche Stärke.

    Das vielleicht größte Problem des Great Ape Project liegt heute aber vermutlich woanders: Die Bewegung wirkt ideologisch erschöpft.

    Die großen gesellschaftlichen Durchbrüche blieben aus. Die juristischen Großoffensiven verpufften weitgehend. Die öffentliche Reichweite schrumpfte. Die organisatorische Struktur wurde immer stärker auf Einzelpersonen reduziert. Und die einst lautstarke Onlinepräsenz wirkt inzwischen wie ein Schatten ihrer früheren Aktivität.

    Formal existiert das Great Ape Project weiterhin. Die Website ist online. Die Facebook-Seite existiert noch. Einzelne Akteure sind weiterhin aktiv. Doch als gesellschaftlich relevante Bewegung scheint das Projekt heute weitgehend entkernt zu sein.

    Vielleicht ist genau das die eigentliche Geschichte hinter dem heutigen Zustand des Great Ape Project: Nicht der plötzliche Zusammenbruch einer Organisation, sondern das langsame Verschwinden einer Bewegung, die einst glaubte, die gesellschaftliche Debatte dominieren zu können – und sich am Ende immer stärker in internen Konflikten, juristischen Auseinandersetzungen und ideologischen Echokammern verlor.

  • Ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest – und ein klarer Blick auf 2026

    Ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest – und ein klarer Blick auf 2026

    Liebe Leserinnen und Leser,

    ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr, das gezeigt hat, wie emotional, wie ideologisch aufgeladen und wie konfliktreich die Debatte rund um Tierhaltung, Tierschutz und Tierrechte inzwischen geführt wird. Gerade in solchen Zeiten ist Weihnachten mehr als nur ein Datum im Kalender: Es ist eine Einladung zur Besinnung, zur Ruhe – und zur Rückbesinnung auf Maß, Vernunft und Verantwortung.

    GERATI wünscht allen Leserinnen und Lesern, Unterstützern, kritischen Begleitern und auch unseren Gegnern ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest. Mögen diese Tage Raum schaffen für Reflexion, Dialog und einen respektvollen Umgang miteinander – auch dort, wo Meinungen unvereinbar erscheinen.

    Rückblick: Warum GERATI notwendig bleibt

    2025 hat erneut deutlich gemacht, warum GERATI existiert. Der öffentliche Diskurs wird zunehmend von Emotionalisierung, Skandalisierung und ideologisch motivierter Zuspitzung bestimmt. Differenzierung wird ersetzt durch Moralabsolutismus, rechtliche Fakten durch Schlagworte, und komplexe Sachverhalte werden auf einfache Feindbilder reduziert.

    GERATI steht bewusst dagegen. Nicht laut, nicht schrill – sondern faktenbasiert, rechtlich fundiert und kritisch. Unser Anspruch war und ist es, zwischen legitimen Anliegen des Tierschutzes und den Forderungen radikaler Tierrechtsideologien sauber zu trennen. Diese Trennlinie wird im öffentlichen Raum zu oft verwischt – mit Folgen für Rechtsstaat, Landwirtschaft, Tierhalter und letztlich auch für den seriösen Tierschutz selbst.

    Ausblick: Ziele und Schwerpunkte für 2026

    Das kommende Jahr wird für GERATI ein Jahr der Vertiefung und Professionalisierung.

    Für 2026 haben wir uns klare Ziele gesetzt:

    • Vertiefende Analysen statt Schnellreaktionen
      Weniger Empörung, mehr Einordnung. GERATI wird den Fokus noch stärker auf Hintergrundanalysen, juristische Bewertungen und ideologische Zusammenhänge legen.

    • Ausbau der Wissensbasis
      Der Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrecht soll weiter systematisch aufgearbeitet werden – verständlich, belegbar und dauerhaft zitierfähig.

    • Dokumentation statt Aktivismus
      Wir setzen weiterhin auf Dokumentation, Archivierung und kritische Beobachtung. Nicht um zu diffamieren, sondern um nachvollziehbar zu machen, wie Narrative entstehen und wirken.

    • Stärkung der Debattenkultur
      2026 soll auch ein Jahr sein, in dem wir verstärkt zur sachlichen Diskussion einladen – jenseits von Shitstorms, Lagerdenken und moralischer Selbstüberhöhung.

    • Langfristige Projekte
      Mehrere größere Veröffentlichungen und Serien befinden sich in Vorbereitung. Sie zielen bewusst nicht auf kurzfristige Tagesaufmerksamkeit, sondern auf nachhaltige, langfristig nutzbare Aufklärung.

    Zum Jahreswechsel

    Der Jahreswechsel ist kein Reset-Knopf. Probleme verschwinden nicht mit dem Kalenderblatt. Aber er ist eine Zäsur – ein Moment, innezuhalten und den eigenen Kurs zu überprüfen.

    GERATI wird auch 2026 unbequem bleiben. Sachlich, kritisch und konsequent. Nicht aus Provokation, sondern aus Verantwortung gegenüber einem Diskurs, der Fakten, Recht und Vernunft dringend braucht.

    Wir danken allen, die uns begleiten, unterstützen, widersprechen oder kritisch lesen. Gerade diese Vielfalt macht ernsthafte Auseinandersetzung möglich.

    In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2026, Gesundheit, Klarheit – und den Mut, auch im neuen Jahr genau hinzusehen.

    Ihr
    Silvio | GERATI

  • Wenn der Schweineskandal Märkischer Kreis politisch verpufft – wie die Grünen ihren eigenen Tierschutz-Antrag kassierten

    Wenn der Schweineskandal Märkischer Kreis politisch verpufft – wie die Grünen ihren eigenen Tierschutz-Antrag kassierten

    Der sogenannte „Schweineskandal“ im Märkischen Kreis hätte ein Wendepunkt sein können. Nicht nur für den betroffenen Schweinezuchtbetrieb in Halver-Hohenplanken, sondern vor allem für die politische Glaubwürdigkeit jener Parteien, die sich selbst gern als moralische Instanz im Tierschutz inszenieren. Herausgekommen ist jedoch etwas anderes: ein stiller Rückzug, flankiert von wohlklingenden Worten – und am Ende politisches Nichtstun.

    Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat ihren eigenen Tierschutz-Antrag zurückgezogen. Nicht, weil sich neue Fakten ergeben hätten. Nicht, weil sich Vorwürfe in Luft aufgelöst hätten. Sondern weil man sich darauf verständigt hat, das Thema irgendwann später noch einmal „zu besprechen“. Ein Vorgehen, das symptomatisch ist für einen strukturellen Fehler in der aktuellen Tierschutzdebatte.

    Viel Moral, wenig Substanz

    Der ursprüngliche Antrag der Grünen war politisch aufgeladen, sprach von strukturellem Versagen und suggerierte implizit, dass Behörden und Kontrollen nicht ausreichend gehandelt hätten. Genau hier liegt das Problem: Wer schwere Vorwürfe erhebt, muss sie belegen. Und wer Verwaltung und Veterinäramt indirekt infrage stellt, muss mehr liefern als Empörung und Schlagworte.

    Doch genau das blieb aus. Die zuständige Fachverwaltung machte deutlich, dass nach geltendem Recht gehandelt wurde. Keine Rechtsverstöße, keine Pflichtverletzungen, kein politischer Hebel auf Kreisebene. Die nüchterne Realität des Verwaltungsrechts kollidierte frontal mit der moralischen Dramaturgie des Antrags.

    Das Ergebnis: Der Antrag war fachlich nicht haltbar.

    Rückzug statt Verantwortung

    Anstatt diese Realität offen einzugestehen, wählten die Grünen den politischen Rückzug durch die Hintertür. Man zog den Antrag zurück, betonte aber zugleich, „Nichtstun sei keine Option“. Eine bemerkenswerte Formulierung – denn faktisch ist genau das passiert: nichts.

    Der Kompromiss, das Thema im März 2026 erneut auf die Tagesordnung zu setzen, ist kein politischer Erfolg, sondern eine Verschiebung. Ein Aufschub ohne Garantie, ohne verbindliche Zielsetzung und ohne Konsequenzen. Wer das als verantwortungsvolle Tierschutzpolitik verkauft, betreibt politische Kosmetik.

    Tierschutz ist kein Wunschkonzert

    Der Fall zeigt exemplarisch ein Grundproblem moderner Tierschutzdebatten: den ständigen Versuch, über politische Anträge strukturelle Defizite zu behaupten, ohne die rechtlichen Rahmenbedingungen ernsthaft zu berücksichtigen. Tierschutz findet nicht im Gefühl statt, sondern im Gesetz. Und solange das Tierschutzgesetz bestimmte Haltungsformen erlaubt, können Kreisverwaltungen diese nicht „wegabstimmen“.

    Hier wird eine Grenze deutlich, die von tierrechtlich geprägten Akteuren regelmäßig ignoriert wird:
    Politische Empörung ersetzt keine Rechtsgrundlage.

    Symbolpolitik statt Systemarbeit

    Besonders auffällig ist, dass der Antrag der Grünen selbst von anderen Oppositionsparteien als untauglich bewertet wurde. CDU, FDP und Linke kamen – aus unterschiedlichen Gründen – zum gleichen Ergebnis: Der Kreistag hat keine rechtliche Handhabe. Wenn selbst politische Mitbewerber den Antrag für wirkungslos halten, stellt sich die Frage nach seiner ursprünglichen Motivation.

    War es echte Sorge um den Tierschutz – oder politisches Framing im Windschatten medialer Empörung?

    GERATI stellt diese Frage bewusst. Denn Tierschutz wird beschädigt, wenn er als moralische Keule eingesetzt wird, ohne rechtlich belastbar zu sein. Wer ständig maximale Vorwürfe erhebt und dann zurückrudert, stärkt nicht den Tierschutz – sondern untergräbt seine Glaubwürdigkeit.

    Fazit: Der eigentliche Schweineskandal Märkischer Kreis politisch ist

    Der Rückzug des Antrags ist kein Zeichen von Einsicht, sondern ein Beleg für politische Konzeptlosigkeit. Statt ehrlich zu sagen, dass der Antrag rechtlich nicht tragfähig war, wird die Verantwortung vertagt. Das ist bequem – aber es löst kein einziges Problem.

    Echter Tierschutz bedeutet:

    • saubere Fakten,
    • klare Zuständigkeiten,
    • realistische Forderungen,
    • und vor allem Respekt vor geltendem Recht.

    Alles andere ist Aktivismus im parlamentarischen Gewand. Und genau das braucht der Tierschutz in Deutschland am allerwenigsten.


    Quellen:

  • Robert Marc Lehmann Tierschutzkonferenz 2025 – doch PETA, GAP und Colin Goldner fehlen

    Robert Marc Lehmann Tierschutzkonferenz 2025 – doch PETA, GAP und Colin Goldner fehlen

    Wenn alte Weggefährten plötzlich auf der Gästeliste fehlen

    Robert Marc Lehmann, selbsternannter Weltenretter und Medienliebling des Tierschutzes, hat zur wohl größten Natur- und Tierschutzkonferenz des Jahres geladen. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Meer aus Kameras, ein Hauch Hollywood – die „Avengers“ des Tier- und Naturschutzes sollten vereint sein. Nur: Die wirklich großen Namen fehlten. Kein PETA, kein Great Ape Project, kein Colin Goldner. Eine Einladung? Offenbar Fehlanzeige. Und das, obwohl Lehmann einst das Vorwort zu Colin Goldners Buch „Tiergefängnis Zoo“ schrieb – einem Werk, das heute wohl niemand außerhalb der Szene freiwillig auf dem Nachttisch liegen hat. Das Buch floppte, die Freundschaft scheint verdunstet, und die Einladung blieb wohl irgendwo zwischen Pathos und PR auf der Strecke.

    Vom Vorwort zur Funkstille

    Die Geschichte hat einen gewissen Unterhaltungswert: Da schreibt Robert Marc Lehmann, damals noch frisch im Influencer-Olymp, das Vorwort für Colin Goldners Buch – eine Abrechnung mit den Zoos, mit Zucht, Käfigen, Beton und Menschenaffen in Gefangenschaft. Beide galten als Brüder im Geiste, Seite an Seite gegen das System, gegen die Tierausbeutung, gegen alles, was nach Zoo roch. Doch Jahre später, bei der großen Tierschutzkonferenz, die all jene vereinen sollte, die sich für Tiere starkmachen, sucht man Goldner und das Great Ape Project vergeblich. Auch PETA, der Dauerbrenner unter den Skandalproduzenten, glänzte mit Abwesenheit. Kein Logo, kein Statement, kein Lebenszeichen.

    Nun mag man sagen, das könne Zufall sein – doch wer Robert Marc Lehmanns mediale Strategie kennt, weiß, dass bei ihm nichts dem Zufall überlassen wird. Die Bühne war poliert, die Kameras liefen, die Gäste ausgewählt. Aber offenbar nur jene, die das gewünschte Bild bedienen: Helden des Alltags, gefühlt unpolitisch, professionell, handzahm. Für die schrillen Töne, die PETA liefert, oder für die scharfen Kanten eines Colin Goldner war kein Platz vorgesehen. Zu unbequem, zu anstrengend, zu viel Staub für die heilige Mission.

    Die größte Robert Marc Lehmann Tierschutzkonferenz – oder doch nur die lauteste?

    Robert Marc Lehmann inszenierte das Ganze als Startschuss einer neuen Ära. Der Tierschutz, so die Botschaft, müsse moderner, vernetzter, professioneller werden. Und wer, wenn nicht er, könnte diesen Wandel verkörpern? Der Biologe mit Kamera, der Influencer mit Taucherbrille, der Mann mit Mission. Das Konzept: Panels, Gruppenarbeit, Networking. Alles wirkt durchgeplant, glatt, fast klinisch sauber – wie ein Corporate Event für den moralischen Mittelstand.

    Doch der Schatten, den die Abwesenden werfen, ist groß. Wenn PETA, GAP und Goldner fehlen, fehlt nicht nur Prominenz, sondern auch Konfliktpotenzial. Man kann die drei mögen oder hassen, aber sie bringen Reibung. Und Reibung erzeugt bekanntlich Energie. Ohne sie blieb das Treffen eher ein Gruppenkuscheln der Gleichgesinnten, bei dem man sich gegenseitig versichert, auf der richtigen Seite zu stehen.

    Was wurde eigentlich aus Colin Goldner und dem Great Ape Project?

    Colin Goldner, einst lautester Kritiker der Zoo-Industrie, ist mit seinem Great Ape Project längst zum philosophischen Denkmal verstaubt. Die Idee, Menschenaffen rechtlich auf eine Stufe mit Menschen zu stellen, war nie mehr als eine theoretische Fingerübung für die akademische Blase. In der Praxis blieb vom Pathos der Primatenrechte wenig übrig – und in den Medien kaum etwas zu hören. Vielleicht liegt genau darin der Grund für das Schweigen zwischen ihm und Lehmann: Wo der eine auf YouTube Klicks generiert, wartet der andere auf juristische Revolutionen, die nie eintreten. Zwei Welten, die einst zusammenfanden, nun aber nicht einmal mehr dieselbe Sprache sprechen.

    Das Great Ape Project hätte auf dieser Konferenz als moralisches Feigenblatt getaugt, als intellektueller Farbtupfer in einer Welt aus Selfies und Social-Media-Kampagnen. Stattdessen schwieg man. Kein Wort von GAP, keine Erwähnung, kein Vertreter. Und von Robert Marc Lehmann – ebenfalls nichts. Kein Gruß, kein Statement, keine Klarstellung. In der Szene nennt man so etwas eine „strategische Trennung“. Außenpolitisch freundlich, innerlich endgültig.

    PETA – die Organisation, die lieber beleidigt als eingeladen wird

    Auch PETA wurde nicht gesehen. Keine Rednerin, kein Banner, kein Hashtag. Dabei versteht sich PETA gern als Speerspitze des globalen Tierrechtskampfes, als moralischer Leuchtturm in einer Welt voller Tierleid – oder zumindest als Blitzableiter für jede Empörung, die Klicks bringt. Dass sie bei einer Konferenz dieser Größenordnung nicht einmal auf der Gästeliste standen, ist bezeichnend. Entweder wollte Lehmann bewusst Distanz zu den Radikalen, oder PETA hatte schlicht keine Lust, in einem Raum voller Konkurrenz zu sitzen, die sich gegenseitig auf die Schulter klopft.

    Dabei wäre eine PETA-Teilnahme durchaus spannend gewesen: Das ewige Duell zwischen moralischem Absolutismus und PR-gesteuerter Symbolpolitik. Zwischen nackten Aktivistinnen in Fleischschalen und dem Wissenschaftler mit Tauchlizenz. Zwischen dem Spektakel und der Substanz. Vielleicht war genau das der Grund: Zu viel Sprengstoff für eine Konferenz, die lieber gefällig als gefährlich sein wollte.

    Der neue Stil des Aktivismus: gefiltert, geliked, gefällig

    Es ist bezeichnend für den Zustand der Bewegung, dass man heute lieber auf Kameras als auf Kontroversen setzt. Der moderne Aktivismus trägt Markenlogo, spricht in Story-Formaten und arbeitet mit Drehplan. Das ist professionell, ja – aber auch steril. Früher rief man „Freiheit für alle Tiere!“, heute heißt es: „Lasst uns vernetzen.“ Zwischen diesen beiden Sätzen liegt die ganze Tragik des modernen Tierschutzes.

    Robert Marc Lehmann steht sinnbildlich für diesen Wandel. Er ist kein Ideologe, kein Dogmatiker, sondern ein Image-Profi. Das macht ihn für Sponsoren attraktiv und für Radikale langweilig. PETA und GAP passen da nicht ins Bild – sie polarisieren zu stark, sie riskieren zu viel. Und wo Risiko ist, da droht Kontrollverlust. Den kann man auf YouTube schlecht monetarisieren.

    Fazit: Eine große Show mit auffälligen Lücken

    Die Natur- und Tierschutzkonferenz war zweifellos professionell organisiert und inhaltlich solide. Sie zeigte, dass Vernetzung wichtig ist und dass viele kleine Initiativen Großes leisten können. Aber sie zeigte auch, was fehlt: der Mut zur Reibung, zur echten Debatte, zur Konfrontation. Ohne PETA, GAP und Goldner bleibt die Bühne harmonisch – und harmlos.

    Dass Lehmann ausgerechnet seine alten Weggefährten außen vor ließ, sagt viel über die Richtung aus, in die sich der Aktivismus bewegt. Weg von unbequemen Wahrheiten, hin zu gefälliger Konsenskultur. Weg von Philosophie und Ethik, hin zu Public Relations und Reichweite. Vielleicht ist das die Zukunft – aber sicher nicht die Revolution.

    Robert Marc Lehmann wollte die Szene einen. Am Ende hat er sie eher gespalten: in jene, die dazugehören dürfen, und jene, über die man lieber nicht mehr spricht. Und irgendwo zwischen Vorwort und Vergessen sitzt Colin Goldner und schreibt vermutlich an der nächsten Fußnote zur großen Idee, während PETA schon die nächste Fleischskandal-Pressemitteilung plant. Nur Robert Marc Lehmann hat jetzt das perfekte Konferenzfoto – und das ist in dieser Szene bekanntlich alles, was zählt.

    Video Robert Marc Lehmann: https://youtu.be/AtfXXhe5kVE?si=pV3Uva_wZy8MpzQg

  • PETA blockiert die Pressefreiheit – Warum ich jetzt klage

    PETA blockiert die Pressefreiheit – Warum ich jetzt klage

    Nach Jahren juristischer Auseinandersetzungen zwischen PETA und GERATI stehe ich erneut vor einem wichtigen Schritt: Ich habe selbst Klage gegen PETA eingereicht. Der Anlass ist eine gezielte digitale Sperrung meiner journalistischen Arbeit – ein Versuch, kritische Berichterstattung zu unterbinden. In diesem Artikel erkläre ich, wie es zu dieser Entscheidung kam, welche Hintergründe die Klage hat und warum dieser Schritt nicht nur persönlich, sondern ein Einsatz für die Pressefreiheit ist.

    Der lange Konflikt zwischen PETA und GERATI

    Wer mich kennt, weiß, dass PETA und GERATI seit vielen Jahren auf juristischer Ebene im Streit liegen. Es handelt sich um eine Auseinandersetzung, die weit über Meinungsverschiedenheiten hinausgeht. PETA versuchte in der Vergangenheit mehrfach, mich durch sogenannte SLAPP-Klagen (Strategic Lawsuits Against Public Participation) mundtot zu machen. Solche Verfahren zielen weniger auf Gerechtigkeit ab als darauf, Kritiker einzuschüchtern und finanziell zu zermürben.

    Doch diese Zeiten sind vorbei. Ich habe gelernt, juristische Einschüchterungsversuche zu überstehen – und offenbar hat auch PETA eingesehen, dass GERATI sich durch Druck nicht zum Schweigen bringen lässt. Ich hoffte, dass damit endlich journalistische Normalität einkehren würde. Doch stattdessen fand PETA neue Wege, um meine Arbeit gezielt zu behindern.

    GEO-Blocking: Digitale Zensur statt Transparenz

    Um die technische Sperre nachzuweisen, führte ich mehrere Tests durch. Bei Zugriffen über indonesische IP-Adressen erhielt ich Fehlermeldungen wie „Access Denied“ oder „Geo Restricted“. Über eine deutsche VPN-Verbindung war die Seite hingegen problemlos erreichbar. Auch andere Nutzer in Indonesien bestätigten diese Einschränkungen, während Zugriffe aus Europa und Nordamerika uneingeschränkt möglich waren. Diese Beobachtungen belegen deutlich, dass PETA gezielt die Region Indonesien blockiert.

    Als Journalist in Indonesien betrifft mich diese Sperre unmittelbar. PETA veröffentlicht regelmäßig Pressemitteilungen – Inhalte, die ausdrücklich für Medien und die Öffentlichkeit bestimmt sind. Dass ich als Journalist keinen Zugriff darauf habe, stellt einen massiven Eingriff in meine berufliche Tätigkeit dar. Zwar kann ich mithilfe eines VPN die Sperre umgehen, doch das ist mit Aufwand und Kosten verbunden. Vor allem aber geht es ums Prinzip: Eine Organisation, die Transparenz predigt, sollte nicht diejenigen aussperren, die kritisch nachfragen.

    Eine höfliche Anfrage – und das große Schweigen

    Ich versuchte zunächst, den Dialog zu suchen. In einer sachlichen E-Mail schilderte ich PETA die Situation und fragte, ob mir ein virtuelles Hausverbot erteilt worden sei. Gleichzeitig bot ich an, meine statische IP-Adresse freizuschalten, falls Sicherheitsgründe die Ursache seien – eine faire Lösung, die niemandem schadet.

    Doch PETA schwieg. Keine Eingangsbestätigung, keine Antwort. Nachdem ich keine Reaktion erhielt, mahnte ich PETA formell ab und forderte eine Entschädigung in Höhe von 500 Euro für die durch das GEO-Blocking entstandenen Mehraufwände. Diese Abmahnung übermittelte ich sowohl per Fax als auch per E-Mail. Beide Sendungen wurden bestätigt – doch wieder blieb jede Reaktion aus. Dieses beharrliche Schweigen spricht Bände: Wenn es um Verantwortung geht, zieht PETA es vor, zu schweigen statt zu handeln.

    Die nächste Klage – drei Jahre später

    Anfang März 2025 erhielt ich über die deutsche Botschaft in Jakarta überraschend eine Klageschrift von PETA, die bereits 2022 eingereicht worden war. Drei Jahre lag sie unbeachtet im System, bevor sie mir endlich zugestellt wurde. Ich reagierte umgehend, informierte das Landgericht Berlin über den Eingang und bat um die Formulare zur Prozesskostenhilfe (PKH). Doch auch hier – keine Antwort. Weder Fax noch Schreiben.

    Nach inzwischen acht PETA-Klagen, die alle teils absurde Argumentationen enthielten und regelmäßig scheiterten, scheint die Geduld der Justiz erschöpft. Und ehrlich gesagt – meine ebenfalls. Dennoch bleibt es bezeichnend, dass PETA immer wieder versucht, Kritik juristisch zu bekämpfen, anstatt sich ihr zu stellen.

    Vom Mahnbescheid zur Klage

    Ein Mahnbescheid ist ein gerichtliches Mittel, um eine Forderung schnell und kostengünstig geltend zu machen. Er informiert die Gegenseite über den Anspruch und bietet ihr die Möglichkeit, zu zahlen oder Widerspruch einzulegen. Üblicherweise nutzen Unternehmen oder Privatpersonen dieses Verfahren bei offenen Rechnungen – gegen eine große Organisation wie PETA ist es daher ein ungewöhnlicher Schritt.

    Nachdem die Frist meiner Abmahnung ergebnislos verstrichen war, beantragte ich beim Amtsgericht Berlin/Potsdam einen Mahnbescheid. Der Vorgang zog sich über Wochen, da ich die Formalitäten aus Indonesien erledigen musste. Schließlich wurde der Antrag bestätigt, und ich konnte die Gebühren begleichen. Interessanterweise wurde der Bescheid bereits vor Zahlungseingang an PETA verschickt – offenbar wollte das Gericht die Sache beschleunigen.

    Wie erwartet, legte PETA Widerspruch ein. Damit wird das Verfahren in ein reguläres Gerichtsverfahren überführt. Dieses Mal aber steht die Rollenverteilung fest: GERATI ./. PETA. Ich verklage PETA auf Zahlung der geforderten Summe und auf Aufhebung aller virtuellen Sperren, die meine journalistische Arbeit behindern.

    Es geht um mehr als Geld

    Hier geht es nicht um 500 Euro – es geht um das Prinzip. Pressefreiheit darf nicht von IP-Adressen abhängen. Wenn eine Organisation wie PETA gezielt kritische Berichterstattung erschwert, ist das ein Angriff auf die Informationsfreiheit. Journalistische Arbeit lebt vom Zugang zu Quellen, und dieser darf nicht willkürlich verweigert werden.

    Ich habe in den letzten Jahren immer wieder auf Missstände in PETAs Strukturen hingewiesen: auf fehlende Transparenz, Widersprüche in Kampagnen und auf die Diskrepanz zwischen Ideal und Realität. Dass man mich nun digital aussperren will, passt ins Bild – Kritik ist offenbar unerwünscht.

    Wie es weitergeht

    Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Auf GERATI.de werde ich regelmäßig über den aktuellen Stand berichten. Diese Auseinandersetzung betrifft nicht nur mich, sondern ein Grundprinzip unserer Gesellschaft: Darf eine NGO, die sich der Wahrheit verschrieben hat, gezielt Journalisten ausschließen, die kritisch berichten?

    Wenn wir zulassen, dass Organisationen wie PETA technisch kontrollieren, wer ihre Inhalte lesen darf, dann verabschieden wir uns von einem zentralen Wert der Demokratie – der freien und unabhängigen Presse.

    Unterstützung für unabhängigen Journalismus

    Rechtliche Auseinandersetzungen, internationale Zustellungen und technische Umgehungen kosten Zeit und Geld. Wer meine Arbeit unterstützen möchte, hilft damit, unabhängigen Journalismus zu schützen und den freien Zugang zu Informationen zu verteidigen.

    Unterstützung via PayPal:

    Fazit: Pressefreiheit im digitalen Zeitalter

    Die Auseinandersetzung mit PETA ist mehr als ein weiterer Rechtsstreit. Sie steht exemplarisch für den Konflikt zwischen mächtigen Organisationen und der Freiheit unabhängiger Berichterstattung. In einer Zeit, in der Informationen zunehmend digital kontrolliert werden, ist es wichtiger denn je, dass Journalisten sich nicht einschüchtern lassen – weder durch Klagen noch durch technische Barrieren.

    PETA zeigt mit ihrem Verhalten erneut, dass sie Kritik nicht erträgt. Statt auf Dialog und Transparenz setzt man auf Schweigen, Blockieren und juristische Winkelzüge. Doch wer glaubt, mich so zum Schweigen zu bringen, irrt gewaltig. Ich lasse mich weder durch Drohungen noch durch digitale Mauern aufhalten. Wahrheit findet ihren Weg – auch durch ein GEO-Blocking hindurch.

    Transparenz: Verfahrenskosten

    38,00 € – Erlass des Mahnbescheids
    82,00 € – Restbetrag Prozessgebühr
    120,00 € – Gesamtkosten

  • Robert Marc Lehmann: Der selbsternannte Zensur-Jäger im Quarkbällchen-Dilemma

    Robert Marc Lehmann: Der selbsternannte Zensur-Jäger im Quarkbällchen-Dilemma

    Inhalt des Artikels



    In der faszinierenden Welt der Tierrechtsdebatten und Social-Media-Skandale ist Robert Marc Lehmann ein Name, der immer wieder ins Rampenlicht tritt. Doch dieses Mal hat sich der selbsternannte Tierschutzheld mit einer Reihe inszenierter Skandale selbst übertroffen. Vom skandalisierten Verzehr von Quarkbällchen – nicht etwa auf einem veganen Festival, sondern schlicht unter den neugierigen Blicken seiner eigenen Community – bis hin zur angeblichen Zensur durch die Stadthalle Wuppertal. Der süße Teig war offenbar zu viel für die moralisch entrückte Filterblase seiner Anhänger und löste einen regelrechten Empörungssturm in der veganen Bubble aus. Es scheint, als sei Lehmanns eigentliche Mission nicht der Tierschutz, sondern die unersättliche Suche nach Aufmerksamkeit – gern auch auf Kosten der Glaubwürdigkeit.

    Der Quarkbällchen-Skandal: Ein Sturm im Wasserglas

    Beginnen wir mit dem ersten Akt unseres Dramas: dem skandalösen Verzehr von Quarkbällchen – nicht etwa auf einem veganen Festival, sondern unter den wachsamen Augen seiner eigenen Community. Man könnte meinen, Lehmann habe ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, so heftig war der empörte Aufschrei aus der veganen Filterblase. Doch bei näherem Hinsehen entpuppt sich die Aufregung als ebenso substanzlos wie eine leere Kalorienbombe.

    Lehmann, der sich gerne als moralische Instanz inszeniert, hatte offenbar kein Problem damit, seine vegane Anhängerschaft mit einem Snack zu provozieren, der alles andere als tierleidfrei ist. Ob es sich dabei um eine gezielte Provokation oder schlichtweg einen schwachen Moment handelte, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Lehmann wusste, wie man sich mit minimalem Aufwand maximale mediale Aufmerksamkeit sichert – und das ganz ohne Recherche oder Rückgrat.

    Die Stadthalle Wuppertal: Zensur oder berechtigte Kritik?

    Der zweite Akt in Lehmanns theatralischer Inszenierung behandelt die angebliche Zensur durch die Stadthalle Wuppertal. Hier wurde Lehmann nahegelegt, auf einer Jugendveranstaltung auf seine provokativen Anti-Zoo-Inhalte und Hass-Merchandise zu verzichten. Doch anstatt dies als Chance zum Dialog zu nutzen, entschied er sich für die Rolle des zensierten Märtyrers.

    Lehmanns Unwillen, auf seine radikale Rhetorik zu verzichten, führte zur Absage seines Vortrags – eine Entscheidung, die aus Sicht der Stadthalle völlig gerechtfertigt war. Schließlich ging es darum, eine sachliche und jugendgerechte Veranstaltung zu gewährleisten, ohne die Zuhörer mit einseitiger Polemik zu konfrontieren. Doch für Lehmann war dies ein gefundenes Fressen, um sich als Opfer einer vermeintlichen Zensurkampagne zu inszenieren.

    Die „Demonstration“ in Wuppertal: Ein Fantreffen ohne Substanz

    Als Krönung seiner Empörung organisierte Lehmann eine „Demonstration“ gegen die angebliche Zensur. Doch was als Protest gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit angekündigt wurde, entpuppte sich als inhaltsleeres Fantreffen in Wuppertal. Anstatt sich ernsthaft mit dem Thema Zensur auseinanderzusetzen, dominierten Parolen wie „Zoos sind scheiße“ und „FCK Zoo“.

    Die Teilnehmerzahl von 200 bis 500 Personen mag auf den ersten Blick beeindruckend wirken, doch fehlte es der Veranstaltung an jeglicher Substanz. Es ging weniger um einen ernsthaften Diskurs als vielmehr um die Bestätigung der eigenen Ansichten. Lehmanns Demonstration war letztlich nicht mehr als ein Spiegelbild seiner eigenen Strategie: laut sein, ohne wirklich etwas zu sagen.

    Lehmanns Umgang mit Kritik: Die Kunst der selektiven Wahrnehmung

    Interessant wird es, wenn man Robert Marc Lehmanns Umgang mit Kritik betrachtet. Während er öffentlich lautstark Zensur durch die Stadthalle Wuppertal beklagt, betreibt er selbst eine bemerkenswert konsequente Form der Ausgrenzung gegenüber Kritikern – besonders dann, wenn diese berechtigte Fragen stellen. Ein Paradebeispiel: Die Berichterstattung von GERATI auf YouTube, in der dokumentiert wurde, wie Lehmann auf Bali einen Aquarienfischhändler animierte, Fische aus dem Wasser zu nehmen und sie – mit den Worten „Wow“ und „Beautiful“ bejubelt – vor der Kamera zu präsentieren. Ein Verhalten, das eindeutig gegen seine eigene angebliche Tierethik verstößt und durchaus als Tierquälerei gewertet werden kann.

    Die Reaktion? Keine Stellungnahme, keine Diskussion – stattdessen die sofortige Blockierung des GERATI-Instagram-Kanals sowie sämtlicher 

    Accounts, die zufällig denselben Nachnamen wie der Autor tragen. Selbst Nutzer, die nie mit Lehmann interagiert haben, wurden vorsorglich ausgesperrt. Angst? Kontrollzwang? Oder einfach pure Zensur – genau jene Praxis, die er der Stadthalle in Wuppertal vorwirft?

    Diese Art der selektiven Wahrnehmung ist mehr als nur ironisch – sie entlarvt eine tief verankerte Doppelmoral. Lehmann fordert Meinungsfreiheit nur dann, wenn sie seiner eigenen Agenda dient. Kritik an seiner Person duldet er nicht – sie wird gelöscht, geblockt oder schlicht ignoriert. Wer widerspricht, fliegt raus.

    ➤ Ein klassischer Fall von Doppelmoral: Robert Marc Lehmann wirft anderen Zensur vor, doch wenn es ihm unangenehm wird, zensiert er selbst – konsequent, radikal und ohne Dialogbereitschaft. Pressefreiheit? Nur solange sie ihn nicht betrifft.



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    Robert Marc Lehmann von Mission Erde entlarvt: Zierfischhandel in Indonesien (Teil 1) – Die Fakten


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    Robert Marc Lehmann von Mission Erde entlarvt: Zierfischhandel in Indonesien (Teil 1) – Die Fakten

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    Tierschutz oder Tierquälerei? Enthüllungen über Robert Marc Lehmann! (Teil #2)

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    Robert Marc Lehmann – Lüge oder Wahrheit? | #GERATI

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    Robert Marc Lehmann fühlt sich nicht radikal genug


    Screenshot Instagram Robert Marc Lehmann abgerufen am 12.06.2025 - https://www.instagram.com/p/DI1ti0CNfRk
    Screenshot Instagram Robert Marc Lehmann abgerufen am 12.06.2025 – https://www.instagram.com/p/DI1ti0CNfRk

    Wie Robert Marc Lehmann mit Kritik umzugehen empfiehlt, zeigt er auf seinem eigenen Instagram-Kanal. Dort posiert er – wenig subtil – mit einem Messer in der Hand und schreibt dazu:

    Für die radikalen Veganer bin ich nicht vegan genug und für die Nicht-Veganer viel zu vegan.

    Robert Marc Lehmann

    Eine grenzwertige Botschaft, wenn man bedenkt, dass Messergewalt in Deutschland 2025 auf einem alarmierenden Niveau ist – gerade unter Jugendlichen. Doch statt ein Vorbild zu sein und aufzuzeigen, wie man mit Kritik, Hetze und Mobbing verantwortungsvoll umgeht, inszeniert sich Lehmann bewaffnet – und sendet damit ein gefährliches Signal, insbesondere an seine jüngere, beeinflussbare Zielgruppe.

    Was bleibt hängen? Kritik begegnet man offenbar mit Klinge – zumindest sinnbildlich. Doch was, wenn einige das nicht als Symbolik, sondern als Einladung zum Handeln verstehen? Ist das noch Selbstinszenierung – oder bereits grob fahrlässiges Verhalten eines Social-Media-Vorbilds?

    🗡️ Messergewalt in Deutschland 2025 – Ein Halbjahresüberblick

    Tragische Einzelfälle verdeutlichen das Ausmaß der Gewalt mit Stichwaffen:

    • 22. Januar 2025, Aschaffenburg: Ein afghanischer Asylbewerber tötet im Schöntal-Park zwei Menschen, darunter ein Kleinkind. Drei weitere werden schwer verletzt.
    • 18. Mai 2025, Bielefeld: Ein Syrer mit mutmaßlich islamistischem Hintergrund greift fünf Menschen mit Messer und Stichstock an – zwei in Lebensgefahr.
    • 23. Mai 2025, Hamburg Hauptbahnhof: Eine 39-jährige Deutsche sticht auf 15 Personen ein. Vier schweben zeitweise in Lebensgefahr.

    Bislang erfasste Folgen (erste Jahreshälfte 2025):

    • Tote: mindestens 2
    • Verletzte: mindestens 24 (darunter mehrere Schwerverletzte)

    🔍 Statistischer Kontext

    • 15.741 Messerangriffe wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik im Jahr 2024 dokumentiert.
    • 29.014 Gewalttaten mit Messern – das entspricht fast 80 Taten pro Tag.
    • 8.951 schwere Messerattacken wurden 2023 separat als gefährliche Körperverletzung erfasst.
    • Für 2025 fehlen noch offizielle Halbjahreszahlen, doch die dokumentierten Vorfälle deuten auf eine weitere Eskalation hin.

    📌 Einordnung

    1. Die Einzelfälle häufen sich: Immer häufiger kommt es zu massiven Gewalttaten mit mehreren Opfern.
    2. Der Trend zeigt nach oben: 2024 verzeichnete einen weiteren Anstieg schwerer Messerangriffe.
    3. Die Dunkelziffer bleibt hoch: Viele kleinere Taten schaffen es nicht in die Öffentlichkeit oder werden statistisch nur als „allgemeine Gewalt“ erfasst.
    4. Gesellschaftlicher Handlungsbedarf: Die Diskussion über Ursachen – von psychischen Erkrankungen bis zu Integrationsdefiziten – wird lauter.
    Was bleibt hängen beim Betrachten des Messerbildes von Robert Marc Lehmann

    Während die Zahl der Messerattacken in Deutschland weiter steigt und die Öffentlichkeit um Lösungen ringt, sendet Robert Marc Lehmann über soziale Medien ein fragwürdiges Signal: Sich mit Kritik auseinanderzusetzen – gerne, aber bitte mit Klinge in der Hand. Ein problematisches Bild in einer Zeit, in der Prävention, Vorbilder und Verantwortungsbewusstsein gefragter denn je wären.

    Fazit: Ein Held ohne Glaubwürdigkeit im Kontext von Zensur und Artenschutz

    Robert Marc Lehmann hat sich mit seinen inszenierten Skandalen und seiner Doppelmoral selbst als seriöser Bildungsakteur disqualifiziert. Anstatt seine Plattform für konstruktive Debatten über Artenschutz zu nutzen, zieht er es vor, in einer Blase der Selbstgefälligkeit zu verharren. Seine zukünftigen Vorträge werden sich wohl auf seine eigene Social-Media-Bubble beschränken, wo er ungestört seine einseitige Agenda verbreiten kann.

    Während Lehmann sich als Opfer von Zensur stilisiert, offenbart sein Verhalten die eigentliche Motivlage: Aufmerksamkeit um jeden Preis. Die Stadthalle Wuppertal hat mit ihrer Entscheidung, seinen Vortrag abzusagen, richtig gehandelt. Sie hat sich für eine sachliche und respektvolle Auseinandersetzung entschieden, während Lehmanns Polemik nur ein weiteres Kapitel in seinem Märchen von Missverständnissen und vermeintlicher Unterdrückung darstellt. In der Welt der Tierrechtsdebatten bleibt er ein umstrittener Held – aber ein Held ohne Glaubwürdigkeit, dessen Engagement für den Artenschutz durch seine Methoden immer wieder infrage gestellt wird.

    Quellen:

  • Wenn das Great Ape Project plötzlich empfindlich wird – und warum das für GERATI im Jahr 2025 großartig ist

    Wenn das Great Ape Project plötzlich empfindlich wird – und warum das für GERATI im Jahr 2025 großartig ist

    Interessiert sich wirklich niemand für GERATI?

    Es ist schon bemerkenswert: Niemand interessiert sich angeblich für GERATI, niemand liest diesen „Hass-, Hetz- und Lügenblog“, und doch widmet das Great Ape Project (GAP) dem „Antitierrechtsdauerhetzer“ S. Harnos erneut einen eigenen Facebook-Post – samt Kommentar, Bild, Link und jeder Menge Empörung. Ein erstaunlicher Aufwand für etwas, das angeblich keinerlei Relevanz besitzt. Oder handelt es sich etwa um unbeabsichtigte Werbung für GERATI? Vielen Dank dafür, Steffi!

    Dass ausgerechnet die selbsternannten Tierschutz-Moralapostel gleich mehrere Beiträge samt investigativer Kommentar-Recherche und Screenshot-Orgie veröffentlichen, zeigt vor allem eins: GERATI trifft offenbar einen Nerv. Und das ganz ohne gekaufte Likes, Werbeanzeigen oder schreiende Clickbait-Bildchen mit traurigen Affenaugen.

    Mehr noch: Wenn eine Organisation, die sich angeblich für die Rechte von Menschenaffen einsetzt, ihre Energie auf Facebook-Tiraden über einen Journalisten in Indonesien verwendet, dann wirft das Fragen auf. Haben die Schimpansen gerade Urlaub? Ist die Menschenaffenrettung abgeschlossen? Oder ist Kritik an der eigenen Arbeit inzwischen das eigentliche Einsatzfeld? Offenbar ist bei GAP nicht der Einsatz für Tiere, sondern gegen freie Meinungsäußerung das neue Tagesgeschäft.

    Vom Opfer zum Täter: Die flexible Doppelmoral

    GAP wirft mir vor, ich hätte ihre Bilder verwendet. Skandalös! Unverzeihlich! Abmahnwürdig! Doch im nächsten Atemzug wird ein Screenshot aus meinem YouTube-Video veröffentlicht – übrigens bereits zweimal wegen Urheberrechtsverletzung erfolgreich bei Facebook entfernt. GAP zeigt damit erneut, wie ernst es ihnen mit dem Urheberrecht ist: nämlich genau dann, wenn es das eigene betrifft. Ansonsten? Augen zu und Screenshot drauf!

    Doch damit nicht genug: Das Bild wurde nicht nur veröffentlicht, sondern auch in ehrverletzender Weise kommentiert. Mein Gesicht wird zum Symbolbild für angebliche Hetze gemacht, mit einer Inbrunst, die fast schon künstlerisch wirkt. Man könnte meinen, ich hätte persönlich einen Gorilla in deren Büro gesetzt – mit Kamera.

    Die Krönung: Die Gegenseite fordert in zwei Unterlassungsklagen, dass ich keine Bilder ihrer Mitglieder verwenden dürfe. Gleichzeitig veröffentlicht sie meine Bilder – in ehrverletzendem Kontext. Wer so mit zweierlei Maß misst, sollte sich vielleicht erst mit dem Begriff „juristische Konsequenz“ vertraut machen. Oder wenigstens mit dem Wort „Peinlichkeit“.

    Wenn sich eine Organisation moralisch über jede Kritik erhebt, gleichzeitig aber selbst grundlegende Prinzipien des Urheberrechts ignoriert, stellt sich die Frage: Was genau ist hier der Maßstab? Vermutlich ein flexibler, selbst gestrickter Maßstab aus Doppelmoral, Eigenlob und einem Schuss Realitätsverweigerung.

    Verzögerungsfinten? Nein – das Gegenteil ist der Fall

    Steffi vom GAP fabuliert von „endlosen Verzögerungsfinten“. Tatsächlich habe ich mehrfach beim Landgericht Landshut nachgefragt und sogar darum gebettelt, mir endlich die Klageschrift zuzustellen. Die Zustellung über die Botschaft in Jakarta dauerte nicht meinetwegen, sondern wegen behördlicher Abläufe so lange. Aber Hauptsache, die Verschwörungstheorie passt ins Weltbild, nicht wahr?

    Vielleicht ist die Realität einfach zu langweilig für GAP. Eine gute Verschwörung klingt schließlich immer aufregender als die schnöde Erklärung, dass Behördenwege – Überraschung – manchmal länger dauern. GAP braucht offenbar Drama. Ohne Drama kein Post, kein Screenshot, kein Shitstorm. Der Algorithmus muss ja gefüttert werden.

    Der eigentliche Verzögerer scheint eher der Anwalt der Gegenseite zu sein, der sich nach meiner Klageerwiderung erstmal sechs Wochen Bedenkzeit einräumte. War er etwa überrascht von der Argumentation? Oder musste er erst prüfen, ob ihn seine Mandanten korrekt informiert hatten? Vielleicht suchte er auch nur die Worte, um zu erklären, dass manche Dinge vor Gericht eben Substanz brauchen – und nicht nur Facebook-Wut.

    Man stelle sich das vor: Ein Anwalt, der womöglich erkennen musste, dass seine Mandanten in ihrer Empörung die eine oder andere Kleinigkeit… nennen wir es: kreativ dargestellt haben könnten. Das passiert, wenn man sich auf soziale Medien verlässt statt auf Fakten. Es wäre nicht das erste Mal, dass Aktivismus und Wahrheit ein eher angespanntes Verhältnis pflegen.

    Meinungsfreiheit? Ein Konzept mit Ausnahmeregelung

    Dass ich über meinen Anwalt auf Klageabweisung plädiere, scheint GAP fast schon als Majestätsbeleidigung zu empfinden. Der Satz „…konnte er über einen in Deutschland zugelassenen Anwalt Klageabweisung beantragen…“ klingt beinahe vorwurfsvoll. Ja, liebe Steffi: Das nennt man Rechtsstaat. Auch „Dauerhetzer“ (eure Worte) haben das Recht, sich vor Gericht zu verteidigen – sogar mit Anwalt! Schockierend, ich weiß.

    Diese Empörung darüber, dass man sich verteidigt, ist bezeichnend für das Demokratieverständnis dieser Empörungsblase. Kritik ist erlaubt, solange sie nur gegen Zoos, Zirkusse, Fleischesser und böse Journalisten gerichtet ist. Sobald man selbst Ziel wird, ist es „Hetze“. Praktisch, wenn man sich seine Opferrolle immer selbst schnitzen kann – aus besonders weichem Holz offenbar.

    Und was ist eigentlich so schlimm daran, dass jemand Klageabweisung beantragt? Wäre es dem GAP lieber, ich würde schweigend zuschauen, wie Falschbehauptungen vor Gericht ungeprüft stehen bleiben? Offenbar schon. Wer Meinungsfreiheit nur dann gut findet, wenn sie zur eigenen Meinung passt, hat den Begriff nicht verstanden.

    Wenn euch das Konzept der Meinungsfreiheit und des rechtlichen Gehörs stört, solltet ihr vielleicht weniger bei Facebook posten und mehr das Grundgesetz lesen. Tipp: Artikel 5 ist besonders spannend – und sogar für Aktivisten verständlich.

    Niemand interessiert sich für GERATI? Die Realität spricht eine andere Sprache

    In bester Ironie schreibt GAP: „Auch wenn es vermutlich wirklich niemanden interessiert…“ – und verfasst dann einen Beitrag über mehrere Absätze, inklusive Kommentar und Kommentar zum Kommentar. Dazu ein Screenshot, der bereits zwei Mal von Facebook wegen Urheberrechtsverstoß entfernt wurde. Und ein Verweis auf die angebliche Vor-Webseite „peta-nein-danke.de“, die ich übrigens nie betrieben habe. Aber wer braucht schon Fakten, wenn man gerade so schön im Wahn ist?

    Man wühlt sich durch meine alten Social-Media-Posts, analysiert Screenshots, durchsucht Archive. Das klingt nicht nach Desinteresse, sondern eher nach digitalem Fanclub mit Stalkerqualitäten. Vielleicht sollte ich ein Merch-Angebot aufmachen: „Offizieller GAP-Beobachter – powered by GERATI“. Limitierte Auflage. Gerne mit T-Shirt.

    Und wenn niemand GERATI liest – warum dann der Aufwand, ellenlange Posts über mich zu schreiben? Warum nicht einfach ignorieren, wenn es doch angeblich so irrelevant ist? Die Antwort liegt auf der Hand: Weil es eben doch nicht irrelevant ist. Weil es unbequem ist. Weil es weh tut.

    Wenn GERATI wirklich so unbedeutend wäre, warum diese wiederholten Versuche der Diskreditierung? Vielleicht, weil hier Dinge geschrieben werden, die wehtun, weil sie wahr sind.

    Kurz gesagt: GAP redet so oft über GERATI, dass man glauben könnte, sie seien unsere größten Fans. Vielleicht sogar Abonnenten. Wer weiß? Danke übrigens für eure konstante Unterstützung.

    Fazit: Gratis-Werbung und digitale Selbstzerstörung

    Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das Great Ape Project liefert ein Paradebeispiel für digitale Selbstzerstörung mit Ansage. Mit jedem Beitrag gegen GERATI beweist GAP, dass es sich nicht um eine sachlich arbeitende Tierschutzorganisation handelt, sondern um eine lautstarke Empörungsblase mit ideologischer Schlagseite.

    Wer Aufmerksamkeit kaufen muss, um Likes zu bekommen, aber gleichzeitig jeden angreift, der kritische Fragen stellt, hat das Prinzip des öffentlichen Diskurses nicht verstanden. Doch bitte, macht weiter so! Jeder GAP-Post ist kostenlose Werbung für GERATI.

    Und auch wenn ihr es nicht glauben wollt: Es gibt Menschen, die denken selbst. Und lesen. Und lachen.

    Am liebsten über euch.

    Silvio Harnos

  • Wenn Affen klagen – Eine sarkastische Replik auf die dramatischen Facebook-Auswürfe des Great Ape Project

    Wenn Affen klagen – Eine sarkastische Replik auf die dramatischen Facebook-Auswürfe des Great Ape Project

    Einleitung: Willkommen im Primaten-Theater

    Am 3. März 2025 wurde es offiziell: Das Great Ape Project (GAP) geht juristisch gegen mich, Silvio Harnos, Betreiber der journalistischen Webseite GERATI.de, vor. In einem dramatisch inszenierten Facebook-Beitrag werde ich als „Antitierrechtsdauerhetzer“ verunglimpft – begleitet von einer absurden Sammlung an Vorwürfen, Halbwahrheiten und juristisch fragwürdigen Interpretationen.

    Zwischen Boulevard, Schmähschrift und unfreiwilliger Satire offenbart der Post weniger juristische Substanz als vielmehr persönliche Abrechnung und ein erstaunlich hohes Maß an Realitätsverzerrung. Grund genug, in aller Ruhe – und mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus – auf dieses Affentheater zu reagieren.


    Screenshot Facebook Great Ape Project Gesichtet: 04.04.2025
    Screenshot Facebook Great Ape Project Gesichtet: 04.04.2025

    Klagewut oder Schmierentheater des GAP

    Es ist schon fast putzig, wenn das Great Ape Project (GAP) stolz behauptet, man habe unzählige Kritiker verklagt. Immer wieder tauchen Namen wie Klaus Mierswa, Volker Zielke, Philipp Kroiß und natürlich meine Wenigkeit – Silvio Harnos – auf, die angeblich im Namen des GAP juristisch verfolgt wurden. Bemerkenswert dabei: Von all diesen Personen hat einzig und allein Silvio Harnos jemals eine tatsächliche Klageschrift erhalten.

    Noch absurder wird es, wenn man bedenkt, dass sich das GAP offenbar mit seiner einstigen Mentorstiftung, der Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), überworfen hat. Diese wurde kurzerhand und kommentarlos aus dem Impressum entfernt – selbstverständlich ohne auch nur einen der treuen, anonym auftretenden Unterstützer darüber aufzuklären. Transparenz? Fehlanzeige.

    Juristisch betrachtet ist das GAP weder ein eingetragener Verein noch eine rechtsfähige Organisation. Das bedeutet: Das GAP ist überhaupt nicht klagebefugt. Die einzige Institution, die rechtlich dazu in der Lage gewesen wäre, wäre die GBS gewesen. Aber wie es scheint, ist die Verbindung inzwischen krachend zerbrochen – und das aus gutem Grund, wie man vermuten darf.

    Und ja, neben mir, dem Journalisten und Tierrechtsexperten, wurde auch ein Verlag von Colin Goldner – dem literarischen Rampenlichtsucher des GAP – verklagt. Großspurig kündigte Steffi Arendt vom GAP im August 2024 an, dass im September 2024 ein Verfahren gegen den Verlag stattfinden werde. Was dann folgte? Nichts. Nada. Pustekuchen. Kein Verfahren, kein Urteil, keine Erklärung. Und der Maulwurfshügelverband rund um Herrn Goldner hielt es offenbar auch nicht für nötig, seine Unterstützer über das Ausbleiben des Verfahrens zu informieren – geschweige denn über ein Ergebnis. Transparenz? Immer noch: Fehlanzeige.

    Also: alles weiterer Rede nicht wert, was da von Tierausbeutern und/oder solchen, die Tierausbeutung zu rechtfertigen wissen, auf ein paar völlig unbedeutenden FB-Seiten zusammengestammelt wird. Stimmt, wir kümmern uns insofern nur noch um strafrechtlich relevante Fälle und nicht mehr um jeden billigen Ankackversuch von irgendwelchen Legasthenikern und/oder sonstigen Dumpfbeutel:innen. Gegen zwei der Schmäh- und Hetztiradenverbreiter laufen Ermittlungs- bzw. Strafverfahren, gegen einen davon ist sogar schon LG-Termin Anfang Sept. 2024 anberaumt. Und selbstredend wurde Anzeige gegen „unbekannt“ wegen des o.b. Hackings erstattet, das uns nicht nur Nerven, sondern trotz Rechtschutzversicherung auch eine Menge Geld gekostet hat

    Facebook Great Ape Project / Abgerufen am: 04.04.2025

    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0cnRTzzZ6HDK2UKsFtDjyNtcsdctsr9V9HQFFvGuE2dYM5yam8dyZrWVrbDdx9Bsyl&id=100064323506357

    GERATI macht das Landgericht auf die juristische Fragwürdigkeit aufmerksam

    Zugegeben – nach der Vielzahl an Klagen, Abmahnungen und Drohgebärden aus der radikalen Tierrechtsszene habe ich inzwischen eine gewisse juristische Grundausbildung durch Praxis erhalten. Zumindest reicht es, um gewisse Zusammenhänge besser zu durchschauen als manche selbst ernannte Aktivisten mit Pseudojuradiplom.

    Nachdem das GAP seine angebliche Klage mit großem Tamtam auf Facebook publik gemacht hatte, sah ich mich gezwungen, das Landgericht Landshut auf einige rechtliche Unklarheiten aufmerksam zu machen. Schließlich ist es doch etwas befremdlich, wenn eine Organisation ohne eigene Rechtsfähigkeit plötzlich mit Klageandrohungen um sich wirft, als wäre sie eine Mischung aus Anwaltskanzlei und PR-Abteilung.

    Also verfasste ich ein Schreiben – selbstverständlich sachlich, aber nicht ohne eine Prise Ironie – in dem ich das Gericht über die tatsächlichen Verhältnisse hinter dem medienwirksamen Getöse informierte. Das Dokument, welches ich mit diesem Hinweis übermittelte, bleibt aus Datenschutzgründen an dieser Stelle geschwärzt – liegt dem Gericht jedoch vollständig vor.

    <<<— Antrag auf Nebenintervention —>>>

    Mir – und auch den befreundeten Rechtsexperten, mit denen ich mich regelmäßig austausche – ist bewusst, dass vor dem Landgericht Landshut Anwaltszwang herrscht. Dennoch sah ich es als notwendig an, dem Gericht auf diesem Weg sachlich relevante Informationen zur Verfügung zu stellen. Eine Antwort erhielt ich trotz Erinnerung zwar nicht – aber wie es scheint, blieb das Schreiben nicht ohne Wirkung: Bis heute fand das Verfahren offenbar nicht statt.

    Ob Colin Goldner damit erneut eine juristische Bauchlandung hingelegt hat (was bei ihm fast schon Tradition hat), oder ob das Verfahren einfach auf unbestimmte Zeit vertagt wurde – das bleibt offen. Was jedoch sicher ist: Ich werde der Sache erneut nachgehen. Da ich als Urheber des Artikels ein berechtigtes Interesse habe, ist eine Akteneinsicht nicht nur denkbar, sondern zwingend geboten. Parallel dazu werde ich auch juristische Schritte zur Nebenintervention und Antragstellung auf Prozesskostenhilfe (PKH) einleiten.

    Steffi (GAP) Arendt – Die rhetorische Notbeleuchtung des Projekts

    Dass Steffi Arendt nicht gerade das hellste Licht im GAP-Kerzenständer ist, demonstriert sie zuverlässig bei nahezu jedem Facebook-Post. Besonders wenn es um mich oder GERATI geht, scheint sie in eine Art Wiederholungsschleife gefallen zu sein. Vermutlich hat sie sich längst eine Textbaustein-Vorlage gespeichert, die mit den Worten beginnt:

    IN EIGENER SACHE – Es interessiert vermutlich wirklich NIEMANDEN, …

    Steffi (GAP) Arendt

    Tatsächlich interessiert es wirklich niemanden – und trotzdem beginnt gefühlt jeder zweite Beitrag von ihr genau damit. Wer darauf hofft, dass in diesen Monologen irgendwann ein Argument oder gar ein belastbarer Fakt auftaucht, wird bitter enttäuscht. Auszüge meiner 5-seitigen Erfolgsaussichtseinschätzung? Fehlanzeige. Stattdessen gibt’s Behauptungen, Beleidigungen und Fantasie – aber keine inhaltliche Auseinandersetzung.

    Diese Strategie – keine Argumente, aber jede Menge persönliche Angriffe – mag vielleicht beim Kaffeekränzchen im Aktivistenkreis Eindruck schinden, vor Gericht jedoch hat sie ungefähr die Schlagkraft eines nassen Waschlappens. Besonders kurios: Die Klägerin scheint ernsthaft zu glauben, dass ein Gericht keinen Widerspruch duldet – schon gar nicht, wenn dieser auch noch sarkastisch und ironisch verpackt ist. Willkommen in der Realität!

    Schauen wir uns jetzt mal den ersten Absatz des GAP-Posts an

    […] aber dennoch ein paar Worte zu den beiden Klagen aus dem Umfeld des Great Ape Project gegen den in Indonesien ansässigen Antitierrechtsdauerhetzer S. Harnos und seinen seit Jahren (!) endlose Hass- und Hetztiraden verbreitenden Blog ‚gerati.de‘ (bzw. früher: ‚Peta-Nein.danke.de‘), die ihm nun nach ebenso endlosem Hin-und-Her bzw. endlosen Verzögerungsfinten seitens des Harnos rechtsgültig, sprich: über die deutsche Botschaft in Jakarta, am 3.3.2025 zugestellt werden konnten: Tja: jetzt dreht er, wie’s den Anschein hat, komplett am Rad […]

    Steffi (GAP) Arendt Facebook Great Ape Project

    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0cnRTzzZ6HDK2UKsFtDjyNtcsdctsr9V9HQFFvGuE2dYM5yam8dyZrWVrbDdx9Bsyl&id=100064323506357

    Da behauptet doch tatsächlich die dunkelste Kerze im GAP-Leuchter, ich hätte früher die Webseite „Peta-Nein.danke.de“ betrieben! Interessant, dass es diese ominöse Webseite laut intensiver Internet- und Archivrecherche gar nicht gibt. Vermutlich war’s mal wieder zu schummrig beim GAP-Kerzenschein, sodass Steffi die damalige Facebook-Seite mit einer angeblichen Webseite verwechselt hat.

    Zur Klarstellung für alle Leser: Ich betreibe die journalistische Webseite www.gerati.de. Daneben hatte ich zwei Facebook-Seiten: „GERATI“ sowie „PETA Nein Danke“. Letztere trug früher den Namen „PETA – Spam nein danke“, in direktem Bezug auf die berüchtigte Mailbombing-Aktion von PETA, der ich ausgesetzt war. Später habe ich diese beiden Facebook-Seiten zu einer zusammengeführt – deshalb verlinken alte Beiträge unter dem Namen „PETA Nein Danke“ heute auf die GERATI-Seite.

    Dass Kritik in der Tierrechtsszene selten willkommen ist und stattdessen mit Diffamierungen wie „Hetzer“ oder anderen Kampfbegriffen begegnet wird, ist ja nichts Neues. Offenbar gehört es dort zum guten Ton, kritische Stimmen reflexartig als Feinde zu brandmarken. Dass ich es dabei immerhin zum „Antitierrechtsdauerhetzer“ geschafft habe, werte ich als unfreiwilliges Gütesiegel für meine Expertise.

    Aber es kommt noch besser: Steffi mokiert sich in ihrer gewohnt faktenfernen Art auch darüber, dass ich fristgerecht – man stelle sich das vor – auf die Klage reagiert habe. Ja, tatsächlich: Der angeblich in Indonesien untergetauchte S. Harnos, der sich angeblich der deutschen Justiz entzieht, antwortet pünktlich und ausführlich auf eine zugestellte Klage. Skandalös!

    Natürlich darf dann auch nicht fehlen, dass die flackernde Kerze mir die Schuld an angeblichen Verzögerungen zuschiebt. Interessant nur, dass genau dieses Narrativ vom Landgericht Landshut selbst bereits widerlegt wurde. Eine klassische falsche Tatsachenbehauptung, die im weiteren Verlauf des Verfahrens vielleicht sogar eine Widerklage nach sich ziehen könnte.

    Und dass ich – Frevel über Frevel – es mir erlaube, dem Gericht direkt zu schreiben, wird als „am Rad drehen“ interpretiert. Das offenbart nicht nur ein fragwürdiges Rechtsverständnis, sondern auch eine beeindruckende Ignoranz gegenüber dem Recht auf Verteidigung. Aber was will man erwarten, wenn die juristische Leuchtkraft einer Kerze nicht mal für ein Teelicht reicht?

    <<<— Hier mal das Schreiben vom 10.03.2025 —>>>

    Erstaunlich ist natürlich auch, dass die glimmende Kerze des GAP nicht einmal auf Punkt 5 meiner Einlassung eingeht – ein Punkt, der ihr eigentlich Tränen in die Augen treiben müsste. Und wenn diese Tränen dann endlich fließen würden, könnte es passieren, dass ihre letzte Flamme auch noch endgültig erlischt.

    Fakt ist: Das Gericht hat nun offiziell Kenntnis von meiner Verteidigungsbereitschaft. Sollte es dennoch – aufgrund des Anwaltszwangs – zu einem Versäumnisurteil kommen, stünde mir weiterhin die Möglichkeit der Gehörsrüge offen. Ein Grundrecht, das übrigens auch in schlecht beleuchteten GAP-Zentralen gilt.

    Man muss ihr das kurze Aufflackern ihrer juristischen Erleuchtung gönnen – immerhin hat sie richtig festgestellt, dass das Gericht meinen Antrag auf Fristverlängerung abgelehnt hat. Was sie dabei jedoch völlig vergisst: Dieser Beschluss ist nun Teil der Akten. Und damit wird auch ihr Versuch, mich als Prozessverweigerer darzustellen, aktenkundig widerlegt.

    <<<— Beschluss vom 20.03.2025 Wortlaut identisch im Verfahren 75 O 1270/23 —>>>

    Weiter zum zweiten Absatz des GAP-Beitrags

    […] Ein in D entsprechend zugelassener Anwalt, den er zu beauftragen suchte, fand sich offenbar ohnehin nicht bereit, ihn zu vertreten, da Harnos vorab zu bezahlende Kosten in Höhe von 634 Euro (pro Klageverfahren) zu begleichen nicht bereit bzw. nicht .in der Lage war. Ergo hat er dem Gericht per FAX einen 5-seitigen Schriftsatz übermittelt

    Steffi (GAP) Arendt Facebook Great Ape Project

    Und wieder wird der Kerzenschein schwächer. Die Aussage, ich hätte keinen Anwalt gefunden, ist schlichtweg falsch. Ich habe sehr wohl einen fachkundigen Rechtsanwalt aus einer bekannten Medienrechtskanzlei aus München gefunden, der bereit ist, mich im Rahmen der Prozesskostenhilfe (PKH) zu vertreten. Und nein, es ging nicht um 634 Euro pro Klageverfahren, wie die glimmende Kerze es behauptet – sondern um genau diesen Betrag für beide Verfahren zusammen. Aber gut, wer das juristische Einmaleins nicht beherrscht, verwechselt eben auch gern mal die Grundlagen.

    Dass man zur Beantragung von PKH eine schriftliche Einschätzung der Erfolgsaussichten beifügen muss, ist gängige juristische Praxis – aber offensichtlich für GAP ein Buch mit sieben Siegeln. Und apropos Seitenanzahl: Es waren nicht etwa „ein 5-seitiger Schriftsatz“, sondern pro Verfahren fünf Seiten, also insgesamt zehn Seiten fundierter Argumentation. Was davon aufgegriffen oder entkräftet wurde? Natürlich nichts. Stattdessen: Schweigen im Kerzenwald.

    Was besonders bemerkenswert ist: Die glimmende Kerze erklärt allen Ernstes, meine Einlassung sei irrelevant, weil vor dem Landgericht Anwaltszwang herrsche. Dass ein Gericht trotzdem meine Stellungnahme zur Kenntnis nimmt – gerade weil es um die Frage der Bewilligung von PKH geht – wird großzügig ausgeblendet. Ein juristischer Blackout, der fast schon systematisch wirkt.

    Um ein wenig Transparenz in dieses Dunkel zu bringen, werde ich meine jeweiligen Einlassungen aus dem PKH-Verfahren hier offenlegen – damit jeder selbst beurteilen kann, ob es sich um „Geschmarre“ oder um eine begründete Verteidigung handelt. Spoiler: Tränen könnten fließen – aber nicht aus Rührung.

    <<<— 41 O 1121/22 —>>>

    Colin Goldner

    <<<— 45 O 1270/23 —>>>

    Adrinne Kneis

    Man darf gespannt sein, ob die glimmende Kerze nun auf die tatsächlichen Inhalte meiner Argumentation eingehen wird – oder ob sie weiter im eigenen Wachsnebel verharrt.

    Dass ich meine Einlassung nicht direkt im PKH-Antrag selbst beigelegt habe, hatte einen guten Grund. Im Punkt 4 meines Anschreibens zur Antragstellung habe ich ausdrücklich Folgendes beantragt:

    4. Datenschutz und Schutz persönlicher Daten

    Ich bitte das Gericht ausdrücklich, meine persönlichen Daten, insbesondere die im PKH-Antrag enthaltenen Informationen, nicht an den Kläger oder Dritte weiterzugeben. In einem früheren Verfahren mit PETA Deutschland wurden persönliche Daten aus meinem damaligen PKH-Antrag beim Landgericht Berlin durch die jetzige Klägerpartei öffentlich gemacht, was zu wiederholten Datenschutzverletzungen führte. Um meine Privatsphäre zu schützen, untersage ich daher die Weitergabe meiner Daten an den Kläger.

    Auszug PKH Antrag Silvio Harnos

    Und siehe da: Am 21.03.2025 erließ das Landgericht Landshut in beiden Verfahren eine Verfügung, wonach die Klägerpartei keinerlei Einsicht in Inhalte über meine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse erhält. Ein kleiner Sieg der Vernunft – und ein weiterer Beleg dafür, dass nicht alles, was in Kerzenflackern geschrieben wird, juristisch Bestand hat.

    <<<— Verfügung vom 21.03.2025 identisch zu verfahren 41 O 1121/22 —>>>

    Ups, wie denn, was denn – jetzt kann der Beklagte plötzlich doch Anträge beim Gericht einreichen? Ohne Anwalt? Ganz genau! Denn auch wenn der Anwaltszwang vor dem Landgericht grundsätzlich gilt, so gilt eben auch: Bei der Beantragung von Prozesskostenhilfe und zur Wahrung rechtlichen Gehörs dürfen und müssen Parteien direkt mit dem Gericht kommunizieren dürfen. Aber lassen wir das juristische jetzt einmal beiseite und widmen uns wieder dem, was hier wirklich Spaß macht – dem sarkastischen Grundton. Denn wenn schon die Argumente fehlen, sollte wenigstens die Ironie sitzen.

    Hass, Hetze und andere Lieblingsvokabeln

    Seit Jahren, so heißt es, verbreite ich auf meinem Blog „gerati.de“ nichts als Hass und Hetze. Eine beeindruckende Behauptung – insbesondere, wenn man bedenkt, dass sich meine Beiträge in der Regel auf Gerichtsdokumente, Presseartikel und offizielle Quellen stützen. Alles sauber recherchiert, öffentlich zugänglich und in einem journalistischen Kontext aufbereitet. Und doch wird daraus in der Welt von GAP eine „endlose Hetztirade“.

    Was ich tatsächlich tue? Ich stelle Fragen. Kritische Fragen. Ich decke Widersprüche auf, dokumentiere Skandale und halte Tierrechtsorganisationen den Spiegel vor. Wenn das bereits als Hetze gilt, dann muss man wohl demnächst auch Wikipedia, investigative Journalisten und jeden Hobbyjuristen mit Internetzugang auf die Anklagebank setzen. Willkommen in der postfaktischen Parallelwelt des GAP – wo Kritik gleich Ketzerei und Aufklärung gleich Angstmache ist.

    Zustellungsdrama in Jakarta

    Mit fast filmischer Dramatik berichtet GAP davon, wie die Klage nach „endlosen Verzögerungsfinten“ (nettes Wort) endlich über die Deutsche Botschaft in Jakarta zugestellt wurde. Ich warte ehrlich gesagt immer noch auf die Oscar-Nominierung für das Drehbuch. Vielleicht in der Kategorie „Bestes Affentheater“? Alternativ wäre auch „Beste visuelle Effekte für dramatische Wortwahl“ angebracht – inklusive einer musikalischen Untermalung aus „Mission Impossible“.

    Dabei hätte ein einfacher Blick in die Zustellungsrichtlinien des Auswärtigen Amtes gereicht, um zu verstehen, dass solche Verfahren schlichtweg dauern können – Bürokratie funktioniert eben nicht nach GAPs Facebook-Zeitrechnung. Aber warum auf Fakten setzen, wenn man auch mit Pathos glänzen kann? Im GAP-Universum wird aus einem simplen Verwaltungsakt ein diplomatischer Thriller mit internationaler Tragweite. Hollywood reibt sich vermutlich bereits die Hände.

    Der gescheiterte Anwalt – oder: 634 Euro, die die Welt bedeuten

    Dann folgt die herzzerreißende Geschichte meiner angeblich dramatisch gescheiterten Suche nach einem Anwalt. Ein deutscher Anwalt soll sich geweigert haben, mich zu vertreten – angeblich, weil ich nicht bereit oder in der Lage gewesen sei, 634 Euro zu zahlen. GAP sieht mich da schon in Lumpen auf der Straße knien, bettelnd um Prozesskostenhilfe. Eine herrliche Szene – leider komplett an der Realität vorbei.

    Die Wahrheit ist deutlich weniger dramatisch, aber dafür umso solider: Ich hatte einen Anwalt – einen erfahrenen Medienrechtler sogar – der bereit war, mich auf Basis von Prozesskostenhilfe zu vertreten. Die besagten 634 Euro bezogen sich auf die Anfertigung der PKH-Anträge und wurden eben nicht „pro Verfahren“ veranschlagt, wie GAP es genüsslich falsch darstellt. Aber wenn man schon keine Argumente hat, muss man eben kreativ werden – notfalls auch auf Kosten der Wahrheit.

    Die fünf Seiten des Schreckens – per Fax!

    Ich habe also einen Schriftsatz per Fax (!) eingereicht. GAP hat offenbar erwartet, dass ich meinen Schriftsatz per Brieftaube oder Rauchzeichen sende. Die darin enthaltenen Argumente – übrigens juristisch völlig legitim – werden als „Geschmarre“ abgetan. Offenbar ist bei GAP nicht der Inhalt entscheidend, sondern das Medium. Digitaler Snobismus vom Feinsten.

    Dabei sollte man meinen, dass gerade bei einem Verfahren vor dem Landgericht die Inhalte zählen – nicht das Übertragungsformat. Aber wer mit Argumenten auf Kriegsfuß steht, hält sich eben lieber an Faxgerätewitze und semantische Nebelkerzen. Dass meine Schriftsätze zentrale rechtliche Punkte enthielten, die bis heute unbeantwortet geblieben sind, wird elegant ignoriert – vermutlich, weil man dann inhaltlich Stellung nehmen müsste. Und das wäre ja nun wirklich zu viel verlangt.

    Mundgeruch und Lese-Rechtschreibschwäche – jetzt wird’s persönlich


    Screenshot Bearbeitungsverlauf des Facebook Beitrages
    Screenshot Bearbeitungsverlauf des Facebook Beitrages

    Nun wird’s grotesk: Mir wird vorgeworfen, es würden mir seit Jahren Eigenschaften wie „Mundgeruch“ und eine „Lese-Rechtschreibschwäche“ unterstellt. Ich überlege ernsthaft, ob ich demnächst meine Texte mit Zahnpasta signieren sollte. Und was die Rechtschreibung angeht – ich schreibe immerhin ohne Gendersternchen. Das allein sollte doch als intellektuelle Leistung zählen.

    Gleichzeitig gelingt es Steffi (GAP) Arendt offenbar nicht einmal, einen einzigen Facebook-Beitrag auf Anhieb fehlerfrei zu veröffentlichen. Für den besagten Hetzpost brauchte es immerhin zwei Anläufe – was in ihrer Welt schon als beachtlicher Fortschritt gilt. Normalerweise korrigiert sie ihre Ergüsse fünf- bis achtmal, bevor sie ansatzweise lesbar sind. Aber ja, Hauptsache, man wirft mit Vorwürfen um sich, während man selbst nicht einmal mit den Basics der deutschen Sprache klarkommt.

    Die rechte Szene: Willkommen in der Schublade

    In bester McCarthy-Manier wird mir auch gleich eine Verbindung zur „ostdeutschen Rechtsaußenszene“ unterstellt. Beweise? Fehlanzeige. Aber warum auch? Heute reicht ja schon ein falscher Gedanke zum falschen Zeitpunkt, um öffentlich zum Rechten erklärt zu werden. Vielleicht kommt demnächst noch der Verdacht auf, ich hätte heimlich Fleisch gegessen. Skandalös!

    Diese Art von Einordnung sagt weit mehr über die Absenderin aus als über mich. Wer Kritik nicht aushält, versucht den Kritiker zu stigmatisieren – am besten gleich mit der Nazikeule oder einer düsteren Szene-Zugehörigkeit. Damit hat man dann keine Argumente mehr nötig. Denn in der Welt des GAP genügt es offenbar, wenn man laut genug „Rechts!“ ruft – dann wird schon irgendetwas hängenbleiben. Willkommen im postfaktischen Aktivismus.

    Fazit: Wenn der Affenzirkus ruft

    Was bleibt, ist ein wütender Facebook-Post voller Unterstellungen, Halbwahrheiten und einer ordentlichen Portion Selbstgerechtigkeit. GAP sollte überlegen, ob man nicht statt Klageschriften künftig lieber Kabarett schreibt. Da ist man mit der Dramaturgie zumindest näher an der Realität.

    Ich bleibe gespannt auf die nächste Folge dieses absurden Theaterstücks. Arbeitstitel: „Planet der Affen – Die Rache des Faxgeräts“.

  • Dumme Aussagen von Steffi GAP Arendt auf Facebook – Meine Antwort auf ihre neuesten Angriffe

    Dumme Aussagen von Steffi GAP Arendt auf Facebook – Meine Antwort auf ihre neuesten Angriffe

    Steffi GAP Arendt ist erneut auf Facebook aktiv geworden und hat dabei wieder einmal unsachliche Aussagen über mich und GERATI verbreitet. In ihrem Kommentar entfaltet sie ihre übliche Polemik und stellt unbegründete Vorwürfe auf. Zeit, diese einmal genauer zu betrachten und meine Antwort auf ihre Angriffe zu formulieren.

    Was ist passiert?

    In einem öffentlichen Facebook-Post hat Steffi GAP Arendt, die Schreiberin der Facebook-Seite des Great Ape Project, erneut die Gelegenheit genutzt, mich und GERATI zu kritisieren. Diese Vorgehensweise ist leider nichts Neues, da Steffi GAP Arendt regelmäßig durch unsachliche Angriffe und polemische Kommentare auffällt. Statt auf fundierte Argumente oder sachliche Diskussionen zu setzen, scheint es ihr vorrangig darum zu gehen, Stimmung gegen Kritiker des radikalen Tierschutzes zu machen.

    In ihrem jüngsten Post ging sie erneut auf verschiedene Aspekte meiner Arbeit ein, ohne dabei die Mühe auf sich zu nehmen, die Fakten zu überprüfen. Stattdessen konzentrierte sie sich darauf, Missverständnisse zu schüren und falsche Informationen zu verbreiten. Diese Taktik ist typisch für radikale Tierrechtler, die versuchen, ihre Kritiker zu diskreditieren, ohne sich tatsächlich mit deren Argumenten auseinanderzusetzen.

    Interessant ist auch, dass Steffi GAP Arendt weiterhin aus einer Position vermeintlicher moralischer Überlegenheit angreift. Obwohl sie kaum Fakten oder Beweise präsentiert, stellt sie ihre Aussagen als unumstößliche Wahrheiten dar. Für ihre Follower mag das auf den ersten Blick überzeugend wirken, doch bei näherem Hinsehen wird schnell klar, dass es ihr weniger um den Tierschutz geht, sondern vielmehr um persönliche Angriffe.

    Die Vorwürfe im Detail

    Einer der zentralen Vorwürfe, die Steffi GAP Arendt in ihrem Post gegen mich erhebt, betrifft angebliche Missstände in meiner Berichterstattung. Sie behauptet, ich würde die Fakten, insbesondere in Bezug auf Tierrechtsorganisationen wie PETA und das Great Ape Project, bewusst verzerren, um meine eigene Agenda zu verfolgen. Diese Anschuldigung ist jedoch keineswegs neu. Es ist ein beliebter Vorwurf radikaler Tierrechtler, wenn sie sich inhaltlich nicht anders gegen Kritik zur Wehr setzen können.

    Steffi GAP Arendt benennt nie konkret, welche Fakten ich angeblich verfälscht oder aus dem Kontext gerissen haben soll. Stattdessen bleibt es bei vagen Andeutungen und pauschalen Vorwürfen, die durch keine Beweise oder nachvollziehbaren Argumente gestützt werden.

    Ein weiterer Vorwurf betrifft die angebliche Manipulation meiner Leser. Sie behauptet, ich würde gezielt Menschen beeinflussen und gegen Organisationen wie das Great Ape Project aufbringen. Interessanterweise wirft sie mir genau das vor, was sie selbst in ihren Beiträgen regelmäßig praktiziert: das bewusste Weglassen von Informationen und die polemische Zuspitzung von Themen.

    Besonders ironisch ist es, wenn Steffi GAP Arendt immer wieder vermeintliche Rechtschreib- und Grammatikfehler meinerseits anprangert. Diese Taktik scheint darauf abzuzielen, von der eigentlichen inhaltlichen Auseinandersetzung abzulenken. Was dabei jedoch auffällt, ist, dass ihre eigenen Beiträge oft von solchen Fehlern nur so strotzen. Anstatt sich mit den inhaltlichen Punkten auseinanderzusetzen, bleibt sie auf der Ebene von Oberflächlichkeiten, um die Diskussion auf eine persönliche Ebene zu ziehen.

    IN EIGENER SACHE
    Der selbsternannte „Journalist“ Silvio Harnos behauptet auf seiner privat betriebenen Website „gerati. de“, dass das Great Ape Project „Zoos als Hauptverantwortliche für Epidemien“ darstelle, insofern „klar Effekthascherei“ betreibe und damit „von den eigentlichen Ursachen der Virusverbreitung“ (gemeint ist SARS-CoV-2 bzw. Vogelgrippe) ablenke.
    Tatsächlich stellt das GAP keineswegs „Zoos als Hauptverantwortliche für Epidemien“ dar, vielmehr warnen wir erneut und ausdrücklich davor, dass Zoos vor dem Hintergrund der zunehmenden Prävalenz von SARS-CoV-2-Varianten mit Mutationen im Spike-Protein sich erneut als “Orte (potentiellen) Superspreadings“ erweisen KÖNNTEN. Die Behauptung des Harnos, das GAP schuldige Zoos unbegründeterweise an, ist doppelt falsch und dient aussschließlich dem Versuch, das Anliegen des Great Ape Project (und insbesondere dessen Leiter Dr. Goldner) in Diskredit zu bringen. (Auslöser unserer Warnung waren dutzende Großkatzen, die in zwei vietnamesischen Zoos gestorben waren https://www.tag24.de/…/todeswelle-in-zoos-vogelgrippe…)
    Auch wenn aufgrund der mittlerweile völligen Irrelevanz der Facebook- und/oder Websiteeinträge des Harnos – selbst seine engsten Mithetzer*innen nehmen kaum mehr Notiz von dem ebenso unqualifizieren wie böswilligen Geschmarre, das er da via ChatGPD o.ä. in die Welt entlässt – eine Rechtsbeschwerde viel zu viel der Aufmerksamkeit für ihn bedeutet, habe ich solche doch eingelegt. Die gegen ihn in anderen Sachen eingereichten Klagen sind natürlich weiterhin unterwegs.
    Steffi (GAP)
    Steffi GAP Arendt auf Facebook Great Ape Project

    Meine Antwort auf Steffi GAP Arendts Angriffe

    Es ist immer wieder bemerkenswert, wie Steffi GAP Arendt es schafft, ihre Angriffe aufrechtzuerhalten, ohne auf konkrete Beweise einzugehen. Sie operiert mit einer altbekannten Taktik: Statt sachlicher Kritik wirft sie mit unbegründeten Vorwürfen um sich, die keiner Überprüfung standhalten. Aber genau das macht es so notwendig, auf ihre Vorwürfe im Detail einzugehen.

    1. Faktenlage:
      Meine Beiträge basieren stets auf gründlich recherchierten und belegbaren Fakten. Jede meiner Kritiken an Organisationen wie PETA oder dem Great Ape Project wird sorgfältig geprüft und mit Quellen untermauert. Während Steffi GAP Arendt keine konkreten Beispiele für ihre Vorwürfe nennt, liefere ich immer nachvollziehbare Beweise. Egal, ob es um die Hintergründe der radikalen Tierschutzbewegung oder konkrete Aktionen von PETA geht – ich arbeite ausschließlich mit verifizierten Informationen und lege diese offen, damit meine Leser sich selbst ein Bild machen können.
    2. Unsachliche Polemik:
      Steffi GAP Arendt bedient sich unsachlicher Polemik, um Kritiker wie mich mundtot zu machen. Ihre Angriffe zielen nicht darauf ab, eine sinnvolle Diskussion zu eröffnen, sondern darauf, die Reputation ihrer Kritiker zu beschädigen. Es wird schnell klar, dass es ihr nicht um sachliche Argumente geht, sondern darum, durch persönliche Angriffe Stimmung zu machen. Diese Taktik kennen wir von radikalen Aktivisten, die sich konstruktiver Kritik entziehen möchten.

    Was steckt wirklich hinter den Angriffen?

    Es ist kein Geheimnis, dass Steffi GAP Arendt eng mit radikalen Tierrechtsaktivisten wie PETA sympathisiert. Ihre Angriffe richten sich fast ausschließlich gegen Personen und Plattformen, die diese extremen Ansichten infrage stellen oder kritisieren. GERATI steht dabei besonders im Fokus, da wir regelmäßig die radikalen Positionen dieser Gruppen hinterfragen und auf Missstände hinweisen.

    Die Angriffe von Steffi GAP Arendt sind nicht nur persönlich motiviert, sondern Teil eines größeren Musters. Kritiker des radikalen Tierschutzes sollen mundtot gemacht und ihre Positionen diskreditiert werden, um die ideologische Agenda zu schützen. Besonders auffällig ist der Mangel an inhaltlicher Substanz in ihren Angriffen. Statt auf Fakten oder eine sachliche Diskussion zu setzen, nutzt sie persönliche Angriffe und pauschale Vorwürfe, um Misstrauen zu schüren.

    Letztlich versucht Steffi GAP Arendt, Kritik an Organisationen wie PETA und dem Great Ape Project zum Schweigen zu bringen. Indem sie Kritiker wie mich angreift, hofft sie, die öffentliche Wahrnehmung zu manipulieren und die radikalen Positionen dieser Organisationen zu verteidigen. Doch genau das macht es so wichtig, weiterhin faktenbasiert auf diese Missstände hinzuweisen und die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Ziele solcher Gruppen aufzuklären.

    Schlussfolgerung

    Steffi GAP Arendt hat sich erneut ins Abseits gestellt, indem sie mit ihren haltlosen Vorwürfen versucht, meine Arbeit und GERATI zu diskreditieren. Solche Angriffe werden uns auch in Zukunft begleiten. Der Unterschied ist jedoch, dass wir – im Gegensatz zu ihr – immer auf fundierte Recherche und faktenbasierte Argumentation setzen.

    Seht euch mein neues Video an, in dem ich detailliert auf Steffis neuesten Facebook-Angriff eingehe:

    Quellen:

    1. Facebook Beitrag + Kommentar: Steffi GAP Arendt – https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0wS3xv2zvCeJoyjNe6ZAga7BukQTdvoveSPd7cXqdRiYk78iCo4BpdaGDvTGQa94nl&id=100064323506357
    2. GERATI: Zoos als Superspreader? Die falschen Behauptungen des Great Ape Project – https://gerati.de/2024/10/09/zoos-als-superspreader-gap/