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Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

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Kategorie: Handel

  • Trockenheit in Sexau: Schäferei muss Bestand reduzieren und bittet um Hilfe für Winterfutter

    Trockenheit in Sexau: Schäferei muss Bestand reduzieren und bittet um Hilfe für Winterfutter

    Die anhaltende Trockenheit bringt eine Schäferei in Sexau im Kreis Emmendingen zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Betreiberin Franziska Rehm konnte nach eigenen Angaben nicht ausreichend Futter für den kommenden Winter einlagern. Der Betrieb hat deshalb bereits einen Teil seiner Schafe und Lämmer abgegeben. Gleichzeitig treffen gestiegene Futter- und Tierarztkosten auf geringere Einnahmen aus dem Verkauf von Lämmern.

    Trockenheit verschärft bereits bestehende Belastungen

    Nach Angaben im aktuellen Spendenaufruf hält die Schäferei normalerweise rund 300 Mutterschafe, von denen ein großer Teil zur Rasse Coburger Fuchs gehört. Rehm übernahm die Schafe im Jahr 2019 und führt den Betrieb nach den vorliegenden Angaben eigenständig. Ein Porträt der Badischen Zeitung beschrieb sie bereits 2020 als Schäferin aus Leidenschaft, die damals insgesamt etwa 800 Schafe betreute, darunter rund 400 Mutterschafe und 400 Lämmer auf gepachteten Flächen in Sexau und Freiamt. Die unterschiedlichen Zahlen stammen aus verschiedenen Zeitpunkten und beziehen sich teilweise auf unterschiedliche Bestandsgruppen, weshalb sich daraus keine verlässliche Entwicklung der gesamten Herdengröße ableiten lässt.

    Zur wirtschaftlichen Belastung kommt nach Darstellung Rehms die Blauzungenkrankheit hinzu. Diese habe zu erhöhten Tierarztkosten und Ausfällen bei zwei Lammzeiten geführt. Dadurch standen weniger Lämmer für den Verkauf zur Verfügung, gleichzeitig fehlten Tiere für die weitere Bestandsentwicklung. Im darauffolgenden Jahr mussten nach ihrer Darstellung wiederum mehr Lämmer im eigenen Betrieb verbleiben, sodass erneut weniger Tiere verkauft werden konnten.

    Die aktuellen Schwierigkeiten sind damit offenbar nicht ausschließlich eine Folge der Trockenheit. Vielmehr trifft der Futtermangel auf einen Betrieb, der bereits zuvor mit krankheitsbedingten Ausfällen und steigenden Kosten zu kämpfen hatte. Gerade in der Schafhaltung können solche Entwicklungen schnell zu einem Problem werden, wenn gleichzeitig die Erlöse aus dem Verkauf zurückgehen. Für kleinere und mittelgroße Betriebe bleibt dann nur wenig Spielraum, um zusätzliche Belastungen aus eigener Kraft aufzufangen.

    Fehlendes Futter trifft auf sinkende Erlöse

    Besonders problematisch ist in diesem Jahr nach Angaben der Schäferin die Futterversorgung. Wegen der Trockenheit mussten sämtliche verfügbaren Flächen genutzt werden, um überhaupt den laufenden Bedarf der Tiere abzudecken. Trotzdem sei es nicht gelungen, ausreichende Vorräte für die Wintermonate anzulegen. Die bereits vorgenommene Reduzierung des Tierbestandes ist deshalb nach ihrer Darstellung eine direkte Reaktion auf die knapper werdende Futtergrundlage.

    Gleichzeitig verschärft sich die wirtschaftliche Situation von zwei Seiten. Futter ist aufgrund der allgemeinen Knappheit teurer geworden, während für Lämmer offenbar geringere Preise erzielt werden können. Rehm führt dies darauf zurück, dass auch andere Tierhalter wegen fehlender Futtermengen Tiere abgeben müssen und dadurch mehr Tiere auf den Markt kommen. Steigende Kosten und sinkende Verkaufserlöse treffen damit unmittelbar aufeinander.

    Hinzu kommen die bereits entstandenen Belastungen durch Tierarztkosten und krankheitsbedingte Ausfälle. Für einen landwirtschaftlichen Betrieb kann eine solche Kombination schnell dazu führen, dass Rücklagen aufgebraucht werden und notwendige Ausgaben verschoben werden müssen. Die Entscheidung, den Bestand zu verkleinern, zeigt deshalb vor allem, wie knapp die betriebliche Kalkulation inzwischen geworden ist. Gleichzeitig reduziert jeder abgegebene Teil der Herde auch die zukünftigen Möglichkeiten des Betriebs, Einnahmen zu erzielen.

    Spendenaktion soll Winterversorgung sichern

    Um die Versorgung der verbliebenen Tiere über den Winter sicherzustellen, hat Rehm die GoFundMe-Aktion „Hilfe in einer trockenen Zeit“ gestartet. Das Spendenziel liegt bei 3.000 Euro. Nach den vorliegenden Angaben waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung knapp 1.900 Euro zusammengekommen. Ein eindeutig datierter Aktualitätsstand dieser Summe ist allerdings nicht ausgewiesen.

    Die Schäferin bittet dabei nicht ausschließlich um finanzielle Unterstützung. Nach Angaben des Spendenaufrufs seien auch fachliche Hinweise und Ideen willkommen, die helfen könnten, mit der aktuellen Situation umzugehen. Die Spenden sollen vor allem dazu beitragen, fehlendes Winterfutter zu beschaffen und damit die Versorgung der verbliebenen Tiere sicherzustellen. Eine behördliche Bewertung der wirtschaftlichen Situation oder eine amtliche Feststellung der konkret entstandenen Verluste liegt nach den derzeit verfügbaren Informationen nicht vor.

    Der Fall aus Sexau zeigt, wie schnell mehrere Belastungen in der Tierhaltung zusammenwirken können. Trockenheit allein muss für einen Betrieb noch keine existenzielle Krise bedeuten, doch zusammen mit Tierkrankheiten, steigenden Kosten und sinkenden Erlösen kann daraus innerhalb kurzer Zeit erheblicher wirtschaftlicher Druck entstehen. Ob die Spendenaktion ausreichen wird, um die Schäferei durch den kommenden Winter zu bringen, dürfte letztlich davon abhängen, wie hoch die tatsächlichen Futterkosten ausfallen und ob sich die Situation auf den Flächen wieder stabilisiert.

    Quellen

  • Verletztes Kalb im Ostallgäu: Genprobe soll möglichen Wolfsangriff klären

    Verletztes Kalb im Ostallgäu: Genprobe soll möglichen Wolfsangriff klären

    Im Ostallgäu prüfen die Behörden einen möglichen Wolfsangriff auf ein Kalb. Das verletzte Tier wurde am 16. August 2026 entdeckt. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) führt den Fall unter den aktuellen Verdachtsfällen bei Nutztierrissen; eine genetische Untersuchung soll anhand der verfügbaren und verwertbaren Proben klären, ob sich daraus ein Hinweis auf die Beteiligung eines Wolfes oder eines anderen großen Beutegreifers ergibt. Die Probenahme und die anschließende Analyse werden dabei nicht automatisch von derselben Stelle vorgenommen. Der Fall ist bislang ein Verdacht und kein bestätigter Wolfsriss.

    Mehrere Verdachtsfälle im Allgäu noch nicht abschließend bewertet

    Der aktuelle Fund reiht sich in mehrere Meldungen aus dem Allgäu ein. Am 8. Juli 2026 wurde im Ostallgäu ein totes Kalb gemeldet; die Untersuchung war zuletzt noch nicht abgeschlossen. Einen weiteren Fall gab es am 13. Juli 2026 im Oberallgäu. Dort kam das LfU nach abgeschlossener Bearbeitung zu dem Ergebnis, dass es keine Hinweise auf die Beteiligung wildlebender großer Beutegreifer gab.

    Am 31. Juli 2026 wurde im Ostallgäu außerdem ein totes Lamm entdeckt. Auch dieser Vorgang befand sich nach Angaben der Allgäuer Zeitung noch in Bearbeitung. Die unterschiedlichen Bearbeitungsstände sind für die Einordnung entscheidend. Aus der Häufung von Meldungen folgt nicht automatisch, dass ein Wolf für alle Fälle verantwortlich ist.

    Die frühere GERATI-Berichterstattung zum möglichen Wolfsangriff auf das Kalb ordnet den aktuellen Fall bereits im Zusammenhang mit dem behördlichen Prüfverfahren ein. Eine abschließende genetische Zuordnung lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung jedoch noch nicht vor. Die Juli-Fälle gehören ausdrücklich zum zeitlichen Zusammenhang des Jahres 2026. Damit sind sie von älteren Fällen des LfU abzugrenzen.

    LfU verweist auf einzelnen standorttreuen Wolf

    Das LfU geht im Allgäu derzeit von einem standorttreuen männlichen Wolf aus. Diese Einordnung und die folgenden Angaben wurden von der Behörde im Februar auf Anfrage der Allgäuer Zeitung mitgeteilt; sie beziehen sich auf den dort dokumentierten Kenntnisstand. Das Tier trägt die Kennung GW 999 und wurde nach Angaben der Behörde erstmals 2018 nachgewiesen. Sein bekanntes Gebiet reicht vom südlichen Oberallgäu bis nach Vorarlberg. Weitere standorttreue Wölfe seien im Allgäu derzeit nicht bekannt; ein Rudel habe sich dort nach aktuellem Kenntnisstand ebenfalls nicht angesiedelt.

    Die Kennung beschreibt dabei den behördlich erfassten Wolf, beweist aber nicht seine Beteiligung an dem aktuellen Vorfall. Dafür müsste aus verwertbarem Probenmaterial ein entsprechender genetischer Zusammenhang hervorgehen. Auch die Frage, ob mehrere Verdachtsfälle auf dasselbe Tier zurückgehen, bleibt offen. Dafür müssten die einzelnen Untersuchungen abgeschlossen und genetisch miteinander verglichen sein.

    Streit um nicht veröffentlichte Fundorte

    Kritik gibt es an der Entscheidung des LfU, die genauen Orte der gemeldeten Fälle nicht öffentlich zu nennen. Als Gründe werden Datenschutz- oder Sicherheitsinteressen genannt. Aus der vorliegenden Berichterstattung geht jedoch nicht hervor, ob das LfU für die aktuellen Fälle jeweils eine konkrete Begründung gegeben oder eine detaillierte Veröffentlichungspraxis erläutert hat. Für betroffene Tierhalter und Anwohner erschwert die fehlende Ortsangabe die Einschätzung, ob sich ein Ereignis in ihrer unmittelbaren Umgebung ereignet hat oder ob mehrere Meldungen räumlich zusammenhängen.

    Das LfU setzt bei der Bewertung auf eine standardisierte Untersuchung mit Rissbegutachtung und genetischer Probenahme. Eine genetische Analyse kann bei ausreichender Probenqualität einen genetischen Nachweis liefern; ihre Aussagekraft hängt jedoch davon ab, ob verwertbares Material vorhanden ist und eindeutig zugeordnet werden kann. Im konkreten Fall ist daher zunächst nur festzuhalten, ob die untersuchte Probe einen entsprechenden genetischen Nachweis erbracht hat. Ein fehlender Nachweis beantwortet für sich allein nicht die Frage der Verursacherschaft und belegt auch keine andere Ursache.

    Für das verletzte Kalb im Ostallgäu steht deshalb zunächst die Laboranalyse im Mittelpunkt. Bis zu ihrer Veröffentlichung bleibt offen, ob der Fall in die bestätigte Schadensstatistik eingeht oder ohne Nachweis eines großen Beutegreifers abgeschlossen wird. Gerade angesichts der öffentlichen Debatte über Wolfsvorkommen und Nutztierschäden entscheidet nicht die zeitliche Nähe mehrerer Meldungen, sondern die Qualität der jeweiligen Belege. Die Bewertung des aktuellen Falls hängt damit von den Ergebnissen der Untersuchung ab.

    Quellen

  • Zoo Salzburg: Löwin Nala mit 18 Jahren nach unheilbarer Nierenerkrankung eingeschläfert

    Zoo Salzburg: Löwin Nala mit 18 Jahren nach unheilbarer Nierenerkrankung eingeschläfert

    Die 18-jährige Löwin Nala ist im Zoo Salzburg nach einer umfassenden tierärztlichen Untersuchung eingeschläfert worden. Bei dem Tier war bereits seit längerer Zeit eine fortschreitende degenerative Niereninsuffizienz bekannt, die nach Angaben des Zoos nicht mehr heilbar war. In den vergangenen Wochen hatte sich Nalas Zustand zunehmend verschlechtert, obwohl sie medikamentös behandelt wurde. Ausschlaggebend für die Entscheidung war letztlich die über einen längeren Zeitraum beobachtete Entwicklung ihrer Lebensqualität.

    Medikamentöse Behandlung konnte Erkrankung nicht aufhalten

    Nalas Gesundheitszustand wurde nach Angaben des Zoos über Wochen genau beobachtet und dokumentiert. Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner erklärte gegenüber dem ORF, dass sowohl das Verhalten als auch die jeweilige Tagesverfassung der Löwin festgehalten worden seien. Dabei zeigte sich zunehmend ein klares Muster: Gute Phasen wurden seltener, während schlechte Phasen länger anhielten. Hinzu kam, dass Nala in den vergangenen Monaten immer weniger fraß.

    Eine abschließende Untersuchung bestätigte schließlich die fortschreitende Nierenerkrankung. Da keine Aussicht auf Heilung mehr bestand und sich der Allgemeinzustand der Löwin weiter verschlechtert hatte, entschied sich das tierärztliche Team, Nala nach der Untersuchung nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen. Die Entscheidung beruhte damit nicht auf einem einzelnen schlechten Tag, sondern auf einer längerfristigen medizinischen Beobachtung. Nach Angaben Grebners war die Lebensqualität der Löwin zuletzt nicht mehr ausreichend gegeben.

    Niereninsuffizienz ist gerade bei älteren Tieren eine Erkrankung, deren Verlauf sich zwar in vielen Fällen medizinisch begleiten lässt, deren Fortschreiten aber nicht zwangsläufig gestoppt werden kann. Im Fall von Nala hatte die Behandlung offenbar über einen längeren Zeitraum dazu beigetragen, ihren Zustand zu stabilisieren. Als sich die schlechten Phasen jedoch häuften und die Erkrankung weiter fortschritt, stand für den Zoo nicht mehr eine Verlängerung des Lebens um jeden Preis, sondern die verbliebene Lebensqualität des Tieres im Mittelpunkt.

    Mehr als 15 Jahre gemeinsam mit Löwe Eisi

    Nala verbrachte mehr als 15 ihrer insgesamt 18 Lebensjahre im Zoo Salzburg. Einen großen Teil dieser Zeit lebte sie gemeinsam mit Löwe Eisi. Der fast 17 Jahre alte Löwe war im März 2024 eingeschläfert worden, nachdem bei ihm eine tumorartige Veränderung im unteren Bauchraum festgestellt worden war. Für Nala bedeutete sein Tod nach vielen gemeinsamen Jahren eine deutliche Veränderung ihrer bisherigen Haltungssituation.

    Nach Darstellung des Zoos kam die Löwin mit dieser neuen Situation zunächst jedoch gut zurecht. Besucher erkundigten sich dennoch immer wieder danach, ob Nala künftig einen neuen Partner bekommen würde. Der Zoo schloss eine solche Möglichkeit offenbar nicht grundsätzlich aus und hatte die Außenanlage sogar mit Blick auf eine mögliche spätere Vergesellschaftung vergrößert. Zu einer Zusammenführung mit einem anderen Löwen kam es letztlich aber nicht.

    Zoo-Geschäftsführerin Grebner verwies in diesem Zusammenhang auf Nalas Alter und ihren Gesundheitszustand. Gerade bei einem alten und bereits erkrankten Tier müsse sorgfältig geprüft werden, ob eine neue Vergesellschaftung tatsächlich einen Vorteil bringt oder zusätzliche Belastungen verursacht. Dass Löwen grundsätzlich soziale Tiere sind, bedeutet daher nicht automatisch, dass bei jedem einzelnen Tier unabhängig von Alter, Gesundheitszustand und bisherigem Verhalten eine neue Zusammenführung sinnvoll ist.

    Keine grundsätzliche Entscheidung für Einzelhaltung

    Der Verzicht auf einen neuen Löwenpartner war damit keine grundsätzliche Entscheidung des Zoos für eine dauerhafte Einzelhaltung. Vielmehr handelte es sich um eine Abwägung im konkreten Fall einer alten und gesundheitlich angeschlagenen Löwin, die sich nach dem Tod ihres langjährigen Partners zunächst stabil gezeigt hatte. Eine Vergesellschaftung erwachsener Löwen ist zudem kein Vorgang, bei dem zwei Tiere lediglich zusammengesetzt werden können. Verhalten, Alter, Gesundheitszustand und die Reaktion der einzelnen Tiere müssen berücksichtigt werden.

    Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Zurückhaltung des Zoos nachvollziehbar. Bei Nala stand bereits eine chronische Erkrankung im Raum, deren Verlauf sich später weiter verschlechterte. Eine zusätzliche Veränderung ihres sozialen Umfelds hätte deshalb ebenfalls gegen mögliche Vorteile einer neuen Partnerschaft abgewogen werden müssen. Entscheidend ist dabei nicht eine pauschale Bewertung von Einzel- oder Gruppenhaltung, sondern die Frage, welche Lösung für das jeweilige Tier unter den vorhandenen Bedingungen vertretbar ist.

    Der Fall zeigt zugleich, warum sich Haltungsentscheidungen bei alten Zootieren nur begrenzt mit einfachen Forderungen beurteilen lassen. Was bei einem jungen und gesunden Tier sinnvoll sein kann, muss bei einem 18 Jahre alten Tier mit einer fortschreitenden Erkrankung nicht zwangsläufig dieselbe Lösung sein. Der Zoo hatte nach eigenen Angaben sowohl eine mögliche neue Vergesellschaftung als auch Nalas tatsächliches Verhalten nach dem Tod von Eisi berücksichtigt. Letztlich entwickelte sich jedoch ihre Erkrankung zum entscheidenden Faktor.

    Zoo Salzburg verabschiedet sich von einer „echten Diva“

    Nala gehörte über viele Jahre zu den bekannten Tieren des Salzburger Zoos. Besucher und Mitarbeiter beschrieben sie als aufmerksam, vorsichtig und zugleich ausgesprochen charakterstark. Besonders ihr direkter Blick und ihre markanten Stirnfalten machten die Löwin unverwechselbar. Der Zoo verabschiedete sich von ihr mit der Beschreibung einer „echten Diva“, die nun ihre Bühne verlassen habe.

    Mit ihrem Tod verliert der Zoo Salzburg ein Tier, das mehr als anderthalb Jahrzehnte zum festen Bestand in Hellbrunn gehörte. Die Entscheidung zur Einschläferung fiel nach Angaben des Zoos erst, nachdem die längerfristige Beobachtung eine deutliche Verschlechterung zeigte und keine Heilungschance mehr bestand. Damit stand am Ende nicht Nalas hohes Alter allein im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob ihr noch eine vertretbare Lebensqualität ermöglicht werden konnte. Für Mitarbeiter und zahlreiche Besucher bedeutet ihr Tod dennoch den Abschied von einer Löwin, die über viele Jahre das Bild des Zoos mitgeprägt hat.

    Quellen

  • Waldbrand bei Waldaschaff: Einsatzkräfte retten verletztes Schaf aus dem Wald

    Waldbrand bei Waldaschaff: Einsatzkräfte retten verletztes Schaf aus dem Wald

    Beim Waldbrand bei Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg haben Einsatzkräfte nicht nur gegen die Flammen gekämpft, sondern auch eine Schafherde vor dem Feuer in Sicherheit gebracht. Ein Tier wurde während der Rettungsaktion von der Herde getrennt und flüchtete in den Wald. Erst bei den späteren Nachlöscharbeiten entdeckten Feuerwehrleute das verletzte Schaf wieder. Die Einsatzkräfte konnten es einfangen und aus dem betroffenen Waldgebiet bringen.

    Waldbrand bei Waldaschaff bedrohte Schafherde

    Das Feuer hatte sich während des Einsatzes einer Weide genähert, auf der sich eine Schafherde befand. Um die Tiere vor den herannahenden Flammen und der starken Rauchentwicklung zu schützen, öffneten Einsatzkräfte den Weidezaun und ermöglichten der Herde damit die Flucht aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Dabei lief eines der Schafe jedoch nicht mit den übrigen Tieren davon, sondern flüchtete in den angrenzenden Wald. Zunächst blieb unklar, wo sich das Tier befand und ob es den Brand überstanden hatte.

    Für die Feuerwehr stand zu diesem Zeitpunkt zunächst die Bekämpfung des Wald- und Flächenbrandes im Vordergrund. Das verschwundene Schaf konnte deshalb erst später wieder lokalisiert werden. Während die Einsatzkräfte das Gelände nach dem Ablöschen der offenen Flammen erneut kontrollierten und nach verbliebenen Glutnestern suchten, entdeckten sie das Tier im Wald. Nach Angaben der Kreisbrandinspektion gelang es anschließend, das verletzte Schaf einzufangen und aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

    Verletztes Schaf bei Nachlöscharbeiten entdeckt

    Welche Verletzungen das Schaf bei seiner Flucht oder während des Brandes erlitten hat, wurde bislang nicht näher mitgeteilt. Auch zum weiteren Gesundheitszustand des Tieres liegen derzeit keine detaillierten Angaben vor. Fest steht jedoch, dass das Schaf die unmittelbare Gefahrenzone überlebt hatte und von den Einsatzkräften geborgen werden konnte. Die Rettung zeigt zugleich, dass bei Vegetations- und Waldbränden nicht nur Menschen, Gebäude und Infrastruktur betroffen sein können, sondern auch Nutz- und Wildtiere schnell in lebensbedrohliche Situationen geraten.

    Gerade bei Weidetieren besteht zusätzlich das Problem, dass Zäune im Ernstfall den Fluchtweg versperren können. Im Fall von Waldaschaff reagierten die Einsatzkräfte deshalb, indem sie den Zaun öffneten und der Herde einen Weg aus dem bedrohten Bereich ermöglichten. Dass eines der Tiere dabei in Panik einen anderen Weg einschlug, lässt sich bei einer solchen Gefahrensituation kaum vollständig verhindern. Entscheidend war letztlich, dass das Gelände auch nach der eigentlichen Brandbekämpfung weiterhin systematisch kontrolliert wurde und das Schaf dabei gefunden werden konnte.

    Rund 30 Hektar Wald- und Vegetationsfläche betroffen

    Der Waldbrand bei Waldaschaff erstreckte sich nach der Abschlussbilanz der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg über rund 300.000 Quadratmeter. Das entspricht einer Fläche von etwa 30 Hektar. Inzwischen gilt der Wald- und Flächenbrand als gelöscht, dennoch mussten Einsatzkräfte das betroffene Gebiet weiterhin auf mögliche Glutnester kontrollieren. Gerade bei ausgedehnten Vegetationsbränden können sich Hitze und Glut im Boden, in Wurzelbereichen oder unter trockenem Pflanzenmaterial lange halten und erneut ein Feuer auslösen.

    Der Einsatz zog sich deshalb über zwei Tage hin und erforderte einen erheblichen personellen Aufwand. Nach Angaben des Main-Echos waren im Verlauf des Einsatzes insgesamt rund 1000 Kräfte beteiligt. Damit gehörte der Brand zu den größeren Feuerwehreinsätzen in der Region. Die Nachkontrollen verdeutlichen zudem, dass das sichtbare Erlöschen der Flammen nicht automatisch bedeutet, dass von einer größeren Brandfläche unmittelbar keine Gefahr mehr ausgeht.

    Sieben Feuerwehrleute bei Einsatz leicht verletzt

    Der zweitägige Einsatz blieb auch für die beteiligten Helfer nicht ohne Folgen. Nach Angaben der Kreisbrandinspektion wurden sieben Feuerwehrleute leicht verletzt. Zusätzlich musste eine verletzte Passantin medizinisch versorgt werden. Nähere Angaben zur Art der Verletzungen oder zu einer möglichen weiteren Behandlung wurden in den bislang veröffentlichten Berichten nicht gemacht.

    Die Rettung der Schafherde war damit nur ein Teil eines umfangreichen Einsatzes, bei dem die Feuerwehr gleichzeitig Menschen, Tiere und größere Waldflächen schützen musste. Besonders die Entdeckung des verschwundenen Schafes während der Nachlöscharbeiten zeigt, wie wichtig die Kontrolle eines Brandgebietes auch nach dem Ende der offenen Flammen bleibt. Für das Tier bedeutete diese Kontrolle vermutlich den entscheidenden Unterschied: Es konnte gefunden, eingefangen und aus dem Wald gebracht werden.

    Quellen

  • Rehbock schwimmt 500 Meter in den Genfersee – Seepolizei rettet erschöpftes Tier

    Rehbock schwimmt 500 Meter in den Genfersee – Seepolizei rettet erschöpftes Tier

    Am 11. August 2026 hat die Seepolizei der Kantonspolizei Genf einen erschöpften Rehbock aus dem Genfersee gerettet. Das ausgewachsene männliche Reh war vor dem Port-Tunnel bei Cologny gesichtet worden und bereits rund 500 Meter vom Ufer entfernt. Zwei Boote rückten zu dem Tier aus, das trotz seiner sichtbaren Schwäche weiter in Richtung See schwamm. Nach mehreren erfolglosen Versuchen gelang es den Einsatzkräften, den Rehbock an Bord zu ziehen.

    Rettung vor Cologny endet an der Société Nautique de Genève

    Der Einsatz begann am Dienstag kurz nach 10.30 Uhr. Nachdem die Polizisten das Tier erreicht hatten, mussten zwei von ihnen den Rehbock während der Rückfahrt sichern. Die Boote brachten ihn zur Société Nautique de Genève, wo der kantonale Wildhüterdienst die weitere Versorgung übernahm. Damit endete die unmittelbare Bergung auf dem Wasser und begann die fachgerechte Betreuung an Land.

    Der Wildhüterdienst setzte den Rehbock in eine belüftete Transportbox aus Holz. Anschließend wurde das Tier in die Wälder von Jussy gebracht, die als geeigneter Ort für die Rückkehr in den natürlichen Lebensraum ausgewählt wurden. Dort überprüften die zuständigen Mitarbeitenden den allgemeinen Gesundheitszustand des Rehs. Zusätzlich erhielt es eine Ohrmarke, um eine spätere Identifizierung zu ermöglichen.

    Untersuchung ohne festgestellte Beeinträchtigungen

    Vor der Freilassung kontrollierte der diensthabende Wildhüter auch das vorgesehene Gebiet. Nach Angaben der Kantonspolizei zeigte der Rehbock weder Anzeichen einer Lahmheit noch Probleme bei der Orientierung. Trotz der Belastung durch die lange Strecke im Wasser konnte er schließlich ohne erkennbare gesundheitliche Beeinträchtigungen in den Wald zurückkehren.

    Der Fall zeigt eine klar abgegrenzte Zusammenarbeit zweier zuständiger Dienste: Die Seepolizei übernahm die schwierige Bergung rund 500 Meter vom Ufer entfernt, während der Wildhüterdienst Untersuchung, Transport und Auswilderung organisierte. Eine weitere Betreuung in menschlicher Obhut war nach der Untersuchung nicht erforderlich. Der Rehbock konnte noch am selben Einsatz in seinen natürlichen Lebensraum zurückkehren.

    Quellen

  • Erster Nachwuchs bei Sulawesi-Hirschebern im Kölner Zoo: Ferkel Peri ist da

    Erster Nachwuchs bei Sulawesi-Hirschebern im Kölner Zoo: Ferkel Peri ist da

    Ferkel Peri sorgt für Zuchterfolg im Kölner Zoo

    Im Kölner Zoo ist erstmals Nachwuchs bei den Sulawesi-Hirschebern zur Welt gekommen. Das weibliche Jungtier namens Peri wurde Ende Mai geboren und entwickelt sich nach Angaben des Zoos gut. Inzwischen ist das Ferkel rund 50 Zentimeter groß und wiegt etwa sechs Kilogramm. Der Name „Peri“ bedeutet auf Indonesisch „Fee“ und wurde von einer Tierpflegerin ausgewählt.

    Mutter Dua Hati lebt gemeinsam mit ihrem Nachwuchs in einem rund 1.000 Quadratmeter großen Gehege in Köln-Riehl. Die Elterntiere Kopa und Dua Hati kamen 2024 in den Kölner Zoo. Mit der erfolgreichen Nachzucht ist nun ein wichtiger Schritt gelungen, denn die aus Indonesien stammenden Sulawesi-Hirscheber gehören zu den bedrohten Tierarten.

    Peri teilt sich die Anlage mit Banteng-Rindern und Prinz-Alfred-Hirschen. Solche Vergesellschaftungen verschiedener Tierarten aus derselben geografischen Region ermöglichen Besuchern einen abwechslungsreicheren Einblick in natürliche Lebensgemeinschaften. Gleichzeitig stellen sie hohe Anforderungen an die Tierpflege, weil Verhalten, Rückzugsmöglichkeiten und die Beziehungen zwischen den einzelnen Tieren kontinuierlich beobachtet werden müssen.

    Nach Medienberichten setzt Mutter Dua Hati gegenüber ihren deutlich größeren Mitbewohnern durchaus eigene Grenzen. Für die Tierpfleger gehört gerade dieses individuelle Verhalten zu den Faktoren, die bei einer solchen Gemeinschaftshaltung berücksichtigt werden müssen.

    Vater Kopa lebt getrennt von Mutter und Jungtier

    Vater Kopa ist derzeit nicht gemeinsam mit Dua Hati und Peri untergebracht. Damit berücksichtigt der Kölner Zoo die natürliche Sozialstruktur der Hirscheber. Männliche Tiere leben in freier Wildbahn nicht dauerhaft gemeinsam mit dem Muttertier und dessen Nachwuchs.

    Die getrennte Haltung ist somit kein Zeichen einer problematischen Familienkonstellation, sondern orientiert sich am artspezifischen Verhalten. Moderne zoologische Tierhaltung bedeutet gerade bei wenig bekannten Arten, solche biologischen Besonderheiten in der Gestaltung der Haltung zu berücksichtigen.

    Kölner Geburt ist Teil internationaler Erhaltungszucht

    Sulawesi-Hirscheber stammen von der indonesischen Insel Sulawesi. Die Art steht unter zunehmendem Druck. Als wesentliche Gefahren gelten der Verlust geeigneter Lebensräume, Bejagung sowie Krankheiten wie die Afrikanische Schweinepest.

    Gerade bei Arten mit schrumpfenden oder bedrohten Wildbeständen gewinnen koordinierte Zuchtprogramme zoologischer Einrichtungen an Bedeutung. Ziel ist dabei nicht lediglich, möglichst viele Jungtiere hervorzubringen. Entscheidend ist vielmehr der Aufbau genetisch stabiler und langfristig lebensfähiger Populationen in menschlicher Obhut.

    Internationale Zoos und wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten deshalb seit Jahren zusammen, um Bestände verschiedener bedrohter Tierarten Indonesiens koordiniert zu erhalten. Dazu gehören neben Hirschebern beispielsweise auch Banteng-Rinder und weitere seltene Arten aus der Region.

    Solche Programme umfassen Zuchtbücher, genetische Empfehlungen, den Austausch geeigneter Tiere zwischen Einrichtungen sowie wissenschaftliche Untersuchungen. Die Geburt von Peri ist deshalb nicht nur ein lokaler Zuchterfolg des Kölner Zoos, sondern Teil einer wesentlich größeren internationalen Artenschutzarbeit.

    Zoos schaffen Reservepopulationen bedrohter Arten

    Bei Debatten über zoologischen Artenschutz wird häufig ausschließlich auf mögliche spätere Auswilderungen geschaut. Doch Erhaltungszucht beginnt deutlich früher. Voraussetzung für jede langfristige Perspektive ist zunächst eine stabile Population, deren genetische Vielfalt möglichst breit erhalten bleibt.

    Sulawesi-Hirscheber erfüllen auch in ihrem natürlichen Lebensraum wichtige ökologische Funktionen. Beim Wühlen lockern sie den Boden auf und können zur Verbreitung von Samen beitragen. Gleichzeitig sind sie Bestandteil der Nahrungsketten ihres Ökosystems. Verschwindet eine Tierart, können deshalb Auswirkungen entstehen, die weit über die einzelne Art hinausreichen.

    Eine Reservepopulation in zoologischen Einrichtungen ersetzt den Schutz natürlicher Lebensräume nicht. Sie kann jedoch verhindern, dass eine Tierart vollständig verloren geht, während gleichzeitig Schutzprojekte in den Herkunftsgebieten weiterentwickelt werden.

    Für Peri selbst gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass eine spätere Auswilderung geplant wäre. Das schmälert den Wert der Nachzucht jedoch nicht. Entscheidend ist zunächst, dass die Art innerhalb koordinierter Populationen langfristig erhalten werden kann.

    „Action Indonesia Day“ informiert über bedrohte Tierarten

    Passend zum Nachwuchs will der Kölner Zoo beim „Action Indonesia Day“ über bedrohte Tierarten aus Indonesien informieren. Im Mittelpunkt stehen neben den Sulawesi-Hirschebern auch Banteng-Rinder und weitere Tiere der Region.

    Zoobegleiter sollen am Zoomobil über die verschiedenen Arten, ihre Bedrohung und bestehende Schutzmaßnahmen informieren. Besucher erhalten damit die Möglichkeit, nicht nur einzelne Tiere zu sehen, sondern auch mehr über die Zusammenhänge zwischen Lebensraumverlust, Wildtierbeständen und zoologischer Erhaltungszucht zu erfahren.

    Peri dürfte dabei zweifellos zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Hirscheber lenken. Gerade Jungtiere schaffen häufig einen Zugang zu Arten, von denen viele Besucher zuvor kaum etwas gehört haben.

    Der erste Nachwuchs bei Sulawesi-Hirschebern ist deshalb für den Kölner Zoo mehr als lediglich eine erfreuliche Tiergeburt. Er zeigt exemplarisch, wie Tierhaltung, Zuchtmanagement, internationale Zusammenarbeit und Bildungsarbeit in modernen Zoos miteinander verbunden werden können.

    Ob Tiere aus solchen Populationen eines Tages wieder zur Stabilisierung von Wildbeständen beitragen können, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Voraussetzung bleiben geeignete Lebensräume und ausreichender Schutz in den Herkunftsregionen. Ohne stabile Zoopopulationen würde im Ernstfall jedoch eine wichtige zusätzliche Möglichkeit zum Erhalt bedrohter Arten fehlen.

    Quellen:

  • Elefantenkalb im Tiergarten Schönbrunn lernt Körperpflege von den Großen

    Elefantenkalb im Tiergarten Schönbrunn lernt Körperpflege von den Großen

    Wasser, Schlamm und Sand gehören zum täglichen Lernprogramm

    Das Elefantenkalb im Tiergarten Schönbrunn entwickelt sich prächtig und entdeckt immer mehr Verhaltensweisen der erwachsenen Tiere. Besonders bei sommerlichen Temperaturen gehören Wasser, Schlamm und Sand derzeit zu seinen bevorzugten Beschäftigungen. Der junge Elefantenbulle wagt sich beim Baden zunehmend weiter ins Wasser und versucht inzwischen sogar, sich selbst Sand mit dem Rüssel auf den Rücken zu werfen.

    Am 20. August wird das Jungtier ein Jahr alt. Inzwischen bringt der kleine Bulle rund 400 Kilogramm auf die Waage. Geboren wurde er am 20. August 2025 als erste erfolgreiche natürliche Nachzucht Afrikanischer Elefanten im Tiergarten Schönbrunn seit mehr als 20 Jahren.

    Körperpflege muss gelernt werden

    Was für Besucher zunächst nach ausgelassenem Spiel aussieht, erfüllt bei Elefanten einen wichtigen Zweck. Wasser sorgt für Abkühlung, während Schlamm und Sand zur natürlichen Hautpflege gehören. Eine Schicht aus Schlamm kann die empfindliche Haut vor intensiver Sonneneinstrahlung und Insekten schützen. Eingetrocknete Schlammschichten helfen außerdem dabei, alte Hautschuppen beim anschließenden Scheuern zu entfernen.

    Dass solche Verhaltensweisen auch für Elefanten in menschlicher Obhut eine wichtige Rolle spielen, berücksichtigt der Tiergarten Schönbrunn bereits bei der Gestaltung seiner Elefantenanlage. Wasserstellen, Sandflächen und Bereiche zum Suhlen ermöglichen den Tieren, unterschiedliche Formen ihrer natürlichen Körperpflege auszuleben.

    Der Vater macht es vor

    Besonders spannend ist derzeit zu beobachten, wie das Elefantenkalb von den erwachsenen Tieren seiner Herde lernt. Wenn sein Vater Sand mit dem Rüssel aufnimmt und anschließend über den eigenen Rücken verteilt, versucht der Nachwuchs die Bewegung unmittelbar nachzuahmen.

    Tierpflegerin Jenny Bukowski berichtet, dass das Ergebnis zwar noch nicht bei jedem Versuch perfekt ausfällt, der kleine Elefant aber sichtbar Fortschritte macht. Mit zunehmender Übung gelingt es ihm immer besser, den Sand tatsächlich dort zu platzieren, wo er hin soll.

    Gerade solche Beobachtungen zeigen, wie wichtig das Zusammenleben mit erfahrenen Artgenossen für Jungtiere ist. Viele Verhaltensweisen werden nicht einfach von einem Tag auf den anderen beherrscht, sondern durch Beobachtung, Nachahmung und wiederholtes Ausprobieren erlernt.

    Lernen innerhalb der Elefantenherde

    Schon in den vergangenen Monaten berichtete der Tiergarten immer wieder davon, wie neugierig das Jungtier seine Umgebung erkundet. Bereits wenige Monate nach seiner Geburt begann es, den Gebrauch seines Rüssels intensiv zu üben, kleinere Äste durch die Anlage zu tragen und Wasser mit dem Rüssel aufzunehmen.

    Nun kommt mit der selbstständigen Körperpflege der nächste Entwicklungsschritt hinzu. Baden, Suhlen und das Verteilen von Sand gehören zunehmend zum normalen Verhaltensrepertoire des jungen Elefanten.

    Für Besucher bietet sich damit die Gelegenheit, unmittelbar zu beobachten, wie ein Elefantenkalb innerhalb seiner Herde lernt. Gerade darin liegt eine der besonderen Möglichkeiten moderner zoologischer Einrichtungen: Tierisches Verhalten lässt sich nicht nur erklären, sondern direkt erleben.

    Quellen:

  • Zoo Schwerin führt Sommer-Nachmittagsticket ein: Attraktives Angebot für spontane Zoobesuche

    Zoo Schwerin führt Sommer-Nachmittagsticket ein: Attraktives Angebot für spontane Zoobesuche

    Vergünstigter Zoobesuch am Nachmittag

    Der Zoo Schwerin erweitert sein Sommerangebot um ein vergünstigtes Nachmittagsticket. Besucher können montags bis donnerstags ab 15 Uhr für pauschal 10 Euro den Zoo besuchen. Die Aktion gilt nach Angaben des Zoos ab sofort bis zum 30. September 2026 und richtet sich insbesondere an Gäste, die keinen vollständigen Tag im Zoo verbringen können oder bewusst die ruhigeren Nachmittagsstunden nutzen möchten.

    Trotz des reduzierten Eintrittspreises stehen den Besuchern sämtliche regulär geöffneten Bereiche des Zoos zur Verfügung. Auch die gastronomischen Angebote und der Zoo-Shop bleiben bis zur Schließung geöffnet. Zusätzlich werden am Nachmittag kommentierte Fütterungen angeboten, unter anderem im Humboldthaus und bei den Asiatischen Löwen. Damit verbindet der Zoo den günstigeren Eintritt mit einem konkreten Besucherprogramm, das auch während eines kürzeren Aufenthalts interessante Einblicke in die Tierhaltung ermöglicht.

    Marketing-Chefin Anne Schilling erklärte gegenüber dem Nordkurier, das Ticket ermögliche es, das weitläufige Zoogelände in den verbleibenden drei Stunden bis zur Schließung entspannt zu erkunden. Gerade für Familien, Berufstätige oder Urlauber, die erst später am Tag Zeit haben, dürfte das Angebot eine interessante Alternative zum regulären Tagesticket darstellen.

    Deutlicher Preisnachlass gegenüber dem regulären Tagesticket

    Das Sommer-Nachmittagsticket unterscheidet sich deutlich von den regulären Eintrittspreisen. Auf der offiziellen Website des Zoos wird das Tagesticket während der Sommersaison mit 16 Euro für Erwachsene und 12,50 Euro für ermäßigte Besucher ausgewiesen. Mit einem Preis von 10 Euro erhalten insbesondere Erwachsene somit einen spürbaren Nachlass.

    Der Zoo Schwerin bietet bereits ein sogenanntes Feierabendticket an, das 60 Minuten vor der Schließung zum Preis von 8,50 Euro erhältlich ist. Das neue Sommer-Nachmittagsticket geht jedoch deutlich über dieses Angebot hinaus, da den Besuchern ab 15 Uhr mehrere Stunden für den Rundgang zur Verfügung stehen. Es handelt sich zudem nicht um eine einmalige Rabattaktion, sondern um ein über mehrere Wochen laufendes Angebot an vier Wochentagen.

    Die Tickets können sowohl online über den Ticketshop als auch direkt an der Tageskasse erworben werden. Der digitale Verkauf wird zusätzlich über das Serviceportal der Stadt Schwerin beworben. Damit lässt sich der Besuch vorab planen, während spontane Gäste weiterhin die Möglichkeit haben, das Ticket unmittelbar vor Ort zu kaufen.

    Kommentierte Fütterungen steigern den Erlebniswert

    Ein wichtiger Bestandteil des Nachmittagangebots sind die öffentlichen Fütterungen. Nach Angaben des Zoos findet um 17 Uhr eine kommentierte Fütterung im Humboldthaus statt. Um 17.15 Uhr folgt die Fütterung der Asiatischen Löwen.

    Solche Programmpunkte erhöhen den Erlebniswert eines zeitlich verkürzten Zoobesuchs deutlich. Besucher beobachten nicht nur die Tiere, sondern erhalten zugleich fachliche Informationen zu ihren natürlichen Verhaltensweisen, ihrer Ernährung und ihrer Haltung im Zoo. Die kommentierten Fütterungen schaffen damit einen unmittelbaren Zugang zur Bildungsarbeit moderner zoologischer Einrichtungen.

    Gleichzeitig kann der Zoo bestehende Abläufe der Tierpflege sinnvoll in das Besucherprogramm einbinden. Die Fütterungen sind ohnehin Bestandteil des täglichen Betriebs und werden durch die fachlichen Erläuterungen der Tierpfleger zu einem zusätzlichen Bildungsangebot. Das Nachmittagsticket verbindet somit einen günstigeren Eintritt mit Angeboten, die den Besuch inhaltlich aufwerten.

    Ergänzend bietet der Zoo Schwerin separat buchbare Sommer- und Abendsafaris an. Diese kostenpflichtigen Führungen richten sich an Besucher, die den Zoo außerhalb des üblichen Rundgangs und mit einer intensiveren fachlichen Begleitung erleben möchten. Das Nachmittagsticket ersetzt diese Angebote nicht, sondern ergänzt sie um eine preisgünstigere und flexiblere Besuchsmöglichkeit.

    Sinnvolle Ergänzung des bestehenden Ticketangebots

    Rabattierte Eintrittsmodelle werden gelegentlich vorschnell als Hinweis auf rückläufige Besucherzahlen oder wirtschaftliche Schwierigkeiten interpretiert. Für eine solche Schlussfolgerung gibt es im Fall des Zoo Schwerin jedoch keine belastbaren Anhaltspunkte. Weder der Zoo noch die bisherige Berichterstattung stellen einen Zusammenhang zwischen dem Nachmittagsticket und möglichen Besucherrückgängen her.

    Wesentlich naheliegender ist die Einordnung als klassische saisonale Marketingmaßnahme. Zoos verfügen über hohe Fixkosten, die unabhängig davon entstehen, wie viele Gäste sich zu einer bestimmten Uhrzeit auf dem Gelände befinden. Tierpflege, Personal, Gebäude, Energieversorgung und Instandhaltung müssen auch dann finanziert werden, wenn der Besucherstrom am späten Nachmittag geringer ausfällt.

    Ein vergünstigtes Ticket kann deshalb dazu beitragen, bisher schwächer ausgelastete Tageszeiten attraktiver zu machen. Selbst wenn der Eintrittserlös pro Besucher geringer ausfällt, können zusätzliche Gäste weitere Umsätze in der Gastronomie oder im Zoo-Shop erzeugen. Zudem erreicht der Zoo möglicherweise Besuchergruppen, die den regulären Eintrittspreis für einen nur wenige Stunden dauernden Aufenthalt als zu hoch empfinden würden.

    Damit handelt es sich nicht zwangsläufig um einen Preisnachlass zulasten der Einnahmen. Das Angebot kann vielmehr zusätzliche Besuche ermöglichen, die ohne das Nachmittagsticket womöglich überhaupt nicht stattgefunden hätten.

    Flexible Eintrittsmodelle entsprechen verändertem Freizeitverhalten

    Das Freizeitverhalten vieler Menschen hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Nicht jeder Besucher möchte oder kann einen vollständigen Tag für einen Zoobesuch einplanen. Familien mit kleinen Kindern, Berufstätige, Senioren oder Touristen entscheiden häufig kurzfristig, wie viel Zeit ihnen für eine Freizeitaktivität zur Verfügung steht.

    Flexible Eintrittsmodelle können auf diese unterschiedlichen Bedürfnisse reagieren. Ein Gast, der erst um 15 Uhr Zeit hat, erhält durch das Nachmittagsticket eine preislich angemessene Möglichkeit, den Zoo dennoch mehrere Stunden lang zu besuchen. Der reguläre Tagespreis bleibt gleichzeitig für Besucher bestehen, die das vollständige Angebot vom Vormittag bis zur Schließung nutzen möchten.

    Für den Zoo ergibt sich daraus eine breitere Preisstruktur, die unterschiedliche Besuchergruppen anspricht, ohne das reguläre Angebot abzuwerten. Solche Modelle sind aus anderen Freizeit- und Kultureinrichtungen bekannt und können helfen, Besucherströme besser über den Tag zu verteilen.

    Insbesondere an warmen Sommertagen kann ein späterer Besuch zudem Vorteile bieten. Die Temperaturen sind am Nachmittag häufig angenehmer, das Gelände wird ruhiger und manche Tierarten werden gegen Abend aktiver. Auch dadurch kann der Zoobesuch zu späterer Stunde einen eigenen Charakter entwickeln.

    Keine belastbaren Hinweise auf strukturelle Probleme

    Die bislang veröffentlichten Informationen enthalten keine konkreten Angaben dazu, welche Besucherzahlen der Zoo mit der Aktion erreichen möchte oder wie sich das Nachmittagsticket wirtschaftlich auswirken soll. Solche internen Kalkulationen werden bei zeitlich begrenzten Rabattaktionen jedoch üblicherweise nicht vollständig veröffentlicht.

    Aus dem Fehlen betriebswirtschaftlicher Kennzahlen lässt sich deshalb keine besondere Intransparenz ableiten. Unternehmen und kommunale Freizeiteinrichtungen legen die genaue Kalkulation einzelner Marketingmaßnahmen regelmäßig nicht öffentlich offen. Entscheidend ist zunächst, dass Preis, Gültigkeitszeitraum und Leistungsumfang für die Besucher nachvollziehbar kommuniziert werden.

    Für Behauptungen, das Ticket sei eine Reaktion auf finanzielle Schwierigkeiten, Personalmangel oder einen erheblichen Besucherrückgang, fehlen derzeit entsprechende Belege. Eine solche Interpretation wäre daher spekulativ. Erst konkrete Besucherstatistiken, Geschäftsberichte oder Aussagen des Betreibers könnten eine weitergehende wirtschaftliche Bewertung ermöglichen.

    Journalistisch legitim bleibt dennoch die Frage, wie das Angebot angenommen wird. Nach Abschluss der Aktion wäre interessant, ob zusätzliche Besucher gewonnen wurden, ob sich die Auslastung am Nachmittag verändert hat und ob das Ticket möglicherweise auch in kommenden Jahren angeboten wird.

    Vorteile für Besucher und Zoo

    Für Gäste bietet das Sommer-Nachmittagsticket einen klaren praktischen Nutzen. Wer erst später am Tag Zeit für einen Zoobesuch hat, erhält für 10 Euro mehrere Stunden Zugang zum gesamten Gelände. Kommentierte Fütterungen sorgen dafür, dass der Besuch trotz der verkürzten Zeit nicht auf einen einfachen Rundgang beschränkt bleibt.

    Auch für den Zoo kann die Aktion Vorteile bringen. Zusätzliche Besucher erhöhen die Reichweite der Einrichtung, unterstützen Gastronomie und Zoo-Shop und tragen dazu bei, weniger stark ausgelastete Tageszeiten besser zu nutzen. Gleichzeitig kann das Angebot Menschen ansprechen, die den Zoo möglicherweise längere Zeit nicht besucht haben oder zunächst nur einen kürzeren Aufenthalt planen.

    Darüber hinaus entsteht eine niedrigschwellige Gelegenheit, die Bildungs-, Natur- und Artenschutzarbeit des Zoos kennenzulernen. Ein günstigerer Eintritt kann gerade für Familien oder preisbewusste Gäste entscheidend sein, wenn mehrere Freizeitangebote miteinander konkurrieren.

    Fazit: Besucherfreundliche Sommeraktion mit nachvollziehbarem Konzept

    Das neue Sommer-Nachmittagsticket des Zoo Schwerin ist vor allem als besucherfreundliche und wirtschaftlich nachvollziehbare Ergänzung des bestehenden Ticketangebots einzuordnen. Der reduzierte Preis berücksichtigt die kürzere Aufenthaltsdauer, während sämtliche Besucherbereiche zugänglich bleiben und kommentierte Fütterungen zusätzlichen Mehrwert bieten.

    Belastbare Hinweise darauf, dass die Aktion auf strukturelle Probleme oder einen konkreten Besucherrückgang zurückzuführen ist, liegen nicht vor. Die naheliegende Erklärung ist eine saisonale Marketingmaßnahme, mit der der Zoo neue Besuchergruppen erreichen und die Nachmittagsstunden besser auslasten möchte.

    Ob das Konzept langfristig erfolgreich ist, wird sich anhand der tatsächlichen Nachfrage zeigen. Für Besucher bietet es jedoch bereits jetzt eine attraktive Möglichkeit, den Zoo Schwerin flexibel, günstiger und dennoch mit einem abwechslungsreichen Programm zu erleben.

    Quellen

    – Nordkurier: „Sommer-Aktion: Ab 15 Uhr für 10 Euro in den Zoo“
    https://www.nordkurier.de/regional/schwerin/sommer-aktion-ab-15-uhr-fuer-10-euro-in-den-zoo-4764884

    – Zoo Schwerin: Öffnungszeiten und Preise
    https://www.zoo-schwerin.de/oeffnungszeiten-preise

    – Serviceportal der Landeshauptstadt Schwerin: Zoo-Tickets
    https://serviceportal.schwerin.de/dienstleistungen/-/egov-bis-detail/dienstleistung/289834/show

    – Zoo Schwerin: Pressebereich
    https://www.zoo-schwerin.de/mein-zoo/pressebereich

    – Zoo Schwerin: Führungen und besondere Erlebnisse
    https://www.zoo-schwerin.de/erlebnisse/fuehrungen

    https://gerati.de/2026/03/11/vogelgrippe-schweriner-zoo-o3l2/

  • Tiergarten Kleve: Doppelter Nachwuchs bei Roten Pandas – Ein Zuchterfolg mit offenen Fragen

    Tiergarten Kleve: Doppelter Nachwuchs bei Roten Pandas – Ein Zuchterfolg mit offenen Fragen

    Zwei Jungtiere in der Wurfhöhle: Was passiert ist

    Am 21. Juni sind im Tiergarten Kleve zwei Rote Pandas zur Welt gekommen. Das meldet der Zoo; Eltern sind das Weibchen Kamala und das Männchen Janak. Tiergartenleiter Martin Polotzek bezeichnete die Geburt als einen „wichtigen Erfolg“ für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), in dessen Rahmen die Tiere zusammengeführt wurden. Die Jungtiere werden nach Angaben des Zoos derzeit in der dunklen Wurfhöhle von der Mutter versorgt, damit die Aufzucht ungestört verlaufen kann. Aus diesem Grund sei bislang noch kein tiermedizinischer Gesundheitscheck durchgeführt worden, sodass das Geschlecht und weitere Vitaldaten der Jungtiere noch nicht vorliegen.

    Hinzu kommt die Vorgeschichte der Elterntiere: Janak sei aus Frankreich (Dunkerque) nach Kleve gekommen und habe vor dem Kontakt mit Kamala eine mehrwöchige Quarantäne mit entsprechenden Untersuchungen durchlaufen. Kamala war laut Mitteilungen des Tiergartens zuvor aus einem französischen Zoo übernommen worden.

    Warum Kleve die Geburt als Erfolg wertet

    Der Tiergarten betont zwei Gründe für die Relevanz des Nachwuchses: Zum einen die Erhaltungsarbeit innerhalb des EEP, das Zuchtpaare europaweit koordiniert, um genetisch sinnvolle Verpaarungen zu ermöglichen. Nach Angaben des Zoos habe der EEP‑Koordinator Janak für Kleve empfohlen, weil seine genetische Kombination zu Kamala passe. Zum anderen nennt Kleve eine jährliche, zweckgebundene Zahlung an das Red Panda Network in Nepal, die aus einem Teil der Zookassen finanziert werde. Die Kombination aus Zuchtarbeit in Menschenobhut und Projektförderung in den Ursprungsländern ist in der Zoowelt gängige Praxis und dient formal der Stabilisierung geneverer Reservoirs und der Unterstützung von Schutzmaßnahmen in der Natur.

    Haltung, Infrastruktur und konkrete Versprechen des Zoos

    Der Tiergarten weist darauf hin, dass seine Pandaanlage 2023 erneuert wurde und über eine eigene Bambusplantage sowie eine Benebelungsanlage zur Temperaturregulierung verfügt. Solche Anpassungen adressieren die ökologischen Bedürfnisse der Art: Rote Pandas stammen aus kühlen, nebelreichen Bergwäldern des Himalaya und sind empfindlich gegenüber Hitze. Die Zooangaben zur Anlage sind auf der Zoo‑Website dokumentiert und wurden in lokalen Medien wiedergegeben. Außerdem kommuniziert der Zoo, dass ein Teil der Eintrittsgelder zweckgebunden an Artenschutzprojekte fließt; er nennt dafür eine „fünfstellig pro Jahr“ liegende Summe, ohne in den verfügbaren Presseangaben detaillierte Verwendungsnachweise zu liefern.

    Was aktuell belegt ist — und was offen bleibt

    Belegt sind Datum der Geburt (21. Juni), die Namen der Elterntiere (Kamala, Janak), die Einbindung in das EEP und die Aussage des Tiergartenleiters zur Bedeutung der Nachzucht. Ergänzend belegt sind Angaben zur Herkunft und Vorgeschichte der Elterntiere: Janak kam aus Frankreich (Dunkerque) und durchlief eine Quarantäne mit Untersuchungen; Kamala stammte ebenfalls aus Frankreich. Offen bleiben derzeit der gesundheitliche Zustand der Jungtiere, konkrete tierärztliche Befunde sowie das Geschlecht. Der Zoo hat den Verzicht auf einen sofortigen Gesundheitscheck damit begründet, die Mutter nicht zu stören. Auch die detaillierte Verwendung der genannten Fördermittel an das Red Panda Network ist in den vorliegenden Mitteilungen nicht lückenlos dokumentiert.

    Die Nachricht ist damit ein positiver Zuchterfolg mit belegten Details zur Anlage, EEP‑Einbindung und Herkunft der Elterntiere, enthält aber zugleich Informationslücken bei Gesundheitsdaten und Finanztransparenz, die für eine vollständige Bewertung des Beitrags zum Artenschutz relevant sind.

    Quellen:

    – Tiergarten Kleve: Zwei Rote Pandas geboren – DER SPIEGEL – https://www.spiegel.de/panorama/tiergarten-kleve-zwei-rote-pandas-geboren-a-bb5ece61-8dbb-4827-81d1-f122ef77f8eb – Recherchierte Quelle – https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/zwei-rote-panda-babys-im-tiergarten-in-kleve-geboren_aid-152339381 – Ein neuer Roter Panda für den Tiergarten Kleve | Stadt Kleve – https://www.kleve.de/stadt-kleve/rathaus-informieren/aktuelles/ein-neuer-roter-panda-fuer-den-tiergarten-kleve-0 – Neuer Roter Panda im Tiergarten Kleve • Tiergarten Kleve – https://tiergarten-kleve.de/neuer-roter-panda-im-tiergarten-kleve/ – flauschig, süß aber bedroht: rote Panda-Babys im Tierpark Kleve geboren (WDR) – https://www1.wdr.de/nrw/niederrhein/kreis-kleve/nachwuchs-pandas-tiergarten-100.html – GERATI: Brandbrief des RKI an die rot-rot-grünen Berliner Koalition – https://gerati.de/2020/11/17/brandbrief-des-rki-an-die-rot-rot-gruenen-berliner-koalition/

  • Eine Tonne ungekühltes Hähnchenfleisch – Polizei stoppt riskanten Transport

    Eine Tonne ungekühltes Hähnchenfleisch – Polizei stoppt riskanten Transport

    Der Vorfall: Kontrolle bringt massiven Verstoß ans Licht

    Bei einer Polizeikontrolle wurde ein Transport gestoppt, der in seiner Dimension erheblich ist. In dem Fahrzeug befanden sich rund eine Tonne Hähnchenfleisch, die ohne jede Kühlung transportiert wurde. Damit wurde eine der zentralen Vorgaben im Lebensmittelbereich vollständig missachtet, denn gerade Geflügelfleisch muss durchgehend gekühlt werden.

    Die Beamten stellten fest, dass die Ware unter Bedingungen transportiert wurde, die mit den geltenden Hygienevorschriften nicht vereinbar sind. Aufgrund des Zustands bestand der Verdacht, dass das Fleisch nicht mehr für den Verzehr geeignet ist. Die gesamte Ladung wurde daraufhin sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen.

    Die Aussage des Fahrers: Kein Platz im Kühlwagen

    Besonders bemerkenswert ist die Begründung des Fahrers. Laut Bericht gab er an, dass im Kühlfahrzeug kein Platz mehr gewesen sei, weshalb ein Teil der Ware ungekühlt transportiert wurde. Diese Aussage macht deutlich, dass der Verstoß nicht aus Unwissenheit entstanden ist, sondern bewusst in Kauf genommen wurde.

    Denn wer Lebensmittel transportiert, kennt die grundlegenden Anforderungen. Wenn die Kühlkapazität nicht ausreicht, darf die Ware schlicht nicht transportiert werden. Die Entscheidung, dennoch eine erhebliche Menge ungekühlt zu befördern, stellt damit keinen kleinen Fehler dar, sondern einen klaren Regelbruch.

    Die unmittelbaren Maßnahmen der Behörden

    Die Polizei reagierte direkt und stellte die gesamte Menge des Hähnchenfleisches sicher. Parallel dazu wurden die zuständigen Behörden eingeschaltet, insbesondere die Lebensmittelüberwachung, die nun die weitere Bewertung des Falls übernimmt.

    Solche Fälle werden in der Regel umfassend geprüft, insbesondere im Hinblick auf die Herkunft der Ware, die geplante Verwendung sowie mögliche weitere Verstöße. Ziel ist es, auszuschließen, dass gesundheitsgefährdende Lebensmittel in den Umlauf gelangen.

    Rechtliche Konsequenzen für Fahrer und Unternehmen

    Rechtlich bewegt sich der Fall im Bereich der Lebensmittelhygiene und des Verbraucherschutzes. Die Missachtung der Kühlkette stellt einen klaren Verstoß gegen geltende Vorschriften dar. Je nach Einordnung kann dies als Ordnungswidrigkeit oder in schwereren Fällen auch strafrechtlich relevant sein.

    Dem Fahrer drohen Bußgelder, insbesondere wenn ihm ein fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten nachgewiesen wird. Noch gravierender können die Konsequenzen für das verantwortliche Unternehmen sein, das für die ordnungsgemäße Organisation des Transports verantwortlich ist.

    Hier sind neben Bußgeldern auch weitergehende Maßnahmen denkbar, etwa Auflagen, Kontrollen oder im Extremfall Einschränkungen der Betriebstätigkeit. Entscheidend ist dabei die Frage, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder strukturelle Mängel im Unternehmen vorliegen.

    Gesundheitsrisiko durch den Verstoß

    Die fehlende Kühlung ist kein formaler Mangel, sondern ein konkretes Risiko. Geflügelfleisch gehört zu den besonders empfindlichen Lebensmitteln, bei denen sich Keime wie Salmonellen schnell vermehren können. Ohne Kühlung kann sich die Belastung innerhalb kurzer Zeit stark erhöhen.

    Das bedeutet, dass das Fleisch im schlimmsten Fall gesundheitsschädlich gewesen wäre. Der Transport unter solchen Bedingungen hätte dazu führen können, dass belastete Ware in den Handel gelangt und dort von Verbrauchern verarbeitet oder konsumiert wird.

    Einordnung: Kein Bagatelldelikt, sondern systemisches Problem

    Der Vorfall zeigt deutlich, dass es sich nicht um eine Lappalie handelt. Eine Tonne Fleisch ungekühlt zu transportieren, ist kein Versehen, sondern eine bewusste Entscheidung gegen grundlegende Sicherheitsstandards. Die Begründung des Fahrers unterstreicht das zusätzlich.

    Gleichzeitig wirft der Fall eine strukturelle Frage auf. Wenn Kapazitäten nicht ausreichen, wird offenbar in Kauf genommen, dass Vorschriften umgangen werden. Das deutet darauf hin, dass wirtschaftlicher Druck oder organisatorische Defizite eine Rolle spielen könnten.

    Fazit: Ein klarer Verstoß mit weitreichender Bedeutung

    Der gestoppte Transport zeigt exemplarisch, welche Folgen es hat, wenn grundlegende Regeln im Lebensmittelbereich ignoriert werden. Die Kombination aus großer Menge, fehlender Kühlung und bewusster Entscheidung macht den Fall besonders brisant.

    Dass die Polizei eingeschritten ist, verhindert im konkreten Fall Schlimmeres. Gleichzeitig bleibt die Erkenntnis, dass solche Verstöße überhaupt möglich sind. Genau darin liegt die eigentliche Tragweite dieses Vorfalls.


    Quellen: