Die forKIDS-Therapiezentren des Diakoniewerks haben Kindern in Tirol mit Sommerprojektwochen Abwechslung vom gewohnten Therapiealltag geboten. Auf dem Programm standen unter anderem Zirkus, Klettern, Hippotherapie und Sinnesreisen. Die Aktivitäten sollten den Kindern ermöglichen, Fähigkeiten aus den Einzeltherapien in ungewohnten Situationen praktisch anzuwenden.
Zirkus, Klettern und Hippotherapie
In Innsbruck probierten sich die Teilnehmer an zwei Tagen in Zirkusdisziplinen wie Purzelbaum, Pantomime, Hula-Hoop und Jonglieren aus. Nach Angaben des Diakoniewerks standen dabei neben Bewegung auch Aufmerksamkeit, Kreativität und Selbstbewusstsein im Mittelpunkt. Das gemeinsame Training bot den Kindern außerdem Gelegenheit, sich in einer Gruppe zu erleben und eigene Grenzen auf spielerische Weise auszutesten.
Klettertage in Imst, Zams und Reutte verbanden körperliche Herausforderung mit Konzentration und Koordination. Die Kinder mussten Bewegungen planen, Gleichgewicht halten und ihre Kraft dosieren. In der Hippotherapie kam der direkte Kontakt mit Pferden hinzu.
In Telfs und Schwaz standen Sinnesreisen, Wahrnehmungsspiele und Bewegungsparcours auf dem Programm. Die unterschiedlichen Angebote wurden an die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder angepasst. Gerade für Kinder, denen soziale Interaktion schwerfällt, können solche gemeinsamen Aktivitäten eine zusätzliche Übungssituation außerhalb der klassischen Einzelstunde schaffen.
Kostenloses Therapieangebot, zusätzliche Projekttage durch Spenden
Das Diakoniewerk betreibt in Tirol neun forKIDS-Therapiezentren und bietet die reguläre Therapie im Auftrag des Landes Tirol und der Sozialversicherungsträger für Familien kostenlos an. Die Sommerprojekttage gehen über diesen üblichen Rahmen hinaus und werden vor allem durch Spenden finanziert. In diesem Jahr unterstützten unter anderem die Serfaus Fiss Ladis Bergbahnen und die Sparkasse Tirol das Programm.
Auch lokale Kletterhallen halfen bei der Umsetzung: Die Angebote in St. Anton und Imst wurden von den jeweiligen Einrichtungen unterstützt. Damit konnten die Kinder Therapieinhalte in einer Freizeitumgebung erproben, ohne dass für die Familien zusätzliche Teilnahmegebühren anfielen. Ein ähnliches forKIDS-Sommerprojekt in Wörgl verband bereits zuvor Bewegung, Naturerlebnisse und einen Besuch auf einem Pferdehof (Sommerprojekt des forKIDS-Therapiezentrums Wörgl).
Die Sommerwochen zeigen damit einen praktischen Ansatz: Therapie wird nicht ersetzt, sondern in bewegungsreiche Alltagssituationen übertragen. Für die Kinder bedeutet das mehr als ein Ferienprogramm, weil sie motorische und soziale Fähigkeiten unter neuen Bedingungen festigen können. Möglich wird das zusätzliche Angebot durch das Zusammenspiel der Therapiezentren, örtlicher Partner und privater Unterstützer.
Quellen
- tirol.gv.at – forKIDS Therapiezentren | Land Tirol – https://www.tirol.gv.at/meldungen/meldung/forkids-therapiezentren
- diakonie.at – Therapie trifft Abenteuer – forKIDS Sommerprojektwochen – Diakonie – https://www.diakonie.at/news-stories/news/therapie-trifft-abenteuer
- diakonie.at – forKIDS Therapiezentrum Wörgl Sommerprojekt 2023 – Diakonie – https://www.diakonie.at/news-stories/news/forkids-sommerprojekt-kinder-zeigen-was-sie-koennen
