Steinadler bleiben länger im Revier – Schweinswal-Aufnahmen zeigen tödliche Gefahr durch Stellnetze

Die vorliegenden Angaben behandeln junge Steinadler, die trotz früher Flugfähigkeit länger im elterlichen Revier bleiben, sowie akustische Aufnahmen aus Cornwall, die den Tod eines Schweinswals in einem Stellnetz dokumentieren.

Steinadler fliegen früh, verlassen ihr Revier aber spät

Kamran Safi forscht unter anderem zu Steinadlern und ihrem Segelflug. Die vorliegenden Angaben nennen dabei keine überprüfbaren Details zu Stichprobengröße oder Untersuchungszeitraum. So konnten die Forschenden nachvollziehen, wie die Jungadler Thermik nutzen, Höhe gewinnen und auf unterschiedliche Windbedingungen reagieren.

Das Ergebnis korrigiert die verbreitete Vorstellung vom lange unselbstständigen Jungvogel. Die Adler unternahmen Flüge außerhalb des elterlichen Reviers. Sie kehrten jedoch immer wieder zurück. Einige Tiere blieben in der Nähe ihrer Eltern, obwohl sie leistungsfähige Flieger waren.

Die vorliegenden Angaben ordnen dieses Verhalten als mögliche Anpassung an die knappe Zahl geeigneter Reviere in den Alpen ein. Wenn nahezu alle günstigen Gebiete besetzt sind, könnte ein später Auszug den Jungvögeln Zeit verschaffen, bis sich eine eigene Gelegenheit ergibt. Für den Schutz der Art bedeutet das: Beobachtungen von Jungadlern in einem elterlichen Gebiet sind nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass die Tiere den Start ins selbstständige Leben nicht schaffen. Die Forschung zu Tieren im Alpenraum macht zugleich deutlich, wie eng Wildtiere dort mit begrenztem Raum und menschlicher Nutzung konkurrieren.

Ein Schweinswal hebt das Netz an

Vor der Küste Cornwalls dokumentierte ein akustisches Überwachungssystem den Tod eines etwa 1,2 Meter langen Schweinswals in einem Stellnetz. Das Tier war gemeinsam mit einem zweiten Schweinswal auf Nahrungssuche. Nach dem Verfangen stieß es mehr als 50 Klicklaute aus, während der begleitende Schweinswal ebenfalls akustisch reagierte.

Die Aufnahmen dokumentieren außerdem die Befreiungsversuche. Der gefangene Schweinswal veränderte dabei die akustisch erfassten Eigenschaften des Netzes, bevor er ertrank. Die Beobachtung zeigt, dass sich ein Schweinswal während der Jagd in einem Netz verfangen kann; daraus lässt sich keine allgemeine Aussage über die Wahrnehmung von Stellnetzen durch Schweinswale ableiten.

Jamie Macaulay und sein Team von der Universität St. Andrews verbinden die Ergebnisse nicht mit der Forderung nach einem generellen Verbot der Fangtechnik. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Entwicklung von Netzen, aus denen sich größere Meeressäuger befreien können. Für die Praxis bedeutet das, dass die akustisch dokumentierten Befreiungsversuche bei der Entwicklung solcher Netze berücksichtigt werden könnten. Die akustische Überwachung dokumentiert dabei das Verhalten des Tieres vor seinem Tod und die Befreiungsversuche.

Haie zwischen Forschung und persönlicher Begegnung

Die vorliegenden Angaben erwähnen die ARD-Dokumentation „Unter Haien“, belegen jedoch keine weiteren Details zu ihrer Produktion oder ihrem Inhalt.

Apps und Erdmännchen zeigen andere Seiten des Tierverhaltens

Eine Untersuchung an Erdmännchen in der Kalahari befasste sich mit dem Verhalten dominanter Weibchen.

Die verschiedenen Studien und Beobachtungsprojekte zeigen damit keinen einheitlichen „Erfolgsweg“ der Tiere, sondern unterschiedliche Antworten auf dieselbe Grundfrage: Wie lässt sich unter schwierigen Umweltbedingungen Zeit, Raum oder Energie gewinnen?

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