Schwarzrückenaguti aus Leipzig zieht in den Zoo Duisburg

Im Zoo Duisburg ist ein männliches Schwarzrückenaguti aus dem Zoo Leipzig eingezogen. Das südamerikanische Nagetier lebt jetzt in der Tropenhalle „Rio Negro“ und ist dort gemeinsam mit einem Gürteltier zu sehen. Die Anlage liegt gegenüber den Seekühen. Damit beherbergt der Zoo am Kaiserberg eine weitere Tierart.

Neue Anlage für den kleinen Waldbewohner

Für den Einzug wurde die Anlage nach Angaben des Zoos angepasst. Versteckmöglichkeiten, natürliche Strukturen und Bereiche für die Futtersuche sollen dem Aguti Abwechslung bieten und typische Verhaltensweisen unterstützen. Besucher können das Tier bereits in seinem neuen Zuhause beobachten, wobei sich die Aktivität vor allem auf die Tagesstunden konzentriert.

Die Erweiterung passt zum thematischen Schwerpunkt der Rio-Negro-Anlage. Dort treffen verschiedene südamerikanische Tierarten aufeinander. Die Gesellschaft mit dem Gürteltier beschreibt dabei die gemeinsame Nutzung des Bereichs.

Verwandt mit Meerschweinchen, aber deutlich größer

Schwarzrückenagutis gehören zu den Nagetieren und sind mit Meerschweinchen verwandt. Anders als diese leben sie grundsätzlich als Einzelgänger. Charakteristisch sind der kompakte Körper, kräftige Hinterbeine und der dunkle Rücken.

In freier Wildbahn ernähren sich Agutis unter anderem von Früchten, Samen und anderer pflanzlicher Nahrung. Sie vergraben zudem Nüsse und Samen als Vorräte.

Das Schwarzrückenaguti kommt in Südamerika vor, insbesondere in Regionen Nordost-Brasiliens südlich des Amazonas und östlich des Rio Tocantins. Sein Lebensraum umfasst unter anderem Laub- und Regenwälder sowie Buschlandschaften. Nach Angaben des Duisburg-Journals erreichen die Tiere eine Körperlänge von ungefähr 60 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu rund 4,2 Kilogramm.

Für Zoobesucher ist der Neuzugang damit nicht nur eine weitere Tierart im Bestand, sondern auch ein leicht zu übersehender Bewohner der Tropenhalle: Wer das Aguti sehen möchte, sollte gezielt in der Rio-Negro-Anlage gegenüber den Seekühen suchen.

Quellen

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