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Stallbrand in Aldein: Alle Tiere gerettet, rund 120 Einsatzkräfte im Einsatz

Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung nach dem Stallbrand in Aldein am Thalerhof.

Gegen 13.15 Uhr geriet beim Thalerhof im Aldeiner Weiler Lerch ein Stallgebäude in Brand. Bereits während der Anfahrt der Einsatzkräfte war eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule über dem landwirtschaftlichen Anwesen zu erkennen. Das Feuer entwickelte sich nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen im Dachbereich des Gebäudes, auf dem eine Photovoltaikanlage installiert war. Alle im Stall untergebrachten Tiere konnten rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, Menschen und Tiere blieben bei dem Brand unverletzt.

Vieh rechtzeitig aus dem Stall gebracht

Der Besitzer des Hofes und mehrere Nachbarn reagierten schnell und brachten das im Stall untergebrachte Vieh noch vor dem umfassenden Löscheinsatz in Sicherheit. Dadurch befanden sich beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehren keine Tiere mehr im unmittelbar vom Brand betroffenen Stallbereich. Für die Einsatzkräfte konnte sich der Schwerpunkt damit vollständig auf die Bekämpfung des Feuers und den Schutz der angrenzenden Gebäudeteile konzentrieren. Nach rund zwei Stunden war der Brand soweit unter Kontrolle, dass eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden konnte.

Das Dach des Stallgebäudes wurde durch das Feuer vollständig zerstört und auch die dort installierte Photovoltaikanlage erheblich beschädigt. Besonders gefährdet war der direkt an den Stall angrenzende Stadel, auf den die Flammen zeitweise überzugreifen drohten. Durch das koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte verhindert werden, dass sich der Brand auf diesen Gebäudeteil ausweitete. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten auch nach dem eigentlichen Löscherfolg noch längere Zeit an.

Rund 120 Einsatzkräfte im Großeinsatz

Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beteiligt. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren aus Aldein, Petersberg, Holen, Truden, Radein, Montan und Neumarkt sowie die Berufsfeuerwehr Bozen. Zusätzlich waren der zuständige Bezirksinspektor, die Carabinieri, das Weiße Kreuz und die First Responder Aldein vor Ort. Die Vielzahl der beteiligten Kräfte zeigt, welchen Umfang der Einsatz aufgrund der Brandentwicklung und der Gefahr für die angrenzenden Gebäudeteile angenommen hatte.

Während Besitzer und Nachbarn die Tiere bereits rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatten, lag der Schwerpunkt der Feuerwehren anschließend auf der Eindämmung des Brandes. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung musste vor allem verhindert werden, dass die Flammen auf den direkt angebauten Stadel übergriffen. Personen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt, auch sämtliche Tiere überstanden das Geschehen unverletzt. Für den landwirtschaftlichen Betrieb bleibt dennoch ein erheblicher Sachschaden zurück, insbesondere durch den vollständig zerstörten Dachbereich und die stark beschädigte Photovoltaikanlage.

Eine genaue Schadenshöhe wurde bislang nicht bekannt gegeben. Ebenso ist derzeit noch offen, in welchem Umfang das betroffene Stallgebäude nach dem Brand weiter genutzt werden kann oder welche Reparatur- beziehungsweise Wiederaufbaumaßnahmen notwendig werden. Klar ist jedoch, dass die schnelle Reaktion von Besitzer, Nachbarn und Einsatzkräften eine weitere Ausweitung des Schadens verhindert hat. Insbesondere der Schutz des angrenzenden Stadels dürfte verhindert haben, dass aus dem Stallbrand ein noch größerer Gebäudebrand wurde.

Carabinieri ermitteln zur Brandursache

Die genaue Ursache des Feuers ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Nach ersten Erkenntnissen könnte die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage Ausgangspunkt des Brandes gewesen sein. Die Carabinieri haben Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und prüfen, wie das Feuer tatsächlich entstanden ist. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob ein technischer Defekt im Bereich der Photovoltaikanlage eine Rolle gespielt haben könnte oder ob eine andere Ursache für den Brand verantwortlich war.

Dass sich das Feuer im Dachbereich entwickelte und die Photovoltaikanlage erheblich beschädigt wurde, reicht für sich genommen noch nicht aus, um eine eindeutige Brandursache festzustellen. Die Anlage gilt deshalb derzeit lediglich als möglicher Ausgangspunkt des Feuers und nicht als bestätigte Ursache. Für eine abschließende Bewertung müssen zunächst die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen abgewartet werden. Bis dahin sollte zwischen den bislang bekannten Beobachtungen und einer tatsächlich nachgewiesenen technischen Ursache klar unterschieden werden.

Fest steht hingegen, dass sämtliche Tiere rechtzeitig aus dem Stall gebracht werden konnten und weder Menschen noch Tiere verletzt wurden. Ebenso gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Stadel zu verhindern. Trotz des erheblichen Sachschadens blieb der Brand damit auf den unmittelbar betroffenen Gebäudebereich begrenzt. Die Ermittlungen der Carabinieri sollen nun klären, wodurch das Feuer im Dachbereich des Thalerhofs tatsächlich ausgelöst wurde.

Quellen

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