Wikie und Keijo: Droht die Verlegung aus Antibes nach Teneriffa?

Was jetzt passiert: Mutter und Sohn bleiben in einem Betonbecken — und eine Verlegung steht im Raum

Im geschlossenen Marineland von Antibes leben die beiden letzten in Frankreich verbliebenen Orcas, die 23-jährige Wikie und ihr 11-jähriger Sohn Keijo, in einem Betonbecken auf dem Gelände. Tierschutzorganisationen wie PETA, Fondation Franz Weber und Pro Wildlife warnen vor einem möglichen Transfer nach Teneriffa in den Loro Parque und fordern stattdessen die Verlegung in ein gesichertes Meeresschutzgebiet oder eine kontrollierte Freilassung. Eine offizielle Bestätigung eines Verwaltungsakts zur Verlegung liegt in den geprüften Quellen nicht vor. Die Tierschutzpartei hat mit einer Pressemitteilung auf den Fall aufmerksam gemacht und zum Boykott von Meereszoos aufgerufen.

Was die Quellen belegen — und was nicht

Mehrere NGOs publizierten in jüngster Zeit Warnungen und Forderungen: PETA und die Fondation Franz Weber fordern, Wikie und Keijo nicht in einen weiteren Park zu bringen, Pro Wildlife bezeichnet die Zukunft der Tiere als „ungewiss“. Die Fondation Franz Weber und Pro Wildlife verweisen auf das französische Gesetz von 2021, das die kommerzielle Haltung, Zucht und Unterhaltungsvorführungen mit Walen und Delfinen verbietet und dessen Umsetzungsfrist bis Dezember 2026 läuft. Das Marineland Antibes wurde nach diesen Regelungen Anfang 2025 geschlossen; die beiden Orcas verblieben auf dem Gelände.

Amtliche Veterinärbefunde, behördliche Verfügungen über Verlegungen oder veröffentlichte Transportgenehmigungen wurden in den geprüften Materialien nicht gefunden. Ebenso wenig liegen konkrete Belege dafür vor, dass Psychopharmaka bei Wikie und Keijo angewendet wurden. Damit bleibt die Beleglage zu einem konkret genehmigten Transfer und zu medizinischen Maßnahmen offen.

Warum Tierschützer die Verlegung ablehnen — belegte Argumente

NGOs nennen mehrere zentrale Gründe gegen eine Verlegung in ein weiteres Delfinarium. Orcas sind weiträumig wandernde, langlebige und sozial komplexe Tiere; zahlreiche NGO- und Hintergrundtexte dokumentieren Probleme in Gefangenschaft, etwa Zahnzerstörungen durch Beißen in Beckenwände, Stressverhalten und im Durchschnitt reduzierte Lebenserwartungen im Vergleich zu wildlebenden Populationen. Zudem weisen Kritiker darauf hin, dass Parks wie Loro Parque weiterhin Orcas halten und züchten, was aus NGO-Publikationen und Medienberichten hervorgeht. Diese Punkte sind in den zitierten Quellen als Kritik formuliert und stellen begründete Hypothesen über Risiken und Leiden dar, die aus Vergleichen mit wildlebenden Populationen und bekannten Fallstudien abgeleitet werden.

Praktische Dilemmata und offene Fragen

Die Debatte trifft auf konkrete Hindernisse: Behörden müssten Transportgenehmigungen erteilen, Veterinärgutachten vorlegen und Haftungsfragen klären; Meeresrefugien erfordern Schutzmaßnahmen, Monitoring und Finanzierung. NGOs und Parteien fordern Alternativen, liefern in den geprüften Mitteilungen jedoch keine abschließenden Planentwürfe mit den notwendigen behördlichen Schritten. Medien- und NGO-Berichte verweisen zugleich auf frühere Ablehnungen seitens spanischer Behörden gegenüber der Aufnahme in den Loro Parque wegen technischer Anforderungen an Becken und Wasservolumen; diese Vorgeschichte erhöht die rechtlich-administrative Komplexität eines Transfers. In den Quellen wird außerdem auf Videomaterial und Berichte hingewiesen, die Forderungen nach Aufklärung und veterinärmedizinischen Gutachten verstärken; die Authentizität und die behördliche Bewertung solcher Aufnahmen sind in den geprüften Dokumenten jedoch nicht abschließend belegt.

Wer profitiert, wer riskiert Schaden — Interessenlage knapp dargestellt

Die vorliegenden Texte machen deutlich, dass Meeresparks durch Ticketverkäufe wirtschaftliche Interessen verfolgen. Reiseveranstalter wie TUI werden von der Tierschutzpartei und anderen NGOs kritisiert, weil sie Tickets für Delfinarien verkaufen; diese Kritik ist als politische und moralische Bewertung in den NGO-Quellen dokumentiert und nicht als rechtliche Feststellung über illegales Handeln. Ebenso gibt es in den geprüften Quellen keinen Beleg dafür, dass ein bestimmter Reiseveranstalter unmittelbar rechtlich in den Transfer von Wikie und Keijo involviert wäre. Einige NGOs berichten über finanzielle Hilfszusagen oder Unterstützungsangebote, mit dem Ziel, die Versorgung der Tiere bis zu einer langfristigen Lösung sicherzustellen; solche Zusagen sind in den zitierten NGO-Texten erwähnt, jedoch nicht durch behördliche Dokumente formalisiert.

Schlussbemerkung: Was Lesende jetzt wissen sollten

Aus den geprüften Quellen ergibt sich ein belegter Kern: Wikie und Keijo leben seit der Schließung des Marineland Antibes Anfang 2025 isoliert in einem Becken, mehrere Tierschutzorganisationen warnen vor einer Verlegung in einen weiteren Park und fordern Alternativen. Frankreich hat 2021 ein Verbot der kommerziellen Haltung, Zucht und Shows mit Walen und Delfinen beschlossen (Umsetzungsfrist bis Dezember 2026); dies ist zentral für die rechtliche Einordnung der anstehenden Entscheidungen. Gleichzeitig fehlen amtliche Verfügungen, Veterinärgutachten oder Transportpapiere, die einen vollzogenen oder genehmigten Transfer bestätigen. Die nächsten relevanten Schritte für die öffentliche Kontrolle wären transparente Veröffentlichungen von Behördenentscheidungen, veterinärmedizinischen Befunden und die formale Klärung früherer Ablehnungen oder Zustimmungen durch spanische Behörden; bis dahin bleibt die Forderung der NGOs eine politische und ethische Position mit offener Umsetzbarkeit.

#### Quellen:

– Gefangen in Beton: Das Leid der Orcas – PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ – https://www.tierschutzpartei.de/gefangen-in-beton-das-leid-der-orcas/ – Recherchierte Quelle – https://www.tierschutzpartei.de/gefangen-in-beton-orcas/ – Gefangen in Beton – Orcas – PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) – https://www.tierschutzpartei.de/gefangen-in-beton-orcas/ – Wikie und Keijo: Keine Verlegung der beiden letzten französischen Orcas nach Teneriffa! – | Fondation Franz Weber (Ffw) – https://www.ffw.ch/de/news/wikie-und-keijo-keine-verlegung-der-beiden-letzten-franzoesischen-orcas-nach-teneriffa/ – Frankreichs letzte Orcas vor ungewisser Zukunft • Pro Wildlife – https://www.prowildlife.de/aktuelles/pressemitteilung/frankreichs-letzte-orcas-vor-ungewisser-zukunft/ – Für unser Entertainment: Wie gefangene Orcas leiden (Pro Wildlife) – https://www.prowildlife.de/aktuelles/hintergrund/orcas-in-gefangenschaft/ – GERATI: PETA Aktion TUI – Wenn Aktivismus zur Realsatire wird – https://gerati.de/2025/10/31/peta-aktion-tui-r7pl/

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