Frankfurt Spring School baut internationales Alumni-Netzwerk für den Naturschutz auf

Seit 2017 bringt die Frankfurt Spring School junge Naturschutzfachleute aus aller Welt für vier Wochen nach Frankfurt. Im Mittelpunkt stehen die Planung, Finanzierung und Umsetzung von Naturschutzprojekten. Nun soll ein Alumni-Programm die Kontakte zwischen den inzwischen mehr als 200 Teilnehmenden aus über 50 Ländern dauerhaft stärken.

Vom Weiterbildungskurs zum internationalen Netzwerk

Die Spring School ist Teil des Frankfurt Conservation Centers und wird von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt gemeinsam mit der Goethe-Universität und weiteren Partnern getragen. Die Teilnehmenden lernen, Bedrohungen für die biologische Vielfalt systematisch zu analysieren und Projekte gemeinsam mit Behörden und lokalen Gemeinschaften zu entwickeln. Damit geht es nicht nur um Fachwissen, sondern auch um Management, Finanzierung und praktische Umsetzung. Die Weiterbildung verbindet somit theoretische Grundlagen mit Anforderungen aus der praktischen Naturschutzarbeit.

Wie groß das internationale Interesse inzwischen ist, zeigen aktuelle Zahlen: Für 26 Plätze gingen 125 Bewerbungen ein. Das waren mehr als dreimal so viele Bewerbungen wie zwei Jahre zuvor. Seit dem Start des Programms haben nach Angaben der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt mehr als 200 Fachkräfte aus mehr als 50 Ländern an der Weiterbildung teilgenommen. Die Zahlen belegen die internationale Beteiligung am Programm, erlauben für sich genommen aber keine Aussage über die Qualität oder langfristige Wirkung der Weiterbildung.

Das neue Alumni-Programm wird von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt gemeinsam mit der KfW Stiftung aufgebaut. Vorgesehen ist ein internationaler Alumni-Kreis, der die ehemaligen Teilnehmenden der verschiedenen Jahrgänge miteinander vernetzt und den Austausch über das Kursende hinaus ermöglicht. Als konkrete Angebote stehen dabei der fortgesetzte fachliche und berufliche Austausch sowie die Anbahnung gemeinsamer Naturschutzprojekte und Kooperationen im Mittelpunkt. Damit entsteht eine organisatorische Ergänzung zur vierwöchigen Weiterbildung: Der Alumni-Kreis soll berufliche Kontakte und fachlichen Austausch zwischen den mehr als 200 Absolventinnen und Absolventen aus über 50 Ländern erleichtern. Der Aufbau des Netzwerks ist jedoch noch nicht abgeschlossen, sondern ein laufendes Vorhaben. Belastbare Ergebnisse zu seiner langfristigen Wirkung liegen deshalb bislang nur eingeschränkt vor. Sein Erfolg wird sich daran messen lassen, ob die Vernetzung dauerhaft funktioniert und daraus regelmäßig fachlicher Austausch, gemeinsame Projekte und belastbare Kooperationen entstehen. Ob dies zu messbaren Verbesserungen für Naturschutzvorhaben führt, ist zum beschriebenen Zeitpunkt noch nicht belegt. Der Austausch soll dadurch auch nach dem Ende des jeweiligen Kurses fortgesetzt werden.

Nashornschutz und weitere berufliche Wege

Die verfügbaren Quellen belegen den Aufbau des Alumni-Netzwerks und die internationale Ausrichtung der Frankfurt Spring School. Ein konkreter Fall einer Zusammenarbeit von Niall Beddy und Adam Smith in einem Nashornschutzprojekt in Südafrika lässt sich daraus jedoch nicht verlässlich ableiten.

Auch außerhalb unmittelbarer Feldprojekte können Kontakte aus der Weiterbildung in unterschiedlichen beruflichen Bereichen relevant sein. Caroline Reinwald ist heute in der Wissenschaftskommunikation im Tiergarten Schönbrunn tätig. Dass diese Tätigkeit unmittelbar auf das Netzwerk oder die Weiterbildung zurückgeht, ist anhand der verfügbaren Quellen jedoch nicht belegt. Naturschutzwissen wird damit nicht nur in Schutzgebieten angewendet, sondern auch an die Öffentlichkeit vermittelt. Das Beispiel verweist auf einen möglichen beruflichen Anwendungsbereich, belegt aber keine allgemeine Wirkung des Alumni-Programms. Es zeigt zugleich, dass die beruflichen Wege ehemaliger Teilnehmender unterschiedliche Bereiche des Naturschutzes und seiner Vermittlung umfassen können.

Podcast begleitet den Ausbau des Programms

Die aktuelle Folge des Podcasts „Hinter dem Zoo geht’s weiter“ beleuchtet, was nach den vier Kurswochen bleibt. Moderator Marco Dinter spricht mit der FSS-Koordinatorin Amy Forster über das Alumni-Programm und mit ehemaligen Teilnehmenden über berufliche Kooperationen, neue Fähigkeiten und ihre weitere Arbeit im Naturschutz. Der Podcast stellt damit sowohl das Programm als auch die Erfahrungen seiner ehemaligen Teilnehmenden vor.

Die Frankfurt Spring School steht dabei für einen Ansatz, der Weiterbildung und Vernetzung miteinander verbindet. Die jüngsten Bewerbungszahlen zeigen eine hohe Nachfrage nach den verfügbaren Plätzen; sie belegen jedoch nicht automatisch einen allgemein großen Bedarf oder die Wirksamkeit des Programms. Zugleich bleibt der Podcast ein aktueller Zugang zu den Erfahrungen der Beteiligten.

Tatsächlich verwendete externe Quellen: ["https://zoo-frankfurt.de/de/naturschutz/naturschutz-podcast/podcast-detail/frankfurt-spring-school-alumni","https://fzs.org/de/aktuelles/frankfurt-spring-school-staerkt-globalen-naturschutz/","https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/frankfurt-spring-school-staerkt-globalen-naturschutz/","https://fzs.org/de/programme/deutschland/frankfurt-spring-school/"]

Quellen

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