Katze in Visselhövede mit Luftgewehr angeschossen – Polizei sucht Zeugen

In Visselhövede ist eine Katze mit einem Luftgewehr angeschossen worden. In der linken Schulter des Tieres wurde ein Geschoss festgestellt; anschließend musste die Katze tierärztlich versorgt werden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. PETA hat für Hinweise, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung der verantwortlichen Täter führen, eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

Schussverletzung an der Schulter

Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben zwischen Donnerstagabend, 20 Uhr, und Freitagmorgen, 9 Uhr, in der vergangenen Woche. Wo genau die Katze angeschossen wurde, ist bislang nicht bekannt. Deshalb hoffen die Ermittler auf Hinweise von Anwohnern oder Passanten, die im fraglichen Zeitraum verdächtige Personen, Geräusche oder Fahrzeuge bemerkt haben. Für die Katze war nach dem Vorfall eine tierärztliche Behandlung erforderlich.

Das Geschoss wurde in der linken Schulter des Tieres festgestellt. Ob der Schuss gezielt auf die Katze abgegeben wurde, ist nicht bekannt. Wer den Vorfall selbst beobachtet hat, sollte möglichst zeitnah und möglichst genau mitteilen, wann und wo er das Geschehen wahrgenommen hat. Dabei sollten eigene Beobachtungen klar von Vermutungen getrennt werden; hilfreich sind außerdem Angaben zu Personen, Fahrzeugen, Geräuschen und möglichen weiteren Beweismitteln. Die Polizei Visselhövede ist unter 04262 … erreichbar, Hinweise können auch bei der Polizei in Rotenburg abgegeben werden.

500 Euro für Hinweise mit rechtskräftiger Verurteilung

PETA setzt 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der verantwortlichen Täter führen. Die Organisation nimmt Informationen telefonisch unter 0711-8605910 sowie per E-Mail an whistleblower@peta.de entgegen. Hinweise können auch anonym übermittelt werden. Die Polizei bittet ebenfalls um Angaben zum Geschehen oder zu verdächtigen Beobachtungen.

Lisa Redegeld, Fachreferentin der Organisation, erklärte, wer auf eine Katze schieße, nehme schwere Verletzungen oder den Tod des Tieres in Kauf. PETA fordert in diesem Zusammenhang harte Strafen. Redegeld warnte zudem, dass Personen, die Tiere verletzen, möglicherweise auch eine Gefahr für Menschen darstellen könnten.

Der Fall weist Parallelen zu einem weiteren Vorfall in der Region auf. Im rund 50 Kilometer entfernten Buchholz im Landkreis Harburg wurde ebenfalls mit einer Luftdruckwaffe auf einen Kater geschossen. Das Tier kehrte am 17. August mit einer Kopfverletzung zu seinen Besitzern zurück; bei einer Operation entfernte ein Tierarzt ein Projektil. Die Besitzer erstatteten Anzeige. Auch in diesem Fall laufen Ermittlungen, und die Polizei bittet Zeugen um Hinweise zu dem Geschehen oder zu verdächtigen Beobachtungen.

Die Ähnlichkeit der Verletzungen und der verwendeten Waffe macht den Buchholzer Vorfall für die Einordnung relevant, beweist aber keinen Zusammenhang. Für Visselhövede ist weiterhin weder der genaue Tatort bekannt noch geklärt, wer den Schuss abgegeben hat. Auch ob beide Fälle miteinander verbunden sind, lässt sich derzeit nicht sagen. Die medizinische Versorgung der Katze ist dokumentiert; über weitergehende Folgen der Verletzung oder neue Ermittlungsergebnisse ist nichts bekannt.

Einen vergleichbaren Fall, bei dem eine Katze durch ein Luftgewehr verletzt wurde, ordnet GERATI in diesem Beitrag über einen Luftgewehr-Angriff auf eine Katze in Bernau ein.

Quellen

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