Dormagen: Totes Kalb gibt Rätsel um Wolfsangriff auf

Neugeborenes Kalb auf Weide bei Delhoven entdeckt

Auf einer Weide zwischen Delhoven und Hackenbroich ist ein wenige Stunden altes Kalb tot und schwer verletzt aufgefunden worden. Marco und Katrin Schmalbuch bemerkten am Dienstag gegen 9.30 Uhr, dass eine ihrer Kühe gekalbt hatte, konnten das Neugeborene zunächst jedoch nicht entdecken. Erst eine Suche mit einer Drohne führte zu dem Tier. Nach Angaben von Marco Schmalbuch hatte das Kalb vermutlich bereits bei seiner Mutter getrunken.

Die Landwirte vermuten einen Wolfsangriff. Die Todesursache ist jedoch noch nicht abschließend festgestellt. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) bewertet den Verdacht dem Bericht zufolge vorsichtig.

Verdacht verändert den Alltag der Familie

Für die Familie Schmalbuch geht es dabei nicht nur um den Verlust eines einzelnen Tieres. Die Sorge, dass ein Wolf für den Tod verantwortlich sein könnte, beeinflusst nach Angaben des Berichts inzwischen den Alltag auf dem Hof. Besonders bei neugeborenen Kälbern steht die Frage im Raum, wie die Tiere auf der Weide geschützt und überwacht werden können.

LANUV prüft den Fall

Im Fall von Delhoven steht eine abschließende Bestätigung der Todesursache nach derzeitigem Stand noch aus. Für die betroffenen Landwirte bleibt damit zunächst die Unsicherheit. Bis zur Bewertung durch das LANUV lässt sich der Tod des Kalbes jedoch nicht sicher einem Wolf zuordnen.

Quellen

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