Forschertag im Zoo am Meer am 23. August

Der Zoo am Meer Bremerhaven lädt am Sonntag, 23. August 2026, zu einem Forschertag ein. Zwischen 11 und 16 Uhr können Besucher an mehreren Stationen biologische Zusammenhänge selbst erkunden. Im Mittelpunkt stehen die Anpassung von Tieren an ihre Lebensräume, Beobachtung und eigenes Ausprobieren. Das Angebot soll wissenschaftliche Inhalte unmittelbar an den Tieren und ihren besonderen Fähigkeiten vermitteln.

Eisbärenhaar unter dem Mikroskop

Eine Station widmet sich dem Eisbärenhaar. Besucher können die Haare unter dem Mikroskop untersuchen und dabei erkennen, dass sie im Inneren hohl sind. Diese Struktur wird im Rahmen des Forschertags als Beispiel dafür genutzt, wie körperliche Merkmale mit dem Leben in einer besonderen Umwelt zusammenhängen. Der Zoo am Meer legt bei seinen Bildungsangeboten generell einen Schwerpunkt auf wasserbezogene und nordische Tierarten sowie auf deren Beziehungen zu ihren Lebensräumen.

Die Veranstaltung setzt damit nicht ausschließlich auf Beobachtung von außen. Durch das Mikroskopieren erhalten die Teilnehmer ein konkretes Untersuchungsobjekt und können eine biologische Eigenschaft selbst nachvollziehen. Gerade für Kinder entsteht so ein Zugang, bei dem die Erklärung nicht allein über Schautafeln oder Führungen erfolgt, sondern durch eine eigene praktische Untersuchung. Die Station macht dadurch einen biologischen Zusammenhang unmittelbar erfahrbar.

Schimpansen und die Bedeutung von Beschäftigung

Beim sogenannten „Fummelrohr-Spiel“ geht es um Geschicklichkeit und Problemlösung. Die Beschäftigungsmethode wird in Zoos eingesetzt, um Schimpansen geistig zu fordern und ihre Fähigkeit zum Lösen von Aufgaben zu fördern. Beim Forschertag können Besucher das Prinzip kennenlernen und sich damit auseinandersetzen, welche Anforderungen solche Aufgaben an ein Tier stellen. Das Beispiel verdeutlicht, wie Verhalten und Beschäftigung miteinander verbunden sind.

Der Ansatz verweist zugleich auf einen Bereich moderner Zootierhaltung, der über Fütterung und reine Versorgung hinausgeht. Beschäftigungsangebote sollen Tiere aktivieren und ihnen Möglichkeiten geben, Verhaltensweisen einzusetzen. Beim Forschertag wird dieser Aspekt über eine konkrete Methode aus dem Alltag der Tierpflege und Tierbeschäftigung vermittelt. Die Teilnehmer können so nachvollziehen, welche Fähigkeiten bei einer solchen Aufgabe gefragt sind.

Wasservögel und Artenvielfalt als praktische Themen

An einer weiteren Station schlüpfen die Besucher gedanklich in die Rolle eines Wasservogels. Dabei soll erfahrbar werden, welche biologischen Anforderungen mit dem Leben im Wasser und an Gewässern verbunden sind. Das Experiment erweitert den Blick von einzelnen Körpermerkmalen auf die Beziehung zwischen Tier, Bewegung und Lebensraum. Auch hier steht das eigene Ausprobieren im Mittelpunkt.

Zum Abschluss stellen die Teilnehmer Blumen-Samen-Bomben her. Die Aktion verbindet den Zoobesuch mit einer einfachen Möglichkeit, außerhalb des Zoos Lebensräume für Pflanzen und damit auch für weitere Tierarten zu schaffen. Der praktische Beitrag ersetzt zwar keinen umfassenden Artenschutz, macht aber anschaulich, dass biologische Vielfalt auch von geeigneten kleinräumigen Lebensbedingungen abhängt. Damit greift die Station das Thema Artenvielfalt auf praktische Weise auf.

Bildung gehört zum festen Aufgabenbereich des Zoos

Der Forschertag steht im Zusammenhang mit der Bildungsarbeit des Zoo am Meer. Die Zooschule bietet nach eigenen Angaben Unterrichtsangebote an, bei denen Schüler Tiere, ihre äußeren Merkmale und ökologische Zusammenhänge untersuchen. Dazu gehören je nach Altersstufe auch praktische Aufgaben, etwa die Beschäftigung mit Fischen und deren Lebensraum. Der Zoo wird zudem als Bildungseinrichtung beschrieben, die Kenntnisse über die Vielfalt der Tierwelt und biologische sowie ökologische Zusammenhänge vermittelt.

Das Portal Globales Lernen führt den Zoo am Meer als außerschulischen Lernort auf. Als thematische Schwerpunkte werden dort wasserbezogene und nordische Tiere genannt; ältere Schüler beschäftigen sich mit biologischen Beziehungen zwischen Tierarten und ihren Lebensräumen. Der Forschertag überträgt diesen Bildungsansatz auf ein öffentliches Veranstaltungsformat, das ohne schulischen Rahmen zugänglich ist. Die Mitmachstationen greifen dabei die Vermittlung biologischer Zusammenhänge auf.

Für Besucher ist der Aktionstag damit mehr als eine zusätzliche Führung durch die Tieranlagen. Die Tiere dienen als Ausgangspunkt für konkrete Fragen zu Anpassung, Verhalten und Artenvielfalt. Die Experimente sollen die Teilnehmer dazu bringen, genauer hinzusehen und beobachtete Eigenschaften mit dem jeweiligen Lebensraum zu verknüpfen. Im Mittelpunkt stehen dabei praktische Erfahrungen an mehreren Stationen.

Quellen

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