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Zuschüsse für Zoo Antwerpen und Planckendael: Flandern gewährt jährlich zwei Millionen Euro

KI-generiertes Symbolbild zum Thema Zuschüsse für Zoo Antwerpen und Planckendael: Person in grüner Arbeitskleidung von hinten auf einem begrünten Weg; Schriftzug zu drohenden Entlassungen.

Die flämische Regierung federt die angekündigte Zuschusskürzung für den Zoo Antwerpen und den Tierpark Planckendael teilweise ab. Beide Einrichtungen erhalten für die Jahre 2027 bis 2029 zusammen jeweils zwei Millionen Euro. Damit fällt der ursprünglich angekündigte vollständige Wegfall von jährlich 3,4 Millionen Euro aus den Ressorts Umwelt und Tourismus deutlich geringer aus. Für die Betreiberin, die Königliche Zoologische Gesellschaft Antwerpen (KMDA), bleibt dennoch eine jährliche Förderlücke von 1,4 Millionen Euro gegenüber der bisherigen Unterstützung.

Geld aus dem Pendlerfonds für den Tourismushaushalt

Die neue Finanzierung kommt aus einem anderen Ressort als die bisherigen Zuschüsse. Im Pendlerfonds der flämischen Mobilitätsministerin Annick De Ridder waren zwei Millionen Euro verfügbar. Dieser Fonds unterstützt normalerweise Arbeitgeber dabei, nachhaltige Arbeitswege zu fördern und Autofahrten im Berufsverkehr zu reduzieren. Die Mittel werden nun dem Tourismusbudget zugewiesen, über das die beiden Tierparks in den drei Förderjahren unterstützt werden sollen. Es handelt sich damit um eine Umschichtung innerhalb des flämischen Haushalts.

Wie sich die ursprünglich angekündigte Kürzung zusammensetzte, hatte der Regionalsender RTV zuvor aufgeschlüsselt: 1,1 Millionen Euro entfielen auf das Umweltressort, weitere 2,3 Millionen Euro auf den Tourismusbereich. Die neue Förderung ersetzt rechnerisch knapp 59 Prozent dieser zusammen 3,4 Millionen Euro. Über den Zeitraum 2027 bis 2029 summiert sich die zugesagte Unterstützung auf sechs Millionen Euro. Gegenüber einer unveränderten Fortführung der bisherigen Zuschüsse fehlen der KMDA in diesen drei Jahren insgesamt 4,2 Millionen Euro. Die Entlastung ist also erheblich, stellt aber das frühere Förderniveau nicht wieder her.

Historische Gebäude und Winterbetrieb brauchen Finanzierung

Die Zuschüsse werden unter anderem für den Unterhalt der zahlreichen historischen Gebäude benötigt. Nach Angaben der KMDA tragen sie außerdem dazu bei, beide Tierparks ganzjährig geöffnet zu halten. Direktor Dries Herpoelaert erklärt, dass die Einrichtungen im Winter trotz Verlusten weiterarbeiten. Er begründet dies mit ihrer Bedeutung für den Alltag und das gesellschaftliche Leben vieler Antwerpener. Der Nutzen der Förderung betrifft damit auch ein Angebot, das außerhalb der besucherstarken Monate verfügbar bleibt.

Zusätzlich zur gekürzten Förderung steht die KMDA nach Darstellung ihres Direktors unter wirtschaftlichem Druck. ZooFlits berichtet von enttäuschenden Besucherzahlen; Herpoelaert führt dafür die sommerliche Hitzewelle und finanzielle Schwierigkeiten von Familien an. Zugleich beziffert er den inflationsbedingten Anstieg der jährlichen Kosten auf 1,2 Millionen Euro. Besucherrückgänge und die Frage öffentlicher Unterstützung standen auch bei der von GERATI behandelten Finanzierungsdebatte um den Zoo Dresden im Mittelpunkt. Für Antwerpen und Planckendael treffen somit geringere Zuschüsse und steigende Ausgaben auf eine nach Angaben der Direktion schwächere Nachfrage.

Einsparungen beim Personal bleiben auf der Tagesordnung

Die zusätzliche Unterstützung beendet deshalb die Sparplanungen nicht. Gegenüber VRT kündigt Herpoelaert an, dass die KMDA ihre Personalkosten senken müsse, ohne dort bereits Einzelheiten zu nennen. ZooFlits berichtet unter Berufung auf seine Aussagen gegenüber der Gazet van Antwerpen weitergehend, dass Entlassungen bevorstünden. Zunächst würden befristet Beschäftigte und freie Mitarbeiter betrachtet, anschließend die Festangestellten. Für die zweite Novemberhälfte seien weitere Gespräche mit der Gewerkschaft vorgesehen; eine konkrete Zahl betroffener Stellen nennt der Bericht nicht.

Für Besucher zeichnet die Direktion dagegen vorerst ein Bild der Kontinuität. Nach dem Bericht von ZooFlits sollen Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Tierbestand unverändert bleiben. Herpoelaert schließt dort auch eine Schließung des Zoos Antwerpen aus. Das unterscheidet die aktuelle Position von der früheren Reaktion auf die angekündigte vollständige Kürzung: Damals hatte er gegenüber RTV noch erklärt, dass sämtliche Möglichkeiten geprüft werden müssten. Die nun zugesagte Förderung verkleinert den finanziellen Einschnitt, während sich die angekündigten Anpassungen vor allem bei den Personalkosten konkretisieren.

Auch am Bau des neuen Jubiläumskomplexes im Zoo Antwerpen hält die Direktion laut ZooFlits fest. Seine Eröffnung ist für 2028 vorgesehen und fällt damit in den zugesagten Förderzeitraum. Der Betreiber will dieses Bauvorhaben also trotz der verbleibenden jährlichen Kürzung fortführen. Für die Beschäftigten entscheidet sich die praktische Tragweite der Entlastung dagegen daran, wie umfangreich der angekündigte Personalabbau ausfällt.

Quellen

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