In einer aktuellen Pressemitteilung erhebt PETA Deutschland schwere Vorwürfe gegen den internationalen Reitsport. Anlass ist eine Statistik, nach der im Jahr 2025 insgesamt 24 Pferde bei Turnieren starben. PETA spricht von der „Spitze des Eisbergs“ und fordert drastische Verbote. Doch wer die moralische Keule so schwingt wie die Organisation aus Stuttgart, sollte sicherstellen, dass die eigene Weste rein ist. Ein Blick auf die nackten Zahlen der PETA-eigenen Tierheime offenbart eine erschreckende Doppelmoral: Während man den Tod von 24 Pferden im Sport skandalisiert, sterben in PETAs Obhut jährlich Tausende Tiere – oft ohne jede Chance auf Vermittlung.
Die PETA-Pressemitteilung: Ein Sturm im Wasserglas?
PETA bezieht sich in ihrem Statement auf Zahlen des Weltreitsportverbandes FEI, wonach die Todesfälle bei Pferden im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr (15 Fälle) angestiegen sind. Peter Höffken, Fachreferent bei PETA, nutzt dies für eine Generalabrechnung mit dem Pferdesport: „Prügelnde Reiter und für Prestige und Geld zu Tode gerittene Pferde dominieren die Schlagzeilen.“ Die Forderung: Ein Ende der „Grausamkeiten“ und ein Verbot von Parcours und Peitschen.
Es steht außer Frage, dass jeder Tod eines Tieres im Sport einer zu viel ist und Verbände wie die FEI in der Pflicht stehen, die Sicherheit kontinuierlich zu verbessern. Doch die Vehemenz, mit der PETA hier auftritt, wirkt bizarr, wenn man sie an den Taten der Organisation selbst misst. Es ist die klassische Strategie der Organisation: Ein emotional aufgeladenes Thema wird genutzt, um mediale Aufmerksamkeit zu generieren und Spenden einzusammeln, während die eigenen, weitaus dunkleren Statistiken im Verborgenen bleiben sollen.
Die dunkle Statistik: PETAs eigenes „Schlachthaus“ in Norfolk
Während PETA den Tod von 24 Pferden weltweit als Beleg für ein „völlig außer Kontrolle“ geratenes System wertet, zeigen die offiziellen Berichte des Virginia Department of Agriculture and Consumer Services (VDACS) für das PETA-Hauptquartier in Norfolk ein ganz anderes Bild von „Tierliebe“.
Im Jahr 2024 wurden im PETA-Tierheim insgesamt 2.213 Tiere eingeschläfert. Das sind im Durchschnitt etwa sechs Tiere pro Tag. Die Euthanasie-Rate lag bei erschreckenden 66,7 %. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 waren es sogar 2.559 Tiere (77,7 %). Während der Reitsport also wegen 24 Todesfällen in einem Jahr am Pranger steht, tötet PETA im selben Zeitraum fast das Hundertfache an Hunden und Katzen – und das allein in einem einzigen Standort.
| Bereich | Todesfälle 2024 | Status |
|---|---|---|
| Internationaler Reitsport (FEI) | 15 Pferde | Skandalisiert durch PETA |
| PETA Tierheim (Norfolk, VA) | 2.213 Hunde/Katzen | „Tierschutz“ laut PETA |
Diese Zahlen sind keine Ausreißer. Seit Jahren dokumentieren US-Behörden, dass PETA eine der höchsten Tötungsraten im gesamten Bundesstaat Virginia aufweist. Während andere Tierheime (sogenannte „No-Kill Shelters“) alles daran setzen, ihre Schützlinge zu vermitteln, scheint bei PETA die Spritze das Mittel der ersten Wahl zu sein.
Das Argument der „Unvermittelbarkeit“: Eine bequeme Lüge?
PETAs Standardantwort auf die Kritik an ihren Tötungsraten ist stets dieselbe: Man sei ein „Shelter of last resort“. Man nehme nur die Tiere auf, die so krank, alt oder aggressiv seien, dass niemand anderes sie wolle. Doch Kritiker wie der US-Journalist Nathan Winograd widersprechen dem vehement. Berichte von ehemaligen Mitarbeitern und Inspektionen deuten darauf hin, dass Tiere oft innerhalb von 24 Stunden nach der Aufnahme getötet werden – ohne ernsthaften Versuch, ein neues Zuhause für sie zu finden.
Besonders perfide: PETA bietet kostenlose Einschläferungen für einkommensschwache Familien an. Was vordergründig wie ein sozialer Dienst aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als effiziente Methode, die Tötungszahlen hochzutreiben, ohne in die langfristige Versorgung oder Vermittlung investieren zu müssen. Es ist ein System, das den Tod als Lösung für soziale Probleme und mangelnde Ressourcen normalisiert.
Es stellt sich die Frage: Wie kann eine Organisation, die über ein Millionenbudget aus Spenden verfügt, es sich leisten, Tiere lieber zu töten, als sie zu versorgen? Die Antwort scheint rein ökonomisch zu sein. Einschläfern ist billiger als monatelange Pflege, medizinische Versorgung und Vermittlungsarbeit. PETA investiert lieber Millionen in provokante Werbekampagnen und Rechtsabteilungen, um andere Branchen zu attackieren, anstatt das Geld in die Rettung der Tiere zu stecken, die bereits in ihren Händen sind.
Die Ideologie hinter dem Tod: Warum PETA das Töten bevorzugt
Um PETAs Handeln zu verstehen, muss man tief in die Ideologie der Organisation eintauchen. PETA-Gründerin Ingrid Newkirk hat in der Vergangenheit mehrfach angedeutet, dass der Tod für viele Tiere eine „Erlösung“ von der menschlichen Herrschaft sei. In dieser radikalen Weltsicht ist die Haustierhaltung an sich bereits eine Form der Ausbeutung. Wenn ein Tier nicht in einer perfekten, menschenleeren Welt leben kann, ist es aus PETAs Sicht oft besser, wenn es gar nicht lebt.
Diese Philosophie steht im krassen Gegensatz zu dem, was die meisten Menschen unter Tierschutz verstehen. Während der normale Tierfreund alles tun würde, um einem Hund oder einer Katze ein schönes Leben zu ermöglichen, sieht PETA im Tod eine akzeptable Abkürzung. Diese ideologische Verblendung erklärt, warum die Organisation so wenig Energie in Adoptionsprogramme steckt. Warum sollte man ein Tier in ein neues „Sklavenverhältnis“ (wie PETA die Haustierhaltung oft sieht) vermitteln, wenn man es „befreien“ kann?
Moralische Überlegenheit ohne Fundament
Die Arroganz, mit der PETA andere Verbände kritisiert, ist angesichts dieser Fakten kaum zu überbieten. Eine Organisation, die gesunde oder zumindest therapierbare Tiere massenhaft tötet, nur um sich die Kosten für deren Unterbringung zu sparen, hat jede moralische Autorität verloren, über den Umgang mit Tieren in anderen Bereichen zu urteilen.
Im Reitsport geht es um eine Partnerschaft zwischen Mensch und Tier. Unfälle sind tragisch, aber sie sind nicht das Ziel des Sports. Reiter verbringen Jahre damit, eine Bindung zu ihren Pferden aufzubauen, sie zu pflegen und zu trainieren. Ein Pferd ist für einen Reiter kein Wegwerfartikel. Bei PETA hingegen scheint das Tierleben nur so lange einen Wert zu haben, wie es für eine Pressemitteilung oder eine Kampagne taugt. Sobald es in einem Käfig in Norfolk sitzt und Kosten verursacht, wird es zur statistischen Belastung.
Wer die „Spitze des Eisbergs“ im Reitsport sucht, sollte vielleicht erst einmal den Eisberg aus Tierkadavern im eigenen Hinterhof in Virginia abtragen. Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, wenn man selbst die Verantwortung für das Leben der Tiere, die man angeblich schützt, so leichtfertig abgibt.
Die Rolle der Spender: Wo landet das Geld wirklich?
PETA Deutschland und PETA USA sind Meister des Marketings. Mit emotionalen Bildern von gequälten Tieren in Laboren oder Schlachthöfen werden jährlich Millionen an Spendengeldern generiert. Doch wie viel von diesem Geld kommt tatsächlich bei den Tieren an?
Ein Blick in die Finanzberichte zeigt: Der Großteil der Mittel fließt in Personal, Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen. Die direkte Tierhilfe, also die Unterbringung, Fütterung und medizinische Versorgung von Tieren, macht nur einen Bruchteil des Budgets aus. PETA ist eine PR-Maschine, die von der Empörung lebt. Je lauter sie gegen den Reitsport, die Landwirtschaft oder die Wissenschaft schreien, desto mehr Aufmerksamkeit erhalten sie. Dass sie gleichzeitig im Hintergrund Tausende Tiere töten, passt nicht in das sorgfältig gepflegte Image der „Retter“.
Fazit: Tierschutz oder Todeskult?
PETA hat sich über Jahrzehnten als das Gewissen der Gesellschaft inszeniert. Doch hinter der Fassade der radikalen Tierbefreier verbirgt sich eine Realität, die für Tausende Haustiere tödlich endet. Es ist an der Zeit, die Doppelmoral dieser Organisation konsequent zu hinterfragen. Wer den Reitsport wegen 24 Unfällen verbieten will, muss sich fragen lassen, warum er selbst 2.213 Leben in einem Jahr beendet hat.
Echter Tierschutz bedeutet Verantwortung – und nicht das schnelle Ende durch die Spritze, wenn es unbequem oder teuer wird. Solange PETA ihre eigene Tötungspraxis nicht radikal ändert, bleibt jede Kritik an anderen Verbänden nichts weiter als heuchlerische Propaganda. Wir müssen aufhören, PETA als moralische Instanz zu akzeptieren, solange ihre eigenen Hände so tief im Blut der Tiere stecken, die sie zu schützen vorgeben.
Der Reitsport muss sich Kritik stellen und sich weiterentwickeln. Aber diese Kritik sollte von Menschen und Organisationen kommen, denen das Leben der Tiere wirklich am Herzen liegt – und nicht von einer Organisation, die den Tod zu ihrem Geschäftsmodell gemacht hat.
Referenzen
- PETA Presseportal – 24 Pferde bei Pferde„sport“-Turnieren 2025 getötet – PETA: „Nur Spitze des Eisbergs“ – https://presseportal.peta.de/24-pferde-bei-pferdesport-turnieren-2024-getoetet-peta-nur-spitze-des-eisbergs/
- Virginia Department of Agriculture and Consumer Services (VDACS ) – Animal Custody Records – Reporting Year 2024 (PETA) – https://arr.vdacs.virginia.gov/PublicReports/ViewReport?SysFacNo=157&Calendar_Year=2024
- Virginia Department of Agriculture and Consumer Services (VDACS ) – Animal Custody Records – Reporting Year 2023 (PETA) – https://arr.vdacs.virginia.gov/PublicReports/ViewReport?SysFacNo=157&Calendar_Year=2023
- Süddeutsche Zeitung – Bilanz 2025: Mehr tote Pferde bei Turnieren – https://www.sueddeutsche.de/sport/deutlicher-anstieg-bilanz-2025-mehr-tote-pferde-bei-turnieren-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260102-930-488681
- Spiegel Online – Reitsportbilanz 2025: So viele Pferde starben bei internationalen Turnieren – https://www.spiegel.de/sport/reiten-bilanz-2025-so-viele-pferde-starben-bei-internationalen-turnieren-a-bd35a51c-5def-46de-9f66-17dfb9c4c0ea
- Nathan Winograd Blog – PETA death toll tops 50,000 – https://news.nathanwinograd.org/p/peta-death-toll-tops-50000
- PETA.org – Why PETA ‚Kills‘ Animals and How PETA Helps Animals – https://www.peta.org/features/peta-kills-animals-truth/
- PETA Spotlight – PETA Saves Animals | Euthanasia, No Kill, Animal Shelters – https://spotlight.peta.org/petasaves
- PETA Kills Animals (Center for Consumer Freedom ) – PETA Kills Animals Database – https://petakillsanimals.com/proof-peta-kills/
- GERATI – PeTA 2016 – Null Euro für den Tierschutz – https://gerati.de/2017/08/08/peta-2016-null-euro-fuer-den-tierschutz/
