PETA Boykott Angelmesse – Protest ohne Publikum

Wenn eine Organisation zum Boykott aufruft, sollte sie sich zumindest sicher sein, dass sie damit auch jene erreicht, die sie überzeugen will. Genau hier liegt das Kernproblem beim aktuellen Auftritt von PETA Deutschland rund um die Duisburger Angelmesse. Die Veranstaltung im Landschaftspark Duisburg richtet sich erklärtermaßen an Angler und Interessierte – also an ein Fachpublikum, das sich bewusst für dieses Hobby entschieden hat.

Statt den Dialog vor Ort zu suchen oder eigene Positionen sachlich zu präsentieren, setzt PETA erneut auf einen Boykottaufruf. Das Ergebnis ist absehbar: Die Messe wird wie in den Vorjahren tausende Besucher anziehen, während der Protest außerhalb der Halle verhallt. Ein Muster, das sich bei früheren Kampagnen bereits mehrfach gezeigt hat.

PETA Boykott Angelmesse statt Auseinandersetzung

Kritik als Dauerschleife

Inhaltlich wiederholt PETA bekannte Vorwürfe: Die Duisburger Angelmesse wird als „Tierqualmesse“ bezeichnet, Angeln pauschal als Angeln Tierquälerei eingeordnet. Besonders stark im Fokus steht erneut die Catch and Release Kritik, also das Zurücksetzen gefangener Fische. Nach Darstellung der Organisation führe diese Praxis zwangsläufig zu Leid und Tod der Tiere.

Neu ist daran wenig. Schon bei anderen Veranstaltungen setzte PETA auf dieselbe Rhetorik, flankiert von einem PETA Boykottaufruf, der vor allem mediale Aufmerksamkeit erzeugen soll. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Anglern oder Veranstaltern findet dabei nicht statt. Wer überzeugen will, muss reden – nicht aus der Distanz moralisieren.

Realität auf der Messe

Während draußen protestiert wird, diskutieren drinnen Fachleute, Vereine und Besucher über Gewässerpflege, Fischbestände und Technik. Der Veranstalter verweist auf das Angler Naturschutz Argument: Angler seien über Vereine zur Hege verpflichtet und damit Teil des Naturschutzes. Ob man diese Position teilt oder nicht – sie wird zumindest begründet und zur Diskussion gestellt.

Die Messe selbst bleibt ein Treffpunkt für Austausch, Vorträge und Information. Die Fischleid Debatte wird dort sachlich geführt, nicht mit Schlagworten. Genau diesen Raum überlässt PETA kampflos.

Wiederkehrende Eskalation statt Dialog

Altbekannte Kontroversen

Der aktuelle Boykott fügt sich in eine längere Reihe von Auseinandersetzungen ein. In der Vergangenheit geriet PETA mehrfach in die Kritik, weil Aktionen und Aufrufe als überzogen oder konfrontativ wahrgenommen wurden. Nach damaliger Berichterstattung wurde der Organisation vorgeworfen, Aktivisten zu Aktionen zu ermutigen, die mit sachlichem Protest wenig zu tun hatten. (Steine auf Angler werfen) Die anschließende öffentliche Empörung zeigte, wie schnell solche Kampagnen nach hinten losgehen können.

Unabhängig von Details bleibt ein Eindruck bestehen: Statt Dialog setzt man auf Eskalation, statt Argumenten auf Provokation. Dass dies Vertrauen kostet, überrascht kaum.

Wirkung nach innen, nicht nach außen

Der Boykott richtet sich faktisch nicht an Angler, sondern an die eigene Anhängerschaft. Wer ohnehin gegen das Angeln ist, fühlt sich bestätigt. Wer sich informieren oder austauschen will, geht trotzdem zur Messe. So bleibt der Protest folgenlos – außer für das eigene Image.

Fazit

Der erneute Boykottaufruf gegen die Duisburger Angelmesse zeigt vor allem eines: Tierqualmesse Vorwurf ersetzt keine Auseinandersetzung. Solange PETA den direkten Dialog meidet und stattdessen auf pauschale Verurteilungen setzt, wird sich am Ergebnis nichts ändern. Die Messe bleibt gut besucht, die Fronten verhärten sich weiter.

Wer wirklich etwas verändern will, muss sich der Debatte stellen – vor Ort, mit Argumenten und ohne moralische Keule. Alles andere ist Symbolpolitik für die eigene Blase.

Quellen:

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