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Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

Schlagwort: Zoo Wuppertal

  • „Zooexperte“ Frank Albrecht kennt Google nicht – und fragt nach weltbekannter Elefanten-Studie

    „Zooexperte“ Frank Albrecht kennt Google nicht – und fragt nach weltbekannter Elefanten-Studie

    Es ist schon faszinierend, wie schnell sich manche Menschen selbst zum „Zooexperten“ erklären. Noch faszinierender wird es allerdings, wenn genau diese Personen bei wissenschaftlichen Grundlagenfragen plötzlich wirken wie ein Erstsemester auf nächtlicher Wikipedia-Expedition.

    So geschehen bei Frank Albrecht vom aufgelösten Verein „Endzoo“, der heute lieber als „Projekt Endzoo“ auftritt.

    Unter einem Beitrag des Grüner Zoo Wuppertal über das junge Afrikanische Elefantenweibchen „Mali“, das bislang keine sichtbaren Stoßzähne entwickelt hat, erklärt der Zoo unter anderem völlig korrekt:

    „In einigen Regionen Afrikas werden inzwischen vermehrt Elefanten ohne Stoßzähne geboren. Diese Entwicklung gilt als Folge intensiver Wilderei.“

    Eine Aussage, die seit Jahren wissenschaftlich bekannt und international breit diskutiert wird.

    Doch genau hier meldet sich Frank Albrecht zu Wort:

    „Wo kann man, zur Aussage der ‚genetische Stoßzahnlosigkeit‘ aufgrund der Wilderei, den ausführlichen wissenschaftlichen Hintergrund (Studie oder Ähnliches) nochmals selber nachlesen.“

    Kommentar von Frank Albrecht Endzoo

    Man könnte nun meinen, ein selbsternannter Zoo- und Wildtierexperte kenne die wohl bekannteste moderne Studie zur evolutionären Veränderung afrikanischer Elefantenpopulationen durch Elfenbeinwilderei bereits. Immerhin wurde darüber weltweit berichtet – von Fachjournalen über große Medien bis hin zu Naturschutzorganisationen.

    Aber offenbar herrscht beim ehemaligen Verein „Endzoo“, der heute als „Projekt“ weitergeführt wird, wissenschaftliche Feldforschung inzwischen nach dem Prinzip:
    „Mal schauen, ob jemand in den Kommentaren die Hausaufgaben erledigt.“

    Die entsprechende Studie lautet übrigens:

    Campbell-Staton et al. (2021):
    “Ivory Poaching and the Rapid Evolution of Tusklessness in African Elephants”

    Veröffentlicht im renommierten Wissenschaftsjournal Science.

    DOI:
    10.1126/science.abe7389

    Die Forschenden untersuchten dabei Elefanten im Gorongosa National Park in Mozambique. Während des Bürgerkriegs wurden dort massive Teile der Elefantenpopulation wegen des Elfenbeins abgeschlachtet. Das Ergebnis: Weibliche Tiere ohne Stoßzähne hatten deutlich höhere Überlebenschancen und vererbten diese genetische Eigenschaft häufiger weiter.

    Kurz gesagt:
    Genau das, was der Zoo Wuppertal beschrieben hat.

    Aber vielleicht ist das alles auch nur wieder typische „Zoo-Propaganda“. Wahrscheinlich haben sich die Elefanten ihre Stoßzähne aus Solidarität mit der Anti-Zoo-Bewegung einfach selbst abbestellt.

    Denn wenn selbst international bekannte und vielfach zitierte Fachstudien für angebliche „Zooexperten“ offenbar komplettes Neuland sind, stellt sich irgendwann eine andere Frage:

    Wie fundiert kann zoologische Kritik eigentlich sein, wenn selbst zentrale und medial breit diskutierte Forschungsergebnisse offenbar unbekannt sind?

    Fest steht:
    Wer permanent zoologische Einrichtungen belehren möchte, sollte zumindest die wissenschaftlichen Grundlagen seines eigenen Themengebiets kennen. Andernfalls wirkt der große „Experte“ am Ende eher wie jemand, der gerade zum ersten Mal entdeckt hat, dass Google Scholar existiert.

    Screenshot Beitrag auf Facebook von Frank Albrecht von Endzoo
  • Zoo Wuppertal Braunbär Siddy: Wenn aus einem natürlichen Lebensende eine emotionale Debatte wird

    Zoo Wuppertal Braunbär Siddy: Wenn aus einem natürlichen Lebensende eine emotionale Debatte wird

    Der Tod eines Besucherlings – und die erwartbare Reaktion

    Der Tod der Braunbärin Siddy im Zoo Wuppertal hat für große Betroffenheit gesorgt. In sozialen Netzwerken verabschieden sich zahlreiche Besucher mit emotionalen Worten, teilen Erinnerungen und drücken ihre Trauer aus. Für viele war Siddy über Jahre hinweg ein vertrautes Tier, ein fester Bestandteil des Zoobesuchs – entsprechend intensiv fällt die Reaktion aus.

    Doch genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche Dynamik solcher Fälle. Denn während der Tod eines alten Tieres in einem Zoo biologisch und tiermedizinisch betrachtet ein normaler Vorgang ist, entwickelt sich in der öffentlichen Wahrnehmung schnell eine aufgeladene Debatte. Emotion ersetzt dabei häufig die Einordnung.

    Die Faktenlage: Ein altersbedingter Verlauf

    Die Fakten sind klar und vergleichsweise unspektakulär – zumindest aus fachlicher Sicht. Siddy wurde 35 Jahre alt, ein für Braunbären beachtliches Alter. Bereits in den Monaten zuvor zeigte sie typische Alterserscheinungen, insbesondere eine diagnostizierte Arthrose, die medikamentös behandelt wurde.

    Der entscheidende Punkt trat am 13. März ein: eine plötzliche, massive Verschlechterung des Zustands. Apathie, fehlende Reaktion auf das Tierpflegeteam und die Notwendigkeit einer Untersuchung unter Narkose führten letztlich zu der Entscheidung, das Tier einzuschläfern. Eine Maßnahme, die in der Tiermedizin nicht ungewöhnlich ist, wenn Leiden nicht mehr kontrollierbar erscheint.

    Die anschließende pathologische Untersuchung dient der finalen Klärung der genauen Ursache – ein standardisiertes Vorgehen, das zeigt, dass hier kein „unklarer Zwischenfall“, sondern ein nachvollziehbarer medizinischer Prozess vorliegt.

    Einzelhaltung und gescheiterte Vergesellschaftung

    Ein weiterer Punkt, der in der öffentlichen Wahrnehmung schnell kritisch interpretiert werden kann, ist die Einzelhaltung von Siddy. Tatsächlich lebte sie zuletzt allein im Gehege, nachdem eine Vergesellschaftung mit einer anderen Braunbärin nicht funktioniert hatte.

    Der Grund dafür ist ebenso klar benannt: Siddy zeigte ein dominantes Verhalten gegenüber Artgenossen. In solchen Fällen ist eine Trennung nicht Ausdruck mangelhafter Haltung, sondern eine notwendige Maßnahme, um Stress, Verletzungen oder dauerhafte Konflikte zu vermeiden.

    Hier zeigt sich ein typisches Muster in der Debatte: Was aus tierhalterischer Sicht eine fachlich begründete Entscheidung ist, wird von außen schnell als Defizit interpretiert – ohne die verhaltensbiologischen Hintergründe zu berücksichtigen.

    Zwischen Anteilnahme und Verzerrung

    Die Reaktionen in sozialen Netzwerken sind nachvollziehbar. Menschen bauen emotionale Bindungen zu Tieren auf, insbesondere wenn sie diese über Jahre hinweg regelmäßig sehen. Der Tod eines solchen Tieres wird dann ähnlich verarbeitet wie der Verlust eines vertrauten Begleiters.

    Problematisch wird es jedoch, wenn aus dieser emotionalen Perspektive implizite Vorwürfe entstehen oder strukturelle Kritik abgeleitet wird, ohne dass dafür eine belastbare Grundlage existiert. Genau hier kippt die Debatte häufig von berechtigter Anteilnahme in eine verzerrte Wahrnehmung.

    Der Fall Siddy bietet dafür bislang keinen Anhaltspunkt: Weder gibt es Hinweise auf Missstände noch auf ein außergewöhnliches Ereignis. Vielmehr handelt es sich um den typischen Verlauf eines sehr alten Tieres, dessen Gesundheitszustand sich am Ende rapide verschlechtert.

    Nachnutzung des Geheges und Perspektive des Zoos

    Nach dem Tod von Siddy wird das Bärengehege vorübergehend von Asiatischen Rothunden genutzt, die über Verbindungsröhren Zugang zur Anlage haben. Diese flexible Nutzung zeigt, wie moderne Zoos ihre Flächen anpassen und sinnvoll einsetzen.

    Langfristig ist bereits geplant, die Anlage wieder mit Braunbären zu besetzen. Auch das ist ein normaler Vorgang innerhalb zoologischer Einrichtungen, die ihre Tierbestände kontinuierlich weiterentwickeln und anpassen.

    Fazit: Ein natürlicher Vorgang, der zur Projektionsfläche wird

    Der Tod von Braunbärin Siddy ist in erster Linie eines: das Ende eines langen Tierlebens. Ein medizinisch nachvollziehbarer, altersbedingter Prozess, wie er in jeder Form der Tierhaltung – ob Zoo, Wildtierstation oder Privathaltung – vorkommt.

    Die öffentliche Reaktion zeigt jedoch einmal mehr, wie schnell solche Ereignisse zur Projektionsfläche werden. Zwischen echter Trauer und impliziter Kritik verschwimmen die Grenzen, während die eigentlichen Fakten oft in den Hintergrund treten.

    Wer Tierhaltung ernsthaft bewerten will, muss genau hier ansetzen: nicht bei Emotionen, sondern bei überprüfbaren Umständen. Und im Fall Siddy spricht derzeit alles dafür, dass es sich nicht um einen Skandal handelt – sondern schlicht um den natürlichen Abschluss eines langen Lebens.


    Quelle:

  • Peta kündigt in Wuppertal vor dem Zoo Wuppertal Demonstration an

    Peta will am Samstag ab 11:30 Uhr vor dem Zoo Wuppertal Demonstrieren. Dazu schickt Peta extra ein Peta Zwei Team vorbei.

    Laut Peta Pressemitteilung wird angekündigt Videomaterial zu präsentieren, was angeblich Tierquälereien im Zoo Wuppertal aufzeigen soll! Nun wer Peta kennt weiß, dass Peta Videos so manipuliert, dass angeblich Tierquälereien dargestellt werden, die so überhaupt nicht stattgefunden hat.

    In der Kampagne von Peta gegen den Erlebnis-Zoo Hannover, kam die ermittelnde Staatsanwaltschaft zu der Erkenntnis, dass das von Peta aufgezeigte Videomaterial manipuliert und gänzlich aus dem Zusammenhang geschnitten wurde. Die angeblichen Tierquälereien wurden durch Videoschnitt so zusammengeschnitten, dass der Eindruck erweckt wurde, es handele sich hier um Tierquälerei! Selbst eine künstliche Katze ließ Peta erschaffen, um eine Tierquälerei zu erfinden, die es überhaupt nicht gab!

    Von Peta ist nichts anderes zu erwarten als Betrug! Es wäre schön, wenn Wuppertaler und deren Gäste den Zoo unterstützen und den Peta Demonstranten einmal die Fakten aufzeigen! Denn diese verweigern grundsätzlich sich die Tierhaltung persönlich anzuschauen und verweisen eben immer auf das betrügerische manipulierte Videomaterial von Peta! Die Demonstration soll am Samstag ab 11:30 Uhr vor dem Zoo Wuppertal stattfinden!

    Hier die Pressemiteilung von Peta im Wordlaut …

    Termineinladung: PETA ZWEI-Protest morgen in Wuppertal: „Tiere raus aus den Zoos!“

    Wuppertal / Stuttgart, 23. Juli 2021 – Ob „Überschuss-Tötungen“, verhaltensgestörte Tiere, Flügelstutzen, das Delfinlagunen-Desaster oder die Misshandlungen von Elefanten: Immer wieder sorgten Zoos und Tierparks für Negativschlagzeilen. Da eine artgerechte Haltung in Gefangenschaft unmöglich ist, protestiert das freiwillige PETA ZWEI-Streetteam morgen ab 11:30 Uhr vor dem Zoo Wuppertal. Mit Videoaufnahmen aus Zoos, Plakaten und Schildern machen die Aktiven unter dem Motto „Artgerecht ist nur die Freiheit!“  auf die Problematik aufmerksam. Auf einem Tablet werden zudem Fakten über zoologische Einrichtungen abgespielt, um über das Leid der Tiere zu informieren. Das Streetteam fordert mit der Aktion, die Zucht und Gefangenhaltung aller Tiere in Zoos und Tierparks auslaufen zu lassen.

    „Zoos sind Gefängnisse, keine ‚Arche‘ – artgerecht ist nur die Freiheit. Es ist beschämend, dass unsere Mitlebewesen noch immer für Profit und zur bloßen menschlichen Belustigung lebenslänglich eingesperrt werden. Aber unser ethisches Verständnis hat sich gewandelt: Viele Menschen wollen, dass Tiere nicht mehr als Unterhaltungsobjekte missbraucht werden dürfen. Zoos sind Auslaufmodelle und nicht zukunftsfähig“, so Candy Wolf, Leiterin des Streetteams Wuppertal.

    Tiere aufgrund des immensen Leids mit Psychopharmaka ruhiggestellt

    Die Einrichtung in Wuppertal steht exemplarisch für eine Vielzahl von Zoos und Tierparks, in denen Menschenaffen und andere Tiere gezwungen sind, ihr gesamtes Leben unter völlig unangemessenen Bedingungen zu verbringen. Die Bedürfnisse von Menschenaffen sind so komplex, dass ihnen kein Zoo einen artgerechten Lebensraum bieten kann. Studien zufolge leiden die Tiere in Zoos häufig unter schweren Verhaltensstörungen. [1] Ihr psychisches Leid äußert sich durch Selbstverstümmelung, extreme Zurückgezogenheit, permanentes Hin- und Herschaukeln des Oberkörpers bis hin zum Verzehr der eigenen Exkremente. Zum Teil verabreichen Zoos den Tieren sogar Psychopharmaka, damit sie die lebenslange Gefangenschaft überhaupt ertragen. Auch im Zoo Wuppertal wurden in der Vergangenheit bereits unter anderem Menschenaffen mit solchen Medikamenten ruhiggestellt.

    Artenschutz als vorgeschobenes Argument ist Augenwischerei

    PETA weist darauf hin, dass kein noch so großes oder für die Besucher optisch ansprechendes Zoogehege auch nur annähernd die Bedürfnisse der Tiere erfüllen kann. Insbesondere bei bedrohten und für Stereotypien anfälligen Tiergruppen wie Menschenaffen, Bären oder Großkatzen können Zoos zudem kaum langfristig erfolgreiche Auswilderungen vorweisen – die Tiere können Verhaltensweisen, die für ein Überleben in der Natur unverzichtbar sind, in Gefangenschaft nicht oder nur schwer erlernen. Wie gering der Beitrag von Zoos zum Artenschutz bislang ist, zeigt sich auch beim Vergleich der Spendenabgaben an Projekte vor Ort (in-situ-Artenschutzprojekte) und dem in zoologischen Einrichtungen betriebenen Aufwand, um einige wenige Tiere in Gefangenschaft für zahlendes Publikum auszustellen: Während meist Millionen Steuergelder in Zuchtprogramme und kostenintensive Bauprojekte der Zoos fließen, sind die Spenden an Organisationen, die in den natürlichen Lebensräumen bedrohter Tierarten echten Artenschutz betreiben, verschwindend gering.
     
    PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

    Das PETA ZWEI-Streetteam Wuppertal ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

    [1] Birkett, Lucy/P., Newton-Fisher/Nicholas E. (2011): How Abnormal Is the Behaviour of Captive, Zoo-Living Chimpanzees? PLoS ONE 6(6): e20101. doi:10.1371/journal.pone.0020101.

    Details zur Aktion:

    Datum: Samstag, 24. Juli 2021

    Uhrzeit: 11:30–13:30 Uhr
    Ort: Hubertusallee 30, 42117 Wuppertal,

    Kontakt vor Ort: Candy Wolf (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

    Bild und Videomaterial der gewaltsamen Peta Aktion darf gern an GERATI, für die Dokumentation von Straftaten aus dem Umfeld von Peta, übermittelt werden

    Quellen: