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Schlagwort: Xola Gorilla

  • Gorilla-Baby im Zoo Basel: Makala bringt Xola zur Welt

    Gorilla-Baby im Zoo Basel: Makala bringt Xola zur Welt

    Freudige Nachrichten aus dem Zoo Basel: Gorilla-Weibchen Makala hat am 24. September 2026 ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht. Der kleine Xola ist ein männlicher Westlicher Flachlandgorilla und hält seine Mutter seitdem ordentlich auf Trab. Besonders erfreulich ist die Geburt nach den tragischen Ereignissen im Juli, als die Gorillagruppe innerhalb kurzer Zeit zwei Tiere verlor. Ausgerechnet Silberrücken Yeba, der damals an beiden Todesfällen beteiligt war, ist der Vater des Neugeborenen.

    Gorilla-Baby Xola erobert den Zoo Basel

    Passender hätte der Geburtstag kaum sein können: Am 24. September, dem internationalen Welt-Gorilla-Tag, brachte die elfjährige Makala ihren Sohn Xola zur Welt. Für die Gorilla-Dame ist es das erste Jungtier, während der 14-jährige Silberrücken Yeba erneut Vater geworden ist. Der Zoo Basel veröffentlichte die erfreuliche Nachricht am 11. Oktober und berichtete über die ersten Wochen des kleinen Gorillas. Makala zeigt sich dabei als aufmerksame Mutter, die ihren Nachwuchs dicht an ihrem Körper trägt und sorgfältig auf ihn aufpasst.

    Auch die übrigen Gorillas haben den Neuankömmling längst bemerkt. Besonders die siebenjährige Qaziba zeigt großes Interesse an ihrem kleinen Artgenossen. Sie nähert sich vorsichtig und versucht, Xola behutsam zu berühren. Makala entscheidet allerdings selbst, wie viel Nähe sie zulässt. Wird ihr die Aufmerksamkeit der anderen zu groß, zieht sie sich mit ihrem Nachwuchs an einen ruhigeren Platz zurück.

    Dieses Verhalten ist bei Gorillamüttern keineswegs ungewöhnlich. In den ersten Lebensmonaten besteht eine besonders enge Bindung zwischen Mutter und Jungtier. Kleine Gorillas sind vollständig auf die Versorgung und den Schutz ihrer Mutter angewiesen und verbringen einen Großteil ihrer Zeit in unmittelbarem Körperkontakt. Für Besucher des Basler Zoos bedeutet das allerdings auch, dass sie manchmal etwas Geduld mitbringen müssen, um einen Blick auf Xola zu erhaschen.

    Zwei Todesfälle erschütterten die Gorillagruppe im Juli

    Die Freude über Xolas Geburt bekommt durch die Ereignisse des vergangenen Sommers eine besondere Bedeutung. Im Juli 2026 musste der Zoo Basel innerhalb eines Tages den Verlust von zwei Gorillas verkraften. Beide Todesfälle standen im Zusammenhang mit dem Verhalten des Silberrückens Yeba, der erst im Oktober 2025 aus einem französischen Zoo nach Basel gekommen war. Die Vorfälle sorgten weit über die Schweiz hinaus für Schlagzeilen und lösten Diskussionen über die sozialen Beziehungen innerhalb der Gorillagruppe aus.

    Zunächst musste das elfjährige Gorillamännchen Mobali am 14. Juli eingeschläfert werden. Yeba hatte ihn zuvor bei einer Auseinandersetzung im Genitalbereich schwer verletzt. Die Verletzungen waren so gravierend, dass Mobali nicht mehr normal urinieren konnte. Nach einer tierärztlichen Untersuchung entschied sich der Zoo zur Einschläferung, weil die Verletzungen nicht mehr heilbar waren. Zwischen den beiden Männchen hatte es bereits in den Monaten zuvor wiederholt Spannungen gegeben.

    Am selben Tag kam es zu einem weiteren tragischen Zwischenfall. Ein erst vier Tage altes Jungtier der Gorilla-Dame Joas starb durch einen Biss seines eigenen Vaters Yeba. Nach Darstellung des Zoos hatte der Silberrücken das Baby an sich genommen und wollte es zunächst nicht an die Mutter zurückgeben. Bei der anschließenden Auseinandersetzung zwischen den Elterntieren wurde das Junge tödlich verletzt. Der Zoo bezeichnete den Biss als unbeabsichtigt.

    Die beiden Todesfälle machten deutlich, wie anspruchsvoll das Zusammenleben innerhalb einer Gorillagruppe sein kann. Silberrücken übernehmen eine zentrale Rolle im sozialen Gefüge, doch auch unter natürlichen Bedingungen können Konflikte und aggressive Auseinandersetzungen auftreten. Für die Tierpfleger in Basel waren die Verluste besonders schwer, da sie die Tiere über viele Jahre betreut hatten. Gleichzeitig stand die Frage im Raum, wie sich die Gruppendynamik nach diesen Ereignissen weiterentwickeln würde.

    Wie verhält sich Silberrücken Yeba gegenüber dem Nachwuchs?

    Mit Xolas Geburt richtet sich die Aufmerksamkeit erneut auf Yeba. Der 14-jährige Silberrücken ist nicht nur der Vater des Neugeborenen, sondern auch das dominante Männchen der Gruppe. Nach den Ereignissen im Juli ist verständlich, dass sein Verhalten gegenüber dem Nachwuchs besonders aufmerksam beobachtet wird. Der Zoo Basel berichtet inzwischen von geordneten sozialen Interaktionen innerhalb der Gorillagruppe.

    Bislang steht vor allem Makalas fürsorgliches Verhalten im Mittelpunkt der Beobachtungen. Sie trägt Xola eng bei sich und bestimmt, wie die anderen Gorillas mit ihrem Sohn in Kontakt kommen dürfen. Dass Qaziba sich dem Jungtier vorsichtig nähert, zeigt zugleich, dass auch die anderen Gruppenmitglieder Interesse am Nachwuchs entwickeln. Für die weitere Entwicklung ist es wichtig, dass Makala ausreichend Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten hat und Xola in das soziale Gefüge hineinwachsen kann.

    Die Erfahrungen aus dem Juli lassen sich dabei nicht einfach auf die heutige Situation übertragen. Gorillas leben in komplexen sozialen Gemeinschaften, in denen Verwandtschaft, Rangordnung und individuelle Beziehungen eine wichtige Rolle spielen. Gerade deshalb gehört die genaue Beobachtung solcher Gruppen zu den täglichen Aufgaben zoologischer Einrichtungen. Der Zoo Basel begleitet diese Entwicklung weiterhin und kann auf Veränderungen im Verhalten der Tiere reagieren.

    Warum der Nachwuchs für den Artenschutz wichtig ist

    Xola gehört zu den Westlichen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla), einer Unterart, die in den tropischen Wäldern Zentralafrikas lebt. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft sie als vom Aussterben bedroht ein. Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten haben den Beständen in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten erheblich zugesetzt. Besonders problematisch ist, dass Gorillas sich nur langsam fortpflanzen und ihre Jungtiere über mehrere Jahre intensiv betreuen.

    Zoologische Einrichtungen leisten einen Beitrag dazu, diese bedrohten Menschenaffen langfristig in menschlicher Obhut zu erhalten. Die koordinierte Zucht ermöglicht es, Populationen zu betreuen und genetische Vielfalt über Generationen hinweg zu bewahren. Gleichzeitig bieten Zoos die Möglichkeit, das Verhalten, die Fortpflanzung und die Entwicklung der Tiere über lange Zeiträume wissenschaftlich zu beobachten. Solche Erkenntnisse sind auch für das Verständnis ihrer wildlebenden Artgenossen von Bedeutung.

    Wie wichtig die Verbindung zwischen moderner Tierhaltung und Artenschutz geworden ist, zeigt auch die Neuausrichtung des Zoo Zürich auf bedrohte Tierarten. Dort wird der Tierbestand zunehmend nach Artenschutz- und Forschungsaspekten ausgerichtet. Ein ähnlicher Grundgedanke steht hinter europäischen Erhaltungszuchtprogrammen, bei denen zoologische Einrichtungen gemeinsam an der langfristigen Sicherung von Tierpopulationen arbeiten. Die Geburt eines Gorillas ist deshalb mehr als nur eine schöne Nachricht für Zoobesucher.

    Natürlich kann ein einzelnes Jungtier die Bedrohungen für Gorillas in Afrika nicht beseitigen. Dafür bleiben der Schutz ihrer Lebensräume und die Bekämpfung der Wilderei unverzichtbar. Erfolgreiche Nachzuchten in Zoos ergänzen diese Maßnahmen jedoch, indem sie zur Erhaltung von Populationen in menschlicher Obhut beitragen. Bereits beim Nachwuchs der Sulawesi-Hirscheber im Kölner Zoo wurde deutlich, welche Bedeutung koordinierte Zuchtprogramme für bedrohte Tierarten haben können.

    Ein neuer Anfang für die Gorillagruppe in Basel

    Nach den schweren Verlusten im Sommer dürfte Xolas Geburt für die Mitarbeiter des Zoo Basel eine besonders erfreuliche Nachricht sein. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass die Haltung sozial lebender Menschenaffen nicht nur schöne Momente bereithält, sondern auch schwierige Entscheidungen und tragische Ereignisse mit sich bringen kann. Umso schöner ist es, nun wieder ein gesund wirkendes Jungtier an der Seite seiner Mutter beobachten zu können. Makala kümmert sich aufmerksam um ihren Sohn, während die übrige Gruppe langsam Bekanntschaft mit dem Neuankömmling macht.

    Für den kleinen Xola beginnt gerade erst das Leben in seiner Gorillafamilie. In den kommenden Monaten wird er zunehmend seine Umgebung entdecken, neugieriger werden und erste Kontakte zu seinen Artgenossen aufbauen. Noch ist seine Mutter dabei der wichtigste Mittelpunkt seiner Welt. Im Zoo Basel gibt es nach einem schwierigen Sommer jedenfalls wieder einen guten Grund zur Freude: Mit Xola wächst eine neue Generation Westlicher Flachlandgorillas heran.

    Quellen