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Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

Schlagwort: Vier Pfoten

  • Vier Pfoten Circus Krone: Wenn radikaler Tierrechtsaktivismus die Grenzen des Rechts überschreitet

    Vier Pfoten Circus Krone: Wenn radikaler Tierrechtsaktivismus die Grenzen des Rechts überschreitet

    Am 17. September 2026 betreten drei Aktivisten von Vier Pfoten das umzäunte Gelände von Circus Krone in Hamburg und klettern mit professioneller Ausrüstung auf die Zeltkonstruktion. Die Aktion eskaliert, Polizei und Rettungsdienst rücken an, gegen die Aktivisten wird wegen Hausfriedensbruchs ermittelt. Was Vier Pfoten als „friedlichen und legitimen Protest“ bezeichnet, wirft deshalb eine wesentlich grundlegendere Frage auf: Wie weit dürfen Tierrechtsorganisationen gehen, wenn sie ihre politischen Ziele durchsetzen wollen?

    GERATI nimmt den Hamburger Vorfall zum Anlass, genauer hinzusehen. Es geht um die Verantwortung von Vier Pfoten, mögliche Risiken für Mitarbeiter, Besucher und Tiere sowie um die Frage, wer solche Aktionen plant und finanziert. Vor allem aber geht es um ein Thema, das der Bundestag bereits vor Jahren diskutierte: Können Organisationen steuerlich als gemeinnützig privilegiert bleiben, wenn Rechtsverstöße zum geplanten Mittel ihrer Kampagnen werden?

    Vor der angekündigten Demonstration: Vier-Pfoten-Aktivisten steigen auf das Zirkuszelt

    Bei der Aktion am Mittag handelte es sich nicht um die für später angekündigte Demonstration vor dem Circus Krone. Drei Aktivisten von Vier Pfoten – zwei Männer und eine Frau – waren mit professionellem Klettergeschirr auf die Zeltkonstruktion gestiegen, um dort ein Banner anzubringen. Bereits die mitgebrachte Ausrüstung und das konkrete Ziel sprechen gegen eine spontane Entscheidung. Die Aktion musste zumindest in wesentlichen Teilen vorbereitet worden sein.

    Die zeitliche Abfolge ist dabei wichtig. Der Hamburger Tierschutzverein hatte für denselben Tag eine eigene Protestaktion angekündigt, die erst um 17 Uhr vor dem Haupteingang von Circus Krone beginnen sollte. Diese Demonstration wurde ausdrücklich als friedlicher Protest angekündigt und fand damit mehrere Stunden nach der Kletteraktion statt. Die Vier-Pfoten-Aktion am Mittag war folglich nicht einfach Teil dieser späteren Demonstration, sondern ein davon getrenntes Vorgehen.

    Nach Angaben der Polizei befand sich das Circus-Gelände hinter einer Umzäunung. Die Aktivisten gelangten dennoch auf das Betriebsgelände und anschließend auf die Zeltkonstruktion. Nachdem Circus-Mitarbeiter die drei bemerkten, stiegen auch sie auf die Konstruktion; dort kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Die Polizei ermittelt gegen die Aktivisten wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch und gegen Circus-Mitarbeiter wegen Körperverletzung.

    Damit unterschied sich die Vier-Pfoten-Aktion fundamental von einer gewöhnlichen Demonstration vor dem Zirkus. Wer ohne Erlaubnis ein umzäuntes fremdes Betriebsgelände betritt, bewegt sich nicht mehr im Bereich einer bloßen Protestaktion, sondern im Bereich des Strafrechts: Hausfriedensbruch ist nach § 123 StGB eine Straftat. Genau wegen dieses Verdachts ermittelt die Polizei gegen die drei Aktivisten. Vier Pfoten muss sich deshalb die Frage gefallen lassen, warum für eine politische Aktion bewusst eine Methode gewählt wurde, bei der das Hausrecht von Circus Krone missachtet und anschließend sogar eine fremde Zeltkonstruktion bestiegen wurde. Aus einem Protest wurde damit eine Aktion mit strafrechtlicher Relevanz – und genau diese bewusste Grenzüberschreitung bildet den Ausgangspunkt der späteren Eskalation.

    Die Kletteraktion brachte Menschen, Tiere und die Zeltkonstruktion in Gefahr

    Ein Zirkuszelt ist keine frei zugängliche Kletteranlage und keine Bühne für politische Inszenierungen. Masten, Traversen, Seile, Abspannungen und Verbindungselemente sind Teil einer technischen Konstruktion, deren Belastung und Nutzung klaren Vorgaben unterliegen. Wer eigenmächtig auf eine solche Anlage steigt, greift damit in einen Bereich ein, dessen sicherheitstechnische Eigenschaften er in aller Regel nicht vollständig kennt. Genau dieses Risiko nahmen die Aktivisten von Vier Pfoten in Kauf, als sie die Zeltkonstruktion ohne Zustimmung des Betreibers bestiegen.

    Bislang ist nicht bekannt, ob die Aktivisten wussten, welche Bauteile sie belasten durften, welche zusätzlichen Lasten vorgesehen waren oder ob einzelne Elemente durch Kletterbewegungen, Sicherungsseile oder Ausrüstung beschädigt werden konnten. Ebenso wenig ist öffentlich belegt, dass Vier Pfoten vor der Aktion eine statische oder technische Prüfung veranlasst hatte. Damit wurde eine fremde Konstruktion für politische Zwecke benutzt, ohne dass der Betreiber diese Nutzung freigegeben hatte und ohne dass öffentlich nachvollziehbar wäre, dass die damit verbundenen Risiken vorher fachlich bewertet wurden. Das ist keine Nebensache, sondern ein zentraler Punkt bei der Beurteilung der Verantwortung für die gesamte Aktion.

    Die möglichen Folgen reichen weit über das persönliche Risiko der Aktivisten hinaus. Ein herunterfallender Karabiner, ein Werkzeug, ein Sicherungselement oder anderes Material kann aus mehreren Metern Höhe schwere Verletzungen verursachen. Wird ein Bauteil beschädigt oder eine Verbindung beeinträchtigt, können Auswirkungen auf die gesamte Konstruktion nicht einfach ausgeschlossen werden. Unter und in der Nähe eines Zirkuszeltes befinden sich Mitarbeiter, Besucher und Tiere – also genau diejenigen, deren Sicherheit bei einer solchen Aktion ebenfalls betroffen sein kann.

    Vier Pfoten bezeichnete die Aktion später als friedlichen Protest. Diese Darstellung blendet jedoch aus, dass eine Aktion nicht allein deshalb ungefährlich ist, weil die Beteiligten keine Gewalt ausüben wollen. Wer bewusst auf eine fremde technische Konstruktion steigt, schafft zusätzliche Risiken und zwingt den Betreiber, auf eine Situation zu reagieren, die ohne diesen Eingriff gar nicht entstanden wäre. Gerade eine Organisation, die sich öffentlich auf den Schutz von Tieren und Lebewesen beruft, muss sich deshalb fragen lassen, warum für eine politische Botschaft eine Aktionsform gewählt wurde, bei der die Sicherheit von Menschen, Tieren und Betriebseinrichtungen zumindest potenziell gefährdet wurde.

    Circus Krone musste auf den Eingriff reagieren

    Circus Krone konnte nicht einfach hinnehmen, dass Unbefugte auf eine zentrale technische Konstruktion des eigenen Betriebes klettern. Der Betreiber trägt Verantwortung für die Sicherheit des Geländes, für Mitarbeiter, Besucher, Tiere und die technische Anlage selbst. In einer solchen Situation ist es deshalb nachvollziehbar, dass Mitarbeiter eingreifen und versuchen, die Kontrolle über das eigene Betriebsgelände zurückzugewinnen. Die Verantwortung für die Entstehung dieser Lage lag nicht bei Circus Krone, sondern bei den Aktivisten, die das Gelände betreten und das Zelt bestiegen hatten.

    Vier Pfoten erhebt im Nachhinein schwere Vorwürfe gegen Circus-Mitarbeiter. Sven Wirth erklärte gegenüber TAG24, Aktivisten seien geschlagen, getreten und gewürgt worden; zudem seien Sicherungen gelöst und Personen geschubst worden. Circus Krone weist diese Darstellung zurück und bestreitet, den Aktivisten körperlichen Schaden zugefügt zu haben. Welche dieser Vorwürfe sich bestätigen lassen, müssen die Ermittlungsbehörden klären.

    Für die Einordnung des Vorfalls ist jedoch entscheidend, Ursache und Reaktion nicht miteinander zu verwechseln. Die Aktivisten waren nicht zufällig auf der Zeltkonstruktion, sondern hatten sich bewusst dorthin begeben und damit eine Lage geschaffen, auf die der Betreiber reagieren musste. Dass es anschließend zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam, macht aus der ursprünglichen Kletteraktion keinen gewöhnlichen Protest und nimmt den Aktivisten nicht die Verantwortung dafür, diese gefährliche Situation überhaupt erst herbeigeführt zu haben.

    Vier Pfoten nennt die Aktion „friedlich und legitim“

    Vier Pfoten bezeichnete die Kletteraktion im Nachhinein als „friedlichen und legitimen Protest“. Gerade der Begriff „legitim“ ist dabei problematisch, weil er den Eindruck erweckt, die gewählte Methode sei gesellschaftlich oder rechtlich gerechtfertigt gewesen. Tatsächlich hatten die Aktivisten das umzäunte Betriebsgelände von Circus Krone betreten und eine technische Konstruktion bestiegen, obwohl ihnen dafür keine Zustimmung des Betreibers vorlag. Gegen sie wird deshalb wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch ermittelt.

    Dass die Aktivisten nach eigener Darstellung keine Gewalt ausüben wollten, macht die Aktion nicht automatisch harmlos oder rechtmäßig. Ein Protest wird nicht dadurch legitim, dass sich seine Teilnehmer selbst ein moralisch höheres Ziel zuschreiben. Entscheidend bleibt, welche Mittel gewählt werden und ob dabei Rechte anderer verletzt oder strafrechtliche Grenzen überschritten werden. Gerade eine große und gemeinnützig auftretende Organisation sollte diese Unterscheidung besonders ernst nehmen.

    Hinzu kommt, dass Vier Pfoten zahlreiche legale Möglichkeiten offenstanden, gegen Circus Krone zu protestieren. Die Organisation hätte vor dem Gelände demonstrieren, Pressearbeit betreiben, politische Forderungen stellen, Behörden einschalten oder eine öffentliche Kampagne organisieren können. Am selben Tag fand sogar eine separate angekündigte Demonstration gegen Circus Krone statt, die zeigt, dass öffentlicher Protest ohne das Betreten fremden Betriebsgeländes möglich war.

    Die Kletteraktion war deshalb keine notwendige Form des Protests, sondern eine bewusst gewählte Eskalation. Wer eine solche Methode anschließend als „legitim“ bezeichnet, muss sich die Frage gefallen lassen, ob hier nicht versucht wird, eine strafrechtlich relevante Grenzüberschreitung nachträglich moralisch aufzuwerten. Genau diese Verschiebung ist aus Sicht von GERATI Teil des Problems: Der gute Zweck wird in den Vordergrund gestellt, während die gewählte Methode in den Hintergrund rückt.

    Circus Krone widerspricht Vier Pfoten

    Circus Krone weist die Vorwürfe von Vier Pfoten zurück und erklärt, seine Mitarbeiter hätten den Aktivisten keinen körperlichen Schaden zugefügt. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die drei Kletterer durch ihr Vorgehen nicht nur sich selbst, sondern auch Mitarbeiter, Tiere und die technische Anlage gefährdet hätten. Diese Darstellung ist nachvollziehbar, weil der Betreiber in einer solchen Situation weder weiß, welche Bauteile belastet werden, noch welche weiteren Handlungen die Aktivisten auf der Konstruktion planen. Für Circus Krone ging es deshalb nicht um die Unterdrückung einer Meinung, sondern um die Kontrolle über das eigene Betriebsgelände und die Sicherheit einer fremdgenutzten Zeltkonstruktion.

    Besonders brisant ist ein weiterer Punkt: Nach Angaben von Circus Krone fand ausgerechnet zum Zeitpunkt der Aktion eine unangekündigte Kontrolle der Tierhaltung statt. Der Circus erklärt, diese Kontrolle sei ohne Beanstandungen verlaufen. Eine unabhängige Bestätigung der zuständigen Behörde liegt GERATI bislang nicht vor, weshalb diese Aussage zunächst als Darstellung von Circus Krone behandelt werden muss. Sollte sich das Ergebnis behördlich bestätigen, würde sich der Widerspruch allerdings weiter zuspitzen: Während Vier Pfoten unter Berufung auf den Tierschutz eine riskante Aktion auf fremdem Gelände inszeniert, kontrollieren gleichzeitig die dafür zuständigen Behörden die Tierhaltung und finden nach Darstellung des Circus keine Beanstandungen.

    Die spätere Demonstration zeigt, dass legaler Protest problemlos möglich war

    Am Nachmittag fand eine angekündigte Demonstration des Hamburger Tierschutzvereins vor Circus Krone statt. Diese Aktion war von der Kletteraktion am Mittag getrennt und zeigt sehr deutlich, dass Kritik am Circus auch ohne das Betreten fremden Betriebsgeländes möglich war. Niemand bestreitet das Recht, gegen Tierhaltung im Zirkus zu demonstrieren, Transparente zu zeigen, politische Forderungen zu erheben oder öffentlich Kritik zu äußern. Genau dafür gibt es das Versammlungsrecht und die Möglichkeit, Proteste auf öffentlichem Grund zu organisieren.

    Der Unterschied zur Aktion von Vier Pfoten liegt deshalb nicht in der Meinung, sondern in der Methode. Wer vor dem Gelände demonstriert, nutzt demokratische Rechte innerhalb des rechtlichen Rahmens. Wer dagegen ein fremdes Betriebsgelände betritt, das Hausrecht des Betreibers missachtet und anschließend eine technische Konstruktion besteigt, überschreitet diese Grenze bewusst. Gerade weil am selben Tag ein legaler Protest problemlos möglich war, lässt sich die Kletteraktion nicht damit rechtfertigen, es habe keine andere Möglichkeit gegeben, Kritik an Circus Krone öffentlich sichtbar zu machen.

    Wer plante die Aktion – und welche Rolle spielte Vier Pfoten?

    An diesem Punkt beginnt die entscheidende Recherche. In den Medien werden die drei Kletterer ausdrücklich als Aktivisten von Vier Pfoten bezeichnet, und die Organisation verteidigte die Aktion anschließend öffentlich. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, ob hier einzelne Unterstützer auf eigene Faust handelten oder ob Vier Pfoten selbst an Vorbereitung, Durchführung und Finanzierung beteiligt war. Genau diese organisatorische Verantwortung muss geklärt werden, bevor sich die Hamburger Aktion abschließend bewerten lässt.

    Offen sind derzeit insbesondere folgende Fragen:

    • Waren die drei beteiligten Aktivisten Mitarbeiter, Beauftragte oder anderweitig offiziell für Vier Pfoten tätig?
    • Wer plante die Kletteraktion und legte Circus Krone als Ziel fest?
    • Wer beschaffte beziehungsweise bezahlte die professionelle Kletterausrüstung?
    • Wer ließ das Banner herstellen und finanzierte es?
    • Wer übernahm Anreise, Unterbringung oder sonstige Kosten?
    • Wurde die Aktion während bezahlter Arbeitszeit vorbereitet oder durchgeführt?
    • War Verantwortlichen von Vier Pfoten bereits vor Beginn bewusst, dass für das geplante Anbringen des Banners das Betriebsgelände ohne Zustimmung von Circus Krone betreten werden musste?

    Gerade die letzte Frage ist von besonderer Bedeutung. Wenn das erklärte Ziel von Anfang an darin bestand, ein Banner auf der Zeltkonstruktion anzubringen, musste zwangsläufig geklärt werden, wie die Aktivisten überhaupt dorthin gelangen sollten. Sollte Vier Pfoten die Aktion selbst geplant oder organisatorisch unterstützt haben, wäre das Betreten des fremden Geländes kaum als überraschender Nebeneffekt darstellbar, sondern als vorhersehbarer Bestandteil der gewählten Aktionsform.

    Damit würde sich die Bewertung grundlegend verändern. Dann ginge es nicht mehr nur um drei Aktivisten, die eigenmächtig eine strafrechtlich relevante Grenze überschritten haben, sondern um die mögliche Verantwortung einer gemeinnützigen Organisation für eine bewusst vorbereitete Aktion. Genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche Frage nach Finanzierung, Organisationsverantwortung und Gemeinnützigkeit.

    Gemeinnützigkeit und organisierter Rechtsbruch

    Genau an diesem Punkt wird der Hamburger Vorfall politisch brisant. Tierschutz gehört in Deutschland zu den anerkannten gemeinnützigen Zwecken, und Organisationen profitieren dadurch von steuerlichen Vergünstigungen sowie einem besonderen gesellschaftlichen Vertrauensvorschuss. Diese Privilegien beruhen darauf, dass ihre Tätigkeit der Allgemeinheit dienen soll. Umso problematischer wird es, wenn eine Organisation Aktionen unterstützt oder organisiert, bei denen Rechtsverstöße nicht zufällig entstehen, sondern bereits in der Planung vorhersehbar oder bewusst einkalkuliert sind.

    Für GERATI ist die Grenze deshalb klar: Gemeinnützigkeit darf kein Schutzschild für organisierte Rechtsverletzungen sein. Wenn Verantwortliche, Mitarbeiter oder beauftragte Aktivisten im Rahmen einer geplanten Kampagne handeln und dabei bewusst Hausrechte, Eigentumsrechte oder andere gesetzlich geschützte Grenzen missachten, muss die Frage nach der Gemeinnützigkeit zwingend gestellt werden. Es geht dabei ausdrücklich nicht um irgendein Mitglied, das privat eine Straftat begeht, sondern um Handlungen, die der Organisation selbst zugerechnet werden können.

    Sollte sich also herausstellen, dass Vier Pfoten die Hamburger Aktion geplant, finanziert oder personell organisiert hat, wäre das deutlich mehr als bloßer Aktivismus einzelner Unterstützer. Dann stünde die Frage im Raum, ob eine gemeinnützige Organisation ihre steuerlichen Vorteile beanspruchen kann, während sie gleichzeitig Kampagnen betreibt, deren Umsetzung auf bewusst eingeplanten Rechtsverstößen beruht. Genau diese Verbindung zwischen Organisationsverantwortung, Finanzierung und Gemeinnützigkeit ist der politische Kern dieses Falls.

    Bereits 2018 forderte die FDP: „Straftaten und Gemeinnützigkeit schließen sich aus“

    Die politische Debatte über Straftaten und Gemeinnützigkeit ist keineswegs neu. Bereits 2018 brachte die FDP-Bundestagsfraktion den Antrag „Straftaten und Gemeinnützigkeit schließen sich aus“ in den Bundestag ein. Darin forderte sie, Körperschaften grundsätzlich nicht mehr steuerlich zu begünstigen, wenn ihre Repräsentanten bei der Verfolgung des gemeinnützigen Zwecks gegen Strafgesetze verstoßen oder zu solchen Rechtsbrüchen aufrufen. Als konkretes Beispiel wurde ausdrücklich die Tierrechtsorganisation PETA genannt, deren Umgang mit sogenannten Stalleinbrüchen damals bereits politisch umstritten war.

    Im Februar 2019 beschäftigte sich der Finanzausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Anhörung ausführlich mit dieser Frage. Thomas Eigenthaler von der Deutschen Steuer-Gewerkschaft stellte dabei klar, dass nicht nur die Satzung, sondern auch die tatsächliche Geschäftsführung eines gemeinnützigen Vereins innerhalb der Rechtsordnung bleiben müsse. Aufrufe zu Straftaten, Anstiftung, die Beteiligung von Vereinsorganen oder eine kampagnenhafte Beteiligung von Mitgliedern könnten nach seiner Auffassung der Gemeinnützigkeit entgegenstehen. Auch Rechtsanwalt Walter Scheuerl kritisierte insbesondere das Eindringen von Tierrechtsaktivisten in Stallanlagen zur Beschaffung von Material für Kampagnen.

    Andere Sachverständige widersprachen einer solchen pauschalen Betrachtung. Richter Ulf Buermeyer verwies darauf, dass nicht jedes Verhalten, das zunächst einen Straftatbestand erfüllt, am Ende auch rechtswidrig sein muss, weil das Strafrecht Rechtfertigungsgründe kennt. Als Beispiel nannte er die Rechtsprechung zu einem sogenannten Stalleinbruch, der wegen rechtfertigenden Notstands nicht als strafbar bewertet worden war. Genau an diesem Punkt zeigt sich aber auch das bis heute ungelöste Problem: Ein außergewöhnlicher Einzelfall, in dem eine konkrete Gefahr bereits bekannt war, ist etwas anderes als eine organisierte Kampagnenstrategie, bei der Rechtsverstöße bewusst eingeplant oder regelmäßig als Mittel eingesetzt werden.

    Bemerkenswert ist, dass der FDP-Antrag die politische Debatte über Jahre beschäftigte und erst 2021 abschließend im Bundestag behandelt wurde. Der Kern der damaligen Forderung bleibt jedoch aktuell: Soll eine Organisation weiterhin steuerlich privilegiert werden, wenn Rechtsverstöße nicht zufällig geschehen, sondern durch ihre Repräsentanten im Rahmen der eigenen Kampagnenarbeit begangen oder unterstützt werden? Genau diese Frage stellt sich beim Hamburger Vorfall erneut, wenn sich bestätigen sollte, dass Vier Pfoten die Kletteraktion selbst geplant oder organisatorisch getragen hat.

    Das Urteil zu sogenannten Stalleinbrüchen ist kein Freibrief

    Besonders häufig wird in diesem Zusammenhang das Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg herangezogen. Dort waren Tierschutzaktivisten in eine Schweinehaltungsanlage eingedrungen, um Zustände zu dokumentieren, die ihnen bereits zuvor bekannt waren. Das Gericht sah den grundsätzlich erfüllten Hausfriedensbruch in diesem konkreten Fall wegen rechtfertigenden Notstands als nicht rechtswidrig an. Entscheidend war also nicht, dass Tierschutzaktivisten generell fremde Stallanlagen betreten dürfen, sondern dass das Gericht unter den besonderen Umständen dieses Einzelfalls eine gegenwärtige Gefahr und eine entsprechende Rechtfertigung annahm.

    Genau dieser Punkt wird in der öffentlichen Debatte häufig verkürzt dargestellt. Die Aktivisten waren nach den gerichtlichen Feststellungen nicht auf gut Glück in einen beliebigen Betrieb eingedrungen, um erst einmal nach möglichen Verstößen zu suchen. Sie wollten bereits bekannte Missstände dokumentieren. Damit unterscheidet sich der Fall grundlegend von einer Vorgehensweise, bei der zahlreiche Betriebe heimlich betreten, gefilmt oder überwacht werden, ohne dass zuvor ein konkreter Hinweis auf eine gegenwärtige Gefahr vorliegt.

    Das Naumburger Urteil ist deshalb kein Freibrief für verdeckte Stallaktionen und erst recht keine allgemeine Erlaubnis für Tierrechtsorganisationen, fremde Betriebsgelände nach eigenen Maßstäben zu kontrollieren. Ein rechtfertigender Notstand muss immer im konkreten Einzelfall geprüft werden und setzt deutlich mehr voraus als die bloße Vermutung, irgendwo könne möglicherweise ein Tierschutzverstoß vorliegen. Wer das Urteil pauschal als Rechtfertigung für systematische Stalleinbrüche oder verdeckte Überwachungsaktionen verwendet, lässt genau diese juristische Grenze außer Acht.

    Wie viele Betriebe werden illegal betreten, ohne dass etwas gefunden wird?

    Eine der entscheidenden Fragen in der Debatte über verdeckte Tierrechtsaktionen bleibt bis heute weitgehend unbeantwortet: Wie viele Tierhaltungsbetriebe werden ohne Erlaubnis betreten, wie oft werden dort heimlich Kameras installiert und wie viele dieser Aktionen führen am Ende zu keinem verwertbaren Ergebnis? Die Öffentlichkeit kennt fast ausschließlich die spektakulären Fälle, in denen belastende Bilder veröffentlicht, Missstände angeprangert und politische Forderungen erhoben werden. Unsichtbar bleiben dagegen jene Fälle, bei denen ein Stall möglicherweise illegal betreten oder überwacht wurde, ohne dass sich anschließend ein relevanter Verstoß belegen ließ.

    Genau darin liegt ein erhebliches Transparenzproblem. Wie viele Betriebe wurden heimlich betreten? Wie oft wurden Türen, Tore oder andere Zugänge überwunden? Wie viele Kameras wurden ohne Wissen des Betreibers angebracht? Wie viele Beschäftigte wurden dabei gefilmt, obwohl sie selbst mit keinem Tierschutzverstoß in Verbindung standen? Und vor allem: Wie viele dieser Aktionen endeten ohne Veröffentlichung, weil das gesammelte Material keinen Missstand zeigte?

    GERATI behauptet ausdrücklich nicht, dass bestimmte Organisationen ohne Beleg regelmäßig eine bestimmte Zahl von Betrieben illegal betreten. Gerade weil belastbare Zahlen fehlen, lässt sich jedoch kaum überprüfen, wie systematisch solche Methoden tatsächlich eingesetzt werden. Wer nur die veröffentlichten Treffer kennt, weiß nicht, wie viele erfolglose Eingriffe in Hausrecht, Eigentum und möglicherweise Persönlichkeitsrechte ihnen vorausgingen.

    Für gemeinnützige Tierrechtsorganisationen ist diese Frage besonders relevant. Wenn rechtswidrig erlangtes Material später für Medienkampagnen, politische Forderungen oder Spendensammlungen genutzt wird, muss auch offengelegt werden, wie dieses Material überhaupt zustande kam und wie viele vergleichbare Aktionen ohne Ergebnis durchgeführt wurden. Andernfalls bleibt für die Öffentlichkeit nur die erfolgreiche Auswahl sichtbar, während die möglichen Rechtsverletzungen hinter erfolglosen Recherchen im Dunkeln bleiben.

    Verdeckte Aufnahmen betreffen auch Mitarbeiter

    Bei der Debatte über heimliche Stallaufnahmen wird häufig so gesprochen, als beträfe der Eingriff ausschließlich den Tierhalter oder das Unternehmen. Tatsächlich können verdeckt installierte Kameras aber auch Beschäftigte, Tierärzte, Fahrer, Dienstleister oder andere Personen erfassen, die mit einem möglichen Tierschutzverstoß überhaupt nichts zu tun haben. Diese Menschen wissen unter Umständen weder, dass sie gefilmt werden, noch wer die Aufnahmen später auswertet oder speichert.

    Damit geht es längst nicht nur um Tierschutz, sondern auch um Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und den Umgang mit heimlich gewonnenem Bildmaterial. Besonders problematisch wird es dort, wo Aufnahmen über längere Zeiträume entstehen und zahlreiche Personen erfassen, ohne dass am Ende überhaupt ein relevanter Verstoß festgestellt wird. Dann stellt sich die Frage, warum diese Menschen überhaupt heimlich dokumentiert wurden und auf welcher Grundlage eine private Organisation über solches Material verfügt.

    Ebenso ungeklärt bleibt häufig, was mit den Aufnahmen geschieht, die für eine spätere Veröffentlichung nicht gebraucht werden. Werden sie unmittelbar gelöscht, dauerhaft gespeichert, intern archiviert, an Medien weitergegeben oder für spätere Kampagnen vorgehalten? Für die Betroffenen ist das kaum nachvollziehbar, weil sie von der verdeckten Aufnahme im Zweifel überhaupt nichts erfahren. Gerade deshalb reicht es nicht, lediglich auf einen später aufgedeckten Missstand zu verweisen.

    Organisationen, die von Tierhaltern und Unternehmen maximale Transparenz verlangen, müssen sich deshalb dieselben Fragen zu ihren eigenen Methoden gefallen lassen. Wer heimlich filmt, fremde Betriebe betritt und personenbezogenes Material sammelt, sollte offenlegen können, nach welchen Regeln solche Aufnahmen entstehen, verarbeitet und gelöscht werden. Andernfalls entsteht eine bemerkenswerte Schieflage: Von anderen wird vollständige Transparenz verlangt, während die eigenen verdeckten Methoden weitgehend im Dunkeln bleiben.

    Wer finanziert solche Aktionen?

    Professionell vorbereitete Aktionen wie die in Hamburg kosten Geld. Kletterausrüstung, Banner, Anreise, mögliche Übernachtungen, Arbeitszeit, Medienarbeit und die gesamte organisatorische Vorbereitung müssen bezahlt werden. Wenn Aktivisten im Namen beziehungsweise im direkten Umfeld einer großen Organisation wie Vier Pfoten auftreten und diese Organisation die Aktion anschließend öffentlich verteidigt, liegt deshalb die Vermutung nahe, dass dafür auch Mittel aus dem Organisationshaushalt eingesetzt wurden. Bei einer gemeinnützigen Organisation stellt sich damit zwangsläufig die Frage, ob Spendengelder oder steuerbegünstigte Mittel zumindest mittelbar in die Vorbereitung und Durchführung einer solchen Aktion geflossen sind.

    Genau hier beginnt das eigentliche Problem. Sollte Vier Pfoten Personal, Material, Reisekosten oder Arbeitszeit für die Hamburger Aktion eingesetzt haben, dann wäre das keine rein private Aktion einzelner Aktivisten mehr, sondern ein organisatorisch finanzierter Vorgang. Wenn zugleich von Anfang an absehbar war, dass zur Umsetzung das fremde Betriebsgelände von Circus Krone betreten werden musste, würde sich die Frage stellen, ob Mittel einer gemeinnützigen Organisation für eine Aktion eingesetzt wurden, die bewusst mit einer strafrechtlich relevanten Grenzüberschreitung verbunden war.

    Vier Pfoten muss deshalb offenlegen, wer die Hamburger Aktion bezahlt hat und aus welchen Mitteln diese Kosten gedeckt wurden. Gerade bei einer steuerbegünstigten Organisation darf es keine Grauzone geben, wenn Personal, Ausrüstung und Kampagnenlogistik für Aktionen eingesetzt werden, bei denen das Hausrecht Dritter bewusst missachtet wird. Aus Sicht von GERATI wäre in einem solchen Fall zwingend zu prüfen, ob die steuerliche Gemeinnützigkeit noch gerechtfertigt ist oder ob staatliche Privilegien faktisch Aktionen mitfinanzieren, die sich außerhalb des rechtlich zulässigen Protestes bewegen.

    Gemeinnützigkeit darf kein Freibrief sein

    Tierschutz ist in Deutschland als gemeinnütziger Zweck anerkannt. Daraus folgt aber nicht, dass jede Methode, die unter dem Etikett Tierschutz eingesetzt wird, ebenfalls schützenswert oder steuerlich privilegiert sein muss. Entscheidend ist nicht nur das Ziel einer Organisation, sondern auch die Art und Weise, wie dieses Ziel verfolgt wird. Wer bewusst Rechtsgrenzen überschreitet, kann sich nicht allein darauf berufen, im Namen einer guten Sache zu handeln.

    Für GERATI ist deshalb klar: Vorsätzlich geplante Straftaten und systematisch organisierte Rechtsverletzungen dürfen mit Gemeinnützigkeit nicht vereinbar sein. Wenn Verantwortliche einer Organisation Aktionen planen, finanzieren oder durchführen, bei denen fremde Grundstücke betreten, Hausrechte missachtet oder andere strafrechtlich geschützte Grenzen überschritten werden, muss die steuerliche Privilegierung auf den Prüfstand. Gemeinnützigkeit darf nicht dazu führen, dass eine Organisation auf der einen Seite steuerliche Vorteile erhält und auf der anderen Seite genau diese Vorteile möglicherweise nutzt, um rechtswidrige Kampagnenmethoden zu finanzieren.

    Dabei geht es nicht darum, einer gesamten Organisation jede Verfehlung eines einzelnen Mitglieds zuzurechnen. Entscheidend ist die organisatorische Verantwortung. Wenn Rechtsverstöße von Funktionären, Mitarbeitern oder beauftragten Aktivisten bewusst vorbereitet, finanziert oder als festes Kampagneninstrument eingesetzt werden, ist die Grenze aus Sicht von GERATI überschritten. In solchen Fällen darf Gemeinnützigkeit kein Schutzschild sein, sondern muss überprüft und gegebenenfalls entzogen werden.

    Hamburg ist nur der aktuelle Anlass

    Der Vorfall bei Circus Krone ist kein isoliertes Ereignis, sondern fügt sich in eine Entwicklung ein, die im radikalen Tierrechtsaktivismus seit Jahren zu beobachten ist. Immer wieder geht es um das Betreten fremder Betriebsgelände, verdeckte Aufnahmen, heimlich installierte Kameras oder andere Methoden, bei denen bewusst rechtliche Grenzen überschritten werden. Häufig wird dies mit dem Argument gerechtfertigt, das eigene Ziel sei so wichtig, dass außergewöhnliche Mittel notwendig seien. Genau diese Logik ist gefährlich, weil sie das Recht nicht mehr als verbindlichen Rahmen versteht, sondern als Hindernis, das bei moralischer Überzeugung überwunden werden dürfe.

    Ein Rechtsstaat kann nach diesem Prinzip nicht funktionieren. Wer Missstände vermutet, kann Behörden einschalten, Strafanzeigen stellen, Beweise über legale Wege sichern, Medien informieren oder politische Veränderungen fordern. Private Tierrechtsorganisationen besitzen jedoch keine eigenen hoheitlichen Befugnisse und dürfen sich solche auch nicht selbst zuschreiben. Weder ein gemeinnütziger Zweck noch ein moralischer Anspruch verleiht das Recht, fremde Grundstücke zu betreten, technische Anlagen zu benutzen oder andere geschützte Rechte nach eigenem Ermessen außer Kraft zu setzen.

    Gerade deshalb geht es bei Hamburg um mehr als nur um drei Aktivisten auf einem Zirkuszelt. Der Fall zeigt exemplarisch, wie schnell aus politischem Protest eine Methode werden kann, bei der die eigene Überzeugung über die Rechte anderer gestellt wird. Wenn gemeinnützige Organisationen solche Formen des Aktivismus unterstützen, organisieren oder nachträglich als legitim verteidigen, muss nicht nur über den einzelnen Vorfall gesprochen werden, sondern über die grundsätzliche Frage, wo zivilgesellschaftliches Engagement endet und organisierter Rechtsbruch beginnt.

    GERATI wird die Bundestagsparteien um Stellungnahme bitten

    Der Hamburger Fall soll deshalb nicht mit diesem Artikel enden. GERATI wird die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien mit einem einheitlichen Fragenkatalog anschreiben und um eine klare Stellungnahme bitten. Dabei geht es nicht nur um Vier Pfoten, sondern um die grundsätzliche politische Frage, ob Organisationen weiterhin steuerlich privilegiert bleiben sollen, wenn Rechtsverstöße gezielt als Teil von Kampagnen eingesetzt oder organisatorisch mitgetragen werden. Gerade weil diese Debatte bereits 2018 im Bundestag geführt wurde, ist es aus Sicht von GERATI an der Zeit zu klären, wie die Parteien diese Frage heute bewerten.

    Im Mittelpunkt der Anfrage sollen unter anderem folgende Punkte stehen:

    • Soll eine gemeinnützige Organisation ihre steuerlichen Vorteile verlieren können, wenn Mitarbeiter, Funktionäre oder beauftragte Aktivisten im Rahmen geplanter Kampagnen vorsätzlich Straftaten begehen?
    • Soll bei entsprechenden rechtskräftigen Verurteilungen automatisch eine steuerrechtliche Überprüfung der Gemeinnützigkeit eingeleitet werden?
    • Macht es für die Bewertung einen Unterschied, ob einzelne Unterstützer eigenmächtig handeln oder ob eine Organisation Personal, Material, Arbeitszeit und Finanzierung bereitstellt?
    • Reichen die heutigen Regelungen der Abgabenordnung aus, um systematisch organisierte Rechtsverstöße durch gemeinnützige Organisationen zu erfassen?
    • Hält die jeweilige Partei den Grundsatz „Straftaten und Gemeinnützigkeit schließen sich aus“ heute für richtig, und wenn nicht, wo zieht sie selbst die Grenze?

    GERATI wird die Antworten der Parteien dokumentieren und in einer weiteren Veröffentlichung gegenüberstellen. Ebenso wird transparent gemacht, wenn eine Partei auf die Anfrage nicht reagiert oder eine klare Position vermeidet. Ziel ist es, die Debatte aus der moralischen Selbstdarstellung einzelner Organisationen herauszuholen und auf die politische Ebene zu bringen, auf der am Ende entschieden werden muss, welche Voraussetzungen für steuerliche Gemeinnützigkeit gelten sollen.

    Auch Vier Pfoten muss konkrete Fragen beantworten

    Neben der politischen Debatte braucht es eine direkte Antwort von Vier Pfoten selbst. Die Organisation hat die Hamburger Aktion öffentlich verteidigt, deshalb muss sie auch erklären, wie diese Aktion vorbereitet, finanziert und gegenüber den zuständigen Behörden behandelt wurde. Gerade wenn eine gemeinnützige Organisation mit einer Aktion in Verbindung steht, bei der wegen Hausfriedensbruchs ermittelt wird, reichen allgemeine Hinweise auf einen angeblich „friedlichen und legitimen Protest“ nicht aus.

    GERATI wird Vier Pfoten deshalb unter anderem folgende Fragen stellen:

    • Wer hat die Hamburger Kletteraktion geplant und organisatorisch vorbereitet?
    • Waren die drei beteiligten Aktivisten Mitarbeiter, Beauftragte oder anderweitig offiziell für Vier Pfoten tätig?
    • Wer stellte das professionelle Kletterequipment zur Verfügung?
    • Wer finanzierte Banner, Anreise, Material, Arbeitszeit und mögliche weitere Kosten der Aktion?
    • Wurde die Aktion während bezahlter Arbeitszeit vorbereitet oder durchgeführt?
    • War den Verantwortlichen bereits vor Beginn bewusst, dass für das Anbringen des Banners das Betriebsgelände von Circus Krone ohne Zustimmung betreten werden musste?
    • Wurde die Kletteraktion beziehungsweise die damit verbundene Protestaktion bei den zuständigen Behörden ordnungsgemäß angezeigt oder angemeldet?
    • Falls ja: Welche Form der Versammlung oder Aktion wurde angezeigt, welcher konkrete Ort wurde angegeben und welche behördlichen Auflagen galten für die Durchführung?
    • War gegenüber den Behörden angegeben worden, dass Aktivisten das Betriebsgelände von Circus Krone betreten und auf die Zeltkonstruktion steigen würden?
    • Falls die Kletteraktion nicht Bestandteil einer angezeigten Versammlung war: Warum entschied sich Vier Pfoten für eine Aktion außerhalb der später angekündigten Demonstration vor dem Circus?
    • Hält Vier Pfoten Aktionen, bei denen fremdes Betriebsgelände bewusst betreten und das Hausrecht des Eigentümers missachtet wird, grundsätzlich für mit dem eigenen gemeinnützigen Auftrag vereinbar?
    • Nach Angaben von Circus Krone fand während des Hamburger Gastspiels eine unangekündigte Kontrolle der Tierhaltung statt, die ohne Beanstandungen verlaufen sein soll. Wie bewertet Vier Pfoten dieses Kontrollergebnis?
    • Auf welche konkreten, dokumentierten Verstöße stützt Vier Pfoten seine Vorwürfe gegen die Tierhaltung von Circus Krone, wenn behördliche Kontrollen nach Angaben des Unternehmens regelmäßig keine entsprechenden Beanstandungen ergeben?
    • Wie erklärt Vier Pfoten den Widerspruch zwischen den eigenen öffentlichen Vorwürfen und Kontrollergebnissen zuständiger Veterinärbehörden, sofern diese keine Tierschutzverstöße feststellen?
    • Würde Vier Pfoten eine gemeinsame oder beobachtete Kontrolle durch das zuständige Veterinäramt akzeptieren und das behördliche Ergebnis auch dann öffentlich anerkennen, wenn dabei keine Tierschutzverstöße festgestellt werden?
    • Falls Vier Pfoten bei einer solchen Kontrolle zu einer anderen Bewertung käme als das Veterinäramt: Nach welchen fachlichen und rechtlichen Kriterien würde die Organisation einen Tierschutzverstoß feststellen, den die zuständige Behörde nicht beanstandet?
    • Verfügt Vier Pfoten über konkrete Belege dafür, dass behördliche Kontrollen bei Circus Krone relevante Tierschutzverstöße übersehen oder falsch bewertet haben? Falls ja, welche?

    Diese Fragen betreffen nicht nur die unmittelbare Kletteraktion, sondern auch die Glaubwürdigkeit der dahinterstehenden Kampagne. Wenn Vier Pfoten einerseits schwere Vorwürfe gegen die Tierhaltung erhebt, andererseits zuständige Veterinärbehörden bei ihren Kontrollen keine entsprechenden Verstöße feststellen, muss die Organisation erklären können, worauf ihre abweichende Bewertung konkret beruht. Ebenso muss geklärt werden, ob die Hamburger Aktion gegenüber den Behörden überhaupt in der Form angezeigt war, in der sie später tatsächlich durchgeführt wurde, und ob das Betreten des Betriebsgeländes sowie das Besteigen der Zeltkonstruktion Bestandteil der angekündigten Protestform waren.

    GERATI wird die Antworten nicht nur zusammenfassen, sondern die entscheidenden Aussagen nachvollziehbar dokumentieren. Sollte Vier Pfoten einzelne Fragen nicht beantworten, wird auch das kenntlich gemacht. Gerade eine gemeinnützige Organisation, die von Unternehmen Transparenz und Rechenschaft verlangt, muss sich denselben Maßstäben stellen, wenn es um die Finanzierung, Planung und Rechtfertigung der eigenen Aktionen geht.

    Fazit: Tierschutz rechtfertigt nicht jede Methode

    Der Hamburger Vorfall begann nicht mit der körperlichen Auseinandersetzung auf der Zeltkonstruktion, sondern mit einer bewussten Entscheidung der Aktivisten. Sie betraten das Betriebsgelände von Circus Krone und stiegen auf eine technische Konstruktion, um dort ihre politische Botschaft zu platzieren. Erst dadurch entstand eine Situation, in der Mitarbeiter des Circus reagieren mussten und die schließlich Polizei und Rettungsdienst beschäftigte. Wer die Eskalation bewerten will, muss deshalb beim Ausgangspunkt beginnen und darf Ursache und Reaktion nicht miteinander verwechseln.

    Ob einzelne Circus-Mitarbeiter bei ihrem Eingreifen strafrechtliche Grenzen überschritten haben, müssen die Ermittlungsbehörden klären. Unabhängig davon bleibt die Verantwortung derjenigen bestehen, die diese gefährliche Lage überhaupt erst geschaffen haben. Vier Pfoten muss deshalb nicht nur zu den behaupteten Übergriffen Stellung nehmen, sondern erklären, wer die Aktion plante, wer sie finanzierte, welche Rolle die Organisation selbst spielte und ob bewusst in Kauf genommen wurde, dass für die Durchführung fremdes Betriebsgelände betreten werden musste.

    Für GERATI ist die grundsätzliche Grenze klar. Tierschutz ist ein legitimes und steuerlich anerkanntes gemeinnütziges Ziel, doch dieser Zweck kann nicht automatisch jede gewählte Methode rechtfertigen. Wenn Rechtsverletzungen nicht zufällig entstehen, sondern von Verantwortlichen geplant, finanziert oder als Kampagnenmittel eingesetzt werden, muss auch die Gemeinnützigkeit einer Organisation überprüft werden. Genau deshalb darf die politische Debatte nicht bei diesem einen Vorfall enden.

    Der Hamburger Fall ist ein Beispiel dafür, wie schnell aus Aktivismus eine bewusste Missachtung rechtlicher Grenzen werden kann. Eine gemeinnützige Organisation, die gesellschaftliches Vertrauen und steuerliche Vorteile beansprucht, muss sich an der Rechtsordnung messen lassen und darf sich nicht durch den Verweis auf ein vermeintlich höheres Ziel davon lösen. Tierschutz ist gemeinnützig. Organisierter Rechtsbruch darf es nicht sein.

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    Quellen

  • Lämmerverstümmelung Modeindustrie – Wenn Vier Pfoten mit der Tierschutzkeule schwingt

    Lämmerverstümmelung Modeindustrie – Wenn Vier Pfoten mit der Tierschutzkeule schwingt

    Kaum eine Woche vergeht, ohne dass ein Tierrechtsverein wieder einen neuen Skandal wittert. Diesmal ist es die Lämmerverstümmelung Modeindustrie, mit der sich die Organisation Vier Pfoten medienwirksam in Szene setzt. Ihr aktueller Report über angeblich fehlende Transparenz in der Modebranche sorgt für Schlagzeilen – und für das übliche moralische Getöse.

    Doch während sich Vier Pfoten als Retter der Schafe inszeniert, bleibt eine entscheidende Frage offen: Wie sicher sind diese vielgepriesenen Zertifikate, die angeblich Tierleid ausschließen sollen? Und wer prüft eigentlich, ob der Weg der Merinowolle vom Schaf bis zum Pullover wirklich so sauber ist, wie die Label versprechen?

    Zertifikate – Glaube statt Kontrolle

    Laut dem Report von Vier Pfoten sollen zwei Drittel der Modeunternehmen keine ausreichenden Informationen darüber liefern, ob ihre Wolle aus zertifizierten Quellen stammt. Marken wie Marc O’Polo, OLYMP oder Patagonia werden als „Transparenzsieger“ gefeiert, während Michael Kors öffentlich an den Pranger gestellt wird.

    Doch das Problem liegt tiefer. Zertifizierungen sind in der Regel teuer, oft unübersichtlich und teilweise gar nicht unabhängig überprüfbar. Viele Organisationen vergeben eigene Siegel, die auf dem Papier gut aussehen, aber keinerlei rechtliche Bindung oder Kontrolle beinhalten. Selbst Tierschutz- und Tierrechtsvereine basteln sich gerne ihre eigenen Logos – Stichwort: PETA Approved, das kaum überprüfbar ist und vor allem dem eigenen Marketing dient.

    Das Vertrauen in diese Tierwohlsiegel basiert daher mehr auf Glauben als auf Fakten. Eine unabhängige, staatliche Kontrolle fehlt meist vollständig. Die Modebranche bedient sich einer ganzen Palette an Symbolen, um das gute Gewissen der Konsumenten zu beruhigen – nicht selten gegen Aufpreis.

    Tierrechts- und Tierschutzorganisationen preisen gerne die Verwendung von Baumwolle, doch auch diese ist trotz Zertifikaten nicht sicher – wie dieses Video von STRG_F zeigt.

    Heuchelei im Wollgeschäft

    Die Praxis des sogenannten Mulesing, also dem Entfernen von Haut am Hinterteil junger Lämmer zur Vorbeugung von Fliegenbefall, findet fast ausschließlich in Australien statt. Rund 80 Prozent der weltweit verwendeten Merinowolle stammen von dort – und Australien ist das einzige Land, in dem dieses Verfahren noch legal ist.

    Anstatt die australische Regierung direkt aufzufordern, diese Praxis endlich zu beenden, richtet Vier Pfoten seine Kampagne lieber gegen europäische Modehäuser. Das ist einfacher, bringt mehr Medienaufmerksamkeit – und kostet nichts außer ein paar Pressefotos.

    Die Folge: Produzenten, Händler und Designer werden öffentlich diskreditiert, obwohl sie kaum Einfluss auf australische Landwirtschaftsgesetze haben. Dabei wäre ein gezielter politischer Druck auf Canberra wohl weitaus effektiver als das Schwingen der moralischen Keule gegen die Modeindustrie.

    Die doppelte Moral der Tierrechtler

    Vier Pfoten stellt sich gerne als seriöse Stimme im Tierschutz dar, unterscheidet sich aber im Kern kaum noch von Organisationen wie PETA. Statt Aufklärung betreibt man lieber Anprangerung. Statt Lösungen zu entwickeln, liefert man Skandale.

    Ob zertifizierte Wolle, Modeunternehmen oder Transparenzberichte – alles wird zu einer Bühne, auf der sich die Organisation moralisch überhöhen kann. Der Tierschutz wird zur PR-Strategie, die sich hervorragend für Spendenkampagnen eignet.

    Dabei ist unbestritten: Die Lämmerverstümmelung ist eine grausame Praxis, die dringend beendet gehört. Nur sollte das nicht auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die ohnehin wenig Handlungsspielraum haben. Wer das Problem an der Wurzel packen will, muss mit den australischen Behörden sprechen – nicht mit europäischen Designern.

    Fazit

    Vier Pfoten nutzt die Lämmerverstümmelung Modeindustrie als Bühne, um Empörung zu schüren. Anstatt echte Reformen anzustoßen, werden Unternehmen an den Pranger gestellt, die teilweise längst Fortschritte erzielt haben.

    Zertifikate sind kein Allheilmittel, und solange niemand wirklich überprüft, was hinter den Etiketten steckt, bleibt der Konsument im Dunkeln. Vielleicht sollte sich der Tierschutz wieder mehr auf Taten statt auf Schlagzeilen konzentrieren – und den moralischen Zeigefinger einpacken, bis die eigenen Maßstäbe überprüfbar sind.

    Quellen:

  • Effektiver Tierschutz statt Protestaktionen: Eine kritische Betrachtung

    Effektiver Tierschutz statt Protestaktionen: Eine kritische Betrachtung

    Der geplante Protest von Vier Pfoten vor einem Hotel, bei dem Aktivisten mit Gasmasken auf die Gefahren von Zoonosen aufmerksam machen wollen, sorgt für Aufsehen. Doch während die Organisation auf diese drastische Aktion setzt, stellt sich die Frage, ob ihre Energie nicht besser in effektivere Tierschutzmaßnahmen investiert wäre. In diesem Artikel beleuchten wir die Hintergründe der Aktion und hinterfragen ihre Sinnhaftigkeit im Kontext ihres eigentlichen Ziels – dem Schutz der Tiere.

    Die geplante Protestaktion: Ein Zeichen setzen oder Ressourcen verschwenden?

    Der geplante Protest von Vier Pfoten vor einem Hotel ist als symbolische Aktion gedacht, um auf die Gefahren von Zoonosen aufmerksam zu machen. Diese sind Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragbar sind und durch den engen Kontakt zwischen Mensch und Tier entstehen können. Die Aktivisten wollen mit Gasmasken vor dem Hotel stehen, um die Bedrohung, die von der Missachtung des Tierschutzes ausgeht, zu verdeutlichen. Doch ist dies der richtige Weg, um auf diese ernstzunehmende Thematik aufmerksam zu machen?

    Die Aktion mag Aufsehen erregen und als Medienspektakel fungieren, doch stellt sich die Frage, ob sie tatsächlich zur Lösung des Problems beiträgt. Anstatt Ressourcen in eine solche Protestform zu investieren, könnte die Organisation ihre Energie auf nachhaltige Tierschutzprojekte konzentrieren. Effektive Maßnahmen, wie die Verbesserung der Tierhaltungsstandards oder die Aufklärung der Öffentlichkeit über artgerechte Tierhaltung, könnten langfristig mehr bewirken als ein kurzlebiges Medienspektakel.

    Effektiver Tierschutz und die Gefahr von Zoonosen

    Es ist unbestritten, dass Zoonosen ein ernstzunehmendes Problem darstellen. Die COVID-19-Pandemie hat eindrücklich gezeigt, wie schnell sich ein Virus, das ursprünglich von Tieren stammt, weltweit ausbreiten kann. Der enge Kontakt zwischen Mensch und Tier, insbesondere in Massentierhaltungen und auf Märkten, begünstigt die Entstehung und Verbreitung solcher Krankheiten. Daher ist es wichtig, auf dieses Risiko aufmerksam zu machen und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.

    Doch anstatt mit Gasmasken vor einem Hotel zu demonstrieren, wäre es sinnvoller, konkrete Schritte zur Prävention von Zoonosen zu fördern. Dazu gehört die Verbesserung der Tierhaltungsstandards, die Reduzierung des Wildtierhandels und die Förderung von Forschung und Aufklärung. Durch solche Maßnahmen könnten nicht nur die Tiere geschützt, sondern auch die Gesundheit der Menschen nachhaltig gesichert werden.

    Vier Pfoten: Eine Organisation mit wichtigen Zielen

    Vier Pfoten hat sich dem Tierschutz verschrieben und setzt sich für die Rechte und das Wohlergehen von Tieren ein. Die Organisation führt zahlreiche Projekte durch, die das Leben von Tieren nachhaltig verbessern sollen, etwa durch Rettungsaktionen von Wildtieren oder Kampagnen gegen die grausamen Praktiken in der Pelzindustrie. Diese Initiativen sind von großer Bedeutung und zeigen, dass die Organisation in der Lage ist, positive Veränderungen herbeizuführen.

    Angesichts dieser wichtigen Arbeit wirkt die geplante Protestaktion mit Gasmasken vor einem Hotel jedoch wie ein unnötiger Ausreißer. Es scheint, als würde die Organisation von ihrem eigentlichen Ziel abweichen, indem sie sich auf symbolische Aktionen konzentriert, anstatt ihre Ressourcen gezielt für den Tierschutz einzusetzen. Der Fokus sollte auf den langfristigen Zielen liegen, die wirklich etwas bewirken können, anstatt auf kurzfristigen, medial wirksamen Aktionen.

    Effektiver Tierschutz: Ein Fokus auf nachhaltige Maßnahmen

    Effektiver Tierschutz erfordert langfristige und nachhaltige Maßnahmen, die das Leben der Tiere tatsächlich verbessern. Hierzu gehören die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Tierhaltung, die Förderung von tierfreundlichen Landwirtschaftspraktiken und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Tierschutzthemen. Diese Ansätze sind nicht nur nachhaltiger, sondern auch effektiver, um das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Tiere zu schärfen und deren Schutz zu gewährleisten.

    Protestaktionen wie die geplante von Vier Pfoten sind zwar gut gemeint, doch sollten sie nicht die Hauptstrategie einer Organisation sein, die sich dem Tierschutz verschrieben hat. Stattdessen könnte Vier Pfoten ihre Expertise und Ressourcen nutzen, um langfristige Veränderungen herbeizuführen und somit einen echten Unterschied im Leben der Tiere zu machen.

    Fazit

    Die geplante Protestaktion von Vier Pfoten mag mediale Aufmerksamkeit erregen, doch stellt sich die Frage nach ihrer Effektivität im Kontext des Tierschutzes. Während die Organisation wichtige Arbeit leistet und zahlreiche Projekte zum Wohle der Tiere umsetzt, wirkt der Fokus auf eine symbolische Aktion wie ein Schritt in die falsche Richtung. Anstatt Ressourcen in kurzfristige Proteste zu investieren, sollte Vier Pfoten ihre Energie auf nachhaltige und effektive Tierschutzmaßnahmen konzentrieren. Denn nur durch langfristige Veränderungen können die Rechte und das Wohlergehen der Tiere wirklich verbessert werden.

    Quellen:

  • Vier Pfoten sind wieder einmal polemisch beim Thema Vogelgrippe unterwegs

    Wussten Sie, dass aufgrund der hochpathogenen aviären Influenza 50 Millionen Tiere in der Geflügelindustrie getötet werden mussten? Dies stellt nicht nur eine Bedrohung für die Geflügelindustrie dar, sondern gefährdet auch Wildvögel und bereits bedrohte Arten. VIER PFOTEN, eine globale Tierschutzorganisation, kritisiert Regierungen dafür, dass sie aus den Lehren der Corona-Pandemie nicht gelernt haben und es versäumen, Pandemien wie diese Ausbrüche der aviären Influenza zu verhindern. Sie argumentieren, dass die aktuellen Strategien nicht die zugrunde liegenden Ursachen von Zoonosen angehen und den One-Health-Ansatz nicht widerspiegeln. VIER PFOTEN fordert ein Umdenken in der Landwirtschaft und setzt sich dafür ein, die Tierzucht zu reduzieren, Produktionssysteme umzustrukturieren. Sofortmaßnahmen, die vorgeschlagen werden, umfassen die Bereitstellung von Wintergärten für Geflügel während Ausbrüchen und das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern, um Wasservögel von den Höfen fernzuhalten. Es ist an der Zeit, diese Probleme anzugehen, bevor sie sich weiter verschärfen.

    Auswirkungen von Vogelgrippe-Ausbrüchen

    Die verheerenden Vogelgrippeausbrüche setzen sich fort und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Die Auswirkungen dieser Ausbrüche erstrecken sich über die Geflügelindustrie hinaus und haben erhebliche wirtschaftliche Folgen, Bedenken im Bereich des Artenschutzes und globale Gesundheitsimplikationen.

    Hier sind vier wichtige Punkte zu beachten:

    1. Wirtschaftliche Folgen: Die Geflügelindustrie hat stark gelitten aufgrund der Notwendigkeit der Massentötung infizierter Vögel. Allein in Europa mussten im Jahr 2021/2022 50 Millionen Tiere getötet werden. Dies hat zu finanziellen Verlusten für Landwirte und Störungen in der Lieferkette geführt.
    2. Artenschutz: Die Vogelgrippe bedroht nicht nur domestizierte Geflügel, sondern auch Wildvögel. Besorgniserregende Sterberaten wurden bei Wildvogelpopulationen beobachtet, was bereits bedrohte Arten gefährdet.
    3. Globale Gesundheitsimplikationen: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) berichtete über einen Anstieg von Infektionen bei Säugetieren, verursacht durch die aviäre Influenza im Jahr 2022. Dies unterstreicht das Potenzial für eine Zoonose-Übertragung von Vögeln auf Menschen und betont die Notwendigkeit wirksamer Präventionsstrategien.
    4. Ursachen von Zoonoseinfektionen: Es ist entscheidend, die zugrunde liegenden Ursachen von Zoonoseinfektionen wie der Vogelgrippe anzugehen. Faktoren wie Lebensraumzerstörung, Verlust der Artenvielfalt, Ausbeutung der Tierwelt und intensive Landwirtschaft tragen zur Entwicklung und Verbreitung neu auftretender Infektionskrankheiten bei.

    Angesichts dieser Folgen wird deutlich, dass die aktuellen Strategien zur Bekämpfung der Vogelgrippe die zugrunde liegenden Ursachen von Zoonoseinfektionen nicht ausreichend ansprechen.

    Die Ausbreitung der Vogelgrippe in Asien: Ursachen und Risiken

    Das hauptsächliche Ausbruchsgebiet der Vogelgrippe liegt derzeit vor allem in Asien, insbesondere in Ländern wie China, Vietnam und Indonesien. Dort ist die Vogelgrippe bereits seit den frühen 2000er-Jahren endemisch und tritt regelmäßig auf. Die Gründe für die Verbreitung der Vogelgrippe in dieser Region sind vielfältig. Zum einen spielt die intensive Landwirtschaft und der enge Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögeln eine Rolle. Dadurch können sich die Viren leicht von den Wildvögeln auf das Geflügel übertragen. Zudem sind die Hygienestandards in einigen Regionen Asiens nicht ausreichend, was die Ausbreitung der Krankheit begünstigt.

    Die Vogelgrippe breitet sich in Richtung Europa aus, da Zugvögel auf ihren Wanderungen das Virus über weite Strecken transportieren können. Insbesondere Wildvögel wie Enten und Zugvogelarten wie Gänse können das Virus in sich tragen, ohne selbst erkrankt zu sein. Dadurch können sie das Virus über große Entfernungen verbreiten und es gelangt auch in Länder, die bisher nicht von der Vogelgrippe betroffen waren. Die Ausbreitung wird zudem begünstigt durch den globalen Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten. Wenn infiziertes Geflügel oder Produkte daraus in andere Länder gelangen, kann das Virus auch dort zu Ausbrüchen führen.

    Die Ausbreitung der Vogelgrippe in Richtung Europa ist besorgniserregend, da diese Krankheit für Menschen gefährlich sein kann. Obwohl das Virus bisher vor allem Vögel betrifft, besteht bei engem Kontakt mit infiziertem Geflügel oder durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Geflügelfleisch das Risiko einer Übertragung auf den Menschen. In seltenen Fällen kann dies zu schweren Erkrankungen führen, die auch tödlich verlaufen können. Daher ist es wichtig, dass die Behörden in Europa und weltweit Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen und mögliche Infektionsquellen zu kontrollieren.

    Vogelgrippe: Ursachen und Zusammenhänge

    Vier Pfoten scheint in diesem Zusammenhang keine Erwähnung darüber zu machen, dass Asien das Hauptausbruchsgebiet der Vogelgrippe ist. Dies könnte auf eine bewusste Strategie der Organisation hindeuten, um die Landwirtschaft in Deutschland und Europa anzugreifen, indem sie reine Polemik betreibt. Allerdings wäre es eigentlich dringend notwendig, den hygienischen Standard in den Ursprungsländern zu verbessern, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Solange der Hauptausbruch in Asien nicht unter Kontrolle gebracht wird, wird es auch nicht möglich sein, eine Ausbreitung nach Deutschland und Europa zu verhindern. Die Übertragung durch Zugvögel und dann auf Wildtiere und Nutztiere in Europa kann nur gestoppt werden, wenn der Erstausbruch in Asien bekämpft wird. Dieser wichtige Fakt wird jedoch von Vier Pfoten absichtlich verschwiegen.

    Es ist bedauerlich, dass Vier Pfoten in ihrer Argumentation keine Rücksicht auf die tatsächlichen Ursachen und Zusammenhänge der Vogelgrippe zu nehmen scheint. Anstatt die Verantwortlichen in Asien zur Verbesserung der hygienischen Standards und zur Eindämmung der Krankheit aufzurufen, konzentriert sich die Organisation auf eine reine Kritik an der Landwirtschaft in Deutschland und Europa. Dies mag zwar für Aufmerksamkeit sorgen, trägt jedoch nicht zur Lösung des eigentlichen Problems bei.

    Es ist wichtig anzumerken, dass die Bekämpfung der Vogelgrippe eine internationale Herausforderung ist, die nur durch eine Zusammenarbeit aller beteiligten Länder bewältigt werden kann. Es ist nicht fair, Deutschland und Europa allein für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich zu machen, wenn der Hauptausbruch in Asien liegt. Eine gezielte Unterstützung der Ursprungsländer bei der Verbesserung der hygienischen Standards und der Eindämmung der Krankheit wäre sinnvoller, um die Ausbreitung der Vogelgrippe insgesamt zu stoppen.

    Es bleibt zu hoffen, dass Vier Pfoten in Zukunft eine differenziertere und sachlichere Argumentation wählt und die tatsächlichen Ursachen und Zusammenhänge der Vogelgrippe berücksichtigt. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und den betroffenen Ländern ist essenziell, um die Ausbreitung der Krankheit effektiv zu bekämpfen und sowohl die Tierwelt als auch die Landwirtschaft zu schützen.

    Welt-Zoonose-Tag Aufklärung

    Die Förderung des Bewusstseins am Welt-Zoonose-Tag ist entscheidend, um ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen menschlicher und tierischer Gesundheit zu schaffen und die Notwendigkeit umfassender Strategien zur Verhinderung zukünftiger Pandemien zu betonen. Ein wichtiger Aspekt bei der Verhinderung von Zoonosen ist die Umsetzung von Wintergartenlösungen während Ausbrüchen von Vogelgrippe. Die Bereitstellung von Wintergärten für Geflügel kann die Übertragung von Viren begrenzen und ihr Wohlergehen schützen.

    Eine weitere wichtige Maßnahme ist der Schutz von Feuchtgebieten, insbesondere solcher in der Nähe von Geflügelfarmen. Feuchtgebiete sind natürliche Lebensräume für Zugvögel, die Vogelgrippeviren tragen können. Um das Risiko einer Übertragung zu minimieren, ist es unerlässlich, die Einrichtung von Geflügelfarmen in unmittelbarer Nähe dieser Gebiete zu vermeiden.

    Durch die Sensibilisierung für diese Themen am Welt-Zoonose-Tag und die Förderung praktischer Lösungen wie die Umsetzung von Wintergärten, den Schutz von Feuchtgebieten können wir proaktive Schritte zur Verhinderung zukünftiger Pandemien unternehmen. Es ist entscheidend, dass Regierungen und Einzelpersonen erkennen, dass die Bekämpfung von Zoonosen umfassende Ansätze erfordert, die die Gesundheit von Menschen und Tieren prioritieren, die Biodiversität bewahren und unsere gemeinsame Umwelt schützen.

    Was ist der Zweck des Welt-Zoonose-Tages und wie trägt er zur Sensibilisierung für Krankheiten bei, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden?

    Der Welt-Zoonose-Tag hat zum Ziel, das Bewusstsein für Krankheiten zu erhöhen, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Die Kampagne von Vier Pfoten zum Schutz von Tieren steht jedoch nicht im Einklang mit diesem Ziel. Statt konkrete Ansätze zu nennen, wie die Ausbreitung in den Ursprungsländern verhindert werden kann, besteht die Kampagne nur aus einer reinen Polemik und einem Angriff auf die deutsche und europäische Landwirtschaft. Diese Vorgehensweise ist nachweislich nicht hilfreich. Vogelgrippeausbrüche verdeutlichen die schwerwiegenden Folgen von zoonotischen Infektionen und zeigen die Notwendigkeit, Faktoren anzugehen, die zu solchen Infektionen beitragen.

    Schlussfolgerung

    Die Schlussfolgerung dieses Artikels lautet, dass die Vogelgrippeausbrüche eine ernsthafte Bedrohung darstellen, die weitreichende Auswirkungen auf die Geflügelindustrie, den Artenschutz und die globale Gesundheit haben. Es ist von großer Bedeutung, die zugrunde liegenden Ursachen von Zoonoseinfektionen anzugehen, wie beispielsweise die intensive Landwirtschaft, Lebensraumzerstörung und den Verlust der Artenvielfalt. Zudem müssen die Ursprungsländer in Asien ihre hygienischen Standards verbessern, um die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen. Der Welt-Zoonose-Tag bietet eine Gelegenheit, das Bewusstsein für diese Krankheiten zu schärfen und praktische Lösungen wie die Bereitstellung von Wintergärten für Geflügel und den Schutz von Feuchtgebieten zu fördern. Eine internationale Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Ausbreitung der Vogelgrippe effektiv zu bekämpfen und sowohl die Tierwelt als auch die Landwirtschaft zu schützen.

  • Ist das Tierquälerei? „NEIN“ zum Stopfleber-Importverbot in der Schweiz

    Der Ständerat hat einen Antrag zum Stopfleber-Importverbot abgelehnt, die durch grausame Methoden der Zwangsfütterung von Enten und Gänsen produziert wird. Obwohl die Schweiz seit über 40 Jahren die Praxis der Zwangsfütterung von Vögeln zur Herstellung von Stopfleber verbietet, wurden im letzten Jahr immer noch 186 Tonnen importiert. VIER PFOTEN ist enttäuscht über die Entscheidung und kritisiert die Doppelmoral der Schweiz, die hohe Tierschutzstandards im Inland hat, aber den Import von Tierquälerei aus dem Ausland zulässt. Die Organisation hat mindestens 40 alternative Produkte identifiziert und zielt darauf ab, das Bewusstsein von Verbrauchern, Einzelhändlern und Restaurants für die Grausamkeit bei der Herstellung von Stopfleber zu erhöhen.

    Die Kontroverse um die Produktionsmethoden von Foie Gras

    Die Produktion von Foie Gras durch die Zwangsfütterung von Vögeln ist ein kontroverses Thema, da die Schweiz einen Antrag auf ein Importverbot abgelehnt hat, obwohl die Praxis im Inland seit über 40 Jahren verboten ist. Dies hat dazu geführt, dass die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ein Ende dieses Doppelmoral fordert und ethische Alternativen fördert. Die Produktion von Foie Gras beinhaltet die Zwangsfütterung von Vögeln mit einem Schlauch, was zu Verletzungen und Krankheiten führt, bis sie im Alter von etwa drei Monaten geschlachtet werden. Die Vögel werden starken Infrarotstrahlen ausgesetzt, um die Entwicklung ihrer Schnäbel und Krallen zu verhindern, und werden in engen Verhältnissen gehalten, oft ohne Zugang zu Wasser.

    Obwohl die globale Produktion von Foie Gras durch internationale Übereinkommen geregelt wird, die Tiere vor Grausamkeit schützen sollen, erlauben einige Länder immer noch den Import dieses Produkts. Im Falle der Schweiz entspricht der Import von 186 Tonnen im letzten Jahr 343.200 Enten und Gänsen, die grausamen Methoden der Zwangsfütterung ausgesetzt sind. Tierschutzorganisationen argumentieren, dass solche Praktiken grundlegende ethische Standards verletzen und fordern ein Stopfleber-Importverbot und eine größere Verbraucherinformation zu diesem Thema.

    Als Reaktion auf die Forderung des Stopfleber-Importverbot, haben mehrere preisgekrönte Köche ethische Alternativen entwickelt, wie Tobias Buholzers vegetarische oder vegane Alternative, die als Noix Gras bekannt ist. Darüber hinaus hat VIER PFOTEN mindestens 40 alternative Produkte identifiziert, von denen 19 bereits in der Schweiz erhältlich sind. Die Organisation zielt darauf ab, das Bewusstsein der Verbraucher, Einzelhändler und Restaurants für die Grausamkeiten bei der Herstellung von Foie Gras zu schärfen und ethische Alternativen zu fördern, die keine Tierquälerei beinhalten.

    Argumente für das Stopfleber-Importverbot

    Argumente für ein Stopfleber-Importverbot von Foie Gras beruhen auf Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes und der grausamen Methoden, die bei der Produktion angewendet werden. Der Herstellungsprozess beinhaltet das Zwangsfüttern von Vögeln mit einem Schlauch, was zu Verletzungen und Krankheiten führt, bis sie im Alter von etwa drei Monaten geschlachtet werden. Die Vögel werden in engen Bedingungen gehalten und oft vom Zugang zu Wasser entzogen. Aus diesem Grund haben mehrere Länder die Produktion und den Verkauf von Foie Gras verboten oder eingeschränkt.

    Das Stopfleber-Importverbot wird auch als Schritt zu ethischem Konsum und Unternehmensverantwortung betrachtet. Verbraucher sind sich zunehmend bewusst von Tierschutzfragen und die Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen hat zugenommen. Mehrere Köche haben vegetarische oder vegane Alternativen zu Foie Gras entwickelt, die sowohl schmackhaft als auch ethisch sind. Der Import von Foie Gras widerspricht den hohen Tierschutzstandards in der Schweiz und schafft einen Doppelmoral, den viele für inakzeptabel halten.

    Darüber hinaus argumentieren Befürworter eines Stopfleber-Importverbot, dass es notwendig ist, das Bewusstsein der Verbraucher über die Grausamkeit bei der Produktion von Foie Gras zu erhöhen. Viele Menschen wissen möglicherweise nicht, wie es produziert wird, oder sind möglicherweise nicht bereit, ihre Lieblingsdelikatesse aufzugeben, ohne die Auswirkungen auf Tiere zu verstehen. Durch das Verbot von Importen kann die Schweiz eine Botschaft senden, dass Tierquälerei nicht toleriert wird und Verbraucher ermutigen, alternative Produkte zu wählen, die mit ihren Werten übereinstimmen.

    Argumente gegen das Importverbot von Stopfleber

    Gegner behaupten, dass das Stopfleber-Importverbot Schweizer Bauern und Unternehmen schaden und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken würde. Das Argument ist, dass das Importverbot den lokalen Produzenten und Unternehmen negativ beeinflussen würde, indem es ihren Marktzugang beschränkt. Darüber hinaus könnten Verbraucher, die Foie gras genießen, es möglicherweise nicht in der Schweiz finden und es aus ausländischen Märkten mit geringeren Tierschutzstandards kaufen.

    Jedoch können ethische Bedenken hinsichtlich der Produktion von Foie gras nicht ignoriert werden. Die Zwangsfütterung von Enten und Gänsen verursacht immense Qualen und führt zu Gesundheitsrisiken wie Fettleibigkeit, Atemschwierigkeiten und Bewegungsproblemen. Darüber hinaus werden die Vögel in engen Räumen ohne Zugang zu Wasser oder natürlichem Licht gehalten. Die Foie gras-Produktion widerspricht den Tierschutzprinzipien und widerspricht den eigenen Gesetzen der Schweiz, die die Zwangsfütterung von Vögeln zu diesem Zweck verbieten.

    Foie gras hat auch im Vergleich zu anderen Ländern, in denen es eine beliebte Delikatesse ist, in der Schweiz nur eine begrenzte kulturelle Bedeutung. Daher würde ein Stopfleber-Importverbot die Schweizer Kultur oder Traditionen nicht signifikant beeinträchtigen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche alternative Produkte, die keine Grausamkeiten gegenüber Tieren beinhalten und dennoch den Verbraucherpräferenzen für Luxuslebensmittel gerecht werden.

    Letztendlich überwiegen die ethischen Bedenken hinsichtlich der Foie gras-Produktion alle potenziellen Vorteile für Produzenten oder Verbraucher.

    Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Verbots von Foie Gras-Importen.

    Die Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen eines Stopfleber-Importverbot in der Schweiz erfordert die Berücksichtigung verschiedener Faktoren. Ein signifikanter Faktor ist die Auswirkung auf die Branche, die aufgrund der hohen Nachfrage nach Foie Gras erheblich sein könnte. Das Verbot würde wahrscheinlich zu einer Verringerung der Produktion und des Verkaufs führen, was potenzielle Arbeitsplatzverluste und Einkommensrückgänge für diejenigen zur Folge hätte, die in der Branche tätig sind.

    Das Stopfleber-Importverbot könnte jedoch auch zu einem Anstieg des ethischen Konsums führen, da die Verbraucher sich zunehmend bewusst werden, welche Grausamkeiten bei der Produktion von Foie Gras beteiligt sind. Dieser Wandel hin zum ethischen Konsum könnte zu einer erhöhten Nachfrage nach Alternativprodukten führen, die keine Tierquälerei beinhalten. VIER PFOTEN hat mindestens 40 solcher Alternativen identifiziert, von denen 19 bereits in der Schweiz erhältlich sind.

    Darüber hinaus könnte das Stopfleber-Importverbot Auswirkungen auf den internationalen Handel haben. Die Schweiz ist einer der größten Importeure von Foie Gras weltweit, und ein Verbot könnte sich auf ihre Beziehungen zu Ländern auswirken, die es produzieren und exportieren. Es könnte jedoch auch eine Botschaft an diese Länder senden, die die Verpflichtung der Schweiz zum Tierschutz unterstreicht und sie dazu ermutigt, ihre eigenen Praktiken zu überdenken. Letztendlich gibt es zwar möglicherweise kurzfristige wirtschaftliche Konsequenzen im Zusammenhang mit einem Verbot von Foie Gras-Importen, aber es gibt auch potenzielle langfristige Vorteile im Zusammenhang mit ethischem Konsum und der Förderung des Tierschutzes.

    Implikationen für das Tierwohl in der Schweiz

    Die Ablehnung des Antrags auf ein Stopfleber-Importverbot in der Schweiz hat Kritik an der Hingabe des Landes zum Tierschutz ausgelöst. Trotz eines jahrzehntelangen Verbots der Zwangsfütterung von Vögeln bleibt die Schweiz einer der weltweit größten Importeure dieses Produkts. Diese Entscheidung untergräbt den Ruf des Landes als Fürsprecher für den Tierschutz und wirft Fragen nach seiner Einhaltung internationaler Standards auf.

    Tierschutzgruppen wie VIER PFOTEN fordern eine erhöhte Verbraucherinformation und Regierungsverantwortung in dieser Angelegenheit. Sie argumentieren, dass Schweizer Verbraucher über die Grausamkeiten informiert werden müssen, die mit der Herstellung von Foie Gras einhergehen, und zur Wahl ethischer Alternativen ermutigt werden sollten. Darüber hinaus schlagen sie vor, dass Regierungen eine stärkere Haltung einnehmen sollten, indem sie Importe ganz verbieten oder zumindest strengere Kennzeichnungsvorschriften für solche Produkte fordern.

    Mehrere preisgekrönte Köche haben bereits vegetarische und vegane Alternativen zu Foie Gras entwickelt, die den Verbrauchern ebenso köstliche Optionen bieten, ohne zum Tiermissbrauch beizutragen. Es ist entscheidend, dass mehr Köche und Einzelhändler diese ethischen Alternativen annehmen, damit die Verbraucher informierte Entscheidungen treffen können, wenn es um ihren Nahrungsmittelkonsum geht. Letztendlich liegt es sowohl an Einzelpersonen als auch an Regierungen, den Respekt für den Tierschutz in der Schweiz und darüber hinaus zu fördern.

    Schlussfolgerung

    Die Ablehnung des Stopfleber-Importverbot in der Schweiz durch den Ständerat hat Kritik von Tierschützern hervorgerufen. Trotz eines langjährigen Verbots der Zwangsfütterung von Vögeln bleibt die Schweiz einer der größten Importeure dieser umstrittenen Delikatesse, mit allein im letzten Jahr importierten 186 Tonnen Foie Gras. Während Gegner argumentieren, dass ein Verbot Schweizer Unternehmen und die Freiheit der Wahl der Verbraucher negativ beeinflussen würde, weisen Befürworter darauf hin, dass es zahlreiche alternative Produkte gibt.

    Tierschutzorganisationen wie VIER PFOTEN haben mindestens 40 alternative Produkte identifiziert, von denen bereits 19 in der Schweiz erhältlich sind. Dies verdeutlicht den Doppelmoral, der darin besteht, die Einfuhr von Foie Gras zu erlauben und gleichzeitig den Tierschutz zu schätzen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglichen Stopfleber-Importverbot sind ein wichtiger Faktor, jedoch ist es für Entscheidungsträger entscheidend, ethische und moralische Bedenken über kommerzielle Interessen zu stellen.

    Zusammenfassend unterstreicht die Entscheidung der Schweiz, kein Stopfleber-Importverbot zu verhängen, die Notwendigkeit einer größeren Sensibilisierung und Regulierung von Produktionsmethoden. Da Verbraucher sich zunehmend bewusster über ethische Verbrauchspraktiken werden und sich für Tierschutz einsetzen, müssen Entscheidungsträger Maßnahmen ergreifen, um humane landwirtschaftliche Praktiken umzusetzen und Alternativen zu grausam produzierten Lebensmitteln wie Foie Gras zu fördern

  • Vier Pfoten denkt nicht nach und kann nur hetzen

    Vier Pfoten schreibt an internationale Organisationen und Regierungen einen Brief und beweist, dass sie vom Leben in den betroffenen Gebieten überhaupt keine Ahnung haben.

    Zwar erwähnt Vier Pfoten, das Thema Hygiene, die verantwortlich für den Ausbruch der Pandemien ist, jedoch fordert sie gleichzeitig dazu auf, das Menschen nicht mehr in den lebensnotwendigen Lebenstiermärkten Nahrungsmittel einkaufen dürfen. Für mich die persönlich größte Menschenverachtung einer Organisation, die sich ihre Nahrungsmittel im Supermarkt kaufen kann.

    Völlig weltfremd werden da Forderungen gefordert, dass Regierungen in Asien und Afrika Lebenstiermärkte schließen sollen. Begründet wird es natürlich mit der Corona-Pandemie. Auch hier muss man die Erkenntnis erlangen, dass man nur die Pandemie nutzt, weil durch die chinesische Regierung die Aussage im Umlauf gebracht wurde, der Virus brach auf einen Lebenstiermarkt aus.

    Jeder normale Mensch würde die chinesischen Aussagen hinterfragen. Nur Tierrechtler sehen es als Tatsache an, weil es in ihren Kram passt. Das zeigt die ethische Verdummung der Tierrechtsszene auf.

    Coronavirus künstlich, oder doch vom Tier auf den Menschen übergesprungen?

    Nach über einem Jahr, haben die Chinesen endlich nachgegeben und eine Wissenschaftlergruppe der WHO in ihr Land gelassen, die sich den Pandemie-Ausbruch genauer anschauen sollte. Ein Jahr lang haben sich die Chinesen geweigert, Wissenschaftler in ihr Land zu lassen. Die Chinesen sind dafür bekannt alles zu vertuschen, wenn es möglich ist.

    Unstrittig ist, dass in unmittelbarer Nähe des Lebenstiermarktes sich ein Forschungslabor befindet. Und dieses Labor wurde expliziert nach dem in China ausgebrochenen SARS Virus eingerichtet und forschte an Vieren, die Pandemien erzeugen können. Wie viel Beweise wird ein Forscherteam, was erst nach einem Jahr in das Labor gelassen wird, finden? So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Wissenschaftler, nach einem kurzen Trip, in das Labor, zu der Erkenntnis gekommen sind, das dieses als Ausbruchsort ausgeschlossen werden kann.

    Wer China kennt, der weiß welchen Druck, Behörden insbesondere auf Nichttouristen ausführen können! Zwei Duzen Wissenschaftler unterzeichneten einen offenen Brief und forderte das WHO Ermittlerteam Vorort auf, die Laborthese tiefer zu erforschen.

    ntv.de: Herr Theißen, in einem offenen Brief fordern Sie zusammen mit zwei Dutzend weiterer Forscher aus aller Welt eine neue, umfassende Suche nach dem Ursprung von Sars-CoV-2 – die auch die Möglichkeit eines Laborunfalls mit einschließt. Der Leiter der aktuellen WHO-Mission hatte einen Laborunfall als „extrem unwahrscheinlich“ bezeichnet und wollte die Hypothese zunächst nicht weiter verfolgen. Aus Ihrer Sicht also ein Fehler?

    ntv.de

    Sehr viele Ungereimtheiten widerlegen die Tierrechtsthese, dass der Coronavirus vom Tier auf den Menschen auf den Lebenstiermarkt übergesprungen sein soll.

    Selbst die Chinesen verkünden die Vermutung, dass gefrorenes Tiefkühlfleisch den Virus eingeschleppt hat! Bereits Anfang 2020 wurde die erst infizierten Personen identifiziert! Vier von sieben Personen, die Nachweislich Erstüberträger waren, hatten keinen Kontakt mit dem Lebenstiermarkt in Wuhan.

    Virengenoms trägt Erbmasse von einer Fledermausart, die über 1.000 km entfernt von Wuhan beheimatet ist. Gleichzeitig konnte Erbmasse von einer Gürteltierart nachgewiesen werden. Also zwei gänzlich unterschiedliche Zwischenwirte.

    Ich bin kein Virologe, ich schaue mir Fakten an, die mir von verschiedenen Wissenschaftlern präsentiert werden. Ich frage mich schon, wie eine Fledermausart die nicht in Wuhan beheimatet ist, den Virus auf den Markt übertragen haben soll. Auch das ein zweiter Wirt (Gürteltier) enthalten sein soll, wirft Fragen auf. Wenn man sich dann noch mit der chinesischen Politik befasst, ist eine künstliche Erzeugung dieses Virus, wohl zu einem großen Prozentanteil auch möglich.

    Ich will nicht behaupten, das die Chinesen diesen Virus vorsätzlich verbreitet haben. Aber ein Laborunfall lässt sich nach einem Jahr, weder zu 100 Prozent Bestätigen noch widerlegen. Letztendlich ist es jetzt egal. Man kann nur hoffen das, wenn die These ein Fünkchen Wahrheit besitzt, die Chinesen und auch andere Länder, die in ihren Labors, an Viren experimentieren, die für Menschen gefährlich sind, dass dann die Sicherheitsmaßnahmen auch auf dem höchsten Stand sind und eingehalten werden.

    In Deutschland ist bei Tierrechtlern der Aufschrei groß, wenn in einem Schlachthof Corona nachgewiesen wird.

    Insbesondere Peter Hübner, angeblicher Metzger, stellt immer wieder die Behauptung auf, dass insbesondere Schlachthöfe Pandemie-Herde sein sollen. Schaut man sich die Arbeiter an, die in Schlachthöfen arbeiten, muss man Peter Hübner schon mal Volksverhetzung vorwerfen. Und nein Schlachthöfe sind keine Hotspots, oder Grund für die Pandemie. In den meisten Fällen ist simple fehlende Hygiene und diese nicht am Arbeitsplatz, sondern vor allem außerhalb des Betriebes, Grund für das Ausbrechen der Pandemie.

    Will Vier Pfoten und Peta, Menschen verhungern lassen?

    So kann man die Schließung von Lebenstiermärkte in Asien und Afrika und weiteren Ländern deuten. Ausgehend von Deutschland, bilden sich diese Tierrechtsschwachköpfe ein, dass auch überall auf der Erde, die Menschen sich ihre Nahrung in Supermärkte kaufen können, wo das Fleisch schön portioniert, zum Verkauf angeboten wird. Das ist jedoch nicht so. Aber dazu müssten diese dummen Tierrechtler erst einmal bereit sein, das richtige Leben dieser Menschen sich anzuschauen.

    Ich lebe seit 2008 in Indonesien und habe hier bereits viel gesehen und erlebt. Wie sollen Menschen sich ernähren, wenn sie nicht einmal einen Kühlschrank besitzen geschweige denn sich einen leisten könnten. In Indonesien ist die Standard Stromversorgung für Arme Stromabnehmer auf 200 Watt beschränkt. Jeder PC mit eienr ordentlichen Grafikkarte zieht hier schon mehr Strom als diesen Haushalten zur Verfügung steht.

    Selbst wir haben in Indonesien kein fließendes Trinkwasser aus der Wand. Zwar existiert eine Wasserversorgung aber in vielen Hotels findet man das zeichen „Kein Trinkwasser“ vor. Trinkwasser kaufen wir in 19 Liter Galonen. Dann kommen irgendwelche Dummen Tierrechtler in Deutschland an und wollen den Menschen in Asien und Afrika vorschreiben, dass sie ihrer Nahrungsmittelversorgung auf den Lebentiermärkten nicht mehr nutzen dürften. 

    Wie eingebildet muss man bei Peta und Vier Pfoten sein, diese Forderung in den Raum zustellen. Fakt ist, dass globale Pandemien aus Ländern, wie Indonesien herstammen können. Sei es die Vogelgrippe, Schweinepest, SARS oder auch Corona, wenn man sich den Verbreitungsweg anschaut. Aber es liegt nicht daran, das diese Menschen ihren Hunger stillen wollen, sondern letztendlich an der reinen Hygiene. Anstatt Verbote zu fordern, sollten sie diesen Menschen Helfen, die Hygiene in ihrem Lebensumfeld zu verbessern. Aber auch das kostet natürlich Geld.

    Die Forderung von Vier Pfoten, die Schließung der Lebenstiermärkte, ist abartig und menschenverachtend. Jeder Mensch hat ein Recht sich zu ernähren. Und genau dieses Recht wollen Tierrechtler, diesen Menschen in Asien und Afrika absprechen. Diese Forderung wäre nichts anderes, als ein Todesurteil für Milliarden von Menschen, die von Hunger und fehlender Versorgung von Grundnahrungsmitteln bedroht sind. Und das nur, weil ein paar dumme Tierrechtler, einfach nicht ihr Gehirn gebrauchen können. Es kann natürlich auch sein, dass hier aufgrund des B12 Mangels, die Tätigkeit des Gehirns mehr als eingeschränkt bei den Tierrechtlern ist. 

  • 69-Jährige fasst „Vier Pfoten“ Bettelbrief als Morddrohung auf

    Vier Pfoten verschickt Bettelbriefe mit einem abgebildeten Strick und den Worten „Dieser Strick bedeute das Todesurteil“

    Eine 69-jährige Dame aus Hagen bekam fast einen Herzinfarkt, als sie diesen Brief aus dem Briefkasten nahm. „Ich dachte, da will mir jemand etwas anhaben.“ wird sie von wp.de zitiert.

    Erst später erkannte sie, dass es sich um einen Spendenbettelbrief von Vier Pfoten handelt und äußerte sich als Tierliebhaber völlig negativ über diese Organisation! So sagte sie gegen über wp.de folgendes.

    Organisation warnt selbst vor Schock-Bildern

    Johanna Dannhäuser hat, obwohl selbst Tierfreundin, nicht einen Cent gespendet. Und sie hat sich auch die Info-Flyer der Stiftung Vier Pfoten, die das Schreiben verschickt hat, nicht angesehen. Denn dort wird in drastischen, teils auch verstörenden Bildern gezeigt, wie Hunden in Indonesien bei lebendigem Leibe das Fell abgefackelt, wie sie mit Knüppeln erbarmungslos zu Tode geprügelt und wie sie zur Schlachtbank geschleift werden. „Vorsicht, die Fotos sind wirklich erschreckend“, warnt die Organisation zartbesaitete Gemüter.

    Wie gesagt, Johanna Dannhäuser hat sich einen Blick auf die Bilder denn auch erspart. Dennoch ist sie empört über die ungeschminkten Methoden, mit denen die Stiftung Vier Pfoten um Spenden buhlt. „Wenn man Menschen aufrütteln möchte, finde ich das okay, aber doch nicht mit schockierenden Bildern.“ Erst der Umschlag mit dem Strick, der sie in Angst versetzt habe, und dann noch die Warnung vor kaum zu ertragenden Fotos – gleichzeitig verbunden mit der Bitte um eine Spende: „Das geht nicht. Das ist absolut geschmacklos“, sagt die Hagenerin, die selbst einen Hund besitzt.

    wp.de

    Wenn es um das Thema Indonesien geht bin ich Experte

    Seit nun fast 11 Jahren lebe ich in Indonesien und habe auch so manche Tierquälerei gesehen. Weiterhin konnte ich Lügen die Tierrechtler über Tierquälereien in Indonesien aufgedeckt haben wollen teilweise Dementieren bzw. richtig stellen.

    Der Dilettantismus von PeTA

    Peta ist ja ein Spezialist im Manipulieren von Videos. Gleichzeitig werden aber auch immer wieder gefakte Berichte von Tierrechtsorgas übernommen, nur um eine angebliche Tierquälerei darzulegen.

    Da zeigt man ein Video, was ein Auto aus Jakarta zeigt (B = Jakarta, DK = Bali) und behauptet diese Plastikbox befinde sich bereits auf Bali. Kein Indonesier wird sich die Strecke Jakarta Bali mit dem Auto antun. Als Beispiel: Meine Schwiegereltern leben in Lampung das liegt auf Sumatra und ca.250 km von Jakarta entfernt. Für eine Fahrt benötigt man allein schon 5–7 Stunden und da dauert die Überfahrt von Java nach Sumatra mit der Fähre nur ca. 1–1,5 Stunden. 

    Man kann sich vorstellen, wie viel Tage man dann erst nach Bali unterwegs ist.

    Aber kommen wir jetzt mal auf Vier Pfoten zurück

    Man bettelt mit verstörenden Bildern, die anscheinend einen Tierschutzverstoß aufzeigen sollen. Wie üblich gibt man dem Hund als Opfer einen Namen und zeigt andere Tiere, die man nicht retten konnte.

    Das von Vier Pfoten verbreitete Video wurde auch zur selben Zeit von anderen Tierschutzorgas verwendet!

    Das Video von Vier Pfoten was identisch ist nur auf Deutsch findet man hier!

    Nun stellt sich mir die Frage, wie so viele Tierschutzorganisationen dasselbe Video für ihre Werbezwecke verbreiten können und dann über ein Jahr nicht in Indonesien präsent sind! Vier Pfoten besitzt in Indonesien keine NGO Genehmigung. Gleichzeitig wäre es ein Verstoß, wenn gewerbliche Filmaufnahmen ohne Genehmigung in Indonesien gedreht werden.

    Für gewerbliche Videoaufnahmen und für Tätigkeiten als Mitarbeiter einer NGO, benötigt man jeweils für Indonesien ein spezielles Visum!

    Wo landen die Spenden, die für die Hunde in Indonesien gesammelt werden, bei Vier Pfoten hin?

    Das Video stammt aus dem Jahr 2018. Ist also bereits 1 Jahr alt. Was hat „Vier Pfoten“ mit den ersten Spendengeldern, die letztes Jahr, für diese Kampagne in Indonesien gesammelt wurden gemacht. Man findet nirgendwo Nachweise das „Vier Pfoten“ sich für diese Hunde auf den Märkten tatsächlich einsetzt. 

    Es hat ehern den Anschein, dass hier indonesische Tierschutzorganisationen von „Vier Pfoten“ missbraucht werden! Diese in Indonesien ansässigen Tierschutzorganisationen werden teilweise mit versprochenen Zahlungen geködert, um medienwirksames Material zu erhalten, was wie im Fall, von „Vier Pfoten“, zum Spendensammeln genutzt wird. Leider scheint letztendlich kein einziger Cent nach Indonesien zu fließen!

    Welche Wahrheit steckt in den Bildern

    Screenshot Youtube

    Dieser Screenshot von YouTube stellt bei mir mehrere Fragen auf. Wenn tatsächlich wie von „Vier Pfoten“ behauptet, die Hunde hier bei lebendigem Leibe das Fell abgebrannt wird, warum scheint sich das Mädchen hier davor so zu ekeln? Dürfte sie nicht diesen Anblick bei ihren Besuchen auf den traditionellen Märkten bekannt sein?

    Insbesondere Touristen erleben insbesondere beim Besuch von traditionellen Märkten nicht nur einen Kulturschock, sondern einen gewaltigen Hygieneschock. Wenn bei den Hunden also tatsächlich das Fell lebendig abgebrannt wird, warum ekelt sich das Mädchen da so?

    Kann es nicht ehern so sein, dass ein als Tourist getarnter Tierrechtler, dem Schlachter Geld bot, damit er den Hund vorab nicht wie üblich tötete? Diese Menschen sind in der Regel sehr Arm. Wenn man da mal mit einem 50.000 Rp Schein (ca. 3,18 €) wedelt machen die fast alles. Diese Menschen auf diesen Märkten leben teilweise von unter 1.000.000 Rp (ca. 63,62 €) im Monat und müssen damit ihre ganze Familie durchbringen!

    Abstoßende Bilder zu nutzen, um Spenden zu generieren

    Warum muss eine Tierrechtsorganisation wie „Vier Pfoten“ es auf so aggressive Werbung anlegen. Dass man damit Menschen nicht nur verschreckt, sondern diese selbst an den Rand eines Herzinfarktes treibt, zeigt das oben genannte Beispiel.

    Warum wohl zeigt man keine Bilder, die die Arbeit in Indonesien zeigt. Gibt es diese vielleicht überhaupt nicht und wird damit ein Betrug begangen, indem man behauptet den Hunden in Indonesien helfen zu wollen?

    Meine persönliche Meinung zu diesem Thema

    Andere Länder andere Sitten. Man kann auch nicht wild mit dem Finger auf Menschen zeigen die seit Jahrhunderten nichts anderes kennen. Wie wäre es, wenn Tierrechtler endlich einmal diesen Menschen alternative Lösungen anbieten und diese richtig unterstützen? Aber da kommt nichts.

    Mit gefakten Bildern, ist man nur auf Spenden aus, um diese dann letztendlich ehern in die eigene Tasche stecken zu können, als diese für den angegebenen Verwendungszweck zuzuführen.

    Letztendlich handelt hier auch „Vier Pfoten“ nur polemisch und spricht zwar ein Thema an, tut aber letztendlich überhaupt nichts dafür!

  • Auch bei Vier Pfoten „Petitionsbetrug“

    Nachdem wir bei der PeTA-Kampagne Tyke2014.de einen massiven Betrug von PeTA aufdecken konnten, schauten wir uns heute einmal eine Petitionskampagne von Vier Pfoten an!

    Auf der Petitionswebseite bruellen.vier-pfoten.de, kann man seine und auch fremde Unterschriften gegen Tiere im Zirkus unterzeichnen.

    Genauso wie bei PeTA wird nur geprüft, ob die Emailadresse schon unterzeichnet hat! Obwohl man einen Newsletter anbietet, wird kein Opt-Out Verfahren genutzt, um zu prüfen, ob der Unterzeichner tatsächlich der Inhaber der Email ist und dem Empfang von Newslettern zustimmt! Dieses ist rechtlich sehr Fragwürdig, insbesondere, da in Deutschland keine unaufgeforderten Emails versendet werden dürfen!

    Man kann also mit irgendwelchen Emailadressen, diese Petition unterzeichnen und an diese Emailadresse Spamnewsletter versenden lassen!

    Weiterhin ist es möglich, mit Emailadressen, die nicht existieren, oder bei denen die Domain überhaupt nicht registriert ist, eine Email zu versenden! Dasselbe gilt für Pseudo TDL´s!

    Siehe unser Beweisvideo!

    Nun stellt sich natürlich die Frage, warum auch Vier Pfoten auf diesen Betrug angewiesen ist?

    Fakt ist, wenn man sich die Tierschützer anschaut, die in letzter Zeit immer wieder vor Zirkussen „Gegen Wildtiere im Zirkus“ demonstrieren, sind diese massiv in der Unterzahl. Auf jeden Demonstrant kommen im Durchschnitt 50-150 Zirkusbesucher!

    Hat auch „Vier Pfoten” Angst, dass zum Schluss statt 14.000 Unterschriften nur 100 stehen?

    Ich habe mir deswegen ein paar Fragen überlegt, die ich PeTA Deutschland e.V. und Vier Pfoten in Form eines offenen Briefes stellen möchte. Selbstverständlich veröffentliche ich diesen Brief auch hier bei Gerati.de und auf Facebook!