Zum Inhalt springen

Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

Schlagwort: Familien zusammenbringen in Nordhausen

  • 96.000 Euro Förderung für Studio44: Zirkus verbindet Generationen in Nordhausen

    96.000 Euro Förderung für Studio44: Zirkus verbindet Generationen in Nordhausen

    Die Deutsche Fernsehlotterie fördert das Nordhäuser Studio44-Projekt „Zirkus vereint Generationen“ mit 96.000 Euro. Die zweckgebundene Unterstützung trägt dazu bei, das Vorhaben bis Ende 2028 zu finanzieren. Menschen zwischen drei und 77 Jahren sollen kostenlos Jonglage, Improvisationstheater und Bewegung ausprobieren können. Für Familien und ältere Menschen bedeutet das einen Zugang zu gemeinsamen kulturellen Aktivitäten ohne Teilnahmegebühr. Zum Projekt gehört auch ein Angebot, bei dem Großeltern zusammen mit ihren Enkelkindern Zirkusspiele kennenlernen.

    Die Förderung finanziert Personal und Workshops

    Die Gesamtkosten des Projekts betragen nach dem Bericht von nnz-online mehr als 120.000 Euro. Die Förderung deckt damit rechnerisch weniger als 80 Prozent des Gesamtbetrags; mehr als 24.000 Euro entfallen auf die übrige Finanzierung. Vorgesehen ist die Zuwendung anteilig für Personalkosten von Projektmitarbeitern und Teilnehmenden im Bundesfreiwilligendienst. Hinzu kommen Honorare für Workshops sowie projektbezogene Sachkosten. Das Geld fließt damit sowohl in die personelle Begleitung als auch in die praktische Durchführung der Angebote. Die Finanzierung reicht über eine einzelne Veranstaltung hinaus und ermöglicht ein bis Ende 2028 angelegtes Vorhaben.

    Studio44-Vorstandsvorsitzender Holger Richter bezeichnet die Unterstützung als entscheidenden Baustein, um Familien in Nordhausen stärker zusammenzubringen. Der Verein wolle Gelegenheiten schaffen, bei denen Menschen unterschiedlicher Generationen Gemeinschaft erleben, Neues ausprobieren und einander stärken können. Landrat Matthias Jendricke hebt hervor, dass die Förderung die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Angebots ermögliche. Er verbindet damit die Erwartung, weitere Menschen für die Zirkuswelt zu gewinnen. Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie, betont seinerseits das Potenzial kreativer Kulturangebote für Begegnungen zwischen Generationen. Ihre Aussagen beschreiben den sozialen Anspruch des Projekts: Gemeinsames künstlerisches Tun soll Menschen miteinander in Kontakt bringen.

    Offene Zirkusnachmittage und Improvisationstheater

    Geplant sind offene Zirkusnachmittage, generationsübergreifende Mitmachangebote, Improvisationstheater und Intensivworkshops. Das künstlerische Spektrum umfasst Jonglage, Bewegungstheater, Musik und Tanz. Die Angebote sollen Menschen unabhängig von Herkunft und Vorerfahrung ansprechen. Damit eröffnet das Programm unterschiedliche Wege zur Teilnahme: Wer sich eher für darstellerische oder musikalische Aktivitäten interessiert, findet im Konzept ebenso einen Anknüpfungspunkt wie jemand, der Jonglage ausprobieren möchte. Im Mittelpunkt steht das eigene Erproben von Zirkus und die Möglichkeit, unterschiedliche Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

    Wie die Begegnung zwischen den Generationen praktisch aussehen soll, zeigt „Zappalot & Zappelinchen“. Die Veranstaltungsankündigung auf „Zeit für Zirkus“ lädt dazu Großeltern mit Enkelkindern im Alter von vier bis acht Jahren ein. Beim spielerischen Training kommen Tücher, Teller und Alltagsgegenstände zum Einsatz. Daraus sollen gemeinsame Zirkusspiele entstehen, die ausdrücklich auch zum Nachmachen zu Hause gedacht sind. Das Format verbindet damit einen angeleiteten Einstieg mit Anregungen für weitere gemeinsame Beschäftigung im Familienalltag. Die Großeltern sind dabei selbst zum Mitmachen und zur Bewegung mit ihren Enkeln eingeladen.

    Ein konkreter Einstieg für Großeltern und Enkel

    „Zappalot & Zappelinchen“ ist als kostenfreies Angebot angekündigt. Die Altersangabe von vier bis acht Jahren bezieht sich auf die teilnehmenden Enkelkinder und ist enger gefasst als die Zielgruppe des Gesamtprojekts. Als Veranstaltungsort nennt die Ankündigung die Turnhalle des Herder-Gymnasiums in Nordhausen. Sie ordnet das Format ausdrücklich den bis 2028 vorgesehenen Begegnungs- und Bewegungsangeboten von „Zirkus vereint Generationen“ zu. Dahinter steht Zappelini, ein Projekt des Vereins Studio44. Nach eigener Darstellung ermöglicht Zappelini seit 30 Jahren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Landkreis Nordhausen den Zugang zur Zirkuswelt und hat dabei Tausende Menschen erreicht.

    Für Fragen zu dem Großeltern-Enkel-Angebot nennt die Veranstaltungsankündigung die E-Mail-Adresse rieger@studio44ev.de. Telefonisch ist als Kontakt 0163 / 16 68 06 2 angegeben. Außerdem verweist die Darstellung auf die Möglichkeit, „Zirkus vereint Generationen“ durch Spenden zu unterstützen. Für interessierte Familien bietet das konkrete Format einen Einstieg, bei dem Erwachsene und Kinder gemeinsam aktiv werden können. Die beim Training entwickelten Spiele sollen dabei über den Besuch hinausreichen: Tücher, Teller und Alltagsgegenstände liefern nach dem Konzept auch zu Hause Anlässe, gemeinsam in Bewegung zu bleiben.

    Quellen