PETA Schulwerbung als Deal mit dem Planetarium

Mit einem scheinbar großzügigen Angebot sorgt PETA Schulwerbung in den USA für Diskussionen. Die Tierrechtsorganisation hat dem Boyertown Area School District (BASD) in Pennsylvania angeboten, sich finanziell am Wiederaufbau des Planetariums der Middle School East zu beteiligen – mit einem möglichen Beitrag von bis zu 500.000 US-Dollar. Doch die Unterstützung ist an eine klare Bedingung geknüpft: PETA verlangt im Gegenzug dauerhafte Präsenz in den Schulen.

Was auf den ersten Blick wie ein Akt der Bildungsförderung wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als gezielte Platzierung ideologischer Botschaften im schulischen Raum. Spinde, Pinnwände und weitere Flächen sollen mit Parolen versehen werden, die aus der Kampagnenwelt der Organisation stammen.

Damit verlässt PETA den Bereich neutraler Förderung und betritt bewusst das Feld der schulischen Einflussnahme.

Finanzielle Hilfe nur gegen Gegenleistung

Konkret geht es um das Planetarium der Middle School East, dessen Restaurierung und Neugestaltung den Schulbezirk laut Originalartikel bis zu einer halben Million US-Dollar kosten könnte. PETA erklärte sich bereit, einen Teil dieser Summe zu übernehmen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Schulumfeld zur Werbefläche wird.

Geplant ist die Verteilung von Plakaten und Motiven der Kampagne „Be a Star for Animals“, die laut PETA eine Anti-Bullying Botschaft transportieren soll. Die Organisation verknüpft diese Darstellung mit dem Konzept der Empathieerziehung Kinder, die früh lernen sollen, Rücksicht auf alle „Lebewesen“ zu nehmen.

Humane Education oder ideologische Einflussnahme?

Die Umsetzung soll über TeachKind erfolgen, die Humane Education-Sparte von PETA. Diese arbeitet nach eigener Darstellung mit tausenden Lehrkräften zusammen und bringt Tierschutz- und Tierrechtsinhalte in Bildungsprogramme ein. Im Schreiben an den Schulvorstand wird betont, dass Menschen ebenso Tiere seien und daher auf einer Ebene mit Mäusen, Fröschen oder Kühen stünden.

Diese Gleichsetzung Mensch Tier ist kein beiläufiger Nebensatz, sondern zentraler Bestandteil der Botschaft. Sie entspricht der bekannten Tierrechtsideologie, die PETA seit Jahren vertritt – nun jedoch direkt im schulischen Alltag von Kindern und Jugendlichen verankert werden soll.

Werbung im Schulraum als rotes Tuch

Problematisch ist dabei weniger die Höhe der angebotenen Summe als die Form der Gegenleistung. Schulen unterliegen in den USA – ähnlich wie in Deutschland – strengen Regeln, wenn es um Werbung und politische oder weltanschauliche Einflussnahme geht. Die Forderung nach dauerhaften Aushängen und Symbolen macht aus der Spende faktisch eine Konditionierte Spende.

Gerade dieser Punkt dürfte entscheidend sein. Statt einer bedingungslosen Unterstützung für Bildung koppelt PETA ihr Engagement an Sichtbarkeit und ideologische Verbreitung. Dass dies im schulischen Umfeld auf Widerstand stößt, ist absehbar.

Selbstinszenierung statt Zurückhaltung

Begleitet wird das Angebot von bekannten PETA-Narrativen: Millionen Unterstützer weltweit, kostenlose Empathy-Kits, Vegan-Starter-Pakete und das Motto „Every Animal Is Someone“. All dies dient weniger dem Planetarium als der eigenen Markenpflege.

Auffällig ist, dass PETA erneut nicht auf stille Hilfe setzt, sondern auf maximale Aufmerksamkeit. Die Schulen werden dabei nicht als Schutzraum für Kinder verstanden, sondern als Bühne für Kampagnen.

Fazit

Der Vorstoß zeigt exemplarisch, wie PETA agiert: Hilfe gibt es nur gegen Gegenleistung. PETA Schulwerbung im Klassenzimmer oder an Spinden ist kein pädagogisches Nebenprodukt, sondern erklärtes Ziel. Damit überschreitet die Organisation bewusst eine Grenze, die Schulen aus guten Gründen ziehen.

Gerade weil der Deal an Werbeflächen gekoppelt ist, spricht vieles dafür, dass das Angebot scheitern wird. Nicht aus Mangel an Geld, sondern weil Bildungseinrichtungen keine Plattform für ideologische Selbstdarstellung sein sollten – unabhängig davon, wie wohlklingend die Botschaften formuliert sind.


Quellen:

Schreibe einen Kommentar