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Schlagwort: Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen

  • Zoo Gelsenkirchen: Elf Jungtiere bei McCords Schlangenhalsschildkröten

    Zoo Gelsenkirchen: Elf Jungtiere bei McCords Schlangenhalsschildkröten

    Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen meldet einen bemerkenswerten Zuchterfolg bei einer stark bedrohten Schildkrötenart. Insgesamt elf McCords Schlangenhalsschildkröten sind dort in diesem Jahr geschlüpft. Zwei Jungtiere kamen bereits im Juni zur Welt, neun weitere folgten im August. Damit leben inzwischen 15 Tiere dieser seltenen Art im Zoo Gelsenkirchen – ein Bestand, der für die europäische Erhaltungszucht durchaus von Bedeutung ist.

    Seltene Schlangenhalsschildkröten mit außergewöhnlicher Anatomie

    McCords Schlangenhalsschildkröten gehören zu den sogenannten Halswender-Schildkröten und unterscheiden sich deutlich von vielen bekannteren Schildkrötenarten. Ihr Hals kann ungefähr die Länge des Panzers erreichen. Bei Gefahr ziehen die Tiere ihren Kopf deshalb nicht gerade in den Panzer zurück, sondern legen den langen Hals seitlich unter den Panzerrand.

    Diese besondere Anatomie sorgt nicht nur für ihr auffälliges Erscheinungsbild, sondern ist zugleich eine Anpassung, die diese Tiergruppe unverwechselbar macht. Gerade bei Jungtieren fällt der im Verhältnis zum Körper außergewöhnlich lange Hals besonders auf. Die elf Nachzuchten in Gelsenkirchen sind daher nicht nur zoologisch interessant, sondern spielen auch für den langfristigen Erhalt einer hochgradig gefährdeten Art eine Rolle.

    Lebensraumverlust brachte die Art an den Rand des Verschwindens

    Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der McCords Schlangenhalsschildkröte liegt in Indonesien. Die Art kam insbesondere auf der Insel Roti sowie in der Region Timor vor. Dort wurden jedoch große Teile geeigneter Lebensräume verändert oder zerstört. Wälder verschwanden, Feuchtgebiete und Sümpfe wurden unter anderem in landwirtschaftlich genutzte Flächen und Reisfelder umgewandelt.

    Hinzu kommen eingeschleppte Tierarten, die insbesondere für Eier und Jungtiere eine zusätzliche Gefahr darstellen können. Der natürliche Bestand ging dadurch massiv zurück. Die Art gilt heute als vom Aussterben bedroht und ist ein Beispiel dafür, wie schnell kleinräumig verbreitete Tierarten unter Druck geraten können, wenn mehrere Bedrohungsfaktoren gleichzeitig auftreten.

    Zoo Gelsenkirchen hält bedeutenden Anteil der europäischen Population

    Nach Angaben der ZOOM Erlebniswelt leben derzeit rund 180 McCords Schlangenhalsschildkröten in europäischen zoologischen Einrichtungen. Etwa 43 davon werden in Deutschland gehalten. Mit inzwischen 15 Tieren beherbergt der Zoo Gelsenkirchen somit einen beachtlichen Anteil des europäischen Bestandes in menschlicher Obhut.

    Die elf geschlüpften Jungtiere erhöhen nicht nur den lokalen Bestand. Sie stärken zugleich die sogenannte Reservepopulation außerhalb des ursprünglichen Lebensraums. Gerade bei Arten, deren Wildbestände sehr klein oder möglicherweise regional bereits verschwunden sind, können solche Populationen eine wichtige Absicherung darstellen.

    Erhaltungszucht ist mehr als bloßer Nachwuchs im Zoo

    Die ZOOM Erlebniswelt beteiligt sich nach eigenen Angaben seit ihrer Eröffnung im Jahr 2005 an europäischen Erhaltungszuchtprogrammen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Jungtiere zu produzieren. Vielmehr werden Zuchtpaare anhand ihrer Abstammung ausgewählt, um genetische Vielfalt zu erhalten und eine zu enge Verwandtschaft innerhalb der Population zu vermeiden.

    Der Zoo ist nach eigenen Angaben an mehr als 40 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen und Zuchtbüchern beteiligt. Auch die McCords Schlangenhalsschildkröte wird innerhalb eines solchen koordinierten Systems gehalten. Die nun geschlüpften Jungtiere werden deshalb langfristig nicht isoliert als Tiere des Zoos Gelsenkirchen betrachtet, sondern sind Bestandteil einer europaweit abgestimmten Population.

    Zuchterfolg zeigt Bedeutung moderner Zoos für bedrohte Arten

    Der Nachwuchs in Gelsenkirchen zeigt einmal mehr einen Aspekt moderner Zoohaltung, der in öffentlichen Debatten häufig zu kurz kommt. Bei stark bedrohten Arten besteht die Aufgabe zoologischer Einrichtungen längst nicht nur darin, Tiere Besuchern zu präsentieren. Durch koordinierte Zucht, genetisches Management und den Austausch zwischen Einrichtungen können Populationen über Jahrzehnte stabil erhalten werden.

    Gerade bei einer Art wie der McCords Schlangenhalsschildkröte, deren natürlicher Lebensraum stark unter Druck steht, bekommt diese Arbeit zusätzliche Bedeutung. Elf Jungtiere lösen die Probleme im ursprünglichen Verbreitungsgebiet nicht. Sie sorgen jedoch dafür, dass eine genetisch kontrollierte Population der Art erhalten bleibt – und damit auch eine wichtige Voraussetzung für mögliche zukünftige Schutz- oder Wiederansiedlungsprojekte.

    Quellen

  • Zoos in NRW: Zehn Ausflugsziele für Familien – vom Kölner Zoo bis zum Aquazoo

    Zoos in NRW: Zehn Ausflugsziele für Familien – vom Kölner Zoo bis zum Aquazoo

    Zehn Tierparks, zehn unterschiedliche Ausflugsprofile

    Nordrhein-Westfalen bietet Familien eine ungewöhnlich große Auswahl an Zoos, Tierparks und Aquarien. Eine aktuelle Übersicht stellt zehn Einrichtungen vor – darunter den Kölner Zoo, die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen, das Safariland Stukenbrock, den Zoo Duisburg und den Grünen Zoo Wuppertal. Ergänzt wird die Auswahl durch den Zoo Krefeld, den Allwetterzoo Münster, Sea Life Oberhausen, den Zoo Dortmund und das Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf. Der praktische Unterschied liegt weniger in einer objektiv „besten“ Einrichtung als in der Frage, ob Besucher Tiere, Indoor-Angebote, Fahrgeschäfte oder Bildungsprogramme suchen.

    Der Kölner Zoo ist dabei das größte Ziel der Liste. Nach Angaben des Zoos leben dort mehr als 10.000 Tiere; die Einrichtung bietet außerdem Tierhäuser, Aquarium, Zooschule und Führungen. Die offizielle Website weist zugleich darauf hin, dass der Zoo an 365 Tagen im Jahr geöffnet ist und Online-Tickets günstiger angeboten werden können. Die häufige Empfehlung als Familienziel beruht damit nicht nur auf der Tierzahl, sondern auch auf der Kombination aus ganzjähriger Öffnung, Lernangeboten und digitaler Vorabbuchung.

    Für die konkrete Besuchsplanung weist der Kölner Zoo aktuell auf Einschränkungen hin: Das Tropenhaus soll wegen einer energetischen Sanierung bis Mitte 2026 geschlossen bleiben. Der Hippodom ist geöffnet, die Unterwasserbeobachtung der Flusspferde und die Innenfütterung fallen wegen Arbeiten an der Filtertechnik jedoch vorübergehend aus. Nach Angaben des Zoos soll die Instandsetzung voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein.

    Von Kontinenten bis zur Safari im Auto

    Die Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen setzt auf eine thematische Gliederung nach Afrika, Asien und Alaska. Das schafft ein anderes Besuchserlebnis als ein klassischer Rundgang durch viele einzelne Tierhäuser: Familien können ihren Aufenthalt als „Weltreise“ planen oder eine geführte Erlebnisexpedition buchen. Auch hier gehört eine Zooschule zum Angebot. Nach Angaben der Erlebniswelt erstreckt sich das Gelände über mehr als 30 Hektar und beherbergt rund 900 Tiere aus mehr als 100 Arten. Für den Besuch sollten mehrere Stunden eingeplant werden, weil die drei Erlebnisbereiche räumlich weitläufig sind.

    Im Safariland Stukenbrock wird der Zoobesuch mit einem Freizeitpark verbunden. Besucher durchfahren den Safaribereich zunächst mit dem eigenen Auto und können anschließend Fahrgeschäfte, Streichelzoo und weitere Parkangebote nutzen. Damit richtet sich die Einrichtung besonders an Familien, die Tierbeobachtung mit Freizeitpark-Attraktionen verbinden möchten. Der Zoo Duisburg setzt dagegen einen anderen Schwerpunkt: Zu den genannten Besonderheiten zählen das Delfinarium, die Zooschule und spezielle Mitmachangebote, bei denen Besucher zeitweise Einblicke in die Arbeit von Tierpflegern erhalten.

    Kleinere Anlagen und grüne Rückzugsorte

    Der Zoo Wuppertal wird in der Übersicht als „Grüner Zoo“ mit weitläufigen Freiflächen und einem besonderen Vogelangebot beschrieben. Führungen, Abendveranstaltungen und ein Shuttle-Angebot können den Besuch für unterschiedliche Besuchergruppen ergänzen. Der Zoo Krefeld ist deutlich kleiner und eignet sich deshalb eher für einen kürzeren Rundgang. Pinguine, Nashörner, Affen, Erdmännchen sowie verschiedene Großkatzen gehören zu den dort genannten Tiergruppen.

    Die Unterschiede bei der Größe sind für Familien praktisch relevant. Ein großer Zoo wie Köln oder die Zoom Erlebniswelt kann einen Tagesausflug füllen, während Krefeld oder Dortmund eher für einen kompakteren Besuch infrage kommen. Der Zoo Dortmund verbindet eine überschaubare Zahl an Tierarten mit Tierhäusern, Führungen und Angeboten der Zooschule. Die Auswahl lässt sich deshalb sinnvoller nach Aufenthaltsdauer und Interessen treffen als über pauschale Ranglisten wie „bester Zoo“ oder „beliebtester Tierpark“.

    Schlechtwetterziele mit Aquarium und Tropenhalle

    Für Regentage nennt die Übersicht drei besonders unterschiedliche Einrichtungen. <a href="https://gerati.de/2023/07/31/allwetterzoo-muenster-besucher-protestieren/&quot;&gt;Der Allwetterzoo Münster</a> bietet mit der Meranti-Halle eine große Indoor-Anlage mit tropischer Bepflanzung und frei fliegenden Vögeln; zusätzlich gehört das Westfälische Pferdemuseum zum Besuchsangebot. Sea Life Oberhausen konzentriert sich dagegen auf die Unterwasserwelt mit Haien, Rochen, Fischen und einem Unterwassertunnel. Das Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf verbindet Aquarien mit Museumselementen und interaktiven Lernstationen.

    Der Allwetterzoo ist damit vor allem für Besucher interessant, die trotz wechselhaftem Wetter längere Zeit draußen und drinnen verbringen möchten. Sea Life und Aquazoo sind stärker auf Indoor-Erlebnisse ausgerichtet und können auch als kürzere Ausflüge geplant werden. Wer den Allwetterzoo Münster als wetterunabhängiges Familienziel auswählt, sollte allerdings die jeweils aktuellen Öffnungs- und Angebotsinformationen prüfen, da einzelne Bereiche zeitweise geschlossen sein können.

    Eintritt, Jahreskarten und Bildungsangebote

    Bei mehreren genannten Einrichtungen können Familien durch Online-Tickets, Familientarife oder Jahreskarten sparen. Der konkrete Vorteil hängt von Einrichtung, Besuchstag und Familiengröße ab; pauschale Preisvergleiche sind deshalb nur eingeschränkt möglich. Jahreskarten können besonders interessant sein, wenn ein Zoo regelmäßig besucht wird oder Kooperationen mit anderen Tierparks gelten. In der Übersicht werden zwölf NRW-Partnerzoos genannt, darunter Köln, Duisburg, Gelsenkirchen, Münster, Dortmund, Düsseldorf, Krefeld und Wuppertal.

    Für den journalistischen Blick auf die Liste ist außerdem wichtig: Die Empfehlungen stammen aus einer touristischen Auswahl und sind kein unabhängiges Qualitätsranking. Die Einrichtungen unterscheiden sich bei Fläche, Tierbestand, Konzept und Indoor-Anteil erheblich. Wer einen Familienausflug plant, findet deshalb den größten Mehrwert in der Zuordnung: Köln und Gelsenkirchen stehen für umfangreiche Tagesziele, Stukenbrock für Safari und Freizeitpark, während Münster, Oberhausen und Düsseldorf bei schlechtem Wetter besondere Vorteile bieten.

    Quellen