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Schlagwort: Zoodirektor Guillaume Darzacq

  • Affendiebstahl in Lescar: Elf Tiere wiedergefunden, mehrere Verdächtige festgenommen

    Affendiebstahl in Lescar: Elf Tiere wiedergefunden, mehrere Verdächtige festgenommen

    Nach dem Diebstahl von 13 Affen aus dem Exotic Park in Lescar bei Pau hat die Gendarmerie elf Tiere wiedergefunden. Mehrere Verdächtige wurden im Raum Tarbes festgenommen. Zwei Männer kamen am 31. Oktober 2026 in Untersuchungshaft, wie die Regionalzeitung La Semaine des Pyrénées berichtet. Für die Einrichtung bedeutet der Fund eine erhebliche Entlastung: Unter den gestohlenen Tieren waren nach Angaben von Zoodirektor Guillaume Darzacq ganze Familien mit Jungtieren.

    Elf Affen bei Durchsuchungen gefunden

    Die Ermittler fanden die elf Primaten bei Durchsuchungen in den Wohnungen der Verdächtigen. Die Staatsanwältin von Bayonne, Mariel Garrigos, beschrieb ihren Gesundheitszustand dem Regionalbericht zufolge als stabil. Der Tierpark selbst erklärte am 30. Oktober, die wiedergefundenen Affen seien etwas traumatisiert, aber bei guter Gesundheit. Das ist die Einschätzung der Einrichtung; eine konkrete medizinische Diagnose wurde damit nicht genannt.

    Gestohlen wurden nach dem Regionalbericht acht Büschelaffen und fünf Tamarine. Zu den betroffenen Tieren gehörten Lisztaffen, die in freier Natur als vom Aussterben bedroht gelten. Ein zunächst ebenfalls vermisster vierzehnter Affe war bereits wenige Stunden nach dem Einbruch versteckt im Park entdeckt worden. Dieser Fund ist von den elf bei Durchsuchungen wiedergefundenen Tieren zu unterscheiden; der Bericht vom 1. November nennt weiterhin zwei vermisste Affen.

    Kamerabilder führten auf die Spur der Verdächtigen

    Der Einbruch ereignete sich den Berichten zufolge in der Nacht von Montag auf Dienstag vor den Festnahmen. Nach Darstellung des Tierparks wurden Türen mit einem Meißel aufgebrochen und einbruchhemmende Fenster mit einem Brecheisen beschädigt. Der Zoo verwies zugleich auf Alarmanlagen, ein umfangreiches Videoüberwachungsnetz und Personal, das auch nachts vor Ort sei. Diese Vorkehrungen hätten es ermöglicht, die Spur der Personen, bei denen sich die Tiere befanden, schnell zurückzuverfolgen.

    La Semaine des Pyrénées berichtet ebenfalls, dass die Auswertung der Kamerabilder zur Identifizierung von Verdächtigen beigetragen habe. Elektronische Geräte der Beschuldigten seien zudem am Tatort geortet worden; daraus ergebe sich der Verdacht vorheriger Auskundschaftung. An den Ermittlungen waren die Ermittlungssektion der Gendarmerie in Pau und das französische Biodiversitätsamt beteiligt. Der Fall zeigt damit einen konkreten Nutzen der Sicherheitsausstattung für die Einrichtung: Sie verhinderte den Einbruch zwar nicht, lieferte nach den übereinstimmenden Darstellungen aber Ansatzpunkte für das Wiederfinden der Tiere.

    Verdacht auf Verkaufsangebote und Lösegeldforderung

    Am 29. Oktober wurden nach Angaben des Regionalberichts drei Personen nahe Tarbes festgenommen. Die Staatsanwältin bezeichnete den Einsatz als groß angelegte Operation, an der unter anderem die Spezialeinheit GIGN und Hubschrauber beteiligt gewesen seien. Die Verdächtigen sollen die Primaten bereits im Internet zum Verkauf angeboten haben. Außerdem sollen sie vom Eigentümer des Tierparks Geld für die Rückgabe der Tiere verlangt haben.

    Gegen die beiden Männer wurde am 31. Oktober ein förmliches Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts auf bandenmäßig organisierten Diebstahl, unerlaubten Umgang mit nicht domestizierten Tierarten und versuchte Erpressung eingeleitet. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen. Gegen die dritte festgenommene Person, die Partnerin eines der Männer, wird wegen des Verdachts der Hehlerei vorgegangen; sie kam unter gerichtlichen Auflagen frei. Diese Verfahrensschritte sind keine Verurteilungen, und die genaue Rolle der einzelnen Beschuldigten soll weiter untersucht werden.

    Für den Tierpark reicht die Bedeutung des Falls über den finanziellen Verlust hinaus. Darzacqs Hinweis auf gestohlene Familien samt Jungtieren macht deutlich, dass der Einbruch bestehende Tiergruppen betraf. Die Einrichtung nimmt auch Tiere auf, die aus Misshandlung oder illegalem Handel stammen, und hatte nach dem Diebstahl die Sorge geäußert, Affen könnten erneut in solche Verhältnisse gelangen. Während elf Tiere wiedergefunden wurden, galt die Suche nach dem am 1. November berichteten Stand noch den beiden fehlenden Primaten.

    Quellen