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Schlagwort: Zoo von Atlanta

  • Riesenpandas Ping Ping und Fu Shuang starten zehnjährigen Aufenthalt im Zoo Atlanta

    Riesenpandas Ping Ping und Fu Shuang starten zehnjährigen Aufenthalt im Zoo Atlanta

    Charterflug von Chengdu nach Atlanta

    Die Riesenpandas Ping Ping und Fu Shuang haben China am Sonntagmorgen, dem 27. September 2026, in Richtung USA verlassen. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua startete ihr Charterflug um 2:55 Uhr vom internationalen Flughafen Chengdu Shuangliu in der Provinz Sichuan. Ziel der Reise war der Zoo Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, in dem die beiden Tiere für einen Zeitraum von zehn Jahren untergebracht werden sollen. Mit dem Transport beginnt eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen chinesischen Panda-Fachleuten und dem amerikanischen Zoo.

    Vor dem Abflug veranstaltete die Chengdu-Forschungsstation für die Riesenpanda-Zucht eine offizielle Abschiedsfeier. Fachkräfte begleiteten die beiden Tiere während ihrer Reise in die Vereinigten Staaten und übernahmen die Betreuung während des Transports. Die Reise wurde im Rahmen der neuen Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Einrichtungen vorbereitet und organisiert. Für den Zoo Atlanta bedeutet die Rückkehr der Riesenpandas die Fortsetzung einer Zusammenarbeit, die bereits vor mehr als 25 Jahren begonnen hatte.

    Neue Panda-Kooperation für Atlanta

    Ping Ping ist ein männlicher und Fu Shuang ein weiblicher Riesenpanda. Nach Angaben von CNN erfolgte die Auswahl des Paares unter Berücksichtigung von Alter, Gesundheitszustand, genetischen Merkmalen und Verhalten. Dabei spielte auch die Möglichkeit einer natürlichen Fortpflanzung eine Rolle. Die beiden Tiere sollen künftig nicht nur Besucher anziehen, sondern auch Teil der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den chinesischen und amerikanischen Einrichtungen werden.

    Für den Zoo Atlanta ist die neue Vereinbarung von besonderer Bedeutung, da die Einrichtung erst im Oktober 2024 ihre vier verbliebenen Riesenpandas nach China zurückgegeben hatte. Damit endete die ursprüngliche, rund 25 Jahre dauernde Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern. Während dieser Zeit wurden im Zoo insgesamt sieben Pandajunge geboren, darunter zwei Zwillingspaare. Mit Ping Ping und Fu Shuang erhält Atlanta nun erneut die Möglichkeit, Riesenpandas zu halten und seine wissenschaftliche Arbeit mit der Tierart fortzusetzen.

    Eingewöhnung und langfristige Betreuung

    Nach ihrer Ankunft in Atlanta werden Ping Ping und Fu Shuang zunächst in einem geschützten Bereich des neuen Pandakomplexes untergebracht. Während einer etwa einmonatigen Quarantäne können sich die beiden Tiere an ihre neue Umgebung gewöhnen und werden von erfahrenen Fachkräften betreut. Erst nach Abschluss dieser Phase sollen Besucher die Riesenpandas sehen können. Einen konkreten Termin für ihre öffentliche Vorstellung hat der Zoo zunächst nicht bekannt gegeben.

    Die Eingewöhnung ist ein wichtiger Bestandteil des internationalen Tiertransports. Neben der gesundheitlichen Überwachung müssen sich die Pandas an ihre neue Umgebung und die Abläufe im Zoo gewöhnen. Dabei kann die Einrichtung auf ihre jahrzehntelange Erfahrung mit der Haltung und Zucht von Riesenpandas zurückgreifen. Die langfristige Vereinbarung schafft zugleich einen Rahmen für die weitere Betreuung und den wissenschaftlichen Austausch mit chinesischen Spezialisten.

    Internationale Zusammenarbeit und Artenschutz

    Der Aufenthalt von Ping Ping und Fu Shuang ist Teil einer neuen internationalen Forschungsvereinbarung zwischen dem Zoo Atlanta und der China Wildlife Conservation Association. Die Kooperation umfasst neben der Haltung der Tiere auch den wissenschaftlichen Austausch und Maßnahmen zum Schutz der Riesenpandas. Bereits während der vorherigen Zusammenarbeit unterstützte der Zoo unter anderem die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume, das Management chinesischer Schutzgebiete und die Arbeit von Rangern. Die neue Vereinbarung soll diese Zusammenarbeit fortsetzen und weitere Erkenntnisse über die Haltung, Fortpflanzung und den Schutz der Tierart ermöglichen.

    Die Unterbringung von Riesenpandas in ausländischen Zoos ist zugleich Bestandteil der sogenannten Panda-Diplomatie Chinas. Dabei werden die Tiere im Rahmen langfristiger Vereinbarungen an ausgewählte zoologische Einrichtungen übergeben, während sie weiterhin Eigentum Chinas bleiben. Auch die Münchner Panda-Pläne zwischen Bildungsauftrag und Prestigeprojekt verdeutlichen, wie eng internationale Zusammenarbeit, Artenschutz und öffentliche Diskussionen über die Haltung von Riesenpandas miteinander verbunden sind. Während Kritiker insbesondere die Kosten und den möglichen Prestigecharakter solcher Projekte hinterfragen, verweisen zoologische Einrichtungen auf wissenschaftliche Forschung, Artenschutz und ihren Bildungsauftrag.

    Für den Zoo Atlanta eröffnet die neue Vereinbarung außerdem die Möglichkeit, Besucher erneut unmittelbar mit Riesenpandas vertraut zu machen. Die Tiere gehören zu den bekanntesten Symbolen des internationalen Artenschutzes und können das Interesse an den Herausforderungen ihres Schutzes wecken. Gleichzeitig ist ihre Haltung mit hohen fachlichen Anforderungen verbunden, die von der Ernährung über die medizinische Betreuung bis zur möglichen Nachzucht reichen. Ob Ping Ping und Fu Shuang künftig selbst Nachwuchs bekommen werden, bleibt abzuwarten.

    Quellen