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Schlagwort: Wintervorbereitungen im Frankfurter Zoo

  • Wintervorbereitungen im Frankfurter Zoo: Wärmeplatten und Innengehege für die Tiere

    Wintervorbereitungen im Frankfurter Zoo: Wärmeplatten und Innengehege für die Tiere

    Der Herbst verändert den Zoo-Alltag

    Wenn die Außentemperaturen sinken, stellt der Frankfurter Zoo seine Tierhaltung schrittweise auf Herbst und Winter um. Empfindliche Arten wechseln in Innengehege, andere können dank technischer Wärmequellen weiter draußen bleiben. Damit beginnt für die Tiere keine einheitliche Winterpause, sondern eine artspezifische Anpassung von Aufenthaltsort, Wärmeangebot und Fütterung. Besonders sichtbar wird das bei den Erdmännchen und Klippschliefern. In ihren Außenbereichen stehen Wärmeplatten oder Wärmelampen bereit, die ihnen auch bei kühlerem Wetter Aufenthalte im Freien ermöglichen. Die technischen Wärmequellen sind in einigen Gehegen bereits eingeschaltet. Für Besucher bleibt damit zumindest bei diesen Arten die Möglichkeit bestehen, die Tiere auch im Herbst auf der Außenanlage zu beobachten.

    Für manche Arten endet die Freiluftsaison

    Diese Wahlmöglichkeit gilt im Herbst allerdings nicht mehr für alle Tiere uneingeschränkt. Faultiere bleiben wegen der niedrigeren Temperaturen bereits im Innenbereich. Auch Ameisenbären dürfen nicht mehr nach draußen. Einige Vogelarten, darunter die Kahnschnäbel, sind zum Schutz vor der Kälte schon in ihre Innengehege umgezogen.

    Im normalen Zoo-Alltag können Tiere häufig selbst entscheiden, ob sie den Innen- oder Außenbereich nutzen. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit wird diese Bewegungsfreiheit bei empfindlichen Arten jedoch eingeschränkt. Die Maßnahme verändert deshalb nicht nur die Temperatur im Gehege, sondern auch das Besuchserlebnis: Tiere, die im Sommer regelmäßig draußen zu sehen sind, bleiben nun teilweise hinter geschützten Türen. Andere Arten können dank Wärmeplatten oder Wärmelampen auch bei kühlerem Wetter im Freien bleiben.

    Eine besondere Strategie nutzen die San-Francisco-Strumpfbandnattern. Sie überwintern hinter den Kulissen bei Temperaturen im einstelligen Bereich. Dabei fahren sie ihren Stoffwechsel herunter. Für Besucher sind die Tiere während dieser Phase daher nicht einfach nur wegen eines einzelnen kalten Tages weniger sichtbar, sondern aufgrund einer saisonalen Haltung außerhalb der öffentlichen Bereiche.

    Auch das Futter wird auf den Winter umgestellt

    Die Vorbereitungen im Frankfurter Zoo beschränken sich nicht auf Wärme und Unterbringung. Bei den Seehunden wird die Futtermenge erhöht. So können sie sich wärmenden Winterspeck anfuttern. Bei Mhorrgazellen und Schopfhirschen verändert sich dagegen die Zusammensetzung der Nahrung. Dem Frischlaub wird schrittweise mehr Silage beigemengt, weil im Winter kein ausreichendes Angebot an frischem Laub zur Verfügung steht. Die Umstellung erfolgt nach Angaben des Zoos nach und nach und ersetzt die sommerliche Futtergrundlage nicht abrupt.

    Damit verteilt sich die saisonale Anpassung auf mehrere Ebenen. Manche Tiere benötigen einen geschützten Innenraum, andere erhalten draußen zusätzliche Wärme. Wieder andere durchlaufen eine kontrollierte Überwinterungsphase oder bekommen eine an die Jahreszeit angepasste Nahrung. Der Herbst bedeutet für die Tierpflege im Zoo deshalb vor allem zusätzliche Organisation und unterschiedliche Abläufe je nach Tierart.

    Was Besucher jetzt beachten sollten

    Wer den Frankfurter Zoo im Herbst besucht, sollte mit einem wechselnden Bild rechnen. Erdmännchen und Klippschliefer können mithilfe von Wärmeplatten oder Wärmelampen weiterhin im Außenbereich bleiben. Faultiere, Ameisenbären und Kahnschnäbel sind dagegen bereits stärker an die Innengehege gebunden. Die Strumpfbandnattern überwintern hinter den Kulissen.

    Die saisonalen Maßnahmen sind damit nicht auf eine pauschale Schließung aller Außenanlagen gerichtet. Sie verbinden technische Wärmequellen, geschützte Räume, kontrollierte Ruhephasen und veränderte Fütterung. Für die Besucher heißt das praktisch: Die Sichtbarkeit einzelner Arten kann im Herbst deutlich schwanken, ohne dass dies für alle Tiere dieselbe Ursache hat. Der entscheidende Unterschied liegt in der jeweiligen Anpassung. Während Wärmeplatten den Aufenthalt kälteempfindlicher Tiere im Freien verlängern, beendet der Zoo bei anderen Arten die Freiluftsaison oder verlagert die Haltung vollständig hinter die Kulissen. So wird am Herbstbetrieb des Frankfurter Zoos sichtbar, dass Wintervorbereitung nicht mit einer einzigen Maßnahme erledigt ist, sondern für jede Tierart anders organisiert werden muss.

    Quellen