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Schlagwort: Waldparkplatz Fesselbrandsweg

  • Bürger für Bäume Rostock: Ein Viertel der Pflanzungen wird Neugeborenen gewidmet

    Bürger für Bäume Rostock: Ein Viertel der Pflanzungen wird Neugeborenen gewidmet

    Rund 5000 junge Bäume sollen am Samstag, dem 7. November 2026, in der Rostocker Heide gepflanzt werden. Das Stadtforstamt und der Zoo Rostock laden dazu zur 16. gemeinsamen Aktion „Bürger für Bäume“ ein. Erstmals wird ein Viertel der Pflanzungen den neugeborenen Kindern der Hansestadt gewidmet. Familien, Vereine und Naturfreunde können ab 10 Uhr selbst zum Spaten greifen.

    Eine eigene Fläche für Rostocks jüngste Generation

    Bei der angekündigten Gesamtzahl entspricht die Widmung rechnerisch etwa 1250 Bäumen. Die den Neugeborenen gewidmete Fläche soll künftig ein eigenes Schild erhalten. Damit bekommt die symbolische Verbindung zwischen dem Stadtwald und Rostocks jüngsten Einwohnern einen sichtbaren Ort. Die Widmung ergänzt die gemeinsame Pflanzarbeit, zu der ausdrücklich auch andere Naturfreunde und Vereine eingeladen sind.

    Zoodirektorin Antje Angeli verbindet die Neuerung mit dem Wunsch, Kindern früh die Liebe zur Natur zu vermitteln. Sie zieht dabei eine Parallele zur Zoo-Jahreskarte, die Familien für ihr Neugeborenes im Klinikum Südstadt geschenkt bekommen. Beide Angebote sollen nach ihrer Vorstellung das Kennenlernen von Natur und Tierwelt fördern. Bei der Pflanzaktion erhält dieser Gedanke eine konkrete Form außerhalb des Zoogeländes: Die Teilnehmenden setzen selbst junge Bäume in den Stadtwald.

    Laubbäume auf rund 1,2 Hektar

    Für die Pflanzungen ist eine rund 1,2 Hektar große Fläche vorgesehen. Unter anderem sollen dort Stieleichen, Winterlinden, Hainbuchen und Vogelkirschen wachsen. Die praktische Arbeit wird von Fachleuten des Stadtforstamts begleitet. Die Schirmherrschaft übernimmt Bürgerschaftspräsident Dr. Heinrich Prophet.

    Ein Blick auf die Ankündigung des Vorjahres ordnet die Größenordnung ein: Für die Aktion am 1. November 2025 berichtete der NDR von etwa 7000 geplanten jungen Bäumen im Forstrevier Wiethagen, ebenfalls auf rund 1,2 Hektar. Für 2026 sind damit rund 2000 Bäume weniger angekündigt, also knapp 29 Prozent weniger als im damaligen Plan. Stieleichen und Winterlinden standen bereits 2025 auf der Pflanzliste; daneben nannte der Bericht Esskastanien und Wildobstbäume. Der Vergleich betrifft jeweils die angekündigten Pflanzungen, nicht die tatsächlich erreichten Ergebnisse.

    Für die Vorjahresaktion berichtete der NDR außerdem, dass die Stadt die Kosten für die Pflanzen von mehr als 10.000 Euro trage. Diese Summe bezog sich auf die jungen Bäume, nicht auf ein Gesamtbudget einschließlich aller Veranstaltungsangebote. Zur Beteiligung gab der Sender die damalige Angabe des Stadtforstamts wieder, wonach jedes Jahr rund 400 Rostockerinnen und Rostocker bei der Aktion mithelfen. Diese Größenordnung beschreibt die seinerzeit genannte regelmäßige Beteiligung; sie ist keine Teilnehmerprognose für den 7. November 2026.

    Die Veranstaltung verbindet die Arbeit im Wald mit Informationen und Mitmachangeboten zu Natur und Artenschutz. Zoo und Stadtforstamt wollen damit neben dem Pflanzen auch Gelegenheit bieten, sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Für die Verpflegung sind Bratwürste vom Grill und Getränke angekündigt. Außerdem sind Lagerfeuer vorgesehen, an denen sich die Teilnehmenden wärmen können.

    Treffpunkt am Fesselbrandsweg: Spaten und feste Schuhe mitbringen

    Treffpunkt ist am 7. November um 10 Uhr der Waldparkplatz Fesselbrandsweg an der Straße zwischen Hinrichshagen und Markgrafenheide. Wer mithelfen möchte, soll einen Spaten und festes Schuhwerk mitbringen. Das Ende der Aktion ist gegen 13 Uhr vorgesehen. Für die gemeinsame Pflanzarbeit ist damit ein Zeitfenster von etwa drei Stunden angesetzt.

    Die Anreise ist auch mit dem Fahrrad über den Ostseeküstenradweg möglich. Als Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nennen die Veranstalter die Buslinie 18. Für Familien lässt sich der Vormittag damit als gemeinsame Mitarbeit im Wald planen, einschließlich mitgebrachter Ausrüstung und anschließender Rückfahrt. Entscheidend für die Teilnahme sind der Treffpunkt am Waldparkplatz und die Vorbereitung auf die praktische Pflanzarbeit.

    Quellen