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Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

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Schlagwort: Tierausbeutung

  • ANINOVA Filmpremiere: Malte Zierden als Gesicht einer Welt ohne Tiernutzung

    ANINOVA Filmpremiere: Malte Zierden als Gesicht einer Welt ohne Tiernutzung

    ANINOVA will am 13. Oktober 2026 im Babylon Berlin den rund dreiminütigen Visionsfilm „Eines Tages“ präsentieren. Im Mittelpunkt steht ausgerechnet Malte Zierden, der in einer fiktiven Zukunft aufwacht, in der die Nutzung von Tieren weitgehend der Vergangenheit angehört. Was zunächst wie eine gewöhnliche Filmpremiere mit bekannten Social-Media-Gesichtern klingt, ist tatsächlich Teil einer wesentlich größeren politischen Kampagne. ANINOVA macht selbst deutlich, dass der Film nicht nur unterhalten, sondern für einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel werben soll.

    Diese Einordnung ist wichtig, weil die ursprüngliche Pressemitteilung sehr stark mit positiven Begriffen wie Freiheit, Zukunft und einem Leben ohne Tierausbeutung arbeitet. Hinter diesen Formulierungen steht jedoch eine Tierrechtsorganisation, die nach eigener Aussage nicht lediglich Missstände einzelner Tierhaltungen bekämpfen möchte. ANINOVA erklärt ausdrücklich, das „System der Nutzung von Tieren im Ganzen“ infrage stellen zu wollen und Tieren unter anderem ein grundsätzliches Recht auf Freiheit zuzuschreiben. Der angekündigte Film ist deshalb weniger eine neutrale Zukunftsvision als eine emotional inszenierte Darstellung der politischen Zielvorstellungen einer Tierrechtsorganisation.

    ANINOVA macht aus drei Minuten Film eine politische Kampagne

    „Eines Tages“ dauert lediglich rund drei Minuten, doch ANINOVA plant um diesen Kurzfilm herum einen erheblich größeren Kommunikationsaufwand. Die Premiere im Babylon Berlin ist mit Presseaustausch, Interviews, Foto- und Videoterminen sowie einem anschließenden Panel-Talk verbunden. Nach Angaben der Organisation soll der Film anschließend über die Social-Media-Kanäle der Beteiligten verbreitet, mit Plakaten begleitet und Kinos sowie Filmfestivals zur Verfügung gestellt werden. Das Babylon bezeichnet die Produktion selbst ausdrücklich als Kampagnenfilm.

    Damit geht es nicht lediglich darum, einem Publikum eine fiktionale Geschichte zu zeigen. Bekannte Influencer und Aktivisten sollen dabei helfen, die darin transportierte Botschaft möglichst breit in soziale Netzwerke und öffentliche Debatten zu tragen. ANINOVA bezeichnet den Film selbst als Herzstück einer größeren Kampagne und endet mit der Botschaft „Eines Tages beginnt heute mit uns“. Aus einer vermeintlichen Zukunftsvision wird damit ein unmittelbarer politischer Handlungsaufruf.

    Auch der Veranstaltungsrahmen unterstreicht diesen Charakter. Nach der Premiere soll unter dem Titel „2056 – Utopie oder Zukunft? Eine Reise in eine Welt ohne Tierausbeutung“ über gesellschaftliche, politische und persönliche Veränderungen diskutiert werden. Auf dem Podium sitzen Malte Zierden, Phia Quantius, Aljosha Muttardi, die Philosophin Dr. Friederike Schmitz und ANINOVA-Geschäftsführerin Denise Weber. Eine erkennbare Gegenposition zu den grundlegenden Tierrechtsforderungen der Veranstalter ist in der angekündigten Besetzung dagegen nicht ersichtlich.

    Was ANINOVA unter einer Welt ohne Tierausbeutung versteht

    Die Sprache des Films klingt zunächst bewusst positiv. Tiere sollen frei leben, pflanzliche Lebensmittel sollen selbstverständlich sein und der Begriff „Nutztier“ soll in der dargestellten Zukunft offenbar seine Bedeutung verlieren. Das Babylon beschreibt die zugrunde liegende Frage unter anderem damit, ob eine Welt möglich sei, in der das Essen von Tieren oder das Trinken der Milch einer anderen Spezies fremd geworden ist. Damit reicht die Vision deutlich über die Forderung nach besseren Haltungsbedingungen oder die Bekämpfung konkreter Verstöße gegen das Tierschutzrecht hinaus.

    Das entspricht der von ANINOVA selbst formulierten grundsätzlichen Ausrichtung. Auf ihrer Transparenzseite erklärt die Organisation, Tieren elementare Grundrechte auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit zusprechen zu wollen und dafür einen grundlegenden Wertewandel anzustreben. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit sei ausdrücklich, „das System der Nutzung von Tieren im Ganzen in Frage zu stellen“. Als das frühere Deutsche Tierschutzbüro 2023 in ANINOVA umbenannt wurde, erklärte Gründer Jan Peifer zudem, die Organisation werde künftig „lauter und kompromissloser“ auftreten und wünsche sich einen „radikalen Wandel“ für Tiere.

    Diese Position darf selbstverständlich vertreten und öffentlich beworben werden. Journalistisch problematisch wird es jedoch, wenn eine derart weitreichende gesellschaftspolitische Forderung lediglich als freundliche Vision einer besseren Zukunft dargestellt wird und die dahinterstehende Ideologie unerwähnt bleibt. Zwischen der Kritik an illegaler Tierquälerei und der grundsätzlichen Ablehnung menschlicher Tiernutzung besteht ein erheblicher Unterschied. Genau dieser Unterschied sollte bei einer Kampagne, die mit prominenten Influencern eine breite Öffentlichkeit erreichen will, sichtbar gemacht werden.

    Malte Zierden wird zum Gesicht der Kampagne

    Besonders auffällig ist die zentrale Rolle von Malte Zierden. Der Influencer ist nicht nur Teilnehmer des späteren Podiumsgesprächs, sondern die Hauptfigur des eigentlichen Visionsfilms. Er soll stellvertretend in jener Zukunft aufwachen, die ANINOVA als erstrebenswert präsentiert. Damit wird seine persönliche Reichweite gezielt mit der politischen Botschaft der Organisation verbunden.

    Für GERATI ist diese Personalentscheidung auch deshalb bemerkenswert, weil Zierdens eigene Kommunikation über Tierhaltung wiederholt stark emotionalisiert ist. Bereits bei seinem Aktivismus rund um finnische Pelzfarmen haben wir auf die problematische Vermischung von Aktivismus, Emotionalisierung und sachlicher Einordnung hingewiesen. In unserem Beitrag über Malte Zierdens Aktivismus auf Pelzfarmen wurde deutlich, wie schnell eine moralisch aufgeladene Erzählung eine differenzierte Betrachtung verdrängen kann. Nun wird genau dieser Influencer zum zentralen Gesicht einer professionell geplanten Tierrechtskampagne.

    Noch aktueller ist die Geschichte einer nahezu haarlosen Brillenbärin, die Zierden seinen Millionen Followern als Beispiel für Leid im Zusammenhang mit einem Zoo präsentierte. GERATI hat diese Darstellung erst am Vortag anhand historischer Berichte und veterinärmedizinischer Fachliteratur überprüft. Dabei zeigte sich, dass Dominga und ihre Schwester ursprünglich Opfer illegaler Wildtierhändler waren und erst nach ihrer Beschlagnahmung durch Behörden in einen kleinen Zoo kamen. Zierdens konkrete Behauptung, die Schwester sei bei einem Fluchtversuch aus dem Zoo ums Leben gekommen, ließ sich in den bislang auffindbaren zeitgenössischen Quellen dagegen nicht bestätigen.

    Die Brillenbär-Geschichte zeigt das Problem emotionaler Narrative

    Gerade diese Geschichte macht deutlich, warum die Auswahl Zierdens als Hauptfigur des ANINOVA-Films kritisch betrachtet werden sollte. Ein haarloser Bär, eine tote Schwester und ein Zoo ergeben eine emotional äußerst wirkungsvolle Geschichte, doch die tatsächliche Biografie des Tieres ist deutlich komplizierter. Dominga und ihre Schwester wurden nach zeitgenössischen Berichten als Jungtiere illegal aus der Natur entnommen und anschließend von Behörden beschlagnahmt. Die Institution Zoo war deshalb Teil ihrer späteren Geschichte, aber nicht der Ursprung ihres illegalen Fangs.

    Hinzu kommt, dass der massive Haarausfall bei Brillen- beziehungsweise Andenbären nicht einfach als eindeutiger Beweis für schlechte Zoohaltung behandelt werden kann. Veterinärmedizinische Publikationen beschreiben ein komplexes Alopezie-Syndrom bei der Art, dessen Ursachen nicht auf eine einzige Erklärung reduziert werden können. Haltungsbedingungen können dabei eine Rolle spielen, doch selbst entsprechende Untersuchungen rechtfertigen nicht die pauschale Formel, ein haarloser Brillenbär sei automatisch ein Beweis dafür, dass die Institution Zoo das Tier krank gemacht habe. Genau diese Differenzierung verschwindet jedoch besonders leicht, wenn Tiergeschichten für kurze und emotional zugespitzte Social-Media-Videos aufbereitet werden.

    Das bedeutet nicht, dass schlechte Haltungen oder tierschutzwidrige Zustände kleingeredet werden sollten. Im Gegenteil: Belastbare Kritik an Tierhaltung wird gerade dadurch stärker, dass sauber zwischen dokumentiertem Missstand, möglicher Ursache und persönlicher Interpretation unterschieden wird. Wer Millionen Menschen erreicht, trägt dabei eine besondere Verantwortung für die Trennung zwischen belegter Tatsache und dramatischer Erzählung. Eine Kampagne, die Zierden nun als Identifikationsfigur einsetzt, muss sich deshalb auch die Frage gefallen lassen, welchen Stellenwert diese Trennung innerhalb ihrer Kommunikation besitzt.

    Bekannte Gesichter ersetzen keine kontroverse Debatte

    Neben Zierden kündigt ANINOVA zahlreiche weitere bekannte Namen aus Social Media, Kultur und Tierrechtsaktivismus an. Genannt werden unter anderem Aljosha Muttardi, Phia Quantius, Pikayzo, Jonas Ems, Anna Antonje, Gazelle, Victoria Müller und Sally. Die Zusammensetzung ist kommunikativ nachvollziehbar, weil bekannte Gesichter Reichweite erzeugen und deren eigene Social-Media-Kanäle später Teil der Verbreitungsstrategie werden sollen. Gerade deshalb handelt es sich aber weniger um eine offene gesellschaftliche Debatte als zunächst um die koordinierte Präsentation einer bestimmten politischen Vision.

    Das zeigt sich besonders beim anschließenden Panel. Die Leitfrage „2056 – Utopie oder Zukunft?“ suggeriert zwar eine ergebnisoffene Diskussion, doch die angekündigte Runde besteht überwiegend aus Personen, die Tierrechte, Veganismus oder entsprechende gesellschaftliche Veränderungen öffentlich vertreten. Vertreter zoologischer Einrichtungen, Tierhalter, Landwirte, Tiermediziner mit anderer Position oder Wissenschaftler, die den Begriff Tiernutzung differenzierter betrachten, werden in der Ankündigung nicht genannt. Eine echte Kontroverse über die Konsequenzen einer Welt ohne Tiernutzung dürfte unter diesen Voraussetzungen kaum der zentrale Charakter der Veranstaltung sein.

    Ein ähnliches Kommunikationsmuster lässt sich regelmäßig beobachten, wenn grundlegende Forderungen gegen Tierhaltung als vermeintlich alternativlose Weiterentwicklung des Tierschutzes dargestellt werden. Auch bei der Debatte um Robert Marc Lehmann und seine Auseinandersetzung mit Zoos spielt die Frage eine Rolle, ob einzelne kritikwürdige Fälle tatsächlich Rückschlüsse auf das gesamte System zoologischer Tierhaltung zulassen. Kritik an konkreten Missständen ist legitim und notwendig. Daraus automatisch eine moralische Verurteilung jeder Form menschlicher Tierhaltung oder Tiernutzung abzuleiten, ist jedoch eine politische Position und keine neutrale Schlussfolgerung.

    Die leere ANINOVA-Zentrale ist mehr als ein nettes Filmbild

    Besonders symbolisch ist die von ANINOVA hervorgehobene Szene einer leer stehenden eigenen Zentrale. Nach Darstellung der Organisation soll sie zeigen, dass ANINOVA in der angestrebten Zukunft nicht mehr gebraucht werde, weil Tiere nicht mehr ausgebeutet würden. Als filmisches Motiv ist das geschickt gewählt, weil sich die Organisation damit selbstlos als Akteur darstellt, dessen größter Erfolg das eigene Überflüssigwerden wäre. Gleichzeitig lenkt diese positive Symbolik davon ab, wie tiefgreifend die dafür vorausgesetzte gesellschaftliche Veränderung wäre.

    ANINOVA spricht eben nicht lediglich von einer Zukunft ohne illegale Tierquälerei. Die Organisation stellt nach eigener Aussage das gesamte System menschlicher Tiernutzung infrage. Im Babylon wird die Vision unter anderem anhand einer Gesellschaft beschrieben, in der das Essen von Tieren oder das Trinken tierischer Milch fremd geworden ist und der Begriff „Nutztier“ verschwunden ist. Wer diese Zukunft als erstrebenswert präsentiert, sollte deshalb auch offen über die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen dieser Forderungen sprechen.

    Die entscheidende Frage lautet nicht, ob man bessere Bedingungen für Tiere schaffen sollte. Darüber dürfte weitgehender gesellschaftlicher Konsens bestehen. Die eigentliche Kontroverse beginnt dort, wo aus Tierschutz eine grundlegende Ablehnung der Tiernutzung wird und jede Form menschlicher Nutzung eines Tieres unter dem Begriff „Ausbeutung“ zusammengefasst wird.

    GERATI: Tierrechtsutopie ist keine neutrale Zukunftsprognose

    Aus Sicht von GERATI liegt das Problem deshalb weniger darin, dass ANINOVA einen Film produziert oder bekannte Influencer dafür gewinnt. Eine Tierrechtsorganisation darf ihre politischen Vorstellungen öffentlich vertreten, Kampagnen organisieren und Menschen davon überzeugen wollen. Problematisch wird es dort, wo eine politische Maximalforderung als selbstverständlich moralisch bessere Zukunft präsentiert wird und die Konsequenzen dieser Forderung praktisch außerhalb der Erzählung bleiben. „Eines Tages“ ist damit vor allem ein professionell produziertes Instrument zur Verbreitung einer bestimmten Ideologie.

    Malte Zierdens Rolle verstärkt diesen Effekt. Seine Reichweite und seine Fähigkeit, Tiergeschichten emotional zu erzählen, machen ihn für eine solche Kampagne offensichtlich attraktiv. Der aktuelle Fall der Brillenbärin zeigt jedoch gleichzeitig, weshalb starke Emotionen und eindeutige Schuldzuweisungen sorgfältig überprüft werden müssen. Wenn aus einer komplexen Tierbiografie innerhalb weniger Sekunden eine einfache Täter-Opfer-Geschichte wird, sollte man besonders aufmerksam werden, wenn dieselbe Person anschließend das Gesicht einer umfassenden politischen Zukunftsvision wird.

    Auch ANINOVAs bisherige Arbeit darf dabei nicht pauschal abgewertet werden. Aufdeckungen tatsächlicher Verstöße gegen Tierschutzgesetze können wichtige Missstände sichtbar machen und haben in verschiedenen Fällen Ermittlungen oder behördliche Reaktionen ausgelöst. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass die weitergehende Forderung nach einer Gesellschaft ohne Tiernutzung ebenfalls alternativlos oder wissenschaftlich zwingend wäre. Zwischen der Dokumentation konkreter Tierquälerei und einer grundlegenden Tierrechtsideologie muss journalistisch klar unterschieden werden.

    Die Premiere im Babylon ist deshalb interessanter, als es eine reine Veranstaltungsankündigung vermuten lässt. Hier treffen eine Tierrechtsorganisation mit ausdrücklich systemveränderndem Anspruch, ein reichweitenstarker Influencer und eine professionell geplante Social-Media-Kampagne aufeinander. Ob der Film tatsächlich Menschen außerhalb der bereits überzeugten Tierrechts- und Veganismusszene erreicht, wird sich erst zeigen. Sicher ist aber schon jetzt: Wer „Eines Tages“ als bloße freundliche Zukunftsvision beschreibt, erzählt nur einen Teil der Geschichte.

    Quellen

  • PETA sorgt für Aufruhr bei Pferdeshow: Ein fragwürdiger Einsatz für Tierrechte?

    PETA sorgt für Aufruhr bei Pferdeshow: Ein fragwürdiger Einsatz für Tierrechte?

    In einer Welt, in der das Bewusstsein für Tierrechte immer mehr an Bedeutung gewinnt, sorgt die Tierrechtsorganisation PETA erneut für Schlagzeilen. Diesmal war es eine Tierrechtsaktivistin, die während der Pferdeshow „Cavalluna“ in der SAP Arena Mannheim die Manege stürmte, um gegen die ihrer Meinung nach ungerechte Behandlung von Tieren in Zirkus- und Showveranstaltungen zu protestieren. Doch diese Aktion wirft Fragen auf: Ist es wirklich im Sinne der Tiere, wenn man sie während einer solch einstudierten Show erschreckt?

    Das Ereignis: Eine Show wird gestört

    Am Samstagabend wurde die sonst so harmonische Atmosphäre der Pferdeshow „Cavalluna“ abrupt unterbrochen. Eine Tierrechtsaktivistin von PETA stürmte die Manege, in der stolze Pferde kunstvoll ihre Runden drehten, und hielt ein Schild hoch, das gegen die Tierausbeutung protestierte. Diese Aktion führte zu einer kurzen Unterbrechung der Show, doch die Veranstaltungssicherheit reagierte schnell und eskortierte die Aktivistin hinaus, sodass die Show nach einer kurzen Pause fortgesetzt werden konnte.

    Diese dramatische Aktion ist Teil einer größeren Kampagne von PETA gegen die Nutzung von Tieren in Shows. Die Organisation argumentiert, dass solche Veranstaltungen das Wohl der Tiere gefährden und sie zu unnatürlichen Leistungen zwingen. Doch während PETA für das Wohl der Tiere kämpfen will, stellt sich die Frage, ob das Erschrecken der Tiere während einer Show wirklich der richtige Weg ist.

    Die Kritik: Ist PETAs Vorgehen gerechtfertigt?

    PETA ist bekannt für seine provokativen Protestaktionen, die darauf abzielen, Aufmerksamkeit auf das Tierleid zu lenken. Doch bei der Diskussion um das Vorgehen der Aktivistin in Mannheim stellt sich die Frage, ob solch drastische Maßnahmen wirklich gerechtfertigt sind. Kritiker argumentieren, dass das Stören einer Show, bei der Tiere erschreckt werden könnten, eher als Tierquälerei denn als Tierschutz angesehen werden kann.

    Die Veranstalter von „Cavalluna“ betonen, dass das Wohl der Tiere oberste Priorität habe. Die Pferde werden professionell betreut und trainiert, und die Show zielt darauf ab, die natürlichen Fähigkeiten der Pferde zu präsentieren, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Solche Aussagen werfen ein anderes Licht auf die Vorwürfe von PETA und lassen den Protest der Aktivistin als überzogen erscheinen.

    Die Kontroverse: Wo liegt die Wahrheit?

    Der Vorfall in Mannheim ist kein Einzelfall. Immer wieder stören Aktivisten von Tierrechtsorganisationen Veranstaltungen, um auf die ihrer Meinung nach fragwürdige Behandlung von Tieren aufmerksam zu machen. Doch die Diskussion um die Nutzung von Tieren in Shows bleibt kontrovers und polarisiert sowohl die Beteiligten als auch das Publikum.

    Auf der einen Seite stehen die Tierschützer, die argumentieren, dass Tiere in Unterhaltungsveranstaltungen ausgebeutet werden und unter den Bedingungen leiden. Auf der anderen Seite betonen die Veranstalter, dass Tiere wie die Pferde bei „Cavalluna“ gut behandelt werden und die Shows eine Plattform sind, um die Schönheit und Fähigkeiten der Tiere zu würdigen, ohne ihnen Schaden zuzufügen.

    Die Verantwortung: Ein Aufruf zur Besonnenheit

    Es ist unbestreitbar, dass das Thema Tierrechte von großer Bedeutung ist und dass es wichtig ist, auf Missstände aufmerksam zu machen. Doch bei der Wahl der Mittel sollte bedacht werden, ob die Aktion tatsächlich im Sinne der Tiere ist oder ob sie ihnen möglicherweise mehr schadet als nützt. Aktionen wie das Stürmen einer Manege könnten die Tiere erschrecken und stressen, was in einem Widerspruch zu dem eigentlichen Ziel steht, das Wohl der Tiere zu fördern.

    Tierrechtsorganisationen wie PETA haben die Verantwortung, ihre Aktionen so zu gestalten, dass sie das Ziel der Tierrechtsförderung tatsächlich voranbringen, ohne dabei den Tieren selbst zu schaden. Es bedarf einer sorgfältigen Abwägung und einer respektvollen Herangehensweise, um den Tieren wirklich zu helfen.

    Fazit: Ein umstrittener Einsatz für Tierrechte

    Der Vorfall bei der Pferdeshow „Cavalluna“ wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen und Kontroversen, die mit dem Einsatz für Tierrechte verbunden sind. Während PETA mit drastischen Maßnahmen auf das vermeintliche Tierleid aufmerksam machen will, stellt sich die Frage, ob solche Aktionen nicht letztlich mehr schaden als nützen.

    Es liegt an uns allen, insbesondere an den Tierrechtsorganisationen, verantwortungsvoll und bedacht für das Wohl der Tiere einzutreten. Dies bedeutet, Aktionen zu wählen, die das Bewusstsein schärfen und Veränderungen bewirken, ohne den Tieren zusätzlichen Stress oder gar Schaden zuzufügen. Nur so kann der Einsatz für Tierrechte wirklich erfolgreich und im Sinne der Tiere sein.

    Quellen: