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Schlagwort: Rinderfarm Queensland

  • XXL-Farm in Australien verkauft: Woodhouse Station wechselt den Besitzer

    XXL-Farm in Australien verkauft: Woodhouse Station wechselt den Besitzer

    30.284 Hektar und mehr als 3.000 Rinder wechseln den Eigentümer

    Die Woodhouse Station westlich von Ayr im australischen Bundesstaat Queensland hat den Besitzer gewechselt. Die Familie Rapisarda verkaufte die rund 30.284 Hektar große Rinderfarm an eine Landwirtsfamilie aus dem zentralen Westen Queenslands. Zum Betrieb gehören auch der Rinderbestand, Wasserrechte und ein Teil der vorhandenen Landtechnik. Der Verkauf ist eine wirtschaftliche Transaktion im Agrarsektor. Hinweise auf einen tierschutzrelevanten Vorfall oder einen behördlichen Konflikt enthält die Meldung nicht. Für die Nutztierhaltung ist der Vorgang dennoch bemerkenswert, weil mit dem Land zugleich ein großer Bestand und die Infrastruktur eines vollständig ausgestatteten Betriebs den Eigentümer wechselten.

    Eine Farm mit Weideland, Anbauflächen und eigener Infrastruktur

    Die Fläche verteilt sich auf 659 Hektar bewässerte Anbaufläche und 29.617 Hektar Weideland. Auf der Station wurden bislang unter anderem Zuckerrohr sowie Wasser- und Zuckermelonen angebaut. Damit ist Woodhouse Station nicht ausschließlich auf die Rinderhaltung ausgerichtet, sondern verbindet Viehzucht mit bewässertem Pflanzenbau. Zur Ausstattung zählen 43 Weiden, 26 Stauseen und 16 Bohrbrunnen. Drei Viehhöfe bieten Platz für insgesamt bis zu 3.800 Tiere. Diese Kombination macht den Verkauf praktisch bedeutsamer als einen reinen Grundstücksübergang: Der Käufer übernimmt einen laufenden landwirtschaftlichen Betrieb mit Flächen, Wasserversorgung, Tierhaltung und betrieblicher Technik.

    Der Bestand umfasst mehrere Rindergruppen

    Laut agrarheute.com umfasste der Bestand 2025 mehr als 3.000 Rinder. Die genannten Gruppen zeigen, dass der Verkauf nicht nur eine Fläche, sondern eine nach Alters- und Nutzungsgruppen gegliederte Herde betrifft. Die Zahlen summieren sich auf deutlich mehr als 3.000 Tiere, weil neben den Zuchttieren weitere Bestandsgruppen aufgeführt werden. Für den neuen Eigentümer bedeutet der Übergang, dass die Bewirtschaftung der Weiden, die Versorgung der Tiere und die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur unmittelbar zusammen geplant werden müssen.

    Verkauf nach 30 Jahren im Familienbesitz

    Die Woodhouse Station war nach Angaben der Berichterstattung 30 Jahre im Besitz der Familie Rapisarda. Im Rahmen einer Hofnachfolgeplanung wurde der Betrieb im Februar 2025 auf den Markt gebracht. Damals wurden Gebote von mehr als 45 Millionen australischen Dollar erwartet, was nach damaliger Umrechnung rund 26 Millionen Schweizer Franken entsprach. Der tatsächliche Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Deshalb lässt sich aus dem Marktangebot weder ein gesicherter Wert pro Hektar noch ein Preis pro Tier ableiten. Fest steht lediglich, dass der Verkaufspreis der Ranch öffentlich nicht bekannt ist und die veröffentlichten Erwartungen nicht mit dem endgültig erzielten Betrag gleichgesetzt werden können.

    Einordnung in den australischen Agrarmarkt

    Der Eigentümerwechsel steht in einer Reihe großer Transaktionen australischer Rinderbetriebe. Im Juni 2025 wurde über den Verkauf einer 232.694 Hektar großen Rinderfarm in Queensland für 47,5 Millionen australische Dollar berichtet. Dieser Betrieb war damit flächenmäßig ein Vielfaches größer als Woodhouse Station und ist nicht mit deren Verkauf gleichzusetzen. Auch andere Fälle zeigen, dass große Stationen in Australien regelmäßig im Zuge von Familienentscheidungen, Unternehmensverkäufen oder Nachfolgeplanungen den Besitzer wechseln. Die Woodhouse Station bleibt dabei ein eigenständiger Vorgang: Entscheidend sind hier der Übergang von der Familie Rapisarda an eine Landwirtsfamilie aus Queensland, die Größe des Betriebs und die Übernahme von Herde und Infrastruktur. Der wirtschaftliche Wert der Transaktion lässt sich mangels veröffentlichtem Kaufpreis derzeit nicht abschließend bewerten.

    Quellen