Zum Inhalt springen

Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

Schlagwort: Maulwurf beobachten

  • Deutschland sucht Igel und Maulwurf: NABU startet siebte bundesweite Meldeaktion

    Deutschland sucht Igel und Maulwurf: NABU startet siebte bundesweite Meldeaktion

    Vom 18. bis 28. September können Menschen in ganz Deutschland Igel und Maulwürfe melden. Die siebte bundesweite Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ soll Beobachtungsdaten sammeln und langfristig bessere Aussagen über die Bestandsentwicklung beider Arten ermöglichen.

    Sichtungen online eintragen

    Meldungen werden über die Plattform Igelsuche.de entgegengenommen. Wichtig sind vor allem Datum und Fundort der Beobachtung; Fotos und zusätzliche Angaben zum Tier können die Auswertung ergänzen. Auch tote Tiere, etwa nach einem Verkehrsunfall, sollen eingetragen werden. Solche Hinweise können helfen, Gefahrenstellen und mögliche Belastungen für die Tiere genauer zu erfassen.

    Igel sind überwiegend nachts oder in der Dämmerung aktiv. Maulwürfe leben größtenteils unter der Erde und werden deshalb meist nur indirekt durch ihre Hügel wahrgenommen. Die unterschiedlichen Lebensweisen machen eine systematische Erfassung schwierig. Zufällige Meldungen aus Gärten, Parks und anderen Siedlungsbereichen liefern daher wichtige Ergänzungen zu wissenschaftlichen Untersuchungen.

    Daten für eine wissenschaftliche Auswertung

    Die erhobenen Informationen fließen in eine Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein. Nach Angaben des NABU fehlen bislang verlässliche bundesweite Zahlen zu den Beständen von Igeln und Maulwürfen. Durch wiederholte Meldeaktionen sollen über längere Zeit Datenreihen entstehen, mit denen sich Populationstrends besser erkennen lassen.

    An dem Projekt beteiligen sich neben dem NABU und NABU|naturgucker auch die Deutsche Wildtier Stiftung, die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sowie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern. Aus den Ergebnissen können später Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Eine einzelne Beobachtung beschreibt dabei nicht den Bestand einer Region, gewinnt aber im Zusammenspiel mit vielen weiteren Meldungen an Aussagekraft.

    Der Igel wird in der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands auf der Vorwarnliste geführt. Der Maulwurf gilt dort derzeit als ungefährdet. Die unterschiedlichen Einstufungen machen deutlich, warum getrennte und langfristig vergleichbare Daten für beide Arten notwendig sind.

    Herbstlaub als Schutz im Garten

    Wer Igel und Maulwürfe unterstützen möchte, kann den eigenen Garten naturnah gestalten. Der NABU empfiehlt unter anderem, Herbstlaub auf Beeten oder unter Gehölzen liegen zu lassen. Für Igel kann es als Versteck und Winterquartier dienen; zugleich finden sich darin Insekten, die zur Nahrung der Tiere gehören.

    Die Meldeaktion verbindet damit eine einfache Beobachtung im Alltag mit wissenschaftlicher Datensammlung. Entscheidend ist, Sichtungen möglichst genau zu dokumentieren und Tiere nicht zu stören. Für die Auswertung zählt nicht nur, wo lebende Tiere entdeckt werden, sondern auch, wo tote Exemplare gefunden werden.

    Quellen