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Schlagwort: Hundetraining für Fuchsjagd

  • Peta erstattet Strafanzeige gegen Schliefenanlagen zur Fuchsjagd im Kreis Borken

    Peta erstattet Strafanzeige gegen Schliefenanlagen zur Fuchsjagd im Kreis Borken

    Anzeige gegen zwei Anlagen im Kreis Borken

    Die Tierrechtsorganisation Peta hat Strafanzeige gegen Betreiber sogenannter Schliefenanlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt gestellt. In diesen Anlagen werden Hunde für die Fuchsjagd trainiert. Damit richtet sich der Vorstoß gegen eine Ausbildungspraxis, bei der Jagdhunde auf die Arbeit am Fuchs vorbereitet werden. Die Jagd auf den Fuchs ist mittlerweile umstritten, zumindest bei Naturschützern.

    Die Anzeige betrifft zwei konkrete Standorte im Kreis Borken.

    Warum Schliefenanlagen umstritten sind

    Schliefenanlagen dienen dazu, Hunde an den Geruch und das Verhalten eines Fuchses heranzuführen. Der Hund soll dabei für den späteren jagdlichen Einsatz trainiert werden. Nach einer regionalen Berichterstattung wird in solchen Anlagen durch technische Schieber verhindert, dass Hund und Fuchs unmittelbar aufeinandertreffen. Diese Information beschreibt den Aufbau beziehungsweise den Zweck der Anlage, beantwortet aber nicht die Frage, ob die konkrete Nutzung tierschutzrechtlich zulässig ist.

    Genau an dieser Stelle setzt die Kritik von Peta an. Die Organisation wirft den Betreibern nach einem Bericht der Münsterland Zeitung mutmaßliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor und fordert die Schließung der Anlage in Asbeck. Zugleich wird ein Hegeringleiter mit einer abweichenden Darstellung erwähnt. Der Konflikt besteht damit nicht nur in der unterschiedlichen Bewertung der Jagdhundeausbildung, sondern auch in der Frage, wie die konkrete Praxis rechtlich und tierschutzfachlich einzuordnen ist.

    Die Fuchsjagd selbst ist nach der Borkener Zeitung inzwischen umstritten, zumindest unter Naturschützern. In den beiden Anlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt werden Hunde für die Fuchsjagd trainiert. Aus dieser allgemeinen Kontroverse folgt jedoch nicht automatisch eine rechtliche Bewertung der beiden Anlagen. Entscheidend wären die konkreten Trainingsbedingungen und die Ergebnisse einer zuständigen Prüfung.

    Weitere Themen aus dem Kreis Borken

    Die Industrie- und Handelskammer hat demnach die besten Auszubildenden des Jahres geehrt. Mehr als 1500 Menschen haben in diesem Jahr bei der IHK eine Prüfung abgelegt und ihre Ausbildung beendet. Die besten von ihnen wurden ausgezeichnet. Diese Meldung betrifft den Ausbildungsbereich und steht inhaltlich unabhängig von der Auseinandersetzung um die Schliefenanlagen.

    Auch der Arbeitsmarkt im Kreis Borken wird als positiv beschrieben. Die Zahl der Arbeitslosen ist unter die Marke von 10.000 gesunken. Die Agentur für Arbeit führt die Entwicklung zugleich teilweise auf saisonale Effekte zurück. Für die regionale Einordnung bedeutet das: Der Rückgang wird als Signal für eine bessere Arbeitsmarktlage gewertet, ist aber nicht ausschließlich mit einer strukturellen Verbesserung gleichzusetzen.

    Was ein ASP-Fall auslösen würde

    Ein weiterer regionaler Schwerpunkt ist die Afrikanische Schweinepest. Kreisveterinärin Anja Miebach erläutert, welche Maßnahmen im Kreis Borken bei einem positiven Test eines Wildschweins greifen würden. Nach dem veröffentlichten Sachstand würden innerhalb von 24 bis 48 Stunden vorläufige Restriktionszonen eingerichtet. Über deren genaue Grenzen soll eine Expertengruppe anhand von Straßen, Ställen und Wildwechseln entscheiden.

    Über deren genaue Grenzen soll eine Expertengruppe entscheiden. Berücksichtigt würden dabei unter anderem Straßen, Ställe und Wildwechsel. Für Tierhalter und andere Betroffene wäre eine solche Zonierung praktisch bedeutsam, weil sie den Umgang mit Tieren und die Bewegungen in der betroffenen Region beeinflussen kann. Ein positiver Test ist in der Meldung jedoch nicht genannt; beschrieben wird ausschließlich das Vorgehen für den möglichen Fall eines Ausbruchs.

    Für die beiden Schliefenanlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt bleibt damit zunächst die Anzeige der zentrale Vorgang. Die Anzeige wurde von der Tierrechtsorganisation Peta gegen die Betreiber erstattet. In den Anlagen werden Hunde für die Fuchsjagd trainiert. Die Ausbildung von Jagdhunden im Kreis Borken steht damit erneut in der öffentlichen Diskussion, ersetzt aber keine behördliche oder gerichtliche Prüfung der konkreten Vorwürfe.

    Quellen