Anzeige gegen Anlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt
Die Tierrechtsorganisation Peta hat Anzeige gegen die Betreiber sogenannter Schliefenanlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt gestellt. In diesen Anlagen werden Hunde für die Fuchsjagd trainiert. Der Vorstoß richtet sich damit gegen eine konkrete Form der Jagdhundeausbildung, die im Kreis Borken seit Jahren öffentlich diskutiert wird. Schliefenanlagen bilden unterirdische Gangsysteme nach. Nach einem Bericht der Halterner Zeitung sollen Hunde dort an den Geruch eines Fuchses gewöhnt werden. In der Anlage verhindern Schieber den direkten Kontakt zwischen Hund und Fuchs.
Schliefenanlagen bilden unterirdische Gangsysteme nach. Nach einem Bericht der Halterner Zeitung sollen Hunde dort an den Geruch eines Fuchses gewöhnt werden. In der Anlage verhindern Schieber den direkten Kontakt zwischen Hund und Fuchs.
Kritik an der Fuchsjagd bleibt politisch und gesellschaftlich umstritten
Peta zählt zu den Organisationen, die die Ausbildung und die Fuchsjagd grundsätzlich ablehnen. Die Jagd auf den Fuchs ist mittlerweile umstritten – zumindest bei Naturschützern. Die konkrete Bewertung der Anlagen und ihres Betriebs ist davon zu trennen. In den Anlagen werden Hunde für die Fuchsjagd trainiert.
Für die Betreiber ist deshalb entscheidend, wie Staatsanwaltschaft und zuständige Behörden mit dem Vorwurf umgehen. Die Strafanzeige setzt kein Verbot der Anlagen in Kraft und ersetzt auch keine fachliche oder rechtliche Prüfung. Zugleich erhöht sie den öffentlichen Druck auf eine Praxis, bei der das Training von Jagdhunden und der Umgang mit dem Fuchs unmittelbar miteinander verbunden sind. Die Jagd auf den Fuchs ist zumindest bei Naturschützern umstritten.
Ältere Debatte zeigt die regionale Dimension
Die beiden Anlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt stehen nicht isoliert in der regionalen Diskussion. Bereits 2015 wurde über eine Schliefenanlage in Oeding gesprochen. Der Bericht aus dem Jahr 2022 nennt außerdem den Teckelklub Westmünsterland als Betreiber der Anlage in Rhede und eine restriktivere Haltung des NABU-Kreisverbands gegenüber dem Bundesverband.
Die beiden Anlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt stehen nicht isoliert in der regionalen Diskussion. Bereits 2015 wurde über eine Schliefenanlage in Oeding gesprochen. Der Bericht aus dem Jahr 2022 nennt außerdem den Teckelklub Westmünsterland als Betreiber der Anlage in Rhede und eine restriktivere Haltung des NABU-Kreisverbands gegenüber dem Bundesverband. Sie berührt die Frage, ob die Ausbildung für die Fuchsjagd zeitgemäß ist und welche Anforderungen an den Schutz der beteiligten Tiere gelten.
Kreis bereitet sich zugleich auf einen möglichen ASP-Fall vor
Im Kreis Borken richtet sich der Blick derzeit außerdem auf ein anderes Tier- und Seuchenschutzthema: die Afrikanische Schweinepest. Nach Angaben der Borkener Zeitung würde ein positiver Test bei einem Wildschwein innerhalb von 24 bis 48 Stunden vorläufige Restriktionszonen auslösen. Über deren genaue Grenzen soll eine Expertengruppe anhand von Straßen, Ställen und Wildwechseln entscheiden. Kreisveterinärin Anja Miebach erläutert in diesem Zusammenhang, welche behördlichen Schritte im Ernstfall erforderlich wären und wie sich ein Ausbruch möglichst verhindern lässt. Für Halter und Betriebe wären solche Zonen praktisch weitreichend, weil sie Bewegungen, Transporte und den Umgang mit Schweinen beeinflussen könnten. Der ASP-Teil gehört damit zum regionalen Nachrichtenbild, ist aber vom Vorwurf gegen die Schliefenanlagen rechtlich und sachlich getrennt.
Kreisveterinärin Anja Miebach erläutert in diesem Zusammenhang, welche behördlichen Schritte im Ernstfall erforderlich wären und wie sich ein Ausbruch möglichst verhindern lässt. Für Halter und Betriebe wären solche Zonen praktisch weitreichend, weil sie Bewegungen, Transporte und den Umgang mit Schweinen beeinflussen könnten. Der ASP-Teil gehört damit zum regionalen Nachrichtenbild, ist aber vom Vorwurf gegen die Schliefenanlagen rechtlich und sachlich getrennt.
Arbeitsmarkt und Ausbildung als weitere Kreisnachrichten
Die regionale Meldung verweist zudem auf die Ausbildung und den Arbeitsmarkt. Mehr als 1500 Menschen haben in diesem Jahr bei der Industrie- und Handelskammer eine Prüfung abgelegt und ihre Ausbildung beendet; die Besten wurden ausgezeichnet. Gleichzeitig sank die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Borken unter 10.000. Die Agentur für Arbeit wertet die Entwicklung als positives Signal, weist aber auch auf saisonale Effekte hin. Damit ergeben sich für den Kreis drei unterschiedliche Nachrichtenstränge: eine Strafanzeige gegen Betreiber von Schliefenanlagen, Vorsorgemaßnahmen gegen eine mögliche Tierseuche sowie Entwicklungen bei Ausbildung und Beschäftigung. Im Mittelpunkt bleibt der konkrete Vorwurf gegen die Anlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt – und die Frage, wie die zuständigen Stellen ihn nun prüfen.
Die Agentur für Arbeit wertet die Entwicklung als positives Signal, weist aber auch auf saisonale Effekte hin. Damit ergeben sich für den Kreis drei unterschiedliche Nachrichtenstränge: eine Strafanzeige gegen Betreiber von Schliefenanlagen, Vorsorgemaßnahmen gegen eine mögliche Tierseuche sowie Entwicklungen bei Ausbildung und Beschäftigung. Im Mittelpunkt bleibt der konkrete Vorwurf gegen die Anlagen in Legden-Asbeck und Rhede-Vardingholt – und die Frage, wie die zuständigen Stellen ihn nun prüfen.
Quellen
- borkenerzeitung.de – Hundetraining für Fuchsjagd: Peta erstattet Anzeige – https://www.borkenerzeitung.de/nachrichten/region/Hundetraining-fuer-Fuchsjagd-Peta-erstattet-Anzeige-394738.html
- Halterner Zeitung – Tierrechtler erstatten Anzeige gegen Schliefenanlagen im Kreis Borken – Halterner Zeitung – https://www.halternerzeitung.de/mlz-region/tierrechtler-erstatten-anzeige-gegen-schliefenanlagen-im-kreis-borken-w1723314-p-3000443240/
