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Schlagwort: Global-Humane-Zertifizierung

  • Tiergarten Schönbrunn erhält erneut Global-Humane-Zertifizierung

    Tiergarten Schönbrunn erhält erneut Global-Humane-Zertifizierung

    Erneute Auszeichnung zum Welttierschutztag

    Der Tiergarten Schönbrunn in Wien erhält erneut die Global-Humane-Zertifizierung. Die Auszeichnung wurde rund um den Welttierschutztag 2026 bekanntgegeben. Bereits im Vorjahr war Schönbrunn als erster Zoo Österreichs mit dem Gütesiegel der Global Humane Society ausgezeichnet worden. Die Global Humane Society prüft das Wohlergehen von Tieren in Zoos, Aquarien und Naturschutzzentren weltweit.

    Für den Zoo ist die erneute Zertifizierung mehr als eine Wiederholung der ersten Anerkennung. In die aktuelle Bewertung wurden auch neue Anlagen und Veränderungen im Tierbestand einbezogen. Damit richtet sich der Blick nicht nur auf bestehende Gehege, sondern auch darauf, ob Weiterentwicklungen in der täglichen Haltung berücksichtigt werden. Die erneute Anerkennung bestätigt damit die kontinuierliche Weiterentwicklung der Tierhaltung.

    Neue Anlagen im Mittelpunkt der Bewertung

    Zu den genannten Bereichen gehört eine neue Steppenlandschaft für Onager. Außerdem wurde die Anlage für asiatische Gebirgstiere mit Himalaya-Tahren und gefährdeten Goldtakinen in die Bewertung einbezogen. Der historische Bärenkäfig erhielt ebenfalls eine neue Nutzung: Er wurde zu einer modernen Anlage für Feldhamster und Blauracken umgestaltet. Auch die neugestaltete Präriehund-Anlage gehörte zu den Großprojekten.

    Gerade diese Beispiele machen sichtbar, wie sich die Zertifizierung auf unterschiedliche Haltungsaufgaben bezieht. Bei den Onagern geht es um eine an ihre Lebensweise angepasste Landschaft, bei den asiatischen Gebirgstieren um die Unterbringung verschiedener Arten und bei Feldhamstern sowie Blauracken um zwei stark bedrohte heimische Arten. Die Umgestaltung eines historischen Bereichs verbindet dabei den Erhalt des denkmalgeprägten Zooumfelds mit einer veränderten tierhalterischen Nutzung. Neben den Großprojekten wurden auch kleinere Optimierungen im Arbeitsalltag umgesetzt. Dazu zählen neue Auftau-Kühlschränke für die Fischversorgung von Mähnenrobben und Pinguinen sowie ein neues Enrichment-System zur abwechslungsreichen Beschäftigung der Tiere.

    Die Global Humane Society prüft nach Angaben mehrerer Berichte das Wohlergehen von Tieren in Zoos, Aquarien und Naturschutzzentren weltweit. Ihr Zertifizierungsprogramm soll Tierhaltung anhand festgelegter Kriterien bewerten und Verbesserungen nachvollziehbarer machen. Bei der neuerlichen Überprüfung flossen aktuelle Verbesserungen direkt in die Bewertung ein. Die erneute Anerkennung Schönbrunns bedeutet damit vor allem, dass der Zoo die Zertifizierung erneut erhalten hat; sie ist keine allgemeine Aussage über jede einzelne Haltungssituation außerhalb des geprüften Rahmens.

    Hering-Hagenbeck sieht kontinuierliche Entwicklung bestätigt

    Stephan Hering-Hagenbeck wertet die erneute Aufnahme der neuen Anlagen als Bestätigung des eingeschlagenen Weges. „Wir freuen uns besonders, dass auch unsere neuen Anlagen und der weiterentwickelte Tierbestand erfolgreich in die erneute Zertifizierung aufgenommen wurden“, wird der Direktor zitiert. Für ihn ist es eine wichtige Bestätigung, dass bei der Weiterentwicklung des Tiergartens das Tierwohl konsequent mitgedacht wird. Das Wohl der Tiere erfordere stetige Aufmerksamkeit und Weiterentwicklung. Schönbrunn unterstreiche damit seinen Anspruch auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Tierhaltung.

    Für Besucher und Beschäftigte hat dieser Ansatz eine praktische Bedeutung. Tierwohlstandards zeigen sich nicht allein in großen Neubauten, sondern auch darin, ob Anlagen, Abläufe und Tierbestände regelmäßig überprüft und angepasst werden. Neben Großprojekten wurden auch kleinere Optimierungen im Arbeitsalltag umgesetzt. Die erneute Zertifizierung lenkt deshalb den Fokus auf einen fortlaufenden Prozess: Der Zoo muss seine Standards nicht nur einmal erfüllen, sondern die Weiterentwicklung in die nächste Bewertung einbringen.

    Auszeichnung mit fachlicher Aussagekraft

    Die erste Zertifizierung im Jahr 2025 hatte für Schönbrunn eine besondere Stellung, weil der Tiergarten damals als erster Zoo Österreichs das Gütesiegel der Global Humane Society erhielt. Die nun bestätigte Zertifizierung knüpft daran an und erweitert den Blick um die inzwischen einbezogenen Projekte. Dazu zählen insbesondere die Steppenlandschaft, die Anlage für asiatische Gebirgstiere und die neue Nutzung des historischen Bärenkäfigs. Aktuelle Verbesserungen flossen bei der neuerlichen Überprüfung direkt in die Bewertung ein.

    Für die fachliche Einordnung ist entscheidend, zwischen der Auszeichnung und einer umfassenden Bewertung aller Aspekte des Zoobetriebs zu unterscheiden. Belegt ist, dass Global Humane die Tierwohlstandards des Tiergartens erneut anerkannt hat und dass bestimmte neue Anlagen in die Bewertung einbezogen wurden. Dazu zählen insbesondere die Steppenlandschaft, die Anlage für asiatische Gebirgstiere und die neue Nutzung des historischen Bärenkäfigs. Die konkrete Relevanz liegt damit in der überprüften Weiterentwicklung der Haltung – und nicht lediglich im werblichen Wert eines Gütesiegels.

    Schönbrunn erhält die Anerkennung somit zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Haltungsbereiche sichtbar verändert wurden. Aktuelle Verbesserungen flossen bei der neuerlichen Überprüfung direkt in die Bewertung ein. Für den Zoo ist das eine Bestätigung seines Modernisierungskurses, für die Öffentlichkeit ein Anlass, genauer auf die konkreten Anlagen hinter dem Zertifikat zu schauen. Die entscheidende Aussage der erneuten Verleihung lautet daher: Tierwohlstandards sollen im Tiergarten nicht als abgeschlossener Zustand gelten, sondern mit neuen Projekten und veränderten Anforderungen weiterentwickelt werden.

    Quellen