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Schlagwort: Geplante Übergabe an den Khao Kheow Open Zoo

  • Roter Panda in Thailand beschlagnahmt: Ermittlungen in Mae Sot

    Roter Panda in Thailand beschlagnahmt: Ermittlungen in Mae Sot

    Thailändische Polizisten haben am 23. Oktober 2026 bei einer Fahrzeugkontrolle in Mae Sot einen Roten Panda beschlagnahmt. Zwei Verdächtige konnten für das in einem Pickup transportierte Tier weder gültige Besitznachweise noch die erforderlichen Einfuhrdokumente vorlegen. Gegen beide laufen Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Artenschutzrecht. Der Panda wurde tierärztlich versorgt und soll zur weiteren Betreuung an den Khao Kheow Open Zoo in der Provinz Chonburi übergeben werden.

    Kontrolle an der Grenze zu Myanmar

    Die Beamten entdeckten das Tier gegen 19.30 Uhr an einem Kontrollposten an der Seri Thai Road im Unterbezirk Tha Sai Luat. Der Ort gehört zum Bezirk Mae Sot in der Provinz Tak im thailändisch-myanmarischen Grenzgebiet. Wie das thailändische Nachrichtenportal Khaosod unter Berufung auf die Naturschutzbehörde berichtet, war der Panda im Fahrzeug verborgen. Am 24. Oktober übernahm die Wildtierkontrollstelle Mae Sot das beschlagnahmte Tier zur Versorgung.

    Umweltminister Suchart Chomklin wies die zuständigen Stellen an, den Fall umfassend aufzuklären und mögliche grenzüberschreitende Schmuggelwege zu untersuchen. Nach dem Bericht von Khaosod sollen dafür weitere Behörden einbezogen werden. Der Ermittlungsauftrag richtet sich damit auch auf mögliche Transportverbindungen über den einzelnen Fund hinaus. Er bedeutet jedoch noch nicht, dass eine bestimmte grenzüberschreitende Route festgestellt wurde.

    Rote Pandas sind in Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES aufgeführt, für ihren internationalen Handel gelten besonders strenge Beschränkungen. Der internationale kommerzielle Handel mit wild gefangenen Exemplaren ist grundsätzlich verboten. Anlass der Beschlagnahmung in Mae Sot waren die fehlenden Besitz- und Einfuhrunterlagen. Bei den Ermittlungen gegen die beiden Verdächtigen geht es unter anderem um mögliche Verstöße gegen das thailändische Wildtierschutzgesetz von 2019; ihre strafrechtliche Verantwortung ist Gegenstand des Verfahrens.

    Erschöpft aufgefunden, unter Betreuung erholt

    Bei der ersten tierärztlichen Untersuchung zeigte sich der etwa fünf Kilogramm schwere, vermutlich männliche Panda verängstigt und erschöpft. Schwere äußere Verletzungen wurden nicht festgestellt. Die Betreuung übernahm das Veterinärteam der Schutzgebietsverwaltung 14 in Tak. Zur Versorgung gehören Quarantäne, engmaschige Beobachtung und eine auf die körperliche Erholung ausgerichtete Ernährung.

    Nach Angaben der Naturschutzbehörde vom 26. Oktober, über die DER FARANG berichtet, hatte sich der Zustand des Tieres deutlich verbessert. Demnach fraß der Panda normal, hatte sich an seine vorübergehende Umgebung angepasst und zeigte keine Anzeichen anhaltenden Stresses. Diese Entwicklung unterscheidet sich vom ersten Untersuchungsbefund mit Angst und Erschöpfung. Für die weitere Versorgung sind deshalb neben körperlichen Befunden auch Futteraufnahme und Verhalten von Bedeutung.

    Der Panda ist in einem Raum untergebracht, der rund um die Uhr klimatisiert wird, um die erforderlichen Temperaturen sicherzustellen. Wie konkret die Temperaturregulierung zur Haltung dieser Art gehört, zeigt auch die von GERATI beschriebene Panda-Anlage im Tiergarten Kleve mit Benebelungsanlage. Dort setzt der Tiergarten nach eigenen Angaben auf diese technische Ausstattung zur Regulierung der Temperatur. In Tak wird für das beschlagnahmte Tier dagegen zunächst ein durchgehend klimatisierter Raum genutzt – eine konkrete Versorgungsaufgabe, die bereits vor einem Wechsel in den Zoo anfällt.

    Khao Kheow bereitet die Aufnahme vor

    Für die weitere Betreuung ist der Khao Kheow Open Zoo im Bezirk Si Racha vorgesehen. Nach dem Bericht von The Thaiger vom 27. Oktober bereiten Zoodirektor Narongwit Chodchoy, Tierärzte und Tierpfleger die Aufnahme vor. Umweltminister Suchart hatte den Zoo am 26. Oktober damit beauftragt und dies mit dessen Erfahrung in Wildtierpflege und veterinärmedizinischer Behandlung begründet. Erste Abstimmungen mit dem Zoo sind abgeschlossen, ein konkreter Transporttermin wurde noch nicht genannt.

    Nach der Übergabe sind zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen und eine Quarantäne vorgesehen. Das Zooteam soll Verhalten und körperlichen Zustand beobachten und sowohl Unterbringung als auch Ernährung an die Bedürfnisse des Pandas anpassen. Damit soll die bisherige Erstversorgung in eine Betreuung übergehen, die auf seine besonderen Haltungs- und Futteransprüche ausgerichtet ist. Die Naturschutzbehörde kündigte an, das Tier zunächst gesundheitlich zu stabilisieren, bevor es in eine geeignete Einrichtung weitergegeben wird.

    Quellen