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Schlagwort: Führungen im Wuppertaler Zoo

  • Elefantentag im Wuppertaler Zoo: Tuffis Fußabdrücke unterstützen den Artenschutz

    Elefantentag im Wuppertaler Zoo: Tuffis Fußabdrücke unterstützen den Artenschutz

    Elefantentag mit Führungen und besonderen Einblicken

    Der Grüne Zoo Wuppertal hat für Sonntag, den 27. September 2026, einen Aktionstag rund um seine Afrikanischen Elefanten angekündigt. Zwischen 9 und 16 Uhr sollten Besucher bei speziellen Führungen Einblicke in die Elefantenhaltung erhalten und mit den erfahrenen Tierpflegern ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Lebensweise, Ernährung und Pflege der größten landlebenden Säugetiere. Gleichzeitig wollte der Zoo auf die Gefährdung wild lebender Elefanten aufmerksam machen und zeigen, wie zoologische Einrichtungen internationale Artenschutzprojekte unterstützen können.

    Das angekündigte Programm richtete sich insbesondere an Familien und Besucher, die mehr über Elefanten erfahren möchten. Neben Führungen waren ein Informationsstand des Zoo-Vereins Wuppertal, ein Glücksrad und verschiedene Mitmachaktionen vorgesehen. Kinder konnten sich auf Bastelangebote und Kinderschminken freuen. Eine Verlosung mit einer exklusiven Zooführung einschließlich Eintritt und einer Überraschung sollte das Veranstaltungsangebot ergänzen.

    Elefantenkuh Tuffi unterstützt den Artenschutz

    Eine besondere Rolle spielte die Wuppertaler Elefantenkuh Tuffi, deren Fußabdrücke für eine ungewöhnliche Spendenaktion genutzt wurden. Der Zoo kündigte den Verkauf exklusiver Leinwände an, die mit ihren Fußabdrücken gestaltet worden waren. Der gesamte Erlös aus den Aktionen des Elefantentages und dem Verkauf der Kunstdrucke sollte an die Big Life Foundation gehen. Die Organisation engagiert sich in Ostafrika für den Schutz von Elefanten und anderen Wildtieren und setzt dabei unter anderem spezialisierte Ranger gegen Wilderei ein.

    Die Zusammenarbeit mit der Big Life Foundation ist kein einmaliges Projekt des Wuppertaler Zoos. Der Zoo-Verein unterstützt die Organisation bereits seit längerer Zeit und beteiligt sich damit am Schutz bedrohter Tierarten in deren natürlichen Lebensräumen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, die unmittelbar von Mensch-Wildtier-Konflikten betroffen ist. Der Verkauf der Tuffi-Kunstdrucke sollte diese bestehende Artenschutzarbeit finanziell unterstützen und den Besuchern eine konkrete Möglichkeit bieten, selbst einen Beitrag zu leisten.

    Illegaler Wildtierhandel als Thema der Bildungsarbeit

    Neben den Führungen und der Spendenaktion sollte der Elefantentag auch über die Bedrohungen informieren, denen wild lebende Elefanten ausgesetzt sind. Dazu gehören insbesondere der Verlust natürlicher Lebensräume, Konflikte zwischen Menschen und Elefanten sowie die illegale Jagd auf die Tiere. Die Zooschule kündigte eine Ausstellung mit vom Zoll beschlagnahmten Souvenirs und weiteren illegal gehandelten Wildtierprodukten an. Anhand dieser Gegenstände sollten Besucher erfahren, welche Folgen der internationale Schwarzmarkt für bedrohte Tierarten haben kann.

    Der Wuppertaler Zoo verbindet solche Informationsangebote mit seiner allgemeinen Bildungs- und Artenschutzarbeit. Ein weiteres Beispiel ist die im September eröffnete Tieranlage „Rivers of Sulawesi“, die verschiedene bedrohte Tierarten und ihre Lebensräume vorstellt. Wie GERATI bereits im Artikel über die Eröffnung der Anlage „Rivers of Sulawesi“ im Grünen Zoo Wuppertal berichtete, verbindet das Konzept die Beobachtung der Tiere mit Informationen über ihre natürlichen Lebensräume. Beide Angebote verdeutlichen, wie Zoos Tierbegegnungen nutzen können, um Besucher für den Schutz bedrohter Arten zu interessieren.

    Drilltag am 4. Oktober mit kommentierten Fütterungen

    Bereits am Sonntag, den 4. Oktober 2026, folgt im Grünen Zoo Wuppertal der nächste Aktionstag. Dann stehen zwischen 9 und 16 Uhr die stark gefährdeten Drills im Mittelpunkt, eine afrikanische Primatenart, deren natürliche Lebensräume zunehmend bedroht sind. Das Tierpflege-Team wird die Tiere bei kommentierten Fütterungen vorstellen und über ihre Lebensweise sowie ihr Sozialverhalten informieren. Besucher erhalten dabei die Gelegenheit, eine Tierart kennenzulernen, die außerhalb zoologischer Einrichtungen vergleichsweise wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhält.

    Der Verein Rettet den Drill e. V. wird mit einem Informationsstand vertreten sein und über seine Artenschutzarbeit in Afrika informieren. Zusätzlich sind ein Quiz mit Gewinnspiel, Bastelaktionen und Kinderschminken vorgesehen. Der Wuppertaler Zoo beteiligt sich am Europäischen Ex-situ-Programm für Drills und unterstützt gemeinsam mit seinem Förderverein Schutzprojekte für die bedrohten Primaten. Mit dem Drilltag möchte der Zoo auf die Gefährdung der Tiere durch Lebensraumzerstörung und Bejagung aufmerksam machen und über bestehende Schutzmaßnahmen informieren.

    Artenschutz durch direkte Begegnungen vermitteln

    Die beiden Aktionstage zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, Besucher für den internationalen Artenschutz zu interessieren. Während beim Elefantentag Führungen, Informationen über Wilderei und die Spendenaktion mit Tuffis Fußabdrücken im Mittelpunkt standen, konzentriert sich der bevorstehende Drilltag auf die Vorstellung einer weniger bekannten Primatenart. Beide Veranstaltungen verbinden die Tierbeobachtung mit Informationen über die Gefährdung wild lebender Populationen. Gleichzeitig erhalten Besucher Einblicke in die praktische Arbeit der Tierpfleger und in die internationalen Artenschutzprojekte, an denen sich der Zoo beteiligt.

    Quellen