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Schlagwort: Emsquellen Wolf

  • Mögliche Wolfshinweise im Raum Schloß Holte-Stukenbrock: Landwirte äußern Sorgen um Nutztiere

    Mögliche Wolfshinweise im Raum Schloß Holte-Stukenbrock: Landwirte äußern Sorgen um Nutztiere

    Wolfsspuren und Beobachtung außerhalb der Senne

    Außerhalb des Truppenübungsplatzes Senne sind im Raum Schloß Holte-Stukenbrock zuletzt Hinweise auf einen möglichen Wolf bekannt geworden. Peter Aschof berichtet von einer Wolfsfährte in seinem Revier. Außerdem wurde ein Tier tagsüber an den Emsquellen beobachtet.

    Damit beschränkt sich die Wahrnehmung möglicher Wolfshinweise nicht mehr auf das weitläufige Militär- und Naturgebiet. Für die Betriebe am Rand der Senne sind die Hinweise vor allem deshalb relevant, weil sich dort Weiden, Pferdehaltungen und landwirtschaftliche Flächen befinden. Ein bestätigter Riss von Nutztieren wird in dem aktuellen Bericht allerdings nicht genannt.

    Sorge gilt vor allem der Reaktion der Weidetiere

    Aschof erwartet nach eigener Einschätzung nicht, dass Wölfe gezielt Kühe angreifen. Seine Sorge richtet sich vielmehr auf eine mögliche Panikreaktion der Tiere. Er befürchtet, dass Rinder oder Pferde bei einer Begegnung mit einem Wolf ausbrechen und auf Straßen oder die Autobahn laufen könnten.

    Besonders angespannt ist die Situation für einen Halter von Pensionspferden in Stukenbrock-Senne. Dieser äußert nach dem Bericht Sorge über die neue Situation. Ob eine konkrete Wolfsbeobachtung tatsächlich eine Flucht von Weidetieren ausgelöst hat, ist im aktuellen Fall nicht bekannt. Die Befürchtung der Halter bezieht sich damit bislang auf ein mögliches Szenario, nicht auf einen dokumentierten Vorfall.

    Die von den Haltern geschilderten Sorgen stellen bislang keine dokumentierten Auswirkungen auf Weidetiere dar. Welche Vorkehrungen im Einzelfall erforderlich wären, lässt sich aus den bisherigen Hinweisen nicht ableiten.

    Frühere Wolfshinweise auf dem Truppenübungsplatz Senne

    Bereits 2017 berichtete die Neue Westfälische über eine Sichtung auf dem Truppenübungsplatz Senne und einen vom Bundesforstbetrieb bestätigten Fund im Zusammenhang mit einem gerissenen Damwild. Der frühere Bericht belegt, dass es bereits damals Hinweise auf Wölfe auf dem Truppenübungsplatz gab. Er sagt jedoch nichts darüber aus, ob die aktuellen Hinweise auf dasselbe Tier oder ein bestimmtes Rudel zurückgehen.

    Für die Bewertung der aktuellen Angaben ist eine genaue Dokumentation entscheidend. Die berichtete Fährte und die Beobachtung liefern zunächst Hinweise, belegen aber nicht, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt oder ob die Meldungen demselben Tier zuzuordnen sind.

    Nutztierschutz wird am Sennerand konkreter

    Die aktuellen Meldungen sind für Betriebe, deren Weiden direkt an den Truppenübungsplatz grenzen, zunächst relevant. Ein nachgewiesener Angriff auf Nutztiere liegt nicht vor. Auch konkrete Auswirkungen auf den Weidebetrieb sind im aktuellen Bericht nicht dokumentiert.

    Eine lokale Vorsorgefrage in Schloß Holte-Stukenbrock ergibt sich damit nicht allein durch die mögliche Anwesenheit eines Wolfs. Entscheidend ist, ob sich die bisherigen Hinweise bestätigen lassen und ob daraus konkrete Vorfälle entstehen. Für die Landwirte bleibt zunächst maßgeblich, dass die bisherigen Angaben auf mögliche Wolfshinweise im Umfeld der Senne hindeuten.

    Quellen