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Schlagwort: Ecopark Mendoza

  • 80 geschützte Wildvögel in Mendoza aus illegaler Gefangenschaft gerettet

    80 geschützte Wildvögel in Mendoza aus illegaler Gefangenschaft gerettet

    Drei Einsätze in Las Heras und Maipú

    In der argentinischen Provinz Mendoza haben Beamte der Landpolizei innerhalb weniger Tage insgesamt 80 geschützte Wildvögel aus Häusern in Las Heras und Maipú gerettet. Die Einsätze standen unter Beteiligung der Staatsanwaltschaft Las Heras und folgten sowohl einer anonymen Anzeige als auch Beobachtungen während präventiver Patrouillen. Neben den Tieren stellten die Einsatzkräfte Käfige, Fallen und weiteres Material sicher, das nach dem Bericht für Fang und Haltung verwendet wurde. Damit konzentrierten sich die Maßnahmen nicht auf einen einzelnen Fundort, sondern auf drei getrennte Einsätze in verschiedenen Wohngebieten.

    Der erste Fall begann mit einem Hinweis auf Wildtiere in einem Haus an der Straße Doctor Moreno in Las Heras. Der Bewohner bestätigte den Beamten, Vögel im Haus zu haben, und ließ eine Kontrolle zu. Anschließend wurde mit Beteiligung des Staatsanwaltschaftsbüros eine Hausdurchsuchung angeordnet und in Anwesenheit eines Zeugen durchgeführt. Dabei fanden die Einsatzkräfte zwölf geschützte Vögel, zehn Käfige und eine Falle.

    Vögel aus Rodeo del Medio und 31 de Mayo

    Der Bewohner wurde auf Anordnung des stellvertretenden Staatsanwalts der Justiz zugeführt und steht damit für das weitere Verfahren zur Verfügung. Eine abschließende gerichtliche Bewertung des Falls ist in dem Bericht nicht genannt. Für die Einordnung ist deshalb zwischen der Beschlagnahmung und einer späteren rechtlichen Entscheidung zu unterscheiden.

    Der erste fand im Viertel Rodeo Sur in Rodeo del Medio, Maipú, statt. Während einer präventiven Patrouille bemerkten die Beamten von der Straße aus mehrere Käfige mit Vögeln geschützter Arten. In dem Haus wurden acht Tiere geborgen: ein Siete Cuchillos, zwei Stieglitze, eine Chalchalero-Drossel, ein Rotkardinal, ein Star, ein Jal und ein Cimarrón. Außerdem nahmen die Einsatzkräfte vier Käfige mit.

    Stunden später durchsuchten die Beamten vier Häuser im Viertel 31 de Mayo. Dort wurden 60 weitere Vögel in Gefangenschaft beschlagnahmt. Das sichergestellte Material umfasste nach dem Bericht. Zusammen mit den zwölf Tieren aus Las Heras ergibt sich die Gesamtzahl von 80 geretteten Vögeln.

    Die Rettung ist erst der Anfang

    Nach den Einsätzen wurden die Tiere dem Ecopark Mendoza und der Direktion für Biodiversität übergeben. Im Ecopark erhalten sie spezialisierte Betreuung; außerdem wird geprüft, in welchem Zustand sie sich befinden und ob eine Rückkehr in den natürlichen Lebensraum möglich ist. Die Behörden behandeln die Freilassung damit nicht als automatische Folge der Beschlagnahmung. Vor einer möglichen Auswilderung steht vielmehr eine Bewertungs- und Rehabilitationsphase.

    Diese Unterscheidung ist für den weiteren Verlauf entscheidend. Erst die fachliche Bewertung kann zeigen, ob einzelne Tiere ausreichend erholt sind und sich wieder selbstständig in freier Natur behaupten können. Der aktuelle Stand lautet daher: gerettet, in Betreuung und für eine mögliche spätere Freilassung vorgesehen.

    Fangvorrichtungen geben dem Fall Gewicht

    Die beschlagnahmten Gegenstände erweitern die Bedeutung der Einsätze über die bloße Zahl der Tiere hinaus. In Las Heras wurden zehn Käfige und eine Falle sichergestellt, in Rodeo del Medio weitere vier Käfige. Im Viertel 31 de Mayo wurden 44 Käfige, vier große Käfige, 21 Fallen, sechs Deckel, zwei Fuchsfallen und ein Transportkäfig beschlagnahmt. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt; im Fall von Las Heras wurden sie in den Fall aufgenommen.

    Der Fall zeigt zugleich zwei Wege, auf denen solche Verstöße entdeckt werden können. Für den Artenschutz bedeutet das praktisch, dass Hinweise aus der Bevölkerung und sichtbare Kontrollen ineinandergreifen. Für die Tiere entscheidet sich der Erfolg der Maßnahmen jedoch erst in der weiteren Betreuung: Nicht die Zahl der beschlagnahmten Käfige, sondern eine fachlich mögliche Rückkehr in die Natur wäre der abschließende Schutzgewinn.

    Quellen