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Schlagwort: Artenschutz in sozialen Medien

  • Marcel Stawinoga Auszeichnung: Dortmunder Zoolotse unter weltweiten Top Ten

    Marcel Stawinoga Auszeichnung: Dortmunder Zoolotse unter weltweiten Top Ten

    Marcel Stawinoga ist unter die zehn weltweit einflussreichsten Personen der Zoo- und Aquarienbranche gewählt worden. Nach einem WDR-Bericht haben der Welt-Zooverband WAZA und das Magazin Blooloop den Dortmunder Kommunikationsmanager und Artenschutzkoordinator ausgezeichnet. Vielen Tierfreunden ist Stawinoga als „Der Zoolotse“ bekannt, der in sozialen Medien Zooarbeit und Artenschutz erklärt. Das Porträt zur Blooloop-Liste 2026 stellt neben seiner Öffentlichkeitsarbeit auch sein Engagement für Plumploris und seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen heraus.

    Internationale Anerkennung für den Dortmunder Zoolotsen

    Über die Aufmerksamkeit zeigte sich Stawinoga gegenüber dem WDR überrascht. „Mir war gar nicht klar, dass die beim Welt-Zooverband auf dem Schirm haben, was ich hier so treibe in Dortmund“, sagte er. Allein auf Facebook folgen dem Zoolotsen nach dem WDR-Bericht mehr als 74.000 Menschen. Diese Zahl beschreibt seine Reichweite auf einer Plattform; die Auswahl durch WAZA und Blooloop ist eine internationale Branchenwürdigung. Nach Darstellung des WDR ist Stawinoga der einzige Deutsche unter den zehn Ausgezeichneten.

    Hauptberuflich arbeitet Stawinoga als Kommunikationsmanager und Koordinator für Artenschutz im Dortmunder Zoo. Seine Vermittlungsarbeit umfasst dabei unterschiedliche Formate: Blooloop nennt neben sozialen Medien auch Vorträge und den Zoo-Podcast „Zoohören“. Dieser beschäftigt sich mit Artenschutz, Tierwohl und der Rolle moderner Zoos. Außerdem hat Stawinoga Forschung zur Bedeutung sozialer Medien für die Kommunikation über Zoos veröffentlicht. Für Tierfreunde bieten diese Formate unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit den Aufgaben einer zoologischen Einrichtung zu beschäftigen.

    Zooarbeit konkret erklären

    Ein Beispiel seiner öffentlichen Vermittlungsarbeit behandelt der GERATI-Beitrag über Stawinogas Erläuterungen zur Löwenzucht und Artenschutzkommunikation im Zoo Dortmund. Darin geht es um ein gesondertes Gespräch mit RUHR24 vom 21. Oktober 2026. Stawinoga begründete die Dortmunder Zuchtentscheidung mit dem Sozialverhalten des Rudels und äußerte zugleich Vorbehalte gegen ihre öffentliche Darstellung als Artenschutzbeitrag. Im Mittelpunkt steht die Unterscheidung zwischen dem Nutzen gemeinsamer Jungenaufzucht für die gehaltenen Tiere und einem konkreten Beitrag zur Erhaltungszucht. Für Zoobesucher ist diese Unterscheidung praktisch relevant: Sie erklärt, welches Ziel eine Zuchtentscheidung nach Darstellung der Einrichtung verfolgt, ohne verschiedene Aufgaben eines Zoos gleichzusetzen.

    Plumploris: Von der Schutzpraxis zur wissenschaftlichen Untersuchung

    Einen weiteren Schwerpunkt seines Engagements bildet der Verein Plumploris e. V., den Stawinoga 2018 gegründet hat und dessen Vorsitzender er weiterhin ist. Der Verein setzt sich für den Schutz der Primaten ein und betreibt Rehabilitationsprojekte in Bangladesch. Stawinoga hat sich dort selbst an der Rehabilitation und Auswilderung von Tieren beteiligt. Seine Beschäftigung mit Artenschutz umfasst damit auch praktische Erfahrungen vor Ort. Blooloop nennt darüber hinaus seine Mitarbeit an der EAZA-Kampagne „Vietnamazing“, bei der er zur Kommunikation über die Artenschutzarbeit in Vietnam beigetragen hat.

    Eine Verbindung zwischen Schutzpraxis und Wissenschaft beschreibt das Branchenmagazin für 2026: Stawinoga gehörte demnach zu den Autoren einer in „Global Ecology and Conservation“ veröffentlichten Studie über das Überleben ausgewilderter Bengalischer Plumploris. Die Untersuchung richtet den Blick auf die Zeit nach der Freilassung. Damit behandelt sie eine für die Beurteilung von Auswilderungen entscheidende Frage: Überleben die Tiere nach ihrer Rückkehr in die Natur? Für das Verständnis solcher Schutzprojekte reicht der öffentlich sichtbare Moment der Freilassung deshalb nicht aus; entscheidend ist auch, was danach mit den Tieren geschieht.

    Quellen