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Schlagwort: Ankunft des Baumstachler-Männchens

  • Neuer Baumstachler im Tierpark Hellabrunn: Weibchen bezieht frühere Polarfuchsanlage

    Neuer Baumstachler im Tierpark Hellabrunn: Weibchen bezieht frühere Polarfuchsanlage

    Ein weiblicher Nordamerikanischer Baumstachler ist in die ehemalige Polarfuchsanlage des Münchner Tierparks Hellabrunn eingezogen. Damit ergänzt eine neue Tierart die Polarwelt. Für die neuen Bewohner wurde die Anlage nach Angaben des Tierparks umgestaltet und an ihre Bedürfnisse angepasst. Das Weibchen soll dort nicht allein bleiben: In einigen Wochen ist die Ankunft eines Männchens vorgesehen.

    Ein stacheliger Kletterer für die Polarwelt

    Nordamerikanische Baumstachler werden auch Ursons genannt und gehören zu den Nagetieren. Ihr auffälligstes Merkmal sind rund 30.000 Stacheln mit Widerhaken, die sie vor Fressfeinden schützen. Bei Gefahr können sich diese leicht lösen und in der Haut eines Angreifers stecken bleiben. Zum Klettern nutzen die Tiere dagegen ihre kräftigen Krallen, die ihnen in Bäumen und Sträuchern Halt geben. Obwohl sie sich eher langsam fortbewegen, sind sie dort geschickt unterwegs.

    Die Zuordnung zur Polarwelt lässt sich auch mit ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet erklären. Dieses reicht über weite Teile Nordamerikas bis an die Hudson Bay in Kanada, wo ebenfalls Eisbären vorkommen. Der für die Polarwelt zuständige zoologische Kurator Dr. Eric Diener hebt hervor, dass die Art mit unterschiedlichen Lebensräumen und klimatischen Bedingungen zurechtkomme. Auf dem Speiseplan der Baumstachler stehen unter anderem Blätter, Knospen, Rinde und Früchte. Die neue Bewohnerin bringt damit neben ihrem auffälligen Stachelkleid auch eine ausgeprägte Kletterfähigkeit mit, die Besucher an dieser Anlage kennenlernen können.

    Erst eingewöhnen, später möglicherweise Nachwuchs

    Wer das Weibchen beobachten möchte, muss zunächst mit eingeschränkten Sichtungsmöglichkeiten rechnen. Nach Angaben des Tierparks gewöhnt es sich noch an sein neues Zuhause und ist deshalb möglicherweise nicht immer auf der Außenanlage zu sehen. Ein Besuch an der früheren Polarfuchsanlage garantiert während dieser Phase also keine Begegnung mit dem Neuzugang. Die angekündigte Ankunft des Männchens ist der nächste geplante Schritt; einen festen Termin nennt Hellabrunn dafür nicht.

    Mit dem zweiten Tier eröffnet sich langfristig auch eine Möglichkeit zur Fortpflanzung. Hellabrunn knüpft diese Aussicht ausdrücklich daran, dass sich beide Tiere verstehen und die Voraussetzungen stimmen. Wie bei der Zuchtplanung im Zoo sind die Ankunft eines Partners und tatsächlicher Nachwuchs deshalb auseinanderzuhalten. Beide für Hellabrunn vorgesehenen Baumstachler wurden 2026 geboren, und die Art wird erst mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif. Für Besucher steht damit zunächst das Kennenlernen der neuen Tierart im Mittelpunkt; Jungtiere sind eine längerfristige Perspektive.

    Quellen