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Schlagwort: 32 Feuerwehrmitglieder im Einsatz

  • Tierrettung bei Küchenbrand in Voitsberg: Feuerwehr holt zwei Katzen und einen Hund aus Wohnung

    Tierrettung bei Küchenbrand in Voitsberg: Feuerwehr holt zwei Katzen und einen Hund aus Wohnung

    Zwei Katzen und einen Hund hat die Feuerwehr am Freitagabend, dem 6. November 2026, aus einer verrauchten Wohnung am Voitsberger Hauptplatz gerettet. Die Bewohnerin hatte einen Küchenbrand bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte mit einem Feuerlöscher gelöscht. Für die zurückgebliebenen Haustiere ging dennoch ein Atemschutztrupp in die Räume. Wie das Nachrichtenportal 5min.at berichtet, hatte angebranntes Kochgut den Entstehungsbrand ausgelöst.

    Nach den Flammen blieb der Rauch

    Alarmiert wurden die Freiwilligen Feuerwehren Krems und Voitsberg. Nachdem die Tiere aus der Wohnung gebracht worden waren, kontrollierten die Einsatzkräfte die Räume mit einer Wärmebildkamera. Anschließend entfernten sie den Rauch mit einem Hochleistungslüfter. Insgesamt waren vier Feuerwehrfahrzeuge und 32 Feuerwehrmitglieder im Einsatz; auch Polizei und Rotes Kreuz kamen zum Einsatzort. Nach dem von 5min.at wiedergegebenen Bericht der Freiwilligen Stadtfeuerwehr Voitsberg wurde niemand verletzt.

    Der Ablauf macht einen für Tierhalter wichtigen Unterschied deutlich: Gelöschte Flammen bedeuten noch keine rauchfreie Wohnung. In Voitsberg mussten die drei Haustiere gerade aus diesen verrauchten Räumen geholt werden. Die Schweizer Beratungsstelle für Brandverhütung, kurz BFB, bezeichnet Rauch in ihren Präventionshinweisen als größte Gefahr für Menschen und Tiere bei einem Brand. Sie warnt, dass Räume innerhalb weniger Minuten mit Rauch gefüllt sein können und schon wenige Atemzüge zur Bewusstlosigkeit führen können. Die Tierrettung war damit eine eigenständige Aufgabe nach der bereits abgeschlossenen Brandbekämpfung durch die Bewohnerin.

    Was Tierhalter für einen solchen Notfall vorbereiten können

    Die BFB empfiehlt Haushalten mit Tieren, das Vorgehen bei einem Brand im Voraus zu planen und alle Familienmitglieder einzubeziehen. Dazu gehört ausdrücklich die Frage, wie die Haustiere in Sicherheit gebracht werden können. Katzen verstecken sich nach ihren Hinweisen häufig bei Angst oder Stress, während Hunde unterschiedlich auf Feuer reagieren. Für die Einsatzkräfte sind deshalb konkrete Angaben hilfreich: Welche Tiere befinden sich noch im Gebäude, und wo könnte insbesondere eine Katze Unterschlupf gesucht haben? Die Beratungsstelle rät, der Feuerwehr mögliche Verstecke mitzuteilen und Katzen keine Rückzugsorte anzubieten, die im Notfall nicht schnell erreichbar sind.

    Auch die Transportbox gehört nach den Empfehlungen der BFB zur Vorbereitung. Katzen und andere dafür geeignete Haustiere sollten sie bereits im Alltag kennenlernen, statt sie ausschließlich mit Tierarztbesuchen zu verbinden. Die Beratungsstelle empfiehlt, die Box im Aufenthaltsbereich stehen zu lassen und das Tier beispielsweise mit gelegentlichen Leckerbissen daran zu gewöhnen. Leine, Geschirr oder Transportbox sollten zusammen mit einer vorbereiteten Notfalltasche gut zugänglich sein. Für einen Haushalt mit mehreren Tieren wie in Voitsberg ist dabei die praktische Frage entscheidend, ob die nötigen Hilfsmittel im Ernstfall tatsächlich griffbereit sind.

    Zur Vorsorge gehört nach den Hinweisen der BFB außerdem, Hunde und Katzen durch einen Mikrochip kennzeichnen und registrieren zu lassen. Die Beratungsstelle weist darauf hin, dass Brände Haustiere in Panik versetzen können und manche dann die Flucht ergreifen. Für solche Situationen bietet die Kennzeichnung eine Möglichkeit, ein gefundenes Tier seinem Halter zuzuordnen. Der implantierte Chip enthält eine eindeutige Nummer, die mit einem entsprechenden Lesegerät ausgelesen werden kann. Ist das Tier gechippt und registriert, kann es auf diesem Weg identifiziert und zurückgegeben werden. Solche Lesegeräte gibt es der BFB zufolge in Tierarztpraxen, Tierheimen und auch bei Polizeistationen. Die Vorbereitung berücksichtigt damit auch den Fall, dass ein Tier bei einem Brand entläuft und später von anderen Menschen gefunden wird.

    Eigene Sicherheit hat Vorrang

    Dass die Bewohnerin den Brand selbst löschen konnte, ersetzt keine allgemeine Sicherheitsregel für andere Haushalte. Die Berufsfeuerwehr Wien nennt die Reihenfolge „Alarmieren – Retten – Löschen“ und stellt die Menschenrettung vor die Brandbekämpfung. Eigene Löschversuche empfiehlt sie nur, wenn ein Entstehungsbrand mit den vorhandenen Mitteln sicher bekämpft werden kann; außerdem sollen sie niemals allein erfolgen und der Fluchtweg muss frei bleiben. Mit der Bedienung eines Feuerlöschers sollte man sich deshalb bereits vor einem Notfall vertraut machen. Eine Wohnung soll nach den Wiener Hinweisen nur verlassen werden, wenn der Fluchtweg nicht verqualmt ist.

    Für einen Feuerwehrnotruf gilt in Österreich die Nummer 122, alternativ der Euronotruf 112. Die Wiener Feuerwehr empfiehlt, beim Anruf anzugeben, wer meldet, was passiert ist, wo der Einsatzort liegt und wie sich die Situation darstellt. Die BFB betont für Tierhalter zugleich, sich im Notfall zuerst selbst in Sicherheit zu bringen. Wer draußen ist und weiß, dass noch Tiere im Gebäude sind, kann der Feuerwehr mit Angaben zu deren Aufenthaltsorten helfen. In Voitsberg übernahm ein Atemschutztrupp das Herausholen der beiden Katzen und des Hundes aus der verrauchten Wohnung.

    Quellen